Finanzkrise im Sport Wenn die Hot Dogs zu teuer sindSeite 2/2

„Sinkende Sponsoren-Gelder haben meist einen unmittelbaren Einfluss auf den Sport”, sagt Wayne DeSarbo, Direktor des Zentrums für Sport-Marketing-Forschung an der Pennsylvania State Universität. Mannschaften, die stark vom Verkauf der Namensrechte und Luxus-Suiten abhängig seien, würden die Folgen als Erste zu spüren bekommen. Es komme jetzt lediglich darauf an, ob man den gesamten Eisberg sehe oder nur die Spitze, so DeSarbo. Er schließt nicht aus, dass sich die Finanzkrise sogar bis auf die Spielergehälter auswirkt.

„Ich mache mir um mein Gehalt trotzdem keine Sorgen. Ich habe noch nie des Geldes wegen Basketball gespielt, sondern weil es mir Spaß macht”, sagt Dirk Nowitzki, der in dieser Saison 18 Millionen Dollar verdient. 80 Mitarbeiter der NBA können nicht so gelassen über die derzeitige Situation reden – sie wurden entlassen. Auch die Eishockey-Liga NHL hat Sorgen. Stephen Brunt, Kolumnist von Kanadas größter Tageszeitung Globe and Mail, spekulierte kürzlich, dass ein bis drei NHL-Teams bankrott gehen könnten.

Die Ausmaße der Finanzkrise sind nicht nur im US-Sport zu spüren. Die Londoner Tageszeitung The Telegraph berichtete, dass die Fertigstellung des olympischen Dorfes für die Sommerspiele 2012 der britischen Regierung durch die Finanzkrise 250 Millionen Dollar mehr kostet, als ursprünglich veranschlagt.

Englands Fußball-Rekordmeister FC Liverpool hat über sein neues Stadion vorerst einen Baustopp verhängt. Tom Hicks, einer der beiden amerikanischen Eigentümer, hat derzeit Probleme, von Banken einen Kredit zu bekommen.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. ?

    Sollen sicher 80.000 sein, oder?

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    (Kommentar editiert)
    Sehr geehrter Grinzold,
    wir hatten den Artikel ursprünglich korrigiert, unser Autor hatte aber Recht: Es handelt sich um 800.000 Dollar, der Punkt war nur an einer falschen Stelle.
    Viele Grüße,

    Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE

    (Kommentar editiert)
    Sehr geehrter Grinzold,
    wir hatten den Artikel ursprünglich korrigiert, unser Autor hatte aber Recht: Es handelt sich um 800.000 Dollar, der Punkt war nur an einer falschen Stelle.
    Viele Grüße,

    Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE

  2. (Kommentar editiert)
    Sehr geehrter Grinzold,
    wir hatten den Artikel ursprünglich korrigiert, unser Autor hatte aber Recht: Es handelt sich um 800.000 Dollar, der Punkt war nur an einer falschen Stelle.
    Viele Grüße,

    Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE

    Antwort auf "?"
  3. Während sich heute und auch in Zukunft gewisse Leute Villen und Yachten für 100 Millionen leisten werden, bleibt dem geschröpften Noname der Verzicht auf ein 20 Dollar Ticket. Dies ist zwar ein kleiner Aspekt der globalen Ungleicheit, doch ein sehr anschauliches Beispiel. Darüber nachdenken lohnt sich.

  4. Also, wenn ich Samstags kicken gehe, dann kostet mich das immer noch gar nichts. Der Autor schreibt über den Profisport, der mal so was von weit weg ist von dem Sport, wie er für den normalen Menschen wichtig ist. Eine Verallgemeinerung dieser Auswüchse des kapitalistischen Systems auf den gesamten Sport ist nicht zulässig.

    Allein, dass Dirk Nowitzki überhaupt so eine Frage gestellt bekommt, ist schon unglaublich. Man stelle sich vor, sein Gehalt würde um 90% gekürzt und er würde nur noch 1,8 Millionen im Jahr für das verdienen, was ihm am meisten Spaß macht. Nicht auszudenken! ;-)

    v.

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