Offshore-Windenergie Energierevolution Nord
Vor Malmö versorgt Schwedens größter Offshore-Windpark Lillgrund 60.000 Haushalte mit Strom – ein Vorbild auch für Deutschland. Eine Reportage aus 70 Metern Höhe
Sein Mittagessen verspeist Tor Söderlund in zwanzig Metern Höhe, auf einem Umspannwerk. Es steht auf einer Plattform mitten in der Ostsee zwischen Dänemark und Schweden, an der Spitze des Windparks Lillgrund. Wie riesige Streichhölzer ragen die Windräder aus dem Wasser, pieksen in den grauen Ostseehimmel. Wer über die spektakuläre Öresundbrücke von Kopenhagen nach Malmö fährt, sieht Lillgrund schon vom Zug aus. Bis Malmö sind es von hier aus gerade einmal sechs Kilometer.

Der Offshore-Windpark Lillgrund vor Malmö
Söderlund, dick eingepackt im orangefarbigen Sicherheitsanzug, die Schwimmweste fest umgebunden, hat sich auf den Boden gesetzt – schließlich gibt es auf der riesigen Plattform genau einen Stuhl, und der steht im abgeschlossenen Schaltraum. Er ist ein sportlicher, großer Mann. Noch vor einigen Jahren arbeitete er für Volvo, inzwischen ist er als Techniker für den Vattenfall-Windpark verantwortlich. "Ich war schon immer ein Windkraft-Freak. Windräder sind meine Leidenschaft", sagt der 38-Jährige. Selbst mit seinen Kindern bastelt er sie, aus Papier. Söderlund beißt ins Brot und blickt fast ehrfürchtig auf die weißen Stahlgiganten, deren Blätter monoton den Himmel durchschneiden. "Relaxing."

Der Offshore-Windpark Lillgrund vor Malmö
Trübe Sicht, einige lustlose Wellen: So unspektakulär kann eine Energierevolution aussehen. Auf den Ökostrom vom Meer gründen sich die Hoffnungen vieler. Umweltschützer wollen den Klimawandel stoppen, Unternehmen Anlagen verkaufen, Politiker Arbeitsplätze schaffen und die Energieabhängigkeit reduzieren. 2030 soll der Offshore-Windstromanteil in Deutschland bei rund 15 Prozent liegen. Doch während Lillgrund bereits 60.000 Haushalte mit Strom versorgt und vor Dänemark und Großbritannien die größten Windparks der Welt entstehen, hinkt Deutschland der Entwicklung hinterher.
Söderlund stellt sich ans Geländer des Umspannwerks und zeigt hinüber zum Windpark. "Das Windrad D4, das ist mein Baby, das habe ich mit aufgebaut." Söderlund glaubt an diese Zukunft, weil Windstrom klimafreundlich sei, auch wenn sein Arbeitgeber Vattenfall noch immer das große Geld mit Atom- und Kohlestrom verdient.
Gleich 48 Windräder drehen sich in der Meeresenge. Jedes ist so hoch wie ein Kirchturm und so schwer wie mehr als 260 Golfs. Über ein ausgeklügeltes Leitungsnetz wird der Strom vom Windpark zur Umspannstation transportiert, die wie ein überdimensionierter Badewannenstöpsel in der Ostsee steht. Die Plattform ist "unbemannt", wie Söderlund in bestem Astronautensprech erklärt, alles wird von Land aus gesteuert. Es gibt noch nicht einmal eine Toilette oder einen Mülleimer, wenn´s den Techniker drängt, muss das Versorgerschiff kommen.
