Griechenland Generalstreik und weitere Krawalle
Die Gewerkschaften streiken, dabei kam es zu neuen Ausschreitungen. Unterdessen äußerte sich der Anwalt des Polizisten, durch dessen Kugel ein Jugendlicher starb

© LOUISA GOULIAMAKI/AFP/Getty Images
Die Polizei in Athen ist immer noch nicht Herr der Lage
Die griechischen Gewerkschaften hatten bereits vor dem Ausbruch der Krawalle Streiks angekündigt, um gegen die Lohnpolitik und Reformen im Rentensystem der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis zu protestieren.
Beeinträchtigungen gibt es seit dem frühen Morgen vor allem im Verkehr. Wegen eines Streiks der Fluglotsen bleibt der griechische Luftraum heute komplett geschlossen.
Die Fluggesellschaften hatten wegen der angekündigten Streiks bereits seit Tagen keine Buchungen mehr angenommen, mit gestrandeten Urlaubern ist daher nicht zu rechnen. Auch Schulen und Ministerien bleiben heute geschlossen.
Die Gewerkschaften beschränken sich wegen der angespannten Lage bei ihren Demonstrationen auf bestimmte Orte wie den Syntagma-Platz in Athen. Auf Demonstrationen durch die Straßen Athens werde verzichtet, berichtet das griechische Staatsradio. Gegen Mittag versammelten sich mehrere Tausend Demonstranten im Zentrum Athens. Sie forderten bessere Löhne und die Bestrafung der Verantwortlichen für den Tod des 15-Jährigen am Samstag.
Bei einer eigentlich friedlichen Demonstration mit mehr als 15.000 Menschen kam es zu neuen Ausschreitungen. Randalierer warfen mehrere Molotow-Cocktails und Steine auf Polizisten vor dem Parlamentsgebäude. Die Polizei setzte massiv Tränengas und Schlagstöcke ein, um die rund 300 Randalierer auseinander zu treiben, wie Augenzeugen berichteten.
Unterdessen meldete sich der Anwalt des Todesschützen zu Wort. Die ballistische Untersuchung der Kugel entlaste seinen Mandanten. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür bisher nicht. Der 37-jährige Polizist hatte seit Samstag mehrmals ausgesagt, er habe drei Warnschüsse abgefeuert. Das Opfer sei von einem Querschläger getroffen worden.
Auch am Dienstagabend gingen die Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten weiter. Etwa 50 Autonome zündeten Mülltonnen im Athener Stadtteil Nea Smyrni an. Ein Polizist, der sich bedroht fühlte, feuerte nach Angaben der Polizeidirektion einen Warnschuss in die Luft ab. Augenzeugen sprachen im Fernsehen von mindestens sieben Warnschüssen. Verletzt wurde dabei niemand.
Nahe der Polizeidirektion von Athen sowie vor dem Polytechnikum kam es zu Krawallen. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Randalierer auseinander zu treiben. Autonome zerstörten in der Hafenstadt Thessaloniki eine Bankfassade. Auch in der westgriechischen Hafenstadt Patras kam es vorübergehend zu Ausschreitungen mit Steinwürfen.
Es sei allerdings die ruhigste Nacht seit Beginn der Ausschreitungen gewesen, berichtete das Staatsradio weiter. Die Polizei in Athen teilte am Mittwochmorgen mit, es habe nach 2 Uhr keinen Zwischenfall mehr gegeben.
- Datum 11.12.2008 - 09:44 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, reuters
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Griechendland hat bereits in dr Antike die Demokratie erfunden, als im restlichen Europa noch das Stammesrecht (oder ähnliches) galt.
Es ist schön zu sehen, dass die griechische Bevölkerung nun Handlungen durchführt, die sich gegen den ausbreitenden Wirtschaftsfaschismus in Europa wenden. Konservative Regierungen (zu denen auch die SPD zählt) fahren eine menschen- und vor allem wohlstandsverachtende Globalisierungspolitik. Diese führt zu boomenden Diktaturen und zunehmender Amrut in den USA und Europa.
Es wäre schön, wenn auch andere europäische Bürger viel allergischer auf Wohlstandskürzungen, Arbeitsplatzverlagerungen und anderer neokonservativer Ideologie reaieren. Man muss ja nicht gleich Sachen zerstören und Leute gefährden.
Man muss ja nicht gleich Sachen zerstören und Leute gefährden.
mit "bitte, bitte" hat sicher noch keine Revolution ihr Ziel erreicht!
Man muss ja nicht gleich Sachen zerstören und Leute gefährden.
mit "bitte, bitte" hat sicher noch keine Revolution ihr Ziel erreicht!
"Die griechischen Gewerkschaften hatten bereits vor dem Ausbruch der Krawalle Streiks angekündigt, um gegen die Lohnpolitik und Reformen im Rentensystem der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis zu protestieren."
Griechenland, Du hast es besser.
Bei uns würden Sommer & die Vorsitzenden der Einzelgewerkschaften erstmal bei Merkel, Steinfering und Ackermann nachfragen, ob denn so ein Generalstreik genehm sei.
Und überhaupt, ist Generalstreik nicht sowieso verboten? Wo kämen wir da hin?
die griechischen Gewerkschaftschefs haben sich sicher auch mit der Regierung abgesprochen - umsonst haben sie die Proteste doch nicht auf bestimmte Orte in Athen konzentriert.
Gewerkschaftsbosse sind in allen Ländern mittlerweile Teile des gut geschmierten Räderwerks der Manipulation des Volkes durch die herrschenden Klasse, um die Arbeitnehmer bei Laune zu halten - deshalb sitzen sie brav in Aufsichtsräten und stimmen allem zu, was vom Vorstand kommt, weil sie auch ihr Gutes davon haben (siehe VW-Lustreisen nach Brasilien, siehe Zustimmung zum Börsengang durch die Transnet).
Das wird in Griechenland nicht anders sein.
die griechischen Gewerkschaftschefs haben sich sicher auch mit der Regierung abgesprochen - umsonst haben sie die Proteste doch nicht auf bestimmte Orte in Athen konzentriert.
Gewerkschaftsbosse sind in allen Ländern mittlerweile Teile des gut geschmierten Räderwerks der Manipulation des Volkes durch die herrschenden Klasse, um die Arbeitnehmer bei Laune zu halten - deshalb sitzen sie brav in Aufsichtsräten und stimmen allem zu, was vom Vorstand kommt, weil sie auch ihr Gutes davon haben (siehe VW-Lustreisen nach Brasilien, siehe Zustimmung zum Börsengang durch die Transnet).
Das wird in Griechenland nicht anders sein.
Die annonymisierenden Uniformen der staatlichen Gewalt... Sieht irgendwie aus wie in Science Fiction Filmen...
Knüppel, Gas, Wasser, Schilder, Kampfanzüge, Geschosse und Strategien um die "eigene" Bevölkerung in Schach zu halten...
Bei solchen Bildern...
...schauen wir da in die Zukunft oder sind wir noch in der, angeblich längst hinter uns gelassenen, Vergangenheit stehen geblieben?
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
die griechischen Gewerkschaftschefs haben sich sicher auch mit der Regierung abgesprochen - umsonst haben sie die Proteste doch nicht auf bestimmte Orte in Athen konzentriert.
Gewerkschaftsbosse sind in allen Ländern mittlerweile Teile des gut geschmierten Räderwerks der Manipulation des Volkes durch die herrschenden Klasse, um die Arbeitnehmer bei Laune zu halten - deshalb sitzen sie brav in Aufsichtsräten und stimmen allem zu, was vom Vorstand kommt, weil sie auch ihr Gutes davon haben (siehe VW-Lustreisen nach Brasilien, siehe Zustimmung zum Börsengang durch die Transnet).
Das wird in Griechenland nicht anders sein.
Man muss ja nicht gleich Sachen zerstören und Leute gefährden.
mit "bitte, bitte" hat sicher noch keine Revolution ihr Ziel erreicht!
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