60 Jahre Erklärung der Menschenrechte "Außerhalb der Zivilisation"
Barbara Lochbihler, deutsche Generalsekretärin von amnesty international, fordert mehr Einsatz für Menschenrechte und kritisiert Verstöße im Kampf gegen den Terror

© BEHROUZ MEHRI/AFP/Getty Images
Die Folterbilder aus Abu Ghraib - hier auf einer Mauer in Teheran – wurden zum Fanal für schlimme Menschenrechtsverletzungen durch die Führungsmacht USA
ZEIT ONLINE: Frau Lochbihler, heute vor 60 Jahren, am 10. Dezember 1948, wurde von der UN-Generalversammlung die Menschenrechtscharta verabschiedet, weltweit wird das Jubiläum gefeiert. Sie bezeichneten die Lage der Menschenrechte kürzlich allerdings als „düster und schockierend“.
Barbara Lochbihler: Wir haben mehr erreicht, als man 1948 gedacht hat: eine Fülle von Konventionen, ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass Menschenrechte wichtig sind. Als Vertreterin einer Menschenrechtsorganisation ist das Glas für mich aber immer halb leer. Wir haben es nach wie vor mit schwersten Menschenrechtsverletzungen zu tun, auch wenn die Formen manchmal wechseln. In Lateinamerika zum Beispiel gibt es keine Militärdiktaturen mehr. Dafür kämpfen wir dort jetzt gegen Armut, Militär- und Milizübergriffe und exzessive Polizeigewalt.
ZEIT ONLINE: Für 2007 hat amnesty in 81 Staaten Fälle von Folter oder entwürdigender und unmenschlicher Behandlung dokumentiert sowie mindestens 1252 Hinrichtungen in 24 Staaten. In welchem Verhältnis stehen die in den letzten 60 Jahren gemachten Fortschritte und aktuellen Missstände?
Lochbihler: Die Zeit von 1948 an war geprägt durch den Schock über die Verbrechen und Grausamkeiten des Nationalsozialismus. Aber es gibt auch heute noch teilweise brutalste Verbrechen in Kriegen, 1994 gab es einen Genozid in Ruanda. Wir sind also noch nicht so weit, dass man konsequent und mit allen Kräften versucht, die Menschenrechtsverletzungen zu bekämpfen, bevor sie sich in Kriege verwandeln. Für uns ist das Jubiläum ein Anlass, um auf die uneingelösten Versprechen hinzuweisen und die Regierungen aufzufordern, deutlich mehr zu tun als bisher, um Menschenrechtsverletzungen aus der Welt zu schaffen.
ZEIT ONLINE: Der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan hat einmal gesagt: „Die Menschenrechtsverletzungen von heute sind die Kriege von morgen.“ Ist Menschenrechtspolitik Friedenspolitik?
Lochbihler: Das Recht auf Versammlungsfreiheit, auf Demonstrationsfreiheit, auf Bildung – all das sind grundlegende Menschenrechte, die ein Staat gewährleisten muss. Dann ist es möglich, dass sich Menschen so organisieren können und die Konflikte, die es in jeder Gesellschaft gibt, so lösen können, dass es nicht zu Gewalt kommt. Deshalb stellt es präventive Sicherheitspolitik dar, wenn man Regierungen dabei unterstützt, dass sie Menschenrechte gewährleisten. Was man dabei erreicht, ist oft nicht so spektakulär, aber wirksam. Im Endeffekt sind 80 Prozent der Menschenrechtsarbeit in ihrer Umsetzung Friedenspolitik.
ZEIT ONLINE: Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sind Menschenrechte im Zuge des Antiterrorkampfes zugunsten der Sicherheit teilweise stark vernachlässigt worden. Hat dies die Vorzeichen für internationale Menschenrechtspolitik grundlegend verändert?
Lochbihler: Es hat große Rückschritte gegeben, aufgrund der Tatsache, dass eine so große Nation wie die USA auf Menschenrechtsverletzungen gesetzt und aktiv dafür geworben hat. Indem bei Verhören Folter eingesetzt wird, indem Menschen in Geheimgefängnissen verschwinden, die es immer noch gibt. Die USA haben das Prinzip außer Kraft gesetzt, dass jeder Mensch immer Mensch bleibt, auch wenn er ein schlimmes Verbrechen begeht. Und Terrorattentate sind brutalste Verbrechen. Es wurde gesagt: Diese Menschen, die das tun, sind keine vollwertigen Menschen mehr, sondern Feinde. Damit hat man sich außerhalb dieser zivilisierten Weltgemeinschaft gestellt.
ZEIT ONLINE: Die amerikanische Politik der vergangenen Jahre hat durch die Missachtung des Folterverbots in Abu Ghraib und Guantánamo der gesamten Menschenrechtspolitik der westlichen Staaten einen schweren Glaubwürdigkeitsverlust beschert. Wie lässt sich die Glaubwürdigkeit wiederherstellen?
Lochbihler: Andere westliche Staaten haben ja auch dazu beigetragen, dass der Westen an Glaubwürdigkeit verloren hat. Wir haben zum Beispiel in Großbritannien Zustände gehabt, die durch oberste Gerichte erst im vergangenen Jahr teilweise korrigiert wurden. Derzeit können Terrorverdächtige ohne Anklage bis zu 42 Tage in Haft genommen werden, die Regierung hatte sogar 90 Tage beantragt. Und ein früherer britischer Innenminister hat gesagt: „Die größte Gefahr für die Sicherheit in Europa geht von der Europäischen Menschenrechtskonvention aus.“ Man kann also nicht alles auf die USA schieben, es gab zu viel kritikloses Übernehmen bei anderen. Ich denke, Glaubwürdigkeit können Sie dann herstellen, wenn Sie Menschenrechtsschutz in Ihrem eigenen Land konsequent durchsetzen und wenn Sie auch in den außenpolitischen bilateralen und multilateralen Beziehungen konsequent Menschenrechtsschutz einfordern. Und zwar nicht auf der Grundlage, dass man sagt: Wir Europäer haben schon alles erreicht. Sondern immer anhand der konkreten Fragestellung: Wo kann ein anderer Staat etwas verbessern?
ZEIT ONLINE: Auf welche Weise lässt sich Menschenrechtspolitik heute mit Sicherheitspolitik vereinbaren?
Lochbihler : Es ist wichtig, dass man Sicherheit nicht nur als militärische Sicherheit begreift. Es ist ein Irrtum, dass man durch die Anwendung von Gewalt in außenpolitischen Beziehungen oder durch eine Ausweitung von polizeilichen Maßnahmen Sicherheit herstellen könnte. Ein Mensch ist sicher, wenn er weiß, dass er seine Rechte bekommt. Indem es ein funktionierendes Justizwesen gibt, indem Grundbedürfnisse geregelt und sie auch in Anspruch genommen werden. Alles andere ist sicherheitspolitisch verkürzt gedacht. Wenn Sie schauen, welche Art von Kriegen es heute gibt, stellen Sie fest, dass es nur noch selten vorkommt, dass Staaten andere Staaten angreifen. In der Regel haben wir eine Staatszersetzung wie im Kongo, wo das Gewaltmonopol für den Ostkongo gar nicht mehr gilt, dort kämpfen unterschiedliche Milizen. Oder wir haben zu schwache Staaten, die nicht viel umsetzen können. Hier muss Menschenrechtsarbeit darauf drängen, dass es ein funktionierendes Justizwesen gibt und dass Grundvoraussetzungen wie Bildung, Nahrung, Wohnung gegeben sind.
ZEIT ONLINE: Der künftige amerikanische Präsident Barack Obama hat angekündigt, das Gefangenenlager Guantánamo zu schließen. Ist Obama für Sie ein Hoffnungsträger?
Lochbihler: Als Menschenrechtsorganisation haben wir es immer mit Regierungen zu tun, und wir vergleichen sehr genau, was vor der Wahl ist und was nachher. Es ist gut, wenn er Guantánamo tatsächlich schließt. Wir haben ihn aber auch aufgefordert, Regelungen zu erlassen, die allen, die in amerikanischen Diensten stehen – seien es Soldaten oder Geheimdienstmitarbeiter – verbieten, Folter anzuwenden. Und wir haben ihn aufgefordert, in den ersten 100 Tagen eine unabhängige Kommission einzusetzen, die alle Menschenrechtsverletzungen, die die USA im Antiterrorkampf zu verantworten haben, aufklärt und diejenigen, die es angeordnet haben, zur Verantwortung zieht. Wir hoffen, er macht das. Und wir hoffen natürlich auch, dass die Vereinigten Staaten ihre Einstellung gegenüber dem Menschenrechtsschutz der Vereinten Nationen verändert – Multilateralität statt Unilateralität. Wir sind nicht politisch naiv, dafür sind wir schon zu lange im Geschäft. Wir werden Politiker, egal wie charismatisch sie erscheinen mögen, immer daran messen müssen, was sie konkret tun.
ZEIT ONLINE: Derzeit steht zur Debatte, dass EU-Staaten Gefangene aus Guantánamo aufnehmen und ihnen somit die Entlassung in die Freiheit ermöglichen sollen. Deutsche Rechtsexperten sagen allerdings, Guantánamo sei ein Problem, das die USA selbst geschaffen hätten, nun müssten sie es auch selbst lösen.
Lochbihler: Juristisch ist es sehr wohl so, dass die USA in der Pflicht sind, die Menschen aufzunehmen, wenn sie in die USA kommen wollen. Da sie das aber nicht tun, halte ich es aus humanitären Gesichtspunkten für ganz wichtig, dass auch Deutschland und andere EU-Staaten Menschen aufnehmen, die zu Unrecht in Guantánamo sitzen und allein aus dem Grund momentan nicht rauskommen, weil ihr Heimatstaat sie immer noch als Terroristen ansieht.
ZEIT ONLINE: Inwiefern wird Deutschland seiner Verantwortung für die Menschenrechte gerecht? Der ehemalige BKA-Kriminaldirektor Dieter Schenk behauptet, Deutschland ignoriere Menschenrechtsverletzungen in Folterregimen. Es gebe da eine stille Komplizenschaft.
Lochbihler: In unserem Gesetz steht, dass niemand von Deutschland aus in ein Land abgeschoben werden darf, in dem ihm Folter droht. Gleichzeitig sehen und kritisieren wir, dass zum Beispiel in Staaten wie Ägypten, Marokko oder Algerien nachweislich – es wird auch von der Regierung nicht infrage gestellt – Folter gegen die eigenen Leute eingesetzt wird und Deutschland Menschen dorthin abschiebt. Das Bundesinnenministerium versucht dann, mit diesen Staaten Verträge zu schließen, in denen es heißt: Wenn wir diesen Menschen zurückschicken, wird er nicht gefoltert. Wir wissen aber von anderen Staaten, zum Beispiel Schweden, dass vermeintliche Terroristen nach ihrer Abschiebung im Heimatland eben doch gefoltert wurden. Diese „diplomatischen Zusicherungen“ sind höchst gefährlich und menschenrechtswidrig und gehören abgeschafft.
ZEIT ONLINE: Was sind aktuell die größten Herausforderungen in Hinblick auf Menschenrechte in aller Welt?
Lochbihler: Ich glaube da, wo es zu gewalttätigen Konflikten kommt, zum Beispiel in Ostkongo oder in Darfur. Wo Menschen in Krieg und kriegsähnlichen Zuständen leben müssen, wo das Alltagsleben zerrissen wird. Wie man intelligent und sinnvoll vorher agieren kann, bevor es so weit kommt, das ist aus meiner Sicht die größte Herausforderung. Das zweite Problem ist, dass ich befürchte, dass durch das viele Geld, das jetzt in die Rettung der Banken investiert wird, die Auswirkungen für Leute, die in Armut leben, ins Hintertreffen geraten.
ZEIT ONLINE:
Mit welcher Art von Menschenrechtsverletzungen haben wir es in Deutschland zu tun?
Lochbihler:
Wir haben wiederholt kritisiert, dass es zu Abschiebungen in Länder kommt, in denen die Menschen nicht sicher sind. Wir haben kritisiert, dass es immer wieder Fälle gibt, wo Polizisten exzessiv Gewalt anwenden, und dass man nicht ausreichend präventiv dagegen vorgeht. Natürlich gibt es auch Rassismus. Und ganz intensiv haben wir die deutsche Regierung kritisiert für ihre Mitverantwortung bei Menschenrechtsverletzungen im Antiterrorkampf, die es ja auch in unserem Land gegeben hat.
ZEIT ONLINE: Sie sind seit 1999 Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty, wollen Ihr Amt jedoch im nächsten Jahr aufgeben, um für die Grünen für das Europaparlament zu kandidieren. Welches Fazit ziehen Sie nach fast zehn Jahren? Was haben Sie bewirken können?
Lochbihler: Ein Vielfaches an Hilfestellungen und Erleichterungen für einzelne Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Das ist auch das, was einen am meisten motiviert. Die schlimmsten Rückschritte waren mit den Attentaten am 11. September 2001 zu verzeichnen. Eine Zeit lang hieß es danach auch in Deutschland: An die Opfer denkt keiner, wir müssen Folter im Ausnahmefall wieder zulassen, ohne es Folter zu nennen. Wir haben jedoch immer gesagt: Es darf im Antiterrorkampf keine Menschenrechtsverletzungen geben. Und wenn ich jetzt schaue, ist die Gefahr nicht gebannt – das ist immer ein Prozess –, aber es wird schon viel vernunftbezogener und menschenrechtsorientierter argumentiert als noch vor drei Jahren.
Die Fragen stellte Tobias Goltz.
- Datum 19.12.2008 - 07:08 Uhr
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Das alles ist mir persönlich zu einseitig.
Zu einseitig wieder dem Westen.
Zu einseitig zu gunsten von Verbrechern und zu lasten deren Opfer.
Diese Organismation für Menschenrechte konterkarriert sich selbst in meinen Augen.
Zuerst sollte man festhalten, dass die menschenrechtslage seit 1948 sich unerwartet weit verbessert hat (" Wir haben mehr erreicht, als man 1948 gedacht hat: eine Fülle von Konventionen, ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass Menschenrechte wichtig sind.").
Trotzdem entbehren weiterhin viele Menschen dieser Rechte - wo?
Nun, nach dem Interview zu urteilen wohl primär im Westen und nirgends sonst, nicht im Iran, Irak, inSomalia, Nordkorea, Pakistan, Kongo usw... - im Westen, denn Fr. Lochbihler thematisiert fast ausschließlich den westen und von einer kurzen remissens nach Rhuanda und Südamerika nichts sonst.
Zu einseitg wiedereinmal das eingeschlage auf 'den Westen', die forderung an den amerikanischen Präsidenten.
Macht das Sinn? Auf eine fatale weise schon, denn in der USA, in Europa, im sog. 'Westen' besteht eine sehr gute Chance, dass AI auch gehört wird, anstatt das man sie auslacht und erst sich gar nicht um deren 'Klagen' kümmert. Das immer wieder aufs neue hochkolportieren der "Schuld" - siehe Guandanamo und Abu Guraib - dient allein dazu Einfluss zu nehmen auf die regierungen, um so über deren Einfluss möglichweise Druck und Beeinflussungsmöglichkeiten aufzubauen gegenüber Ländern, die wesentlich schlimmere Menschenrechtsverletzungen tätigen und sich einen feuchten Kericht um AI sonst kümmern.
Guantanamo ist genauso lächerlich im Grunde genommen.
WIR empfinden es als schlimm, aber es ist es im Vergleich nicht.
Normalerweise kommt es erst gar nicht zu soetwas wie Guantanamo - die verdächtigten werden schlicht und ergreifen einfach erschossen gleich und fertig und die Leichen werden dann einfach verscharrt.
So dürften die meisten Staaten handeln - denen wäre Guantanamo zu teuer.
Falls an Informationen interesse besteht, dann wird nicht die folter von wasserboarding angewendet, sondern ganz andere Foltermethoden und danach gäbe es ebenfalls kein gerichtsverfahren, sobald man die Infos haben würde.
Die USA hat gefangene in Geheimgefängnisse ausgeflogen?
Ja, wo stehen die denn udn warum stehen die denn dort?
Die meisten (wenn nicht alle) dieser Geheimgefängnnisse werden sowieso von Staaten betrieben, die eben Foltern.
Selbstverständlich kann man zu recht die USA nun anklagen, dass sie dies taten - nur warum wird erst gar kein Wort über diese Staaten, in denen diese gefängnisse stehen und die Folter auch von deren beamten betrieben wird, verlautbart?
Weil es diese Staaten nicht interessiert, was AI dazu meint oder nicht meint.
Guandanamo ist genauso wie Abu Guraib ein typischer fall von selbstreinigung und von einem funktionierenden demokratischen system.
Ein Verbrechen geschieht, es wird von der Presse aufgegriffen und publiziert, daraufhin herrscht unter vielen Wählern empörung und deren politische Vertreter, oder die, die es werden wollen, fangen an einfluss dagegen geltend zu machen und entsprechende gesetzesänderungen zu erarbeiten bzw. dafür zu sorgen, dass der fall vor Gericht kommt.
So funktioniert nunmal in einer Demokratie mit freier Presse die 'pressemacht'.
Dazui gehört aber auch eben Puplizieren, zum politikum machen.
Glaubt denn irgendjemand ernsthaft dass es ein Gefängnis wie Abu Guraib nicht in den meisten nicht-demokratischen Staaten nicht gibt?
Meint jemand allen ernstes, dass in Saudi Arabien, Ägypten, Syrien, Algerien, Pakistan, Nordkorea, aber auch in vielen afrikanischen und südamerikanischen Staaten, ja selbst in Russland, solche Gefängnisse nicht existieren?
Es wird nur nicht groß darüber berichtet, dass ist alles - diese regierungen sorgen dafür, dass erst gar nicht das bei denen in der Presse erscheint. und uns kümmert es im Grunde nicht so sehr, da wir da nicht allzuviel ändern können.
man betrachte einmal das Top-Bild und dessen Text:
"Die Folterbilder aus Abu Ghraib - hier auf einer Mauer in Teheran – wurden zum Fanal für schlimme Menschenrechtsverletzungen durch die Führungsmacht USA"
Ja - und meint nun jemand, dass im Iran nicht solche Gefängnisse (Pl.!!!) existieren und es dort wohl noch schlimmer - nämlich einschließlich Mord - zugeht?
Was ist dies also, wenn ein regime wie das in Teheran solche Bilder von Abu Guraib aushängt, obwohl die dasselbe tun, ja noch schlimmeres tun?
Das funktioniert nur, weil die menschen wegschauen von den Verbrechen, die dieses regime verübt (und das regime trägt dazu auch bei, dass sie wegschauen) und weil der "Westen" verteufelt wird - und dazu trägt AI bei.
AI, indem es wie hier diese Frau wiederum alleine die "Schuld" im Westen verordetund damit alleine argumentiert und ihren Blick nicht gen Teheran wendet (obwohl sie es schriftlich tun - nur lesen dies die meisten nicht, sondern hören nur das, was diese Frau sagt).
Letztendlich versuchen menschen wie diese Frau ihre eigeninteressen, nämlich AI durchzusetzen auf kosten des Westens, von denen sie primär bezahlt werden - es ist teil des geschäfts von AI uns zu verteufeln und als die Weltbösen hinzustellen - denn die, die primär gegen die Menschenrechte verstoßen hören erst gar nicht hin, wenn AI was sagt, außer sie können es politisch ausnutzen für ihre eigenen Interessen.
das was AI macht ist nicht Menschen zu foltern sondern die Misstände anzuprangern.
Dieses Interview ist nicht an die Iraner, Chinesen usw. gerichtet, sondern an deutschsprachige Bewohner. Das der Westen mit seiner Kriegstechnologie die weitaus größten Verbrechen anrichtet, scheint dir entgangen zu sein. Es ist falsch AI zu verurteilen wenn sie über den Westen berichtet und Forderungen stellt.
Übrigens es gibt genügend Berichte über Menschnrechtsverletzungen aus der ganzen Welt, wenn dir danach ist lies die Berichte.
wieso dies ai macht, kannich ihnen sagen: an ihren aussengrenzen zum beispiel begeht die EU tag für tag menschenrechtsverletzungen an jenen, die hierher kommen wollen.
durch "politik" von firmen (mit) aus der EU haben diese menschen zum beipiel in afrika ihre lebensgrundlagen (wasser, erde, etc.) verloren und klopfen nun, als letzten anker, an die "pforten" des westens. hier werden sie abgewiesen und, wortwörtlich in die wüste (sahara) geschickt.
DAS geht uns alle an!
es geht uns auch ferner an, ob durch unsere kleidung, nahrung oder andere konsumartikel menschen in den herkunftsländern nicht mehr zu essen, zu trinken oder sonstwas haben, ob sie, weil wir billigen zucker verbrauchen, wie sklaven auf plantagen "gehalten" werden etc.
nun wundern wir uns dann, dass diese sich "erheben" und sich das nicht gefallen lassen wollen??????
das was AI macht ist nicht Menschen zu foltern sondern die Misstände anzuprangern.
Dieses Interview ist nicht an die Iraner, Chinesen usw. gerichtet, sondern an deutschsprachige Bewohner. Das der Westen mit seiner Kriegstechnologie die weitaus größten Verbrechen anrichtet, scheint dir entgangen zu sein. Es ist falsch AI zu verurteilen wenn sie über den Westen berichtet und Forderungen stellt.
Übrigens es gibt genügend Berichte über Menschnrechtsverletzungen aus der ganzen Welt, wenn dir danach ist lies die Berichte.
wieso dies ai macht, kannich ihnen sagen: an ihren aussengrenzen zum beispiel begeht die EU tag für tag menschenrechtsverletzungen an jenen, die hierher kommen wollen.
durch "politik" von firmen (mit) aus der EU haben diese menschen zum beipiel in afrika ihre lebensgrundlagen (wasser, erde, etc.) verloren und klopfen nun, als letzten anker, an die "pforten" des westens. hier werden sie abgewiesen und, wortwörtlich in die wüste (sahara) geschickt.
DAS geht uns alle an!
es geht uns auch ferner an, ob durch unsere kleidung, nahrung oder andere konsumartikel menschen in den herkunftsländern nicht mehr zu essen, zu trinken oder sonstwas haben, ob sie, weil wir billigen zucker verbrauchen, wie sklaven auf plantagen "gehalten" werden etc.
nun wundern wir uns dann, dass diese sich "erheben" und sich das nicht gefallen lassen wollen??????
leute, die eines vergessen: menschenrechtsschutz fängt zu hause an. also für deutsche in der brd und dem hier üblichen umgang mit den überlebenden. denn hier kann ich etwas ändern. im Iran womöglich nur unter 'großflächiger verletzung' von menschenrechten. auch das wort 'kollateral-schaden' ist eine menschenrechtsverletzung.
einseitig? soll sein einseitig... hauptsache: im diesseits. nicht im jenseits.
Tjy, dann darf man sich nicht nur wundern über die *einseitige* wahrnehmung von Menschenrechtsverletzungen a là der Westen ist an allem schuld und der macht quasi alleine alle menschenrechtsverletzungen, so wie es nunmal von vielen regimen propagiert wird.
Man soll auf sein eigenes schauen? und dabei beim anderen wegschauen - so die konsequenz. Wir leben aber nunmal immer mehr in einer globalisierten Welt, informationen schwimrren in sekundenschnelle um die Erde und was in Mumbai, Teheran oder Riad passiert hat genauso Einfluss auf uns wie das, was in Washington oder in Berlin passiert.
Aber auch umgekehrt - der erfolg von elektronischen Medien sieht man schon an den verzweifelten versuchen vieler Regime wie in China oder auch in Saudi Arabien oder Iran deren benutzung zu szensieren.
Wer betreibt wessen Sache, der auffordert alles Üble in anderen gegenden nicht zu beachten und nur das eigene zu thematisieren , wärend dies umgekehrt so gar nicht geschieht?
Das ungleichgewicht der berichtserstattung und -thematisierung deckt sich mit dem ungleichgewicht der taten und spiegelt sich nicht zuletzt wieder um ungleichgewicht der weltweiten Schuldzuschreibungen.
Der Rechten sagten man nach, sie würden primär mit Angst für ihre Sache werben, der Linken kann man aber genauso sagen, dass sie primär mit schuld für die ihrigen wirbt.
wo war die rede von wegsehen? von nicht-thematisieren? - die frage ist allerdings: wie?
ganz bestimmt nicht, indem die hier lebende frau mit kopftuch ein kleines bißchen säkularisierter diskriminiert wird.. das meine ich, beispielsweise.
das was AI macht ist nicht Menschen zu foltern sondern die Misstände anzuprangern.
Dieses Interview ist nicht an die Iraner, Chinesen usw. gerichtet, sondern an deutschsprachige Bewohner. Das der Westen mit seiner Kriegstechnologie die weitaus größten Verbrechen anrichtet, scheint dir entgangen zu sein. Es ist falsch AI zu verurteilen wenn sie über den Westen berichtet und Forderungen stellt.
Übrigens es gibt genügend Berichte über Menschnrechtsverletzungen aus der ganzen Welt, wenn dir danach ist lies die Berichte.
Ob etwas falsch ist oder nicht aus meiner Sicht, entscheide ich für mich selbst - und sie können es ebenfalls für sich selbst entscheiden.
"Das der Westen mit seiner Kriegstechnologie die weitaus größten Verbrechen anrichtet, scheint dir entgangen zu sein."
Das kann man wohl wirklich unter geschwätze abtun. Ja, ist mir entgangen.
Mit seiner Kriegstechnologie hat 'der westen' gar nicht so viele verbrechen seit 45 begangen - sieht man einmal von Vietnam ab.
Die meisten Konflikte weltweit führen nunmal nicht westliche regierungen, sondern sog. nicht-westliche.
Und das mit der Kriegstechnologie anprangern ist auch wiedermal so eine sache.
Wie wäre es mit einer fairen betrachtung einmal, indem man pro und contra abwägt?
Wenn man sagt: der westen hat aufgrund seiner technologie dieses und jenes verbrechen überhaupt erst ermöglicht, dann muss man auch umgekehrt sagen, welche vorteile aufgrund der technologie erst entstanden sind - dafür schaue ich mir einfach nur den anstieg der weltbevölkerung an, die medizinischen Hilfen, die weltweit eingeführt wurden usw... - es gibt viel elend, ja, und so manches ist schief gegangen - summa cum summa aber ist der Westen ein Segen für die Welt wohl - da er erst überhaupt ermöglicht, dass der mensch in vielen Weltgegenden sich vermehren konnte und zum teil zumindest einen höheren lebensstandart führen kann als noch vor "dem westen".
"Es ist falsch AI zu verurteilen wenn sie über den Westen berichtet und Forderungen stellt.
Übrigens es gibt genügend Berichte über Menschnrechtsverletzungen aus der ganzen Welt, wenn dir danach ist lies die Berichte."
Erst einmal habe ich nicht AI verurteilt, sondern die Sprecherin von AI für das, was sie in dem interview sagte - das ist wohl auch für sie etwas anderes, oder?
Zum anderen, ist es falsch, wenn diese Frau einseitig nur den Westen thematisiert - es erzeugt ein ungleichgewicht, wohl mit absicht sogar.
Es gibt diese berichte? ja, ich weis, dass sie existeren, zu hauf sogar - und dann ist es doch um so verwunderlicher, dass dann einseitig nur auf den "Westen" eingeprügelt wird.
Wenn sie gerne ihre masochistische Ader ausleben wollen und verbal geprügelt werden möchten - bitte sehr, ich nicht und ich reagiere auch dementsprechend schlecht darauf - wie übrigens immer mehr meiner altersgruppe.
Ob etwas falsch ist oder nicht aus meiner Sicht, entscheide ich für mich selbst - und sie können es ebenfalls für sich selbst entscheiden.
"Das der Westen mit seiner Kriegstechnologie die weitaus größten Verbrechen anrichtet, scheint dir entgangen zu sein."
Das kann man wohl wirklich unter geschwätze abtun. Ja, ist mir entgangen.
Mit seiner Kriegstechnologie hat 'der westen' gar nicht so viele verbrechen seit 45 begangen - sieht man einmal von Vietnam ab.
Die meisten Konflikte weltweit führen nunmal nicht westliche regierungen, sondern sog. nicht-westliche.
Und das mit der Kriegstechnologie anprangern ist auch wiedermal so eine sache.
Wie wäre es mit einer fairen betrachtung einmal, indem man pro und contra abwägt?
Wenn man sagt: der westen hat aufgrund seiner technologie dieses und jenes verbrechen überhaupt erst ermöglicht, dann muss man auch umgekehrt sagen, welche vorteile aufgrund der technologie erst entstanden sind - dafür schaue ich mir einfach nur den anstieg der weltbevölkerung an, die medizinischen Hilfen, die weltweit eingeführt wurden usw... - es gibt viel elend, ja, und so manches ist schief gegangen - summa cum summa aber ist der Westen ein Segen für die Welt wohl - da er erst überhaupt ermöglicht, dass der mensch in vielen Weltgegenden sich vermehren konnte und zum teil zumindest einen höheren lebensstandart führen kann als noch vor "dem westen".
"Es ist falsch AI zu verurteilen wenn sie über den Westen berichtet und Forderungen stellt.
Übrigens es gibt genügend Berichte über Menschnrechtsverletzungen aus der ganzen Welt, wenn dir danach ist lies die Berichte."
Erst einmal habe ich nicht AI verurteilt, sondern die Sprecherin von AI für das, was sie in dem interview sagte - das ist wohl auch für sie etwas anderes, oder?
Zum anderen, ist es falsch, wenn diese Frau einseitig nur den Westen thematisiert - es erzeugt ein ungleichgewicht, wohl mit absicht sogar.
Es gibt diese berichte? ja, ich weis, dass sie existeren, zu hauf sogar - und dann ist es doch um so verwunderlicher, dass dann einseitig nur auf den "Westen" eingeprügelt wird.
Wenn sie gerne ihre masochistische Ader ausleben wollen und verbal geprügelt werden möchten - bitte sehr, ich nicht und ich reagiere auch dementsprechend schlecht darauf - wie übrigens immer mehr meiner altersgruppe.
Ob etwas falsch ist oder nicht aus meiner Sicht, entscheide ich für mich selbst - und sie können es ebenfalls für sich selbst entscheiden.
"Das der Westen mit seiner Kriegstechnologie die weitaus größten Verbrechen anrichtet, scheint dir entgangen zu sein."
Das kann man wohl wirklich unter geschwätze abtun. Ja, ist mir entgangen.
Mit seiner Kriegstechnologie hat 'der westen' gar nicht so viele verbrechen seit 45 begangen - sieht man einmal von Vietnam ab.
Die meisten Konflikte weltweit führen nunmal nicht westliche regierungen, sondern sog. nicht-westliche.
Und das mit der Kriegstechnologie anprangern ist auch wiedermal so eine sache.