Blutige Anschläge "Terror in dieser Dimension war nicht abzusehen"
Christian Wagner ist Indien-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Im Interview mit ZEIT ONLINE spricht er über Motive und Folgen der Anschläge

© RAVEENDRAN/AFP/Getty Images
Indische Sicherheitskräfte in Mumbai: Auch nach mehr als 24 Stunden ist die Lage an den Orten der Terror-Attentate noch nicht unter Kontrolle
ZEIT ONLINE: Angesichts der jüngsten Anschläge in Indien ist die Rede von einer neuen Qualität des Terrorismus. Wodurch zeichnet sich diese aus?
Christian Wagner: Die neue Qualität kommt daher, dass wir zum einen das erste Mal direkte Angriffe auf Ausländer, auf Touristen haben, zum anderen weil es vermutlich einheimische, indische Muslime sind, die diesen Terrroranschlag durchgeführt haben. Die Gruppe Deccan Mujahideen gab es zuvor noch nicht, und ich vermute, sie gehört in das Umfeld der indischen Mujahedeen, die bereits in den letzten Wochen und Monaten für eine Reihe von kleineren Anschlägen in Delhi und in anderen Orten verantwortlich waren. Wenn es indische Muslime wären, dann würde das darauf hindeuten, dass sie Verbindungen haben zu internationalen Terrororganisationen. Vorbereitung, Durchführung, Logistik und Organisation sprechen dafür, dass wir es hier mit erfahrenen Terrorgruppen zu tun haben, und das würde natürlich auf al-Qaida und auf islamistische Gruppen in Pakistan hindeuten.
ZEIT ONLINE: Wieso spricht man hier von der Handschrift von al-Qaida?
Wagner: Zum einen, weil Ausländer und Touristen gezielt attackiert werden. al-Qaida hat Indien ja vor einigen Jahren den Krieg erklärt. Man will die Region Kaschmir befreien und die indische Union islamisieren. Hier aber ist es wohl vor allem der Angriff auf die westlichen Staatsbürger, der ein typisches Al-Qaida-Merkmal aufweist.
ZEIT ONLINE: Was sind das für Leute? Attentäter aus Indien selbst?
Wagner: Das wird die große Frage sein. Die indische Regierung verweist ja auf Spuren, die außerhalb Indiens liegen. Was die Art und Weise der Durchführung anbelangt, kann das durchaus sein, aber es gibt auch die Diskussion in Indien, dass sich die Muslime in Indien selbst zunehmend radikalisiert haben und dass es vor allem unter der jüngeren Generation der Muslime hohe Unzufriedenheit gibt. Und wenn es militanten Gruppen gelingen sollte, aus diesem großen Reservoir Kämpfer zu rekrutieren, dann steht man hier wirklich vor einer neuen Qualität des Problems, einer neuen Qualität des Terrors.
ZEIT ONLINE: Warum ausgerechnet jetzt?
Wagner: Es gibt eigentlich keinen ersichtlichen Grund. Diese Anschläge waren ja in der Vergangenheit immer wieder dazu gedacht, den Friedensprozess zwischen Indien und Pakistan zu torpedieren. Das hat nicht funktioniert. Wir haben gegenwärtig Landtagswahlen in Kaschmir. Für mich ist nicht eindeutig ersichtlich, weshalb die Anschläge ausgerechnet jetzt passiert sind.
ZEIT ONLINE: 15 Bombenanschläge in etwas mehr als fünf Jahren. War solch ein Anschlag absehbar oder gar zu verhindern?
Wagner: Es war vermutlich abzusehen, dass es in Indien eine Reihe von sozialen Konflikten gibt. Dass der Terror solch eine Dimension annimmt, war jedoch nicht abzusehen. Es gab und gibt einfach eine wachsende Unzufriedenheit bei den ärmeren Bevölkerungsgruppen, die nicht an den Früchten der Entwicklung der letzten Jahre beteiligt waren. Das stellt die indischen Sicherheitskräfte vor völlig neue Herausforderungen. Denn es gibt eine Vielzahl solcher Terrorgruppen, die nicht zu Verhandlungen bereit sind.
- Datum 13.05.2009 - 15:43 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, 27.11.2008
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Die ganze Sache als Religionskonflikt darzustellen ist wieder typisch.
Das nicht nur die Moslems, sondern vielleicht noch in stärkeren Maße die Hindus mit ihrem jegliche Entwicklung bremsenden Kastensystem, nichts vom wirtschaftlichen Aufschwung haben, wird bewusst verschwiegen.