- Datum 20.05.2009 - 10:31 Uhr
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- Serie Energie
- Quelle ZEIT ONLINE, 6.5.2009 - 15:16 Uhr
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Ja, der Mainstream betet immer das brav nach, was ihm die PR-Büros der Windkraftbetreiber in die Feder diktieren. Kein Windkraftanlage, weder onshore noch offshore, "versorgt" irgendeinen Haushalt mit Strom, wenn der Wind schwach oder nicht weht. Die Auslastung, die Verfügbarkeit der Onshore-WKA an der Küste, liegt bei ca. 20 Prozent im Jahr. An nur ca. 1.750 von möglichen 8760 Jahresstunden wird die gesamte Arbeitsleistung ins Netz gespeist, die tatsächliche Versorgung übernehmen Wärmekraftwerke, die auch den Windstrom puffern müssen. Zusätzlich werden sechs neue Höchstspannungs-Leitungstrassung von ca. 800km Länge durch die Republik notwendig, um den Windstrom abzuführen. Dazu müssen auch neue Regelkraftwerke (Gaskraftwerke) ans Netz gehen, um die gewaltigen Strommengen aus dem Meer zu puffern. Das verpulvert unnütz Energie. Sieht man sich die Karte vor der Ostfriesischen Küste an, fallen einem die riesigen Standorte direkt am Verkehrtrennungsgebieten für die Seeschifffahrt auf, will sagen, hier werden künstliche Riffe direkt in die Fahrbahnen des mit meistbefahrenen Schifffahrtsweg vor dem Wattenmeer errichtet. Aureichende Notschlepperkapazitäten sind nicht vorhanden. Am 12. März 2008 kam es zu zwei Havarien vor der ostfriesischen Küste bzw. in der deutschen Bucht. Der Reefer "Hope Bay" musste wegen eines Maschinenschadens vor Anker gehen, nachdem bei einem missglückten Versuch eine Schleppverbindung herzustellen, der Frachter mehrfach mit dem Notfallschlepper "Oceanic" kollidierte und sich eine Leckage zuzog. Auf dem Tanker "Navkios" fiel vor Norderney die Ruderanlage komplett aus. Es dauerte achtzehn Stunden, bis die Schiffe von Schleppern auf den Haken genommen werden konnten. Schiffe haben keine Bremsen, die man nach belieben bedienen kann, Kollisionen sind also vorprogrammiert, ganz "ökologisch" mit Windkraftanlagen.
Und wie es denn aussieht, wenn ein lächerliches 18cm dickes Stromkabel für die Anbindung eines Offshore-Wind"parks vor Borkum durch den "Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer" gezogen wird, kann man in der Fotodokumentation des Wattenrates Ostfriesland ansehen.
Die Windkraftnutzung dient nur den Betreibern, die die fetten Einspeisvergütungen aus dem "Erneuerbaren Energiengesetz" abgreifen, bezahlt als Zwangsabgabe von allen Stromkunden. Der Gleichschritt von Mainstreammedien und offensichtlich entweder naiven politischen Energieromantikern oder knallharten Polit-Lobbyisten hat diesen Irrsinn erst möglich gemacht.
Wie wäre es mit einem schönen Atomkraftwerk oder einem niedlichen Braunkohlekraftwerk? Aber sie brauchen ja keinen Strom, oder? Ihren PC betreiben sie ja mit der Handkurbel.
sieht baut eben ein neues AKW, die Dunstwolke sieht ja auch zu niedlich aus.
Auch die Energiespeicherung ist selbstverständlich ein viel schwieriger zu lösendes Problem als bspw. das Thema Endlagerung. Havarien, ogottogott wenn da mal kein Atom U-Boot gegen fährt, alles fürchterliche nicht wieder gut zu machende Umweltschäden, kein Vergleich zu einem GAU.
CO2 ist wunderbar, düngt die Wiesen und sorgt dafür dass sich die Überbevölkerung im Rahmen hält.
Energieromantiker, wie niedlich. Welche Lösungen haben Sie denn anzubieten und haben Sie etwas dagegen wenn ich Sie zukünftig mit Abraumnostalgiker oder Kalkulationslegastheniker bezeichne? Braunkohlefetischist? Energieterrorist? Luftverschmutzungsfanatiker? Energiemärchenerzähler?
Wie wäre es mit einem schönen Atomkraftwerk oder einem niedlichen Braunkohlekraftwerk? Aber sie brauchen ja keinen Strom, oder? Ihren PC betreiben sie ja mit der Handkurbel.
sieht baut eben ein neues AKW, die Dunstwolke sieht ja auch zu niedlich aus.
Auch die Energiespeicherung ist selbstverständlich ein viel schwieriger zu lösendes Problem als bspw. das Thema Endlagerung. Havarien, ogottogott wenn da mal kein Atom U-Boot gegen fährt, alles fürchterliche nicht wieder gut zu machende Umweltschäden, kein Vergleich zu einem GAU.
CO2 ist wunderbar, düngt die Wiesen und sorgt dafür dass sich die Überbevölkerung im Rahmen hält.
Energieromantiker, wie niedlich. Welche Lösungen haben Sie denn anzubieten und haben Sie etwas dagegen wenn ich Sie zukünftig mit Abraumnostalgiker oder Kalkulationslegastheniker bezeichne? Braunkohlefetischist? Energieterrorist? Luftverschmutzungsfanatiker? Energiemärchenerzähler?
