Piraterie Renaissance der FreibeuterSeite 3/3

Auch in Südamerika müssen Kapitäne wachsam sein. Haiti, eines der ärmsten Länder der Welt, gilt beim International Maritime Bureau wieder als Seeräuberregion – 300 Jahre nachdem die Piraten der Karibik dort spanische Segelschiffe jagten. Heute werden dort vor allem edle Yachten Opfer der neuen Bukanier.

In Südamerika werden die Handelsschiffe aber nicht nur auf offener See angegriffen. Der Hafen von Rio der Janeiro gilt als einer der gefährlichsten der Welt. Schwerbewaffnete Verbrecher stürmen die vertäuten Schiffe und rauben die Besatzung aus. Sie haben es auch auf die großen Bargeldsummen abgesehen, die Reedereien ihren Schiffen mitgeben.

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Den Reedereien bleiben wenige Möglichkeiten, um sich zu wehren. Die dänische Großreederei Maersk lässt ihre Schiffe nun Afrika umfahren und meidet die Route an Somalia vorbei zum Sueskanal. Da die Piraten aber immer professioneller vorgehen und Mutterschiffe als mobile Basen verwenden, sieht es so aus, als ob sich das Problem dadurch nur verlagert und auch im nächsten Jahr zahlreiche neue rote Punkte auf der Karte des IMB auftauchen. Wie im 18. Jahrhundert werden die Piraten der Beute in neue Gewässer folgen.

 
Leser-Kommentare
    • Yadgar
    • 25.11.2008 um 21:45 Uhr

    Der Autor des Artikels schreibt:

    "Vor der Küste Sierra Leones, Liberias, Nigerias, der Elfenbeinküste, Ghanas, Mauretaniens und des Tschads gibt es ebenfalls zahlreiche Überfälle."

    Ein Blick auf die politische Karte Afrikas sollte ihm zeigen können, dass der Tschad ein Binnenstaat ist und folglich gar keine Meeresküste hat, von der aus etwaige Piraten Überfälle verüben könnten...

    ...na ja, so lange hier nicht auch noch von afghanischen Piraten die Rede ist...

  1. Das Schiff, das die indische Fregatte "INS Tabar" am 18. November vor der Küste Somalias versenkt hat, gehörte nicht den Piraten, sondern der thailändischen Reederei Ekawat Nava 5.

    Hätte so schön gepaßt: Steinmeier in Indien, die feiern ihre tapfere Marine und die ZEIT druckt Artikel auf Artikel...

    Na, wenigstens die Russen berichten kritisch ;)
    http://de.rian.ru/society...
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    "Woher nehme ich nur die Zeit, das alles nicht zu lesen." (Karl Kraus)

    • WolfBu
    • 26.11.2008 um 7:32 Uhr

    Sorry, Herr Berliner. RIA Novosti ist eine Revolveragentur, die vollständig unter der Ägide der Herrschenden in Moskau steht und die Aufgabe hat, politische Information und Agitation im Sinne des Kreml zu betreiben. In diesem Zusammenhang von kritischer Berichterstattung zu sprechen und das der ZEIT als offensichtlich höherwertig gegenüberzustellen, ist ja wohl ein Witz.
    Inhaltlich: Natürlich gehörte das Schiff einer Reederei und nicht den Piraten, das liegt in der Eigenschaft der Piraterie. Von dem gekaperten Schiff aus wurde die indische Fregatte aber angegriffen, da ist es wohl reichlich egal, wem sie gehört.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    -- und prompt ist auch einer hineingetappt :)

    Einfaches Googeln reicht aus, um den Wahrheitsgehalt einer Nachricht zu überprüfen (man muß also nichts "glauben") :
    http://www.google.com/sea...

    Man sieht, daß z.B. auch CNN darüber berichtet:

    http://www.cnn.com/2008/W...

    Unbezweifelbar ist wohl, daß der überlebende Augenzeuge KEIN Pirat war - aber durch die indische Militäraktion beinahe ums Leben kam, von seinen toten Kollegen ganz zu Schweigen!

    Ein "Kollateralschaden", über den sich nicht zu berichten lohnt?
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    "Woher nehme ich nur die Zeit, das alles nicht zu lesen." (Karl Kraus)

    -- und prompt ist auch einer hineingetappt :)

    Einfaches Googeln reicht aus, um den Wahrheitsgehalt einer Nachricht zu überprüfen (man muß also nichts "glauben") :
    http://www.google.com/sea...

    Man sieht, daß z.B. auch CNN darüber berichtet:

    http://www.cnn.com/2008/W...

    Unbezweifelbar ist wohl, daß der überlebende Augenzeuge KEIN Pirat war - aber durch die indische Militäraktion beinahe ums Leben kam, von seinen toten Kollegen ganz zu Schweigen!

    Ein "Kollateralschaden", über den sich nicht zu berichten lohnt?
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    "Woher nehme ich nur die Zeit, das alles nicht zu lesen." (Karl Kraus)

    • WolfBu
    • 26.11.2008 um 7:34 Uhr

    ...wem das Schiff, nicht die Fregatte gehört, sorry...

  2. -- und prompt ist auch einer hineingetappt :)

    Einfaches Googeln reicht aus, um den Wahrheitsgehalt einer Nachricht zu überprüfen (man muß also nichts "glauben") :
    http://www.google.com/sea...

    Man sieht, daß z.B. auch CNN darüber berichtet:

    http://www.cnn.com/2008/W...

    Unbezweifelbar ist wohl, daß der überlebende Augenzeuge KEIN Pirat war - aber durch die indische Militäraktion beinahe ums Leben kam, von seinen toten Kollegen ganz zu Schweigen!

    Ein "Kollateralschaden", über den sich nicht zu berichten lohnt?
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    Antwort auf "So so..."

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