Erbschaftsteuer Häuserkampf im Bundestag
Die Abgeordneten verabschieden nach langem Würgen die Reform der Erbschaftssteuer. Aber der Streit ist noch lange nicht zu Ende. Er wird wohl wieder in Karlsruhe landen
Vielleicht wird die Millionärsvilla am Starnberger See ja in die deutsche Gesetzgebungsgeschichte eingehen. Viel ist über sie in den letzten Wochen zwischen den Parteien und Politikern gestritten worden. Auch in der abschließenden Debatte über die Erbschaftssteuerreform spielte sie noch einmal eine wichtige Rolle. Der bayerische Abgeordnete Florian Pronold von der SPD verdächtigte den Koalitionspartner CSU, sich nur deshalb solange gegen die Reform gestemmt zu haben, weil sie die reichen Villenbesitzer dort, also ihre Klientel, beschützen wolle. Der CSU-Abgeordnete Albert Ruprecht hingegen hielt es dem Einsatz seiner Partei zugute, dass Witwen und Kinder im Erbfall – anders als angeblich von der SPD geplant – nicht auf dem Umweg über die Erbschaftssteuer aus ihren Häuschen und Anwesen vertrieben würden.
Die Erbschaftsteuer schürt Emotionen. In der Bevölkerung genauso wie unter den Parlamentariern. Lebhaft wie nur selten ging es deshalb am Donnerstag im Bundestag zu. Von „Lügen“, "Desinformation“ und "Unwahrheiten“ war die Rede. Jede Menge Zwischenrufe gab es, Zwischenfragen und Kurzinterventionen. Über "Neid-Debatten“ wurde geklagt, über "kalter Enteignung“ oder die "Axt“, die an den deutsche Mittelstand gelegt werde. Selbst die "Fundamente dieses Staates“ sah der FPD-Abgeordnete Carl-Ludwig Thiele erschüttert. Auf der anderen Seite sprachen die Abgeordneten von Grünen und Linkspartei von einem "Kniefall vor den Reichen“ und von einer "Koalition der Millionärsschützer“,
Die Mehrheit der Großen Koalition stand jedoch. Obwohl es in den letzten Tagen noch viel Unmut in der CDU/CSU-Fraktion gegeben hatte, stimmten am Ende nur wenige Unions-Abgeordnete gegen das Gesetz. Jetzt muss am 5. Dezember auf einer Sondersitzung nur noch der Bundesrat zustimmen, damit die Neuregelung am 1. Januar in Kraft treten kann.
Doch die Debatten werden selbst dann nicht beendet sein. Der Kompromiss zwischen CDU, CSU und SPD ist ein heikler, mit dem beide Seiten unzufrieden sind. Die SPD wollte ursprünglich eine wesentlich höhere Erbschaftssteuer durchsetzen, die Union hingegen plädierte zumindest teilweise wie die FDP dafür, sie ganz abzuschaffen. Die CSU hatte zuletzt dafür geworben, die Erbschaftssteuer in die Hoheit der Länder zu geben, schließlich flössen auch deren Erlöse in die Länderkassen. Schon in Bundestagsdebatte kündigte der CDU-Politiker Otto Bernhardt deshalb an, seine Partei werde in der kommenden Legislaturperiode auf eine erneute Novellierung des Gesetzes drängen.
Jenseits aller Emotionen scheinen die Fakten jedoch klar: Durch die Erbschaftsteuerreform werden Unternehmenserben sowie die Kernfamilie künftig besser gestellt. So müssen zum Beispiel die Kinder eines Erblassers keine Steuer auf das Haus zahlen, wenn sie dieses anschließend mindestens zehn Jahre lang selbst nutzten. Erben von Unternehmen, die den Betrieb im Kern sieben beziehungsweise zehn Jahre fortführen, zahlen unter bestimmten Voraussetzungen nur noch eine geringe oder gar keine Steuer mehr. Darüber hinaus gibt es hohe Freibeträge. Vor allem Geschwister, Nichten und Neffen hingegen müssen künftig eine deutlich höhere Erbschaftssteuer entrichten.
- Datum 27.11.2008 - 16:54 Uhr
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Warum ist unsere Politik nicht mehr in der Lage, Gesetze so zu formulieren, dass sie einer Klage in Karlsruhe standhalten ?
Warum werden Gesetze verabschiedet, von denen schon vorher zu erwarten ist, dass Karlsruhe sie zerpflückt ?
Unfähigkeit oder Nicht-Wollen ?
Nach dem Motto: Wir versuchen es mal. Wenn nicht geklagt wird,
haben wir gewonnen. Gas-Gerd und der Onkel Hartz haben nur so
operiert. Das Ergebnis: HartzIV-Geniesser klagen um jeden verwei-
gerten Euro und bekommen zu 50 % Recht.