Wie wäre es mit einem schönen Atomkraftwerk oder einem niedlichen Braunkohlekraftwerk? Aber sie brauchen ja keinen Strom, oder? Ihren PC betreiben sie ja mit der Handkurbel.
sagt man ist das Speichern der Energie. Da gibt es schon ein Haufen Gedanken und die wenigsten kommen auf die einfachsten Lösungen, die es schon gibt. Hohenwarte Pumpspeicherwerk zeigt eine einfache Lösung. Nachts wird mit Billigstrom Wasser in ein Oberbecken gepumt und zu Spitzenbelastungszeiten Teuerstrom verkauft, indem man das Wasser durch Turbinen wieder runterlaufen lässt. Ganz einfacher Energiespeicher und Umweltfreundlich. Heute macht man aus den einfachsten Dingen Probleme.
Das war das letzte in Deutschland gebaute Pumpspeicherwerk und es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nie wieder in Dt ein weiteres gebaut werden. Und zwar aus Gründen des Umwelt- und Landschaftschutzes. Goldisthal gibt es nur dehalb, weil die Genehmgungen noch aus DDR-Zeiten vorlagen. Und selbst wenn, soviel PSW wie für den vernünftigen Betrieb der jetzt schon vorhandenen, geschweige denn der noch Hinzukommenden WKA, kann man in Dt auch objektiv gar nicht bauen.
Leider ist die Idee eben auch nix.
Das war das letzte in Deutschland gebaute Pumpspeicherwerk und es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nie wieder in Dt ein weiteres gebaut werden. Und zwar aus Gründen des Umwelt- und Landschaftschutzes. Goldisthal gibt es nur dehalb, weil die Genehmgungen noch aus DDR-Zeiten vorlagen. Und selbst wenn, soviel PSW wie für den vernünftigen Betrieb der jetzt schon vorhandenen, geschweige denn der noch Hinzukommenden WKA, kann man in Dt auch objektiv gar nicht bauen.
Leider ist die Idee eben auch nix.
sieht baut eben ein neues AKW, die Dunstwolke sieht ja auch zu niedlich aus.
Auch die Energiespeicherung ist selbstverständlich ein viel schwieriger zu lösendes Problem als bspw. das Thema Endlagerung. Havarien, ogottogott wenn da mal kein Atom U-Boot gegen fährt, alles fürchterliche nicht wieder gut zu machende Umweltschäden, kein Vergleich zu einem GAU.
CO2 ist wunderbar, düngt die Wiesen und sorgt dafür dass sich die Überbevölkerung im Rahmen hält.
Energieromantiker, wie niedlich. Welche Lösungen haben Sie denn anzubieten und haben Sie etwas dagegen wenn ich Sie zukünftig mit Abraumnostalgiker oder Kalkulationslegastheniker bezeichne? Braunkohlefetischist? Energieterrorist? Luftverschmutzungsfanatiker? Energiemärchenerzähler?
wow, das hat bestimmt ne weile gedauert, bis Sie auf die ganzen Namen gekommen sind. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann bin ich mir jetz aber immer noch nicht sicher, auf welcher Seite Sie stehen.
Wie dem auch sei, ich sehe das folgendermaßen: Im 21. Jahrhundert in eine Technologie zu investieren, die im 19. Jahrhundert top-aktuell war, das erscheint mir ein wenig beschränkt. Höflich gesprochen. Warum die ganze Welt gegen Atomkraft ist, das entzieht sich mir aber genauso. Wir können nun einmal unseren Energiebedarf nicht mit regenerativen Energien decken, es sei denn, wir pflanzen halb Nord-Deutschland mit Windrädern voll. Aber irgendwo muss der Strom ja schließlich herkommen. Dass Atomkraft Risiken hat - tja, mein Gott, wer versucht, durchs Leben zu gehen, ohne anzuecken, der muss stehen bleiben. Eine Nation ohne Opferbereitschaft führen zu wollen ist unrealistisch. Ohne Opfer hätten wir gar nichts. Also sollen die ganzen grünen Baumliebhaber sich meinetwegen auf Schienen und ähnlichem Festketten und den Untergang der Welt heraufbeschwören - die Atomkraft ist die Energie des 21. Jahrhunderts und, so Gott will, sieht das auch unsere Regierung irgendwann ein.
Salus Publica Suprema Lex
wow, das hat bestimmt ne weile gedauert, bis Sie auf die ganzen Namen gekommen sind. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann bin ich mir jetz aber immer noch nicht sicher, auf welcher Seite Sie stehen.
