Rezession Was die Wirtschaftskrise für Sie bedeutet

Deutschland befindet sich mitten im Abschwung. Was sind die Folgen für den Normalbürger? Was kann die Politik dagegen tun? Fünf Fragen und Antworten

Die Rezession kommt, aber verzögert. Hier ein mit Papier verklebtes Geschäft in einer hessischen Innenstadt im Jahr 2003 - auch ein Jahr des Abschwungs

Die Rezession kommt, aber verzögert. Hier ein mit Papier verklebtes Geschäft in einer hessischen Innenstadt im Jahr 2003 - auch ein Jahr des Abschwungs

1. Muss ich Angst um meine Arbeitsstelle haben?

Der Arbeitsmarkt reagiert auf konjunkturelle Entwicklungen immer mit einer kleinen Verzögerung. Deshalb sinkt die Zahl der Arbeitslosen bis zum Jahresende wohl sogar noch ein wenig. Im kommenden Jahr erwarten Experten aber eine Trendwende: "Die Arbeitslosigkeit wird ansteigen", sagt Andreas Scheuerle, Konjunkturexperte der Dekabank, "aber nicht so stark wie in früheren Rezessionen". Das glaubt auch Timo Klein, Volkswirt beim Prognoseinstitut IHS Global Insight.

Der Grund: Der Arbeitsmarkt ist seit der vorherigen Rezession flexibler geworden. Unternehmen können auf sinkende Auftragszahlen leichter reagieren, ohne Arbeitnehmer zu entlassen. Zudem hätten die Firmen aus ihren Fehlern gelernt, sagt Scheuerle. Im Facharbeitermangel habe sich gezeigt, wie schwer es sein könne, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. "Jetzt versuchen die Betriebe eher, die Leute zu halten, um sie nicht nach der Rezession teuer wieder einstellen zu müssen."

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In konkreten Zahlen bedeutet das: "Die Arbeitslosenrate wird von ihrem Tiefpunkt bei 7,5 Prozent im vierten Quartal 2008 auf zunächst 8,2 Prozent im vierten Quartal 2009 steigen und dann im vierten Quartal 2010 bei 8,7 Prozent ihren Höhepunkt erreichen", prognostiziert Klein – "saisonbereinigt, wohlgemerkt". Das entspräche einem Anstieg von etwa 3,14 Millionen Arbeitslosen im vierten Quartal 2008 auf 3,44 Millionen ein Jahr später und schließlich, am Ende des Jahres 2010, auf 3,59 Millionen. Wer in einem exportabhängigen Sektor arbeitet, etwa der Automobilindustrie, den trifft es wohl am härtesten. Auch Zeitarbeiter tragen ein hohes Risiko, ihre Stelle zu verlieren.

2. Wird es eine Pleitewelle unter Unternehmen geben?

In Rezessionen steigt normalerweise die Zahl der Insolvenzen. Auch jetzt sind die Aussichten düster: Der Industrie brechen die Aufträge weg. Besonders dramatisch schrumpften sie im September – aber der negative Trend lässt sich im Prinzip schon seit Anfang des Jahres beobachten. Der Export als wichtigste Stütze des Geschäfts schwächelt. Dabei geht es den Exporteuren noch gar nicht so richtig schlecht: "Im Moment arbeiten sie noch die Rest-Auftragsbestände in ihren Büchern ab", sagt Scheuerle. "Alle Frühindikatoren aber deuten darauf hin, dass es schon im Winterhalbjahr schlechter wird. Und die Erholung wird nicht so schnell und stark einsetzen wie in früheren Krisen."

IHS-Ökonom Klein hofft auf staatliche Hilfe: "Sehr viel hängt davon ab, wie die Politik jetzt reagiert", sagt er. Mit dem gegenwärtigen Konjunkturpaket sei es nicht getan, "es ist definitiv zu klein." Die Bundesregierung müsse es ausweiten und zudem für bessere Finanzierungsmöglichkeiten der Firmen sorgen. "Davon hängt ab, ob viele Unternehmen in existenzielle Schwierigkeiten geraten oder nicht."

Leser-Kommentare
  1. Leider führt das ständige Gerede von der Rezession unweigerlich dazu, dass die Konsumenten immer noch vorsichtiger werden und immer weniger kaufen. Das alte Auto, der alte Kühlschrank, das alte Kleid kann wohl noch ein Jahr vorhalten. Wenn aber weniger gekauft wird, leiden Geschäfte, Hersteller und Industrie --- es gibt noch mehr Arbeitslose, die dann ihrerseits wiederum weniger kaufen etc., und so entsteht ein selbstverwirklichender Circulus vitiosus.

    • NoG
    • 13.11.2008 um 16:30 Uhr

    wenn man alles in prozenten, zahlen und kennziffern darstellen kann.
    das hat den vorteil das alles so abstrakt ist, dass man einfach die passende gleichung rausholt und schon aendert sich alles...

    vielleicht sollte man mal anfangen (wieder) visionen anzubieten,
    dann erhoeht sich die leistungsbereitschaft des groessten kapitals das wir haben:
    naemlich uns

    • ttob
    • 13.11.2008 um 16:52 Uhr

    (entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik fair. Die Redaktion/jk)

    "Aber für alle anderen sind die Aussichten – noch – gut: Die Tarifabschlüsse im laufenden Jahr fielen relativ hoch aus, das wirkt bis weit ins kommende Jahr hinein nach."

    Was für eine Naivität. Im Westen sind nur ca. 41% der Betriebe tarifgebunden, im Osten sogar nur 21% (Stand 2007?) Tendenz fallend.

    Leider ist unser Tarifrecht ein riesiger Lacher, denn eine Firma muss offenbar nur aus den AG-Verbänden austreten, um nicht mehr dazuzugehören, wie Infineon gerade beweist. Wenn die AN Schlange stehen, ist also Lohndrücken angesagt.

    Ich persönlich habe noch nie Tariflohn verdient (3 AG bisher) und bekomme als Ingenieur ein niedrigeres Einkommen als für Techniker als Einstiegslohn angeblich üblich ist. Die Steigerungsrate dieses Jahr betrug fette 3% (angeblich Firmenhöchstgrenze) und liegt damit noch unter der prognostizierten Inflation, obwohl unsere Firma ein Rekordergebnis einfuhr und die Verhandlungen noch während des Boom-Gejubels stattfanden (erinnert sich noch wer? ist nur ein halbes Jahr her!)...

    So sieht die Realität aus, liebe ZEIT-Autoren und dabei kann ich noch froh sein, weil ich z.B. meine Überstunden bezahlt bekomme und einen festen Arbeitsvertrag habe, während mittlerweile >40% der Arbeitsverträge nur noch zeitlich befristet sind.

  2. Könnte mir mal jemand erklären, warum wir so fanatisch an den permanenten Aufschwung glauben?
    Wiso soll es ausgerechnet in der Wirtschaft ein Perpetuum mobile geben, nach dem in der Physik seit Ewigkeiten erfolglos gesucht wird?
    Ich möchte nicht dumm erscheinen, aber glücklicherweise ist das Ganze hier ja relativ annonym. Ich verstehe einfach nicht, wie es praktisch möglich sein soll immer mehr und mehr zu produzieren und zu verkaufen. Ich bin durchaus überzeugter Kapitalist und halte rein garnichts von den ganzen linken Ansätzen, aber warum kann ein Unternehmer nicht damit angeben eine stabile Produktion zu haben. Ich glaube nicht, daß es in diesem Bereich zutrifft, daß Stillstand Rückschritt sei!
    Vielleicht kann mir jemand helfen?

    MfG,
    Medscot

    • Anonym
    • 13.11.2008 um 17:30 Uhr

    Diese dauernde Panik, dieses dauernde Gestarre auf DAX, BIP und Co.
    Seit ich zurückdenkden kann war's immer das Gleiche. Inklusive der alljährlichen "Interviews" in Fußgängerzonen wo natürlich jeder angibt dass es dieses Jahr "natürlich weniger" unter dem Christbaum gäbe. Selbiges sieht man auch wenn man sich auf Phoenix die "Tagesschau vor 25 Jahren" ansieht, es dürfte also schon lange überhaupt keine Weihnachtsgeschenke mehr geben.
    Jammern gehört zur deutschen Mentalität, Ethnologen aus dem Ausland sagen sogar dass das Jammern in Deutschland eine Art verbindendes Element darstellt. Eine lokale Form des Smalltalk. Engländer reden stundenlang über das Wetter, die Deutschen eben darüber wie teuer alles ist, wie schlecht die Politik, wie schrechlich Deutschland im Allgemeinen.

    Ich hab da schon lang auf Durchzug geschalten und siehe da, meine Laune und mein Lebensgefühl hat sich verbessert. Wie? Fernseher auf den Sperrmüll. Ich vermisse nichts. Um auf dem Laufenden zu bleiben reicht das Internet vollkommen, mit diesem "Abstand" merke ich erst wie ich selbst Teil dieser andauernden Massenhysterie war.
    Das Lebensglück zieht man aus anderen Dingen als ob das Wachstum nun etwas hoch oder runter geht, zumindest solange es einem nicht an den Notwendigkeiten des Alltags und kleinem Luxus hier und da mangelt (trotz der medialen Fokussierung auf die "Unterschicht" mangelt es der übergroßen Mehrheit der Bürger in diesem Land weder am Notwendigsten noch an kleinen Annehmlichkeiten). Gar nicht zu reden von Freunden, Familie, Liebe, Mühsiggang - der wahre Sinn im Leben!. Dies kommt auch zunehmend unter die Räder weil wir uns (mangels Zeit dafür?) scheinbar nicht eines Besseren besinnen können, sich scheinbar gar nicht die Sinnfrage stellen. Englisch lernen in der Kinderkrippe, Turboabi mit 18, Bachelorstudium, mit 21 ins Büro, Karriere, Herzinfarkt. Die Leute bewegen sich immer mehr in einem Hamsterrad, auch aufgestachelt durch Angst. Mal den Film "Bowling for Columbine" gesehen? Da bringt Moore gut auf den Punkt wie westliche Gesellschaften funktionieren, wir werden als "Motivation" ständig in Angst und Sorge gehalten. Davon profitiert ein Konglomerat aus Medien, Regierung und auch der Industrie ganz erheblich. Die flapsige Drohung "Wenn sie diesen Job nicht mögen, im Arbeitsamt sitzen 10 die den Job gerne hätten" die so mancher unsensible Chef im Ärger mal so oder ähnlich ausspricht schlägt daher beim Normalbürger wie eine Bombe ein. Auch muss man die Leute in Angst halten um Vorratsdatenspeicherung und Co durchbringen zu können. Und die Medien an sich profitieren natürlich erheblichst davon, durch "agenda setting" werden Themen hochgekocht die eigentlich gar nicht da sind um dann wiederrum über diese Themen zu berichten.
    Ich frage mich was in den Geschichtsbüchern in 150 Jahren mal über unsere Zeit zu lesen sein wird.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Diese ständige Panikmache in den Medien, vor allem im Fernsehen, ist wirklich fürchterlich. So geht das schon seit vielen Jahren. Die Öffentlich-Rechtlichen sind da übrigens keinen Deut besser als die Privaten. Sendung wie Maybrit Ilner, Anne Will, Maischberger, Hart aber fair (Plasberg) erzeugen den Eindruck, unser Land stehe ständig unmittelbar vor dem Untergang. Dazu kommen noch die sog. Wirtschafts-"Experten" und notorischen Untergangspropheten wie Hans-Werner Sinn & Co, die die nahende Apokalypse scheinbar wissenschaftlich beweisen können. Ginge es nach denen, wäre Deutschland in den letzten 10 Jahren 20-mal untergegangen. Wir leben aber alle noch. So ein Mist! So viel zu deren Kompetenz.

    Ein besonders drastisches Beispiel: Vor ca. 4 Jahren trat bei Maybrit Ilner ein arbeitsloser Softwareentwickler als "Betroffener" auf. Mitte 30, mit Berufserfahrung, angeblich qualifiziert. Kurz: Er war in einer Situation, in der man normalerweise nie dauerhaft arbeitslos bleibt. Angeblich hatte er hunderte Bewerbungen geschrieben, nur Absagen erhalten und war am Schluss so verzweifelt, dass er beschloss, auszuwandern.

    Jemand, der mit der Branche nichts zu tun hat, könnte so eine Geschichte glauben und dann, angestachelt von Ilners Kommentar ("Na wenn man jetzt sogar in den modernen Berufen keine Arbeit mehr bekommt") logischerweise in Panik verfallen. Wenn man aber, wie ich, selbst diesen Beruf hat, dann weiß man es besser. Komisch, dass bei mir und allen, die ich kenne, alles glatt gelaufen ist. Nach dem Studium (ohne Berufserfahrung) direkt eine Stelle bekommen (natürlich unbefristet), ordentlich bezahlt, ohne viele Überstunden. Nach 3 Jahren Jobwechsel (genau 1 Bewerbung), Gehaltszuwachs in den letzten 3 Jahren 55% (+ Bonus). Ob ich jemals bei der Volksverhetzerin Maybrit Ilner auftreten darf?

    Eher nicht. Denn ich wäre wie viele andere für die staatliche Angstpropagandamaschine nutzlos.

    • raaabe
    • 19.12.2008 um 11:48 Uhr

    ...mir aus der Seele. Aber sowas von!

    Diese ständige Panikmache in den Medien, vor allem im Fernsehen, ist wirklich fürchterlich. So geht das schon seit vielen Jahren. Die Öffentlich-Rechtlichen sind da übrigens keinen Deut besser als die Privaten. Sendung wie Maybrit Ilner, Anne Will, Maischberger, Hart aber fair (Plasberg) erzeugen den Eindruck, unser Land stehe ständig unmittelbar vor dem Untergang. Dazu kommen noch die sog. Wirtschafts-"Experten" und notorischen Untergangspropheten wie Hans-Werner Sinn & Co, die die nahende Apokalypse scheinbar wissenschaftlich beweisen können. Ginge es nach denen, wäre Deutschland in den letzten 10 Jahren 20-mal untergegangen. Wir leben aber alle noch. So ein Mist! So viel zu deren Kompetenz.

    Ein besonders drastisches Beispiel: Vor ca. 4 Jahren trat bei Maybrit Ilner ein arbeitsloser Softwareentwickler als "Betroffener" auf. Mitte 30, mit Berufserfahrung, angeblich qualifiziert. Kurz: Er war in einer Situation, in der man normalerweise nie dauerhaft arbeitslos bleibt. Angeblich hatte er hunderte Bewerbungen geschrieben, nur Absagen erhalten und war am Schluss so verzweifelt, dass er beschloss, auszuwandern.

    Jemand, der mit der Branche nichts zu tun hat, könnte so eine Geschichte glauben und dann, angestachelt von Ilners Kommentar ("Na wenn man jetzt sogar in den modernen Berufen keine Arbeit mehr bekommt") logischerweise in Panik verfallen. Wenn man aber, wie ich, selbst diesen Beruf hat, dann weiß man es besser. Komisch, dass bei mir und allen, die ich kenne, alles glatt gelaufen ist. Nach dem Studium (ohne Berufserfahrung) direkt eine Stelle bekommen (natürlich unbefristet), ordentlich bezahlt, ohne viele Überstunden. Nach 3 Jahren Jobwechsel (genau 1 Bewerbung), Gehaltszuwachs in den letzten 3 Jahren 55% (+ Bonus). Ob ich jemals bei der Volksverhetzerin Maybrit Ilner auftreten darf?

    Eher nicht. Denn ich wäre wie viele andere für die staatliche Angstpropagandamaschine nutzlos.

    • raaabe
    • 19.12.2008 um 11:48 Uhr

    ...mir aus der Seele. Aber sowas von!

  3. Diese ständige Panikmache in den Medien, vor allem im Fernsehen, ist wirklich fürchterlich. So geht das schon seit vielen Jahren. Die Öffentlich-Rechtlichen sind da übrigens keinen Deut besser als die Privaten. Sendung wie Maybrit Ilner, Anne Will, Maischberger, Hart aber fair (Plasberg) erzeugen den Eindruck, unser Land stehe ständig unmittelbar vor dem Untergang. Dazu kommen noch die sog. Wirtschafts-"Experten" und notorischen Untergangspropheten wie Hans-Werner Sinn & Co, die die nahende Apokalypse scheinbar wissenschaftlich beweisen können. Ginge es nach denen, wäre Deutschland in den letzten 10 Jahren 20-mal untergegangen. Wir leben aber alle noch. So ein Mist! So viel zu deren Kompetenz.

    Ein besonders drastisches Beispiel: Vor ca. 4 Jahren trat bei Maybrit Ilner ein arbeitsloser Softwareentwickler als "Betroffener" auf. Mitte 30, mit Berufserfahrung, angeblich qualifiziert. Kurz: Er war in einer Situation, in der man normalerweise nie dauerhaft arbeitslos bleibt. Angeblich hatte er hunderte Bewerbungen geschrieben, nur Absagen erhalten und war am Schluss so verzweifelt, dass er beschloss, auszuwandern.

    Jemand, der mit der Branche nichts zu tun hat, könnte so eine Geschichte glauben und dann, angestachelt von Ilners Kommentar ("Na wenn man jetzt sogar in den modernen Berufen keine Arbeit mehr bekommt") logischerweise in Panik verfallen. Wenn man aber, wie ich, selbst diesen Beruf hat, dann weiß man es besser. Komisch, dass bei mir und allen, die ich kenne, alles glatt gelaufen ist. Nach dem Studium (ohne Berufserfahrung) direkt eine Stelle bekommen (natürlich unbefristet), ordentlich bezahlt, ohne viele Überstunden. Nach 3 Jahren Jobwechsel (genau 1 Bewerbung), Gehaltszuwachs in den letzten 3 Jahren 55% (+ Bonus). Ob ich jemals bei der Volksverhetzerin Maybrit Ilner auftreten darf?

    Eher nicht. Denn ich wäre wie viele andere für die staatliche Angstpropagandamaschine nutzlos.

    Antwort auf "Es nervt."
  4. ist wirklich schlimm, eh. Seit ich keine Testbilder mehr gucken kann, bin ich auch richtig hyperaktiv geworden. Manchmal habe ich mir auf ORB noch das Aquarium reingezogen, aber da hatte ich immer so bedrückende Ertrinken-Träume, wenn ich vor der Glotze einschlief. Also lieber garnix mehr fernsehen, Glotze abschaffen, das ist die einzige Lösung.

    Zum Thema Arbeitslosigkeit: Achtkommafünf werden angedroht? Na ja, das bedeutet doch im Umkehrschluss immerhin, dass 91 von 100 Arbeitsfähigen malochen müssen. Das ist doch schon institutionalisierte Sklaverei, wenn nicht gar Vollbeschäftigung!

  5. Man hat das Gefühl, die Medien können es kaum erwarten, endlich wieder über steigende Arbeitslostenzahlen, Unternehmenspleiten, halt das ewige Grau in Grau zu berichten. Kaum war die Finanzkrise da, dröhnte es in der BILD, dass uns eine Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes droht. So what? Wie einer meiner Vorredner schon richtig erkannte, es kann nie immer nur bergauf gehen. Es geht auch mal bergab.

    Ich werde weiterleben wie bisher. Geld ist zum Ausgeben da und nicht zum Angstsparen. Ich werde auf jeden Fall den Gürtel nicht enger schnallen. Wenn es mich dann irgendwann mal trifft, habe ich bis dahin wenigstens gelebt. Ich will mich jedenfalls nicht mitschuldig machen am drohenden Abschwung.

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    Toronto21 schrieb:
    Wie einer meiner Vorredner schon richtig erkannte, es kann nie immer nur bergauf gehen. Es geht auch mal bergab.

    Wann ging es denn bergauf? Meinen Sie dieses Aufschwüngchen in den letzten 2 Jahren? Das ist doch kaum ernstzunehmen. Wir hatten einmal weniger als eine Million Arbeitslose! Nein, seit 1960 ging es nur bergab. Der Verlauf der Arbeitslosenzahlen zeigt das recht eindeutig. In konjunkturell "guten" Zeiten sinkt die Arbeitslosigkeit ein wenig, in konjunkturell schlechten Zeiten steigt die Arbeitslosigkeit dramatisch an. Da ändert auch die Politik nichts dran. Diese Krise ist systembedingt. Wenn das Geldsystem nicht geändert wird, können wir uns schonmal auf 5-6 Millionen Arbeitslose einstellen.

    Toronto21 schrieb:
    Wie einer meiner Vorredner schon richtig erkannte, es kann nie immer nur bergauf gehen. Es geht auch mal bergab.

    Wann ging es denn bergauf? Meinen Sie dieses Aufschwüngchen in den letzten 2 Jahren? Das ist doch kaum ernstzunehmen. Wir hatten einmal weniger als eine Million Arbeitslose! Nein, seit 1960 ging es nur bergab. Der Verlauf der Arbeitslosenzahlen zeigt das recht eindeutig. In konjunkturell "guten" Zeiten sinkt die Arbeitslosigkeit ein wenig, in konjunkturell schlechten Zeiten steigt die Arbeitslosigkeit dramatisch an. Da ändert auch die Politik nichts dran. Diese Krise ist systembedingt. Wenn das Geldsystem nicht geändert wird, können wir uns schonmal auf 5-6 Millionen Arbeitslose einstellen.

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