Immobilienfonds Opfer der KriseSeite 2/2

Doch die Branche scheut derzeit solche Schritte, wohl auch, weil sie fürchtet, Anleger zu vergraulen. Dennoch böten solch neue Regeln eine Chance: Bei den Investoren würde sich die Spreu vom Weizen trennen. Es blieben jene Anleger, die langfristig orientiert investieren. Das würde die offenen Immobilienfonds stabilisieren.

Thomas Hammer ist freier Wirtschaftsjournalist und Sachbuchautor. Er schreibt unter anderem für das Wirtschaftsressort der ZEIT und beobachtet die Kapitalmärkte mit skeptischem Blick.

 
Leser-Kommentare
  1. Der Anreiz in offene Immobilienfonds zu investieren, ist die Stabilität und die Möglichkeit das Geld im Zweifelsfalle wieder rausnehmen zu können.
    Wenn diese Möglichkeit nicht mehr bestehen würde, dann hätte man erstens einen geschlossenen Fonds und zweitens würde man eine Situation herstellen, die ja eben gerade zur laufenden Krise geführt hat: Fondsmanager und Banker hätten praktisch Narrenfreiheit und würden sich einen Deubel darum scheren, welche Konsequenzen ihr Handeln haben könnte.
    Freier Markt? Na wenn schon, denn schon. Weshalb sollte der freie Markt nur zugunsten der Banken funktionieren? Und die Sparer dürften nicht mal "es reicht" sagen. Die Banken verdienen doch dick an den Fonds. Weshalb sollten sie nicht mindestens ein Teilrisiko tragen?
    Aber man sieht schon deutlich, wie man sich die "neue Weltordnung" vorstellen kann, die uns gerade dämmert: Freie Märkte für alle, nur für uns noch ein bisschen freier. Mehr Narrenfreiheit für Banken, mehr Möglichkeiten der führenden Industrienationen Schwellenländer unter zu buttern, kurz: ein Ausbau der bestehenden Machtverhältnisse.

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