Wie dem auch sei, ich sehe das folgendermaßen: Im 21. Jahrhundert in eine Technologie zu investieren, die im 19. Jahrhundert top-aktuell war, das erscheint mir ein wenig beschränkt. Höflich gesprochen. Warum die ganze Welt gegen Atomkraft ist, das entzieht sich mir aber genauso. Wir können nun einmal unseren Energiebedarf nicht mit regenerativen Energien decken, es sei denn, wir pflanzen halb Nord-Deutschland mit Windrädern voll. Aber irgendwo muss der Strom ja schließlich herkommen. Dass Atomkraft Risiken hat - tja, mein Gott, wer versucht, durchs Leben zu gehen, ohne anzuecken, der muss stehen bleiben. Eine Nation ohne Opferbereitschaft führen zu wollen ist unrealistisch. Ohne Opfer hätten wir gar nichts. Also sollen die ganzen grünen Baumliebhaber sich meinetwegen auf Schienen und ähnlichem Festketten und den Untergang der Welt heraufbeschwören - die Atomkraft ist die Energie des 21. Jahrhunderts und, so Gott will, sieht das auch unsere Regierung irgendwann ein.
Salus Publica Suprema Lex
wow, das hat bestimmt ne weile gedauert, bis Sie auf die ganzen Namen gekommen sind. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann bin ich mir jetz aber immer noch nicht sicher, auf welcher Seite Sie stehen.
Wie dem auch sei, ich sehe das folgendermaßen: Im 21. Jahrhundert in eine Technologie zu investieren, die im 19. Jahrhundert top-aktuell war, das erscheint mir ein wenig beschränkt. Höflich gesprochen. Warum die ganze Welt gegen Atomkraft ist, das entzieht sich mir aber genauso. Wir können nun einmal unseren Energiebedarf nicht mit regenerativen Energien decken, es sei denn, wir pflanzen halb Nord-Deutschland mit Windrädern voll. Aber irgendwo muss der Strom ja schließlich herkommen. Dass Atomkraft Risiken hat - tja, mein Gott, wer versucht, durchs Leben zu gehen, ohne anzuecken, der muss stehen bleiben. Eine Nation ohne Opferbereitschaft führen zu wollen ist unrealistisch. Ohne Opfer hätten wir gar nichts. Also sollen die ganzen grünen Baumliebhaber sich meinetwegen auf Schienen und ähnlichem Festketten und den Untergang der Welt heraufbeschwören - die Atomkraft ist die Energie des 21. Jahrhunderts und, so Gott will, sieht das auch unsere Regierung irgendwann ein.
Salus Publica Suprema Lex
Dumm nur, dass man die 1000 zukünftigen Generationen, die sich mit unserem Atommüll herumschlagen müssen, nicht gefragt werden können, ob sie überhaupt bereit sind, diese Risiken einzugehen, zumal die Uranvorräte bis dahin längst verbraucht sein werden.
... und zwar in den 80ern. Damals hieß es, mehr als 3% regenerative Energien werden wir in Deutschland nicht schaffen können. Heute sind wir bei fast dem fünffachen. Und auch mit Ihrer Atomkraft-Romantik werden Sie leider nicht weit kommen, weil das Konzept eben genausowenig zukunftsfest ist. Auch Uran u.ä. ist endlich.
Und die Angst der Bevölkerung vor Atommüll so einfach mit dem Wort "anecken" abzutun ist - angesichts der letzten Vorfälle in diversen Salzstöcken - höchst anmaßend.
Schöne Weihnachten
RockyRaccoon
Dumm nur, dass man die 1000 zukünftigen Generationen, die sich mit unserem Atommüll herumschlagen müssen, nicht gefragt werden können, ob sie überhaupt bereit sind, diese Risiken einzugehen, zumal die Uranvorräte bis dahin längst verbraucht sein werden.
... und zwar in den 80ern. Damals hieß es, mehr als 3% regenerative Energien werden wir in Deutschland nicht schaffen können. Heute sind wir bei fast dem fünffachen. Und auch mit Ihrer Atomkraft-Romantik werden Sie leider nicht weit kommen, weil das Konzept eben genausowenig zukunftsfest ist. Auch Uran u.ä. ist endlich.
Und die Angst der Bevölkerung vor Atommüll so einfach mit dem Wort "anecken" abzutun ist - angesichts der letzten Vorfälle in diversen Salzstöcken - höchst anmaßend.
Schöne Weihnachten
RockyRaccoon
- ich versteh's nicht.
Ich versteh' sehr wohl dass die Norddeutschen, die Zeit ist schließlich eine Zeitung aus einer "Hansestadt", tatsächlich denken dass die Bundesrepublik ein Küstenstaat ist.
Die Verbraucher sitzen aber tief im südlichen Binnenland.
Reden wir mal von Bayern als südlichster Großverbraucher, mit nicht nur starker sondern auch wachsener Industrie - und wachsender Einwohnerzahl. Während sich der Norden, Ost wie West, weiter entvölkert und sich der Verbrauch weiter gen Süden verschiebt.