Die Kriegseinsätze sind nach ähnlichem Muster gestrickt.
Nach dem Motto: Wir versuchen es mal. Wenn nicht geklagt wird,
haben wir gewonnen. Gas-Gerd und der Onkel Hartz haben nur so
operiert. Das Ergebnis: HartzIV-Geniesser klagen um jeden verwei-
gerten Euro und bekommen zu 50 % Recht.
Die Kriegseinsätze sind nach ähnlichem Muster gestrickt.
Es geht gerade einmal um 4.3 Mrd. €. Im Vergleich zur Mehrwertsteuer sind dies mit den Worten eines ehemaligen Vorsitzenden der Deutschen Bank "Peanuts". Sie ist ja auch hochgradig ungerecht. Versteuertes Einkommen, damit es in der Familie bleibt, wird noch einmal versteuert. Stattdessen sollten lieber die ganzen Ausnahmen für die Wohlhabenden im Steuerrecht geschliffen werden. Das hat wohl wenig Aussicht, so ist es schon verwunderlich, dass Millionen teure Häuse Erbschaftssteuer-frei über den Notartisch gehen. Wenn man sagt, dass die Erbschaftssteuer gebraucht wird, dann sollten gerade diejnigen ihren Beitrag leisten, die wirklich viel haben. Wenn 2/3 der Bevölkerung gar nichts haben, sieht man einmal was es denn heißt eine Villa im Wert von z.B. 1.5 Mio. € vererbt zu bekommen. So verfestigt sich Reichtum und Armut. Es gibt andauernd Sonntagsreden, gemacht wird aber wenig, wenn es denn wirklich drauf ankommt. Auch ein Millionär hat nur eine Stimme, so gesehen berauben sich die Parteien allerhöchstens ihrer Reputation.
Der Sinn einer solchen Aktion will sich mir einfach nicht erschließen. Ist ja in Ordnung, dass das Haus der Großeltern steuerfrei vererbt wird, aber als einziger Begrenzungsfaktor 200qm Wohnfläche zu definieren, ist schon krass. Letztendlich sind das alles aber Peanuts, was sind schon 4.3 Mrd. € gegen 200, 450 oder 800 Mrd. € oder Dollar? Dieses Theater dient nur dazu damit die Menschen beschäftigt werden.
--
"that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"
und das allerletzte, Erbschaftssteuer ist schlicht Diebstahl.
Die Einzelregelungen dazu lächerlich.
Das Positive ist dass es nicht so schlimm kam wie zu befürchten war.
... vom System, oder Westerland?
"Erbschaftssteuer ist schlicht Diebstahl."
Erbschaftssteuer bewahrt das zutiefst ungerechte kapitalistische System vorm totalen Zusammenbruch und führt wenigstens zu einem Teilausgleich von reich zu arm:
http://www.meudalismus.dr-wo.de/
Es spricht Bände über den Sachverstand von FDP und CDU/CSU, wenn sie die Erbschaftssteuer abschaffen wollen, nachdem sie schon die Vermögenssteuer geschliffen haben. Schon jetzt kontrollieren 10% der Bevölkerung mindestens 70% der Vermögen in Deutschland, während rund zwei Drittel der Bevölkerung so gut wie nichts besitzen. Moderner Feudalismus, tausende von Menschen arbeiten sich den Buckel krumm, damit einige Superreiche im unglaublichen Luxus schwelgen können, ohne je einen Finger rühren zu müssen. Das hat auch nichts mit Neid zu tun, sondern damit, dass Grund und Boden gar nicht und Geld nicht beliebig vermehrbar ist. Umso mehr also einige Wenige davon besitzen, umso weniger bleibt für den Rest, egal wie fleissig die auch sind, ihre Chancen verringern sich tendenziell. Die Sichtweise "was ich *verdient* habe soll mir (bzw. meiner Familie) nie wieder jemand streitig machen" ist somit mittelalterlich, buchstäblich asozial, egoistisch und damit abzulehnen.
Ab welcher Summe man die Erbschaftssteuer ansetzt, darüber kann man natürlich streiten, ich würde ab 10 Mio eine 90% Steuer setzen, darunter eine geringe oder keine Steuer. Bei Firmen (damit keine Zahlungsschwierigkeiten eintreten) stattdessen eine Abgabe von Anteilen an den Staat, bzw. Abführen eines Teils der Einnahmen.
So und jetzt mach ich Schluß, bevor ich von den Firmenerben hier wieder als Prosecco trinkender rot-grüner unrealistischer Spinner beleidigt werde und Geschichten von aufopferungsvollen Eltern und verzichtgeprägten Kindheiten lesen muss. Das ist so dumm und ermüdend, dass ich keine Lust darauf habe.
... vom System, oder Westerland?
"Erbschaftssteuer ist schlicht Diebstahl."
Erbschaftssteuer bewahrt das zutiefst ungerechte kapitalistische System vorm totalen Zusammenbruch und führt wenigstens zu einem Teilausgleich von reich zu arm:
http://www.meudalismus.dr-wo.de/
Es spricht Bände über den Sachverstand von FDP und CDU/CSU, wenn sie die Erbschaftssteuer abschaffen wollen, nachdem sie schon die Vermögenssteuer geschliffen haben. Schon jetzt kontrollieren 10% der Bevölkerung mindestens 70% der Vermögen in Deutschland, während rund zwei Drittel der Bevölkerung so gut wie nichts besitzen. Moderner Feudalismus, tausende von Menschen arbeiten sich den Buckel krumm, damit einige Superreiche im unglaublichen Luxus schwelgen können, ohne je einen Finger rühren zu müssen. Das hat auch nichts mit Neid zu tun, sondern damit, dass Grund und Boden gar nicht und Geld nicht beliebig vermehrbar ist. Umso mehr also einige Wenige davon besitzen, umso weniger bleibt für den Rest, egal wie fleissig die auch sind, ihre Chancen verringern sich tendenziell. Die Sichtweise "was ich *verdient* habe soll mir (bzw. meiner Familie) nie wieder jemand streitig machen" ist somit mittelalterlich, buchstäblich asozial, egoistisch und damit abzulehnen.
Ab welcher Summe man die Erbschaftssteuer ansetzt, darüber kann man natürlich streiten, ich würde ab 10 Mio eine 90% Steuer setzen, darunter eine geringe oder keine Steuer. Bei Firmen (damit keine Zahlungsschwierigkeiten eintreten) stattdessen eine Abgabe von Anteilen an den Staat, bzw. Abführen eines Teils der Einnahmen.
So und jetzt mach ich Schluß, bevor ich von den Firmenerben hier wieder als Prosecco trinkender rot-grüner unrealistischer Spinner beleidigt werde und Geschichten von aufopferungsvollen Eltern und verzichtgeprägten Kindheiten lesen muss. Das ist so dumm und ermüdend, dass ich keine Lust darauf habe.
... vom System, oder Westerland?
"Erbschaftssteuer ist schlicht Diebstahl."
Erbschaftssteuer bewahrt das zutiefst ungerechte kapitalistische System vorm totalen Zusammenbruch und führt wenigstens zu einem Teilausgleich von reich zu arm:
http://www.meudalismus.dr-wo.de/
Es spricht Bände über den Sachverstand von FDP und CDU/CSU, wenn sie die Erbschaftssteuer abschaffen wollen, nachdem sie schon die Vermögenssteuer geschliffen haben. Schon jetzt kontrollieren 10% der Bevölkerung mindestens 70% der Vermögen in Deutschland, während rund zwei Drittel der Bevölkerung so gut wie nichts besitzen. Moderner Feudalismus, tausende von Menschen arbeiten sich den Buckel krumm, damit einige Superreiche im unglaublichen Luxus schwelgen können, ohne je einen Finger rühren zu müssen. Das hat auch nichts mit Neid zu tun, sondern damit, dass Grund und Boden gar nicht und Geld nicht beliebig vermehrbar ist. Umso mehr also einige Wenige davon besitzen, umso weniger bleibt für den Rest, egal wie fleissig die auch sind, ihre Chancen verringern sich tendenziell. Die Sichtweise "was ich *verdient* habe soll mir (bzw. meiner Familie) nie wieder jemand streitig machen" ist somit mittelalterlich, buchstäblich asozial, egoistisch und damit abzulehnen.
Ab welcher Summe man die Erbschaftssteuer ansetzt, darüber kann man natürlich streiten, ich würde ab 10 Mio eine 90% Steuer setzen, darunter eine geringe oder keine Steuer. Bei Firmen (damit keine Zahlungsschwierigkeiten eintreten) stattdessen eine Abgabe von Anteilen an den Staat, bzw. Abführen eines Teils der Einnahmen.
So und jetzt mach ich Schluß, bevor ich von den Firmenerben hier wieder als Prosecco trinkender rot-grüner unrealistischer Spinner beleidigt werde und Geschichten von aufopferungsvollen Eltern und verzichtgeprägten Kindheiten lesen muss. Das ist so dumm und ermüdend, dass ich keine Lust darauf habe.
Sicht nachvollziehen, teile sie aber nicht.
Im wesentlichen deshalb weil der Staat sich nicht mit einer Untergrenze vom 10Mio zufrieden gibt, zum zweiten weil Summen die wesentlich darüber liegen i.d.R. in Beteiligungen, Stiftungen etc angelegt sind und dort für Arbeitsplätze sorgen.
Der Staat ist jedenfalls der schlechteste aller Umverteiler, die Einzelschicksale in einem Erbfall so unterschiedlich dass sie mit Gesetzen kaum "gerecht" erfassbar sind dass ich mir wünschen würde dass Steuern und wirtschtschaftregeln derart angepasst werden dass es gar nicht erst zu den abartigen Eigentumsunterschieden kommt. Ja ich weiß, unrealistisch.
"Sicht nachvollziehen, teile sie aber nicht."
Dann hast du eine andere Idee den Systemfehler auszugleichen? Eine die realisierbar ist? Wenn man alles laufen lässt, wie es ist, dann fließt zwangsweise irgendwann wieder Blut. Ist es das wert?
"Im wesentlichen deshalb weil der Staat sich nicht mit einer Untergrenze vom 10Mio zufrieden gibt,..."
Das Demokratieproblem ist ein anderes Thema. Man sollte nicht einen Fehler auszugleichen versuchen, indem man einen noch viel größeren macht.
"...zum zweiten weil Summen die wesentlich darüber liegen i.d.R. in Beteiligungen, Stiftungen etc angelegt sind und dort für Arbeitsplätze sorgen."
Stiftungen: davon träumst du. Familienstiftungen vielleicht, davon hört man öfter, nur nützen die idR auch nur der Familie.
Beteiligungen: ja, und?
Arbeitsplätze: ja, auch der Lehnsherr vergab mit dem Nutzungsrecht an Grund und Boden großzügig die Möglichkeit sich einen Lebensunterhalt erwirtschaften zu können. War das ernst gemeint oder einfach schlecht durchdacht?
"Der Staat ist jedenfalls der schlechteste aller Umverteiler,"
Ebenfalls ein Demokratieproblem, siehe oben. Wenigstens kümmert sich der Staat um Bildung, soziale Absicherung, Infrastruktur usw. auch DAS ist eine Art Umverteilung, zumindest sind es Maßnahmen von denen die ganze Gesellschaft profitiert.
"... die Einzelschicksale in einem Erbfall so unterschiedlich dass sie mit Gesetzen kaum "gerecht" erfassbar... "
Ja klar, die Erbschaftssteuer ist grausam, weil die Erben alles was ihren Eltern gehört auch schon als ihr Eigentum betrachten, welches sich plötzlich jemand Drittes krallt. Deshalb kochen da auch regelmässig die Emotionen hoch. Schon aus diesem Grund halte ich hohe Freibeträge (10 Mio) für angebracht und darüber hinaus Aufklärung über die Zusammenhänge. Selbst der Reicheste kann es kaum als sinnvoll erachten, wenn irgendwann die Gesellschaft an den sozialen Gegensätzen zerbricht. Soviel Altruismus und Verstand sollten selbst Multimillionäre aufbringen, falls nicht, dann leiden sie halt (zur Abwechslung auch mal).
"...sind dass ich mir wünschen würde dass Steuern und wirtschtschaftregeln derart angepasst werden dass es gar nicht erst zu den abartigen Eigentumsunterschieden kommt. Ja ich weiß, unrealistisch."
Man kann nie wissen, manchmal kommt ein Wechsel schneller als man denkt, lass mal die Krise so richtig ausufern... Andererseits muss das Thema öffentlich diskutiert werden und in die Köpfe eindringen, sonst wird sich nie was ändern. Nicht umsonst verweist ein Kommentator hier lustvoll auf eine Umfrage, in der angeblich 50% eine Abschaffung der Erbschaftssteuer wollen, ob die seriös ist, keine Ahnung. Nur finden halt mittlerweile auch mehr als 70% die Vermögensverhältnisse als ungerecht. Das passt nicht zusammen.
"Sicht nachvollziehen, teile sie aber nicht."
Dann hast du eine andere Idee den Systemfehler auszugleichen? Eine die realisierbar ist? Wenn man alles laufen lässt, wie es ist, dann fließt zwangsweise irgendwann wieder Blut. Ist es das wert?
"Im wesentlichen deshalb weil der Staat sich nicht mit einer Untergrenze vom 10Mio zufrieden gibt,..."
Das Demokratieproblem ist ein anderes Thema. Man sollte nicht einen Fehler auszugleichen versuchen, indem man einen noch viel größeren macht.
"...zum zweiten weil Summen die wesentlich darüber liegen i.d.R. in Beteiligungen, Stiftungen etc angelegt sind und dort für Arbeitsplätze sorgen."
Stiftungen: davon träumst du. Familienstiftungen vielleicht, davon hört man öfter, nur nützen die idR auch nur der Familie.
Beteiligungen: ja, und?
Arbeitsplätze: ja, auch der Lehnsherr vergab mit dem Nutzungsrecht an Grund und Boden großzügig die Möglichkeit sich einen Lebensunterhalt erwirtschaften zu können. War das ernst gemeint oder einfach schlecht durchdacht?
"Der Staat ist jedenfalls der schlechteste aller Umverteiler,"
Ebenfalls ein Demokratieproblem, siehe oben. Wenigstens kümmert sich der Staat um Bildung, soziale Absicherung, Infrastruktur usw. auch DAS ist eine Art Umverteilung, zumindest sind es Maßnahmen von denen die ganze Gesellschaft profitiert.
"... die Einzelschicksale in einem Erbfall so unterschiedlich dass sie mit Gesetzen kaum "gerecht" erfassbar... "
Ja klar, die Erbschaftssteuer ist grausam, weil die Erben alles was ihren Eltern gehört auch schon als ihr Eigentum betrachten, welches sich plötzlich jemand Drittes krallt. Deshalb kochen da auch regelmässig die Emotionen hoch. Schon aus diesem Grund halte ich hohe Freibeträge (10 Mio) für angebracht und darüber hinaus Aufklärung über die Zusammenhänge. Selbst der Reicheste kann es kaum als sinnvoll erachten, wenn irgendwann die Gesellschaft an den sozialen Gegensätzen zerbricht. Soviel Altruismus und Verstand sollten selbst Multimillionäre aufbringen, falls nicht, dann leiden sie halt (zur Abwechslung auch mal).
"...sind dass ich mir wünschen würde dass Steuern und wirtschtschaftregeln derart angepasst werden dass es gar nicht erst zu den abartigen Eigentumsunterschieden kommt. Ja ich weiß, unrealistisch."
Man kann nie wissen, manchmal kommt ein Wechsel schneller als man denkt, lass mal die Krise so richtig ausufern... Andererseits muss das Thema öffentlich diskutiert werden und in die Köpfe eindringen, sonst wird sich nie was ändern. Nicht umsonst verweist ein Kommentator hier lustvoll auf eine Umfrage, in der angeblich 50% eine Abschaffung der Erbschaftssteuer wollen, ob die seriös ist, keine Ahnung. Nur finden halt mittlerweile auch mehr als 70% die Vermögensverhältnisse als ungerecht. Das passt nicht zusammen.
zwischen einem feudalen Erbadel mit Untertanen und Laibrente und einem Erben eines Familienbetriebs in der 5. Generation?
Irgendein ferner Vorfahre hat einmal die Fabrik gegründet (oder bei dem einen oder anderen politischen Umbruch "erworben") und nun wird das schön in der Familie weitervererbt.
Das hat nun mit Leistungsgerechtigkeit nichts mehr zu tun - von gleichen Ausgangsbedingungen gar nicht zu reden.
So unterteilt sich die Gesellschaft bereits durch das Familienvermögen in Arm und Reich - diese Anfangsunterschiede können in der gesamten Gesellschaft niemans ausgeglichen werden.
Wer alleine 5 Millionen vererbt erhält, und diese Anlage bei 2% Realverzinsung anlegt, lebt im Jahr von 100000 € - bis zu seinem Tod und wenn beide Elternteile gleich wohlhabend sind und 2 Kinder zeugen, so leben, ohne Erbschaftssteuer, auch diese Kinder und ihre Kindeskinder gut von diesem Vermögen.
Bitte verstehen Sie mich nun nicht vollkommen falsch - es ist prinzipiell ein sehr löblicher Gedanke etwas positives für die Nachwelt hinterlassen zu wollen - die Frage ist nur ob dieses System so funktionieren kann und gerecht ist.
Im übrigen sind sämtliche Steuern Diebstahl - auch die Lohnsteuer besteuer Kapitalvermögen - nämlich die Zinszahlungen auf mein Humankapital - eine Kapitalform die allerdings kaum vererbt werden kann.
Daher mein Ansatz: Alles was selbst genutzt wird - steuerfreies Verfügungsrect - bis zu einem Verkauf. Bei Betrieben: der Staat als stiller und nicht stimmberechtigter Teilhaber. Der Erbe kann die Anteile zurückerwerben. Bei Ausschüttungen wird der Staat in Höhe seines Anteils beteiligt. Eventuell könnten die Anteile auch an die Mitarbeiter des Betriebes verkauft werden.
Das Problem ist komplex - allerdings sollten alle Erben endlich auch begreifen - jeder Cent den ich Erbe ist ein Glücksfall. Viele Menschen auf der Erde werden nie in einer solch tragischen Situation sein.
Die Politik von den Parteien ist reine Klientelpolitik - die Quittung werden Sie bei der nächsten Wahl erhalten - die LINKE/Grünen erreichen vielleicht gemeinsam 30% +
Und Sie wollen wohl lieber, dass der Laden schon zu Lebzeiten an Investoren verscherbelt wird, anstatt das ihn ein Erbe weiterführt, der um den Preis der Anstrngung weiß.
Oder wollen sie den Verkauf ebenfalls verbieten? Wie wäre es, wenn gleich alle erfolgreichen Menschen die Errungenschaften ihrer Leistungsbereitschaft an den Staat abführen?
Diese System funktioniert gerade nur so, weil Menschen an ihre Nachkommen vererben können. Schaffen sie das mal ab, und sie werden sehen, was sie davon haben: nach mir die Sinnflut. Ich acker doch nicht 50 Jahre am Rande des Spitzensteuersatzes für ein Unternehmen, nur damit meiner Familie am Ende alles weggenommen wird. Dann können sie gleich die Autobahn nach Österreich verbreitern, da fahren sie dann alle hin.
Und ihr "Glück der Geburt" kann man sich auch in die Haare schmieren. Wieso führen sie nicht alles oberhalb der Existenzsicherung an die Dritte Welt ab. Schließlich hatten auch sie das "Glück der Geburt" und sind hier gelandet.
Und diese "Quittung bei der nächsten Wahl" höre ich nun wirklich bei jedem zweiten Kommentar hier, wird das nicht langweilig?
Hier was zu ihrer Quittung: "Trotzdem sagen 84 Prozent der Deutschen in der GEO-Umfrage: "Es ist gerecht, dass Eltern ihr Vermögen an ihre Kinder weitergeben, auch wenn das heißt, dass Kinder reicher Eltern im Leben bessere Chancen haben." Und mehr als 50 Prozent befürworten sogar eine Abschaffung der Erbschaftssteuer. " Quelle: geo.de
Noch ein gut gemeinter Ratschlag: kümmern Sie sich lieber um Ihr eigenes Geld, anstatt über das der Anderen nachzudenken!
Der Unterschied zwischen Untertan und Mitarbeiter ist, dass der Mitarbeiter jederzeit bessere Bedingungen fordern kann und als letzte Konsequenz auch kündigen kann.
Ihre Vorstellung, dass der Staat die Betriebe erben soll und der Nachfahre den Betrieb wieder zurückkaufen muss, ist aberwitzig. Welcher Unternehmer sollte in ein Unternehmen investieren, wenn es am Ende dem Staat zufällt. Ohne Investitionen keine Arbeitsplätze und ohne Arbeitsplätze kein Auskommen für die normalen Bürger.
Warum sollte ein Unternehmer 80 Stunden die Woche arbeiten, wenn er am Lebensende alles Verdiente wieder an den Staat abgeben muss. Ist das die von Ihnen geforderte "Leistungsgerechtigkeit".
Bisher hat die Linke kein Programm, aber sollte sie solche Ziele in ihr Programm schreiben, dann wird man schnell erkennen, dass sie Deutschland in die Katastrophe führen wollen.
Und Sie wollen wohl lieber, dass der Laden schon zu Lebzeiten an Investoren verscherbelt wird, anstatt das ihn ein Erbe weiterführt, der um den Preis der Anstrngung weiß.
Oder wollen sie den Verkauf ebenfalls verbieten? Wie wäre es, wenn gleich alle erfolgreichen Menschen die Errungenschaften ihrer Leistungsbereitschaft an den Staat abführen?
Diese System funktioniert gerade nur so, weil Menschen an ihre Nachkommen vererben können. Schaffen sie das mal ab, und sie werden sehen, was sie davon haben: nach mir die Sinnflut. Ich acker doch nicht 50 Jahre am Rande des Spitzensteuersatzes für ein Unternehmen, nur damit meiner Familie am Ende alles weggenommen wird. Dann können sie gleich die Autobahn nach Österreich verbreitern, da fahren sie dann alle hin.
Und ihr "Glück der Geburt" kann man sich auch in die Haare schmieren. Wieso führen sie nicht alles oberhalb der Existenzsicherung an die Dritte Welt ab. Schließlich hatten auch sie das "Glück der Geburt" und sind hier gelandet.
Und diese "Quittung bei der nächsten Wahl" höre ich nun wirklich bei jedem zweiten Kommentar hier, wird das nicht langweilig?
Hier was zu ihrer Quittung: "Trotzdem sagen 84 Prozent der Deutschen in der GEO-Umfrage: "Es ist gerecht, dass Eltern ihr Vermögen an ihre Kinder weitergeben, auch wenn das heißt, dass Kinder reicher Eltern im Leben bessere Chancen haben." Und mehr als 50 Prozent befürworten sogar eine Abschaffung der Erbschaftssteuer. " Quelle: geo.de
Noch ein gut gemeinter Ratschlag: kümmern Sie sich lieber um Ihr eigenes Geld, anstatt über das der Anderen nachzudenken!
Der Unterschied zwischen Untertan und Mitarbeiter ist, dass der Mitarbeiter jederzeit bessere Bedingungen fordern kann und als letzte Konsequenz auch kündigen kann.
Ihre Vorstellung, dass der Staat die Betriebe erben soll und der Nachfahre den Betrieb wieder zurückkaufen muss, ist aberwitzig. Welcher Unternehmer sollte in ein Unternehmen investieren, wenn es am Ende dem Staat zufällt. Ohne Investitionen keine Arbeitsplätze und ohne Arbeitsplätze kein Auskommen für die normalen Bürger.
Warum sollte ein Unternehmer 80 Stunden die Woche arbeiten, wenn er am Lebensende alles Verdiente wieder an den Staat abgeben muss. Ist das die von Ihnen geforderte "Leistungsgerechtigkeit".
Bisher hat die Linke kein Programm, aber sollte sie solche Ziele in ihr Programm schreiben, dann wird man schnell erkennen, dass sie Deutschland in die Katastrophe führen wollen.
Und Sie wollen wohl lieber, dass der Laden schon zu Lebzeiten an Investoren verscherbelt wird, anstatt das ihn ein Erbe weiterführt, der um den Preis der Anstrngung weiß.
Oder wollen sie den Verkauf ebenfalls verbieten? Wie wäre es, wenn gleich alle erfolgreichen Menschen die Errungenschaften ihrer Leistungsbereitschaft an den Staat abführen?
Diese System funktioniert gerade nur so, weil Menschen an ihre Nachkommen vererben können. Schaffen sie das mal ab, und sie werden sehen, was sie davon haben: nach mir die Sinnflut. Ich acker doch nicht 50 Jahre am Rande des Spitzensteuersatzes für ein Unternehmen, nur damit meiner Familie am Ende alles weggenommen wird. Dann können sie gleich die Autobahn nach Österreich verbreitern, da fahren sie dann alle hin.
Und ihr "Glück der Geburt" kann man sich auch in die Haare schmieren. Wieso führen sie nicht alles oberhalb der Existenzsicherung an die Dritte Welt ab. Schließlich hatten auch sie das "Glück der Geburt" und sind hier gelandet.
Und diese "Quittung bei der nächsten Wahl" höre ich nun wirklich bei jedem zweiten Kommentar hier, wird das nicht langweilig?
Hier was zu ihrer Quittung: "Trotzdem sagen 84 Prozent der Deutschen in der GEO-Umfrage: "Es ist gerecht, dass Eltern ihr Vermögen an ihre Kinder weitergeben, auch wenn das heißt, dass Kinder reicher Eltern im Leben bessere Chancen haben." Und mehr als 50 Prozent befürworten sogar eine Abschaffung der Erbschaftssteuer. " Quelle: geo.de
Noch ein gut gemeinter Ratschlag: kümmern Sie sich lieber um Ihr eigenes Geld, anstatt über das der Anderen nachzudenken!
"Und Sie wollen wohl lieber, dass der Laden schon zu Lebzeiten an Investoren verscherbelt wird, anstatt das ihn ein Erbe weiterführt, der um den Preis der Anstrngung weiß."
Dann wird halt das erhaltene Kapital besteuert, aus Sicht der Gesellschaft vollkommen unerheblich.
"...wenn gleich alle erfolgreichen Menschen die Errungenschaften ihrer Leistungsbereitschaft an den Staat abführen?"
Unsachlich, da niemand sowas gefordert hat und eine Vermögensgrenze von 10 Mio immer noch mehr als ausreichend für die Erben ist. Niemand will Kommunismus. Wenn du für den Ausgleich des oben erwähnten Systemfehlers eine bessere Idee hast, bitte, ich bin gespannt.
"Diese System funktioniert gerade nur so, weil Menschen an ihre Nachkommen vererben können. Schaffen sie das mal ab, und sie werden sehen, was sie davon haben..."
Schon wieder unsachlich, niemand hat das gefordert.
"Dann können sie gleich die Autobahn nach Österreich verbreitern, da fahren sie dann alle hin."
Können sie ruhig, aber dann sollten sie auch nicht mehr versuchen in Deutschland Geld zu verdienen. Da gibts dann eine fette Quellensteuer drauf und Importzölle, so wie sich das gehört, wenn man ein funktionierendes Gemeinwesen unterhalten will.
"Hier was zu ihrer Quittung: "Trotzdem sagen 84 Prozent der Deutschen in der GEO-Umfrage: "Es ist gerecht, dass Eltern ihr Vermögen an ihre Kinder weitergeben, auch wenn das heißt, dass Kinder reicher Eltern im Leben bessere Chancen haben." Und mehr als 50 Prozent befürworten sogar eine Abschaffung der Erbschaftssteuer."
Genau deshalb betreiben wir hier Aufklärung. Die Zusammenhänge kennen nämlich die meisten nicht. Anderseits findet nämlich die große Mehrheit der Deutschen die Vermögensverhältnisse für ungerecht.
"Noch ein gut gemeinter Ratschlag: kümmern Sie sich lieber um Ihr eigenes Geld, anstatt über das der Anderen nachzudenken!"
Genau soll er arbeiten und das Denken denen überlassen, die dafür geboren wurden. Lol, war das wirklich ernst gemeint?
"Und Sie wollen wohl lieber, dass der Laden schon zu Lebzeiten an Investoren verscherbelt wird, anstatt das ihn ein Erbe weiterführt, der um den Preis der Anstrngung weiß."
Dann wird halt das erhaltene Kapital besteuert, aus Sicht der Gesellschaft vollkommen unerheblich.
"...wenn gleich alle erfolgreichen Menschen die Errungenschaften ihrer Leistungsbereitschaft an den Staat abführen?"
Unsachlich, da niemand sowas gefordert hat und eine Vermögensgrenze von 10 Mio immer noch mehr als ausreichend für die Erben ist. Niemand will Kommunismus. Wenn du für den Ausgleich des oben erwähnten Systemfehlers eine bessere Idee hast, bitte, ich bin gespannt.
"Diese System funktioniert gerade nur so, weil Menschen an ihre Nachkommen vererben können. Schaffen sie das mal ab, und sie werden sehen, was sie davon haben..."
Schon wieder unsachlich, niemand hat das gefordert.
"Dann können sie gleich die Autobahn nach Österreich verbreitern, da fahren sie dann alle hin."
Können sie ruhig, aber dann sollten sie auch nicht mehr versuchen in Deutschland Geld zu verdienen. Da gibts dann eine fette Quellensteuer drauf und Importzölle, so wie sich das gehört, wenn man ein funktionierendes Gemeinwesen unterhalten will.
"Hier was zu ihrer Quittung: "Trotzdem sagen 84 Prozent der Deutschen in der GEO-Umfrage: "Es ist gerecht, dass Eltern ihr Vermögen an ihre Kinder weitergeben, auch wenn das heißt, dass Kinder reicher Eltern im Leben bessere Chancen haben." Und mehr als 50 Prozent befürworten sogar eine Abschaffung der Erbschaftssteuer."
Genau deshalb betreiben wir hier Aufklärung. Die Zusammenhänge kennen nämlich die meisten nicht. Anderseits findet nämlich die große Mehrheit der Deutschen die Vermögensverhältnisse für ungerecht.
"Noch ein gut gemeinter Ratschlag: kümmern Sie sich lieber um Ihr eigenes Geld, anstatt über das der Anderen nachzudenken!"
Genau soll er arbeiten und das Denken denen überlassen, die dafür geboren wurden. Lol, war das wirklich ernst gemeint?
Hier was zu ihrer Quittung: "Trotzdem sagen 84 Prozent der Deutschen in der GEO-Umfrage: "Es ist gerecht, dass Eltern ihr Vermögen an ihre Kinder weitergeben, auch wenn das heißt, dass Kinder reicher Eltern im Leben bessere Chancen haben." Und mehr als 50 Prozent befürworten sogar eine Abschaffung der Erbschaftssteuer. " Quelle: geo.de
Diese Position sollten die "basisdemokratischen" Linken in diesem Land endlich mal akzeptieren.
aber wollen Sie jetzt wirklich die letzte Umverteilungsmöglichkeit die auch mal von Oben nach Unten gerichtet ist, anstatt wie umgekehrt, abschaffen ? Also ich finde schon, das jemand der ne 5 Millionen-Villa am Starnberger See erbt, ein bischen was an die Allgemeinheit abgeben darf.
aber wollen Sie jetzt wirklich die letzte Umverteilungsmöglichkeit die auch mal von Oben nach Unten gerichtet ist, anstatt wie umgekehrt, abschaffen ? Also ich finde schon, das jemand der ne 5 Millionen-Villa am Starnberger See erbt, ein bischen was an die Allgemeinheit abgeben darf.
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