Wie lange wollt ihr uns noch für dumm verkaufen?
bei gleichzeitigem Niedergang Pakistans? Und wieso gibt es überhaupt Pakistan, das 'Land der Reinen', wenn das alles mit Religion nichts zu tun hat? (Wollen Sie uns etwa für dumm verkaufen?)
bei gleichzeitigem Niedergang Pakistans? Und wieso gibt es überhaupt Pakistan, das 'Land der Reinen', wenn das alles mit Religion nichts zu tun hat? (Wollen Sie uns etwa für dumm verkaufen?)
bei gleichzeitigem Niedergang Pakistans? Und wieso gibt es überhaupt Pakistan, das 'Land der Reinen', wenn das alles mit Religion nichts zu tun hat? (Wollen Sie uns etwa für dumm verkaufen?)
Also wenn dieser Interviewte ein Indien-Experte ist, dann bin ich auch einer und ich bin keiner, dass weiss ich zumindest, auch wenn ich schon zweimal das Land bereist habe. Interviews dieser Art zu diesem Zeitpunkt sind ziemlich verfrüht und können nur in vollkommen unnötigen vagen Vermutungen und den üblichen Verdächtigungen enden. Vollkommen sinnlos dies Interview.
"Wenn es indische Muslime waren, dann sind wohl die ökonomische Diskriminierung und die soziale Diskriminierung der Muslime für die Entwicklung verantwortlich. der Muslime für die Entwicklung verantwortlich."
Also wenn jemand in Indien diskriminiert wird, dann sind es die Christen. Diese stammen fast durchwegs aus niederen Kasten und stellen praktisch nirgendwo die Mehrheit oder die Elite (von kleinen Enklaven im Süden abgesehen). Also allein "ökonomische Diskriminierung und die soziale Diskriminierung" können nicht der Grund sein, denn ich sehr keine wütenden christlichen Horden durch die Straßen ziehen und Menschen ermorden.
Die Qualität eines neuen Terrorismus zeichnet sich also dadurch aus, dass "dass wir zum einen das erste Mal direkte Angriffe auf Ausländer, auf Touristen haben".
Und natürlich hat die al-Quaida damit zu tun.
Die 2. Frage lautet:
"Wieso spricht man hier von der Handschrift von al-Quaida?"
Als Antwort folgt:
"Zum einen, weil Ausländer und Touristen gezielt attackiert werden."
Wenn dies in Indien das erste Mal dergestalt geschah, wie kann es denn sein, dass dieses Vorgehen, als al-Quaidatypisch diagnostiziert werden kann?
Ist das Berichterstattung oder armer Hetzjournalismus?
Finde es traurig, dass 'Die Zeit' derart unqualifiziert arbeiten muss. Denn auch ohne diesen Vergleich mit al-Quaida, würde der Schrecklichkeit kein Abbruch getan; so hingegen, wirft dies einen Schatten auf all das, was wirklich dort vorgefallen sein mag ....
Wir stehen wieder vor grasusamen Symptomen einer "Weltunordnung"
1. "Der Terror in dieser Dimension war nicht abzusehen"
2. Die Banken- und Weltfinanzsystemkrise in dieser Dimension war nicht abzusehen
3. Die Weltwirtschaftskrise und die Rezession "in dieser Dimension war nicht abzusehen"
4. Die Klimakatastrophe "in dieser Dimension war nicht abzusehen"
5. Die internationale Piraterie "in dieser Dimension war nicht abzusehen"
6. Die Auswirkungen des Kernenergieweges, der unmittelbar in einen
waffentauglichen Plutoniumweg mündet ist natürlich vollkommen absehbar
und kontrollierbar ??
7. ......
Das 21. Jahrhundert hält möglicherweise noch viele "in dieser Dimension nicht abzusehende" grausame Überraschungen bereit!
Es wird allerhöchste Zeit für eine neue Weltordnung, die ihren Namen auch wirklich verdient, und ncht nur Sprechblasenfunktion erfüllt!
Ein Global Governancesystem ("Weltinnenpolitik") , mit dem die Lösung der Weltprobleme
Terrorismus, Armut, Hass, globale Ungerechtigkeit bei der Güterverteilung und erst recht bei der Verteilung des Reichtums, die Klimakatastophe usw.
gleichzeitig - und nicht nur als einzelne Symptombekämpfung - in Angriff genommen werden ist dringendst erforderlich!