Dort sieht der Strommix derzeit, je nach Quelle, in etwa so aus:
2/3 Atomstrom, 1/3 Erneuerbare Energien (vor allem Wasserkraft) und einen niedrigen 1-stelligen Anteil "importierten" Stromes. Vor allem aus Kohlekraftwerken in anderen Bundesländern.
Binnen 12 Jahren, wenn also das letzte AKW abgeschaltet wird, muss 2/3 des Stromes bzw. der Verbrauch von über 8 Millionen Menschen und der Industriezentren befriedigt werden.
Da ist natürlich Strom für 60.000 Haushalte von so einem Mammutprojekt auf offener See ein riesiger Beitrag (Ironie!).
Und wie soll der Strom halbwegs verlustfrei in den Süden kommen, wenn wir einmal annehmen dass die Umweltschützer zusehen wie die Nordsee "verspargelt" wird?
Samt Genehmigungszeit, und wenn man annimmt dass es dafür Gelder gibt und jemand willens ist darin zu investieren (obwohl die EU ja dauernd mit Enteignung droht) müsste man sofort auf Hochtouren mit dem Bau der Leitungen hunderte Kilometer gen Süden beginnen um in 10 Jahren halbwegs mit einem stabilen Netz zur Versorgung fertig zu sein. Was nicht geschieht, und oh Wunder auch hier gibt es sofort überall Bürgerinitiativen gegen neue Leitungen. Wie man's macht ist es falsch, die deutsche Gesellschaft zeigt hier ein sehr abstruses Vogel-Strauß-Verhalten. Alles soll sich ändern aber ohne dass es mehr kostet oder man was davon merkt. Nun gut.
Ich kann Ihnen sagen worauf es in der Realität hinauslaufen wird. Kommt der Atomausstieg wie er herbeigesehnt wird dann werden wir in Bayern das gleiche wie das ebenfalls nicht-Atomstromland Österreich machen: unseren Strom aus dem tschechischen AKW Temelin importieren. Und dennoch gegen Temelin protestieren, ist ja klar. Und im angrenzenden Osteuropa gibt es auch sonst jede Menge alte Kohlekraftwerke die billigen Strom nur zu gerne liefern würden.
Was dies alles dem Klima, der Umwelt oder sonst wem bringt ich weiss es nicht.
Deutsche Innenpolitik, aber nicht nur die Deutsche um hier nicht diesem larmoyanten deutschen Selbsthass das Wort zu reden, denkt immer noch in Mustern aus der Zeit der Nationalstaaten.
Wir leben schon längst real im postnationalen Zeitalter. Und zwar auch nicht im supranationalen sondern im regionalen von Metropolregionen bestimmten Zeitalter.
Darum kann man auch keine "gesamtdeutsche Energiepolitik" betreiben.
Viel sinniger wäre es wenn sich Regionen die nicht nur Handel sondern auch die selbe Geologie und das selbe Klima teilen sich zustammen tun würden.
Also hier eben zB die Österreicher, Tschechen und Bayern. Da kann man sich noch viel rauskitzeln bei Biomasse, Wasserkraft und Co. Die Schweiz grenzt zwar nicht an Bayern, aber nur zur Info: dort denkt man ebenso wenig an den Atomausstieg wie in den meisten anderen westlichen Ländern.
Und bitte, kein Eiferer mag dies als Aufforderung zum Disput verstehen. Ich bin kein Atomfreund, sondern steh dem ganzen reichlich indifferent gegenüber.
Dumm nur, dass man die 1000 zukünftigen Generationen, die sich mit unserem Atommüll herumschlagen müssen, nicht gefragt werden können, ob sie überhaupt bereit sind, diese Risiken einzugehen, zumal die Uranvorräte bis dahin längst verbraucht sein werden.
1000 zukünftige Generationen? Dass ich nicht lache! Ich bin ja schon Teil der nächsten Generation und es interessiert sich kein Mensch dafür, dass mir, und uns, eine Welt hinterlassen wird, die schlimmer ist, als sie vorgefunden wurde! Eine derartige Selbstverleumdung ist mir ja selten untergekommen.
Davon abgesehen habe ich keinen Gegenvorschlag von Ihnen gesehen, vielleicht habe ich den einfach nur überlesen...
Es geht hier um knallharte Realität, nicht um grüne Träumerei, sondern um das Problem der effizienten Energiebereitstellung für Deutschland - und die wird nun mal schlicht und ergreifend nicht vom Himmel fallen!
Salus Publica Suprema Lex
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