Miriam Makeba Goodbye, Mama Afrika!
Sie war die Botschafterin Südafrikas, die sich unermüdlich für Gewalt- und Missbrauchsopfer einsetzte. Auf einem Solidaritätskonzert für den italienischen Schriftsteller Roberto Saviano ist Miriam Makeba gestorben

© Lefty Shivambu/Gallo Images/Getty Images
Miriam Makeba 2007 während eines Konzerts in Johannesburg
Tränen laufen langsam über ihr Gesicht, ihre schöne Stirn ist mit einem traditionellen Band geschmückt. Dabei liegen ihre Hände ganz ruhig vor ihr auf dem Tisch. Miriam Makeba sitzt im Vortragssaal des Adlon Hotels am Brandenburger Tor und erzählt von Südafrika. Nicht von ihrer Kindheit, als jede Nacht mit Polizeikontrollen zu rechnen war, die Familien auseinanderrissen, wenn die Farbschattierungen der Haut zu unterschiedlich waren, und die brutal die Männer niederknüppelten, die Väter, Brüder und Großväter. Nicht von den täglichen Demütigungen und politischen Morden, von den Verboten, die eigene Sprache zu sprechen.
Auch nicht von dem Verbot, wieder in ihr Land und zu ihrer Familie zurückzukehren, nachdem sie die Brutalität und Menschenverachtung des Apartheid-Regimes öffentlich gemacht hatte. Oder von den langen Jahren im Exil, in dem sie erst in New York als Exotin herumgereicht wurde, gefördert von Harry Belafonte, um dann, durch ihre Heirat mit dem Bürgerrechtler Stokley Carmichael, als politische Unperson fallen gelassen zu werden. Ständig verfolgt durch das FBI, bis sie die USA schließlich verließ. Erst nach dem Ende der Apartheid kehrte sie wieder zurück, 1990, auf die Bitte Nelson Mandelas hin. Es war ein bewegender Moment.
Miriam Makeba spricht von ihrem Südafrika heute. Von jungen Mädchen, die vergewaltigt werden, weil sich immer noch der Glaube hält, Sex mit Jungfrauen könnte Aids heilen. Von dem so schwer zu überwindenden Erbe der Apartheid. Dem Analphabetismus, der Umweltverschmutzung, der innerfamiliären Gewalt, der Armut und den Aidswaisen. Davon, dass die Regierung immer noch den Zusammenhang leugnet zwischen HIV und Aids und so die notwendigen Medikamentenspenden ebenso behindert wie die Entstehung eines Bewusstseins in der Bevölkerung.
Von den Townships vor Kapstadt und den Straßenschildern mit Aidsschleifen und Werbung für Kondome. Nur dass sich kaum jemand Kondome leisten kann. Von den Wellblechhütten, in denen Reste von Plastiktüten in Stacheldrahtzäunen hängen, und von den Häusern, die mit Alarmanlagen der Marke "Alcatraz" gesichert sind. Sie spricht aber auch von der großen Liebe zu ihrem Land und von dessen Kraft, sich zu erneuern und es zu schaffen. So gründete sie die "Zenzile Miriam Makeba Stiftung", der auch das "Miriam Makeba Rehabilitationszentrum für missbrauchte junge Frauen" eingegliedert ist.
Mit ihrer Musik ist die 1932 in der Nähe von Johannesburg geborene Miriam Makeba immer für Freiheit und Bürgerrechte eingetreten. In den fünfziger Jahren bekannt geworden durch ihre Hauptrolle in dem Musical über den berühmten südafrikanischen Boxer "King Kong" und durch den 1959 auf den Filmfestspielen in Venedig gezeigten Film Come Back Africa, sang sie immer wieder auf Xhosa über Südafrika, über die Schönheit des Landes, aber auch über Malcolm X.
Nur das traditionelle Xhosa-Lied Pata Pata wollte sie eigentlich nicht mehr aufführen. Es erschien ihr zu belanglos angesichts der Tragödien, die sich auf der Welt abspielten. Wie auch Wimoweh, ein Lied über die Löwenjagd, das sie 1962 zum Geburtstag von John F. Kennedy sang und das später als The Lion Sleeps Tonight bekannt wurde.
- Datum 11.11.2008 - 11:06 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Sie wird der Welt fehlen!
Miriam Makeba wird fehlen. Ihre wunderschöne und unverwechselbare Stimme, die immer auch eine Stimme für die Freiheit und die Gerechtigkeit war. Eine Stimme, die immer auch den Stolz auf die Heimat Afrika in sich trug. Eine Stimme, die der Welt die Würde eines ganzen Kontinents offenbarte. Eine Stimme, die den Kampf nie aufgegeben hat und sich bis zum Ende nicht mit faulen Kompromissen zufrieden geben wollte und konnte.
Diese Stimme ist nun verstummt, doch die Erinnerung an den großartigen Menschen Miriam Makeba bleibt für mich für immer unvergessen.
Auf Wiedersehen Mama Afrika!
Die "Mama Afrikas" hat es bisher nicht geschafft, auch nicht Herr Präsident Nelson Mandela aus Südafrika, schade, das in diesem Erdteil weiter Menschen wegen ihrer Herkunft und wegen des Profitstrebens weniger massenweise sterben müssen! Die Fundis haben im 30-järigen Krieg in Europa beweisen, was nicht rechtens ist, muss es nun in Afrika so weiter gehen?
Nicht nur gegen Serben in Europa/Hitler/Stalin und sonstige Völkermörder, auch in Afrika und sonst wo musst sofort ein aktiver Gerichtshof geschaffen werden! Wir fordern als Nürnberger Bürger, wo man nach dem zweiten Weltkrieg die Naziverbrecher vor Gericht gestellt hat, diese Leute vor Gericht gestellt und exekutiert hat, auch einen zuständigen Gerichtshof, gemäß dem internationalen Völkerrecht der vereinten Nationen und der Siegermächte. Sind sie dazu trotz umfangreicher Geldmittel, die gespendet werden, zu dumm oder nur zu nachlässig mit den Mitteln, einen entsprechenden Gerichtshof, wie in Europa einzuberufen, jeder Erdteil braucht einen solchen Gerichtshof, sonst kommen nur die alten Ressentiments hoch und nichts ist bisher passiert und es wird auch weiter nichts passieren. Die Waffenhändler verdienen sich dumm und dämlich, feiern in Villen in Süd Frankreich ihre Profite, sie wissen nicht mehr was sie anstellen sollen? Wenn sie als UN nicht tätig werden, werden wir die Massenmörder persönlich killen, wir haben es satt, zu warten, bis wieder nichts passiert auf dieser Erde!
Kinder und Menschen der ganzen Welt fordern sofort ein Eingreifen der UN und zwar massiv, bisher ist nichts passiert, es geht immer so weiter.
Nehmen sie den Massenmördern die Waffen ab, verhaften sie diese Leute und stellen sie diese vor Gericht, egal in welchem Erdteil, gründen sie Gerichtshöfe der UN, wie in Nürnberg!
Sonst war der Prozess in Nürnberg, nach dem II. Weltkrieg vergebens! Geben sie ihre großen Gelder für die Verpflegung der vertriebenen Menschen sofort zurück, es ist eine Schande, was sie hier als UN- Aktivisten vollziehen!
sie konnte in Xhosa singen (oder hätte in irgendeiner Sprache singen können) -
jeder Zuhörer verstand und hörte im Inneren für was und warum sie sang -