Kuba

Die Revolution lebt weiter

Vor fünfzig Jahren, Anfang Januar 1959, siegten die kubanischen Revolutionäre um Fidel Castro und Che Guevara. Das ist lange her, doch die Revolution hat auch heute noch sichtbare Spuren auf Kuba hinterlassen. Oft sind diese plakativ, auf Wände oder Schilder aufgemalte Parolen, oder der obligatorische Platz der Revolution, den es in jeder größeren Stadt gibt. Die Panoramabilder des deutschen Fotografen Michael Nischke, zu sehen in dem zweiteiligen Bildband Cuba, unterstreichen den abgeblättert wirkenden Charme der Insel. Die Mischung aus sozialistischem Mangel und karibischer Lebensfreude wirkt wie aus einer anderen Zeit, aber nie trostlos. Nischke hat Kuba und insbesondere die Hauptstadt Havanna abseits der bekannten Touristenpfade auf mehreren Reisen entdeckt und porträtiert das alltägliche Gesicht von Land und Leuten. Auf vielen Fotografien scheinen die abgebildeten Menschen auf etwas zu warten. Dieser eingefangene Moment des Innehaltens verleiht den Bildern eine melancholische Tiefe, die der Realität Kubas gerecht werden kann. Nischkes Panoramabildbände helfen bei der Annäherung an diese ungewöhnliche und wunderschöne Insel.

Leser-Kommentare
  1. In Kuba gibt es viel Mangel und die vermeintliche "karibische Lebensfreude" liegt daran, da - für unsere Augen - das Leben öffentlich stattfindet. Eigentlich sind die erwachsenen Kubaner meist erschöpft.
    Nur das Ende der Blockade - durch den neuen Präsidenten Obama - könnte helfen.
    Die Blockade half Castro, so lange an der Macht zu bleiben - unbestritten
    Wenn er innen unter Druck kam, rasselte er etwas, prompt kam Druck von Außen und Solidarität von innen.
    Die cubanische Härte hilft den cubanischen Hardlinern in Miami genauso, ihren Einfluß zu halten.
    Erfolgreiche Politik fordert eben oft Mut und - wie bei Obama zu hoffen - sich vorübergehend mit der eigenen Klientel anzulegen.
    Im übrigen ist dieser Mut genau das, was Castro so lange so erfolgreich machte.
    Die Kubaner mögen ihn, weil er sie zwar arm hält, aber auch oft stolz gemacht hat.

    • Medley
    • 02.01.2009 um 12:40 Uhr

    "Die Kubaner mögen ihn, weil er sie zwar arm hält, aber auch oft stolz gemacht hat."

    So, so. "Die" Kubaner mögen "ihn" also. Vermutlich wohl genauso, wie die Ostdeutschen ihren Maximo Saarländer Erico Honnekco "gemocht" hatten. Jedenfalls nach den Jubelszenen zu urteilen, die man immer bei diesen diversen Feierlichkeiten der SED in Augenschein nehmen konnte. In bin mir ziemlich, dass es auch 'ne Menge Leute gab/gibt die Stalin, Hitler, Pol Pot, Batista, Pinochet, Milosevic, Mao, Ivan den Schrecklichen, Dschingis Khan, oder sonstewelche zweifelhaft-sympatischen Individuen mochten, nur was sagt das über diese Personen aus und vorallem, was sagt das über deren vernagelte Bewunderer aus? Eigentlich nur, dass die Dummheit des Homo Sapiens so schnell wohl nicht aussterben wird, oder?

    Naja, wenn die Kubaner ihren fidelen Fidel ja ach so dolle "mögen", dann ist es ja kein Problem für den honorigen Senior nun im 50sten Jahr der Revolution freie, gleiche und geheime Wahlen auf der Zuckerinsel abzuhalten. Bei der maximalen Liebe, die dem Mann von der Bevölkerung entgegengebracht wird,
    wird er und seine sozialistische Partei den Sieg anschließend ganz sicher mit
    99,999999999% der Stimmen davontragen, gell?!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Mit solchen Prozentzahlen wird hierzulande eine heute christdemokratische Vorsitzende, vormals FDJ-Propagandasekretärin gewählt. Gelernt ist gelernt.
    Die Kubaner haben ein viel besseres Gesundheitssystem, eine geringere Kindersterblichkeit als ihr reicher Weltmachtnachbar. Und weniger Analphabeten, ein besseres Bildungssystem.
    Deshalb werden sie auch nicht den Propagandasendern aus Miami auf den Leim gehen. Sondern in die armseligen Hinterhöfe der Großmacht blicken, wie zB. Haiti, mit seinen regelmäßigen Hungerrevolten. Sie erkennen, dass dies ihr zugedachtes Schicksal ist. Wie vor der Revolution: Bordell, Spielcasino, Drogen- und Waffenhandelsmetropole der Yankees, ein Mafiastaat.
    Und wenn man die Wahlen anschaut, die beim großmächtigen Nachbarn zweimal zur Präsidentschaft des G.W. Bush geführt haben, sollten die Kubaner sich dieses "demokratische" Land keineswegs zum Vorbild nehmen.

    Mit solchen Prozentzahlen wird hierzulande eine heute christdemokratische Vorsitzende, vormals FDJ-Propagandasekretärin gewählt. Gelernt ist gelernt.
    Die Kubaner haben ein viel besseres Gesundheitssystem, eine geringere Kindersterblichkeit als ihr reicher Weltmachtnachbar. Und weniger Analphabeten, ein besseres Bildungssystem.
    Deshalb werden sie auch nicht den Propagandasendern aus Miami auf den Leim gehen. Sondern in die armseligen Hinterhöfe der Großmacht blicken, wie zB. Haiti, mit seinen regelmäßigen Hungerrevolten. Sie erkennen, dass dies ihr zugedachtes Schicksal ist. Wie vor der Revolution: Bordell, Spielcasino, Drogen- und Waffenhandelsmetropole der Yankees, ein Mafiastaat.
    Und wenn man die Wahlen anschaut, die beim großmächtigen Nachbarn zweimal zur Präsidentschaft des G.W. Bush geführt haben, sollten die Kubaner sich dieses "demokratische" Land keineswegs zum Vorbild nehmen.

  2. Mit solchen Prozentzahlen wird hierzulande eine heute christdemokratische Vorsitzende, vormals FDJ-Propagandasekretärin gewählt. Gelernt ist gelernt.
    Die Kubaner haben ein viel besseres Gesundheitssystem, eine geringere Kindersterblichkeit als ihr reicher Weltmachtnachbar. Und weniger Analphabeten, ein besseres Bildungssystem.
    Deshalb werden sie auch nicht den Propagandasendern aus Miami auf den Leim gehen. Sondern in die armseligen Hinterhöfe der Großmacht blicken, wie zB. Haiti, mit seinen regelmäßigen Hungerrevolten. Sie erkennen, dass dies ihr zugedachtes Schicksal ist. Wie vor der Revolution: Bordell, Spielcasino, Drogen- und Waffenhandelsmetropole der Yankees, ein Mafiastaat.
    Und wenn man die Wahlen anschaut, die beim großmächtigen Nachbarn zweimal zur Präsidentschaft des G.W. Bush geführt haben, sollten die Kubaner sich dieses "demokratische" Land keineswegs zum Vorbild nehmen.

    Antwort auf "@smartbyte"

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