Test Welche Bank ist noch sicher?

Um das herauszufinden, sind die Wildecker Herzbuben nach Frankfurt am Main gefahren. TÜV-Prüfer Stephan Vanderheyden über das traurige Ergebnis des Banken-Tests

ZEITmagazin: Sie sind für das ZEITmagazin nach Frankfurt gereist, um dort mit den Wildecker Herzbuben die Sicherheit von deutschen Banken zu testen. Drei von sechs Parkbänken waren kurz vor dem Zusammenbruch. Hat Sie das überrascht?

Stephan Vanderheyden: Das Ergebnis lädt nicht gerade dazu ein, sich in Frankfurt auf eine Bank zu setzen. Aber sechs Bänke sind ja noch kein statistischer Wert.

Anzeige

ZEITmagazin: Wie sind Sie vorgegangen?

Vanderheyden: Eine Sichtprüfung hat genügt. Für die ordentliche Belastungsprüfung einer Bank brauche ich schon die Geräte im Labor.

ZEITmagazin: Prüfen Sie denn sonst auch Bänke wie diese hier?

Vanderheyden: Nur Neue. Für die im Park und an den Straßen ist die Stadt zuständig.

ZEITmagazin: Besteht in Frankfurt nun dringender Handlungsbedarf?

Vanderheyden: Auf jeden Fall. Bei zwei Bänken lohnt die Reparatur nicht, die müssen ersetzt werden. Bei einer war der Rahmen gebrochen. Eine andere, aus Drahtgeflecht, war zu wacklig. Bei der dritten schadhaften Bank genügt es, wenn die Stadt ein paar Latten austauscht.

ZEITmagazin: Sind wenigstens die neuen Bänke, die Sie im Labor testen, alle stabil?

Vanderheyden: Es kommt vor, dass eine durchfällt. Die Dauerprüfung ist hart. Ich benutze eine pneumatische Maschine, die auf die Sitzflächen drückt, und auch auf Arm- und Rückenlehnen – als würde sich ein 100 Kilogramm schwerer Mann draufsetzen, so an die 200.000 mal. Die meisten Probleme bereiten Schweißnähte.

Leser-Kommentare
  1. 1. toll

    Wunderbar. Mein Dank an die Herzbübchen.

    • cdl
    • 09.12.2008 um 9:30 Uhr

    Überflüssig und peinlich!

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service