Schneebedeckte Straßen und überfrierende Nässe haben am Wochenende vielerorts in Deutschland den Verkehr behindert und zahlreiche Unfälle verursacht. Drei Menschen kamen ums Leben.

In der Nacht zum Sonntag mussten in weiten Teilen Sachsens zahlreiche Straßen wegen Schneeverwehungen gesperrt werden. Schon am Samstag hatte starker Schneefall besonders auf den Autobahnen im Raum Dresden zu einem Chaos geführt. Mehr als hundert Lastwagen standen quer, die A4 war zeitweise gesperrt.

Nahe dem osthessischen Hünfeld starben am Samstagmorgen bei einem Glatteisunfall zwei Menschen. Ein mit fünf Insassen besetzter Van war auf die Gegenfahrbahn geraten und gegen einen Sattelschlepper geprallt. Drei der Mitfahrer wurden schwer verletzt.

Am späten Freitagabend schon war auf der Autobahn 2 bei Königslutter (Niedersachsen) eine 45 Jahre alte Frau ums Leben gekommen. Sie war sie mit überhöhter Geschwindigkeit auf einen Streuwagen des Winterdienstes aufgefahren.

Überfrierende Nässe legte am Samstagabend für mehrere Stunden den Verkehr in und um Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) lahm. "Innerhalb von einer Stunde war alles verstopft", sagte ein Polizeisprecher. Bei mehr als 40 Unfällen wurde niemand verletzt. Auf einigen Bundesstraßen rutschten Busse von der Fahrbahn, stellten sich Lastwagen und Autos mit Sommerreifen quer.

An einer Steigung der A64 bei Trier stand der Verkehr am Samstag drei Stunden lang still: Auf der schneeglatten Fahrbahn kamen weder Autos noch Lastwagen weiter. Im Saarland gab es vor allem für Lastwagen am Samstagmorgen kein Fortkommen mehr.