Bundesliga, 15. Spieltag Niemand ärgert Hoffenheim!

Auch Favoritenschreck Bielefeld musste sich dem Tabellenführer geschlagen geben. Erster Verfolger sind jetzt die Bayern. Die Spielberichte zu allen Samstagspartien

1899 Hoffenheim - Arminia Bielefeld 3:0

Mit Klassefußball hat der Aufsteiger die Tabellenführung in der Bundesliga verteidigt und sich für den Schlager beim FC Bayern empfohlen. Vor 26 000 Zuschauern baute Vedad Ibisevic (5. Minute) mit seinem 17. Saisontor seine Spitzenposition in der Torjägerliste aus. Außerdem ließen Carlos Eduardo (11.) und Francisco Copado (89./Foulelfmeter) die Fans im Mannheimer Carl-Benz-Stadion jubeln. Mit einem Erfolg am Freitag in München kann die Sensationsmannschaft der Hinrunde nun sogar Herbstmeister werden. Diese Aufgabe gehen die Kraichgauer selbstbewusst an: "Wir haben großen Respekt vor den Bayern, aber wir fahren dorthin, um zu gewinnen", sagte Hoffenheims Kapitän Selim Teber.

Die Gastgeber spielten von Beginn an entschlossen nach vorne. Einen Schuss von Demba Ba kurz nach dem Anpfiff konnte Arminia-Keeper Dennis Eilhoff gerade noch mit dem Fuß abwehren. Die Bielefelder versuchten mitzuspielen und wurden mit Gegentreffern bestraft: Bei einer Flanke von Teber war Ibisevic zur Stelle und traf  zum 1:0. Bei einem Konter rannte der brasilianische Regisseur Eduardo über das halbe Spielfeld und überraschte mit seinem Schuss die Arminen, die mit einer Flanke gerechnet hatten. Trotz der sicheren Führung ließen die Gastgeber nicht locker und stürmten mit kluger Raumaufteilung weiter: Ba scheiterte erneut an Eilhoff, Teber köpfte an die Latte.

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DIe Bielefelder blieben fast während der gesamten Partie ohne Torgelegenheit. Torjäger Artur Wichniarek trat nach der Pause erstmals in Erscheinung: Nach seiner Vorlage drosch Thorben Marx das Leder aber weit übers Tor. Ansonsten ließ der Druck des Spitzenreiters, der etwas unkonzentriert wirkte, etwas nach. Ba vergab allerdings noch zwei dicke Chancen ehe er elfmeterreif gefoult wurde. Die Bielefelder haben seit 24 Spielen nicht mehr auf fremdem Platz gewonnen.

"In dieser Verfassung sind die Hoffenheimer die beste Mannschaft in der Bundesliga", lobte Bielefelds Trainer Michael Frontzeck den starken Aufsteiger. Die hatten auch ohne den verletzten Stürmer Chinedu Obsasi sowie die gesperrten Mittelfeldspieler Sejad Salihovic und Luiz Gustavo ihren begeisternden Fußball gespielt. "Wir haben auch in der Breite einen guten Kader und eine tolle Moral in der Mannschaft. Jeder spürt, dass er gebraucht wird. Das ist vielleicht ein kleiner Teil des Erfolgsgeheimnisses", sagte Hoffenheims Coach Ralf Rangnick.

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