Bankenkrise BayernLB streicht 5600 Stellen

Die zweitgrößte Landesbank Deutschlands will Personal abbauen. Der Konzern soll drastisch umgebaut werden. Zuvor hatte die bayerische Regierung ein Rettungspaket beschlossen

Die angeschlagene Bayerische Landesbank will Medienberichten zufolge konzernweit mehr als jede vierte Stelle streichen. Bis 2013 sollen 5600 der insgesamt 19.200 Jobs im Konzern entfallen. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks will die Bank außerdem das Asien-Geschäft komplett aufgeben. Die Niederlassungen in Hongkong, Schanghai, Peking, Tokyo und Mumbai sollen geschlossen werden.

Damit will sich die BayernLB nach ihrer jahrelangen Auslandsexpansion künftig vor allem auf den Freistaat konzentrieren. Gemeinsam mit den Sparkassen solle die Bank die Nummer eins in Bayern werden, sagte BayernLB-Chef Michael Kemmer. Mit dem Ausstieg aus vielen anderen Bereichen werde sich das gesamte Geschäft der Bank um rund ein Drittel reduzieren. "Die BayernLB wird nach der Restrukturierung und Redimensionierung eine andere Bank sein." Sie werde kleiner, aber schlagkräftiger sein.

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Alle Aktivitäten sollen daraufhin überprüft werden, ob sie dem unmittelbaren Kundengeschäft dienen. Das Kerngeschäft der BayernLB sei nach Worten des bayerischen Finanzministers Georg Fahrenschon (CSU) die Betreuung des bayerischen Mittelstands und das Zusammenspiel mit den Sparkassen im deutschen und im europäischen Umfeld.

Bereits am Freitag wurde ein 30 Milliarden Euro umfassendes Rettungspaket für die Landesbank beschlossen. Die Zukunft der Landesbank soll zunächst mit einer Kapitalspritze von zehn Milliarden Euro gesichert werden. Die Kosten soll der Freistaat Bayern tragen.

Die BayernLB, Deutschlands zweitgrößter Landesbank, wurde von der bayerischen Regierung als "systemrelevante Bank" eingestuft. Eine Pleite des Geldinstitutes wollen die Politiker verhindern. Als systemrelevant gelten Banken, die bei einem Bankrott andere Häuser mit in den Abgrund ziehen würden. Die US-Investmentbank Lehman Brothers erwies sich etwa als ein solches Institut. Ihre Insolvenz hatte zur Folge, dass in Europa und den USA mehrere Banken gestützt werden mussten.
 

 
Leser-Kommentare
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    • 01.12.2008 um 15:10 Uhr

    Ungeheuerliche Verschwendung von Volksvermögen!
    Ich finde es kriminell, dass Volksvertreter im Namen des Volkes so mit dessen Vermögen und Steuern umgehen. Das Wort "systemrelevant" trifft die Sache deutlich, denn diese Bank hat nur 2 wichtige Funktionen: die BayernLB ist erstens ein Instrument der Bayerischen Regierung Zuckerl und Kredite an systemtreue Spezln und Amigos zu verteilen, die sonst nach Kriterien des Marktes gar nie fliessen würden, ..ein Machtinstrument also, das wie man jetzt gesehen hat, völlig ausser Kontrolle geraten kann. Die zweite systemrelevante Funktion: ein Stellplatz für Postenschacherei, Spezl- und Schattenwirtschaft. Und weil dort jeder zweitklassige Sparkassenfritze nach politischen Großtaten im Freistaat als Belohnung ein völlig überbezahltes Pöstchen bekommen kann, hüllt sich auch die Oposition in Schweigen über die eklatante Steuermittelverschwendung, deren Leute sitzen da eben auch ganz warm und trocken! Alle unsere Volksvertreter profitieren von diesem krebsgeschwürigen Organ, das eigentlich sofort abgeschafft werden sollte, oder wenigstrens mit anderen Landesbanken fusionieren müsste. Eine Fusion wollen aber die Herren Seehofer und Konsorten gar nicht, denn sonst könnte sich ja ein Nichtbayer über die Vorgänge im Amigoland öffentlich wundern. Systemrelevant halt... .
    Est ist schon traurig, dass jetzt 5600 Stellen gestrichen werden, aber noch trauriger ist, dass eine Bank fast 20 tausend Mitarbeiter hält, wo sich doch der Normalbürger frägt, wer diese Überkapazitäten eigentlich jahrzehntelang finanziert hat und wozu das wirklich gut sein soll. Diese Experten haben ihr Finanzwissen ja jetzt hinreichend bewiesen, in dem sie das Geld "international" zum Klo hinuntergespült haben
    Ich fordere deshalb:
    1. Rücktritt von Seehofer und anderen Verantwortlichen.
    2. Öffentlicher Untersuchungsausschuss mit anschliessender Strafverfolgung.
    3. Aufdeckung aller staatlichen Aktivitäten, Firmenbeteiligungen etc. im Freistaat.

    Bürger wacht auf, denn unsere Volksvertreter vertreten hier nicht unsere Interessen!

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    nur beipflichten.

    Traurig, aber wahr.

    nur beipflichten.

    Traurig, aber wahr.

  1. nur beipflichten.

    Traurig, aber wahr.

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