Ein globaler Superstaat?
Je größer der Staat, desto korrupter wird er.
"Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut."
Die meisten Probleme auf der WElt sind durch erst durch das Eingreifen der europäischen Mächst und die nachfolgende Kolonialisierung entstanden. Die Britische Krone erhebt nach wie vor Anspruch auf die Welt und ihre Bodenschätze.
Sämtliche Staaten der Welt sind unterwandert von der westlichen Industrie, und das globale, deregulierte Finanzsystem hat dafür gesorgt, dass die Umverteilung von Reichtum von der Bevölkerung in die Taschen der Aktionäre erfolgte.
Nein, keine neue Weltordnung!!!
Föderalismus ist was wir brauchen. Starke Nationalstaaten , die tatsäclich und nicht nur der Bezeichnung nach demokratisch sind, und, vor allen die Entmachtung des Bankenkartells um Rockefeller, Rothschild, die City of London, der britischen Krone usw.
Schätzungen zufolge soll Evelyn Rothschild etwa die Hälfte des weltweiten Reichtums gehören, während in Afrika die Menschen verhungern.
Das meiste des Vermögens wurde sowieso durch Verbrechen und Betrug an der arbeitenden Bevölkerung angehäuft. Die englische Königsfamilie beispielsweise hat den Großteil ihres Vermögens durch den Sklavenhandel gemacht, die Rüstungsfirmen, verdienen prächtig dieser Tage, Beispiele für die Hauptnutznießer: Bush, Cheney, Rumsfeld...
Der europäische Superstaat, soll, falls die Verfassung wirklich in Kraft tritt, zur Aufrüstung verpflichtet werden, doch wofür? Um für Ordnung zu sorgen in den jeweils anderen Ländern? Rumänische Soldaten, die in Deutschland für Ordnung sorgen, falls es aufgrund der Weiteren Verarmung der Bevölkerung zu Unruhen kommt?
Nein, danke. Wir brauchen keine globale Diktatur mit denjenigen an der Spitze, die schon seit Jahrhunderten die Welt ausbeuten und ruinieren !!
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"Doch wenn die Proles sich nur einmal ihrer Stärke bewusst werden konnten, brauchten sie gar nicht zu konspirieren. Sie brauchten nur aufstehen und sich schütteln, wie ein Pferd, das Fliegen abschüttelt."
George Orwell, 1984
Missverständnis: "Weltinnenpolitik" ( Global Governance) hat mit "Superstaat" und daher mit "Weltdiktatur" nichts zu tun !
Da ich von der ZEIT-Redaktion ermahnt wurde, mich nicht zu wiederholen, weil der Verdacht entstehen Könnte, dass ich eine "Kampagne" im Schilde führe (Was auch immer das heißen mag ??? ) unterlasse ich nähere Ausführungen.
Googlen SIe selbst unter : "Weltinnenpolitik für das 21. Jahrhundert"
und Ihre Befürchtungen werden sich in Luft auflösen !!
Missverständnis: "Weltinnenpolitik" ( Global Governance) hat mit "Superstaat" und daher mit "Weltdiktatur" nichts zu tun !
Da ich von der ZEIT-Redaktion ermahnt wurde, mich nicht zu wiederholen, weil der Verdacht entstehen Könnte, dass ich eine "Kampagne" im Schilde führe (Was auch immer das heißen mag ??? ) unterlasse ich nähere Ausführungen.
Googlen SIe selbst unter : "Weltinnenpolitik für das 21. Jahrhundert"
und Ihre Befürchtungen werden sich in Luft auflösen !!
als ich dieses interview gelesen hab, muss ich sagen, hat mich das an die berichterstattung vom 11.september erinnert. es stellte sich bei mir auch ein gewisses stirnrunzeln ein. die argumentation des "indien-experten" ist ziemlich fadenscheinig und ehrlich gesagt nur worte, die gesagt worden, damit was gesagt wurde. ich will ja niemanden damit beleidigen, jedoch seh ich das genau wie abot: die situation ist noch nicht unter kontrolle; das interview einfach zu früh; hier irgendwem die schuld in die schuhe zu schieben, führt zu keiner lösung des problems,würde eher konflikte hervorrufen und ist schlichtweg "panik-mache".
naja und die sache mit al-quaida... vergleichbar mit der situation, wenn die politiker in den usa anfangen von hitler zu reden...
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