US-Kabinett Hillary Clinton als Obamas Außenministerin im Gespräch

Der künftige Präsident erwägt angeblich, seine Rivalin im Vorwahlkampf auf den wichtigen Posten zu berufen. Auch sonst umgibt er sich mit Getreuen von Bill Clinton

Hillary Clinton und Barack Obama: Einst Rivalen im Rennen ums Weiße Haus, jetzt bald zusammen in einer Regierung?

Hillary Clinton und Barack Obama: Einst Rivalen im Rennen ums Weiße Haus, jetzt bald zusammen in einer Regierung?

Zwei namentlich nicht genannte Berater des gewählten Präsidenten Barack Obama sagten dem US-Fernsehsender NBC, es werde erwogen, Hillary Clinton den Posten anzubieten. Damit würde sich die Obama-Konkurrentin bei den Präsidentschaftsvorwahlen der Demokraten gegen so illustre Kandidaten wie den früheren Präsidentschaftsbewerber John Kerry, den republikanischen Senator Chuck Hagel sowie den Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, durchsetzen.

Auch die Zeitung Chicago Tribune berichtet in ihrer Onlineausgabe, dass Mitarbeiter des Übergangsteams von Obama Clinton für eine gute Wahl hielten. Sie wäre eine Bereicherung für die neue Regierung, hieß es. Die Berichte, dass bereits über ihre Nominierung beraten werde, wollten die Zitierten aber nicht bestätigen.

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Analysten erklärten, Obama könnte durch eine Berufung Clintons parteiinterne Gräben überwinden. Sie rechnen außerdem damit, dass sie als Außenministerin einen vergleichsweise harten außenpolitischen Kurs fahren würde. Im Vorwahlkampf hatte Clinton stets die Unerfahrenheit Obamas kritisiert.

Obama hat bereits viele ehemalige Clinton-Mitarbeiter für sein sogenanntes Transition Team engagiert, die die lange Übergangszeit zwischen seiner Wahl am 4. November und der Amtsübernahme am 20. Januar vorbereiten sollen. Zuletzt stieß der frühere Senator und Verteidigungsexperte der Demokraten, Sam Nunn, zum Team. Er soll sich um den Machtwechsel im Pentagon kümmern. Der ehemalige Außenminister Warren Christopher wird bei der Übernahme des Außenamts helfen. Nunn war im Wahlkampf zeitweilig als Vizepräsident im Gespräch und wurde auch wiederholt als möglicher Verteidigungsminister genannt.

Auch beim Weltfinanzgipfel, der heute in Washington beginnt, vertraut Obama, der selbst nicht an dem Treffen teilnehmen wird, auf die Verhandlungsgeschicke einer Veteranin der Clinton-Regierung: Zusammen mit dem früheren republikanischen Kongressabgeordneten Jim Leach soll Clintons Außenministerin Madeleine Albright zu "inoffiziellen Treffen" mit den Delegationen der G20-Mitglieder zusammenkommen.

Obama hat bisher noch kein Mitglied des künftigen Kabinetts nominiert. Der Leiter seines Übergangsteams, John Podesta, sagte jedoch, erste Namen könnten noch im November bekannt gegeben werden.

 
Leser-Kommentare
  1. könnte nicht nur helfen, die innerparteilichen Gräben zuzuschütten, sondern könnte auch bei den RepublikanerInnen zu der Einsicht führen, dass eine Frau Palin wahrlich keine geeignete Kandidatin für einen bedeutenden Posten im Team des US-Präs. wäre. Hillary wird den RepublikanerInnen zeigen, wie frau es macht.

  2. Seine Freunde sollte man eng um sich versammeln, seine Feinde noch enger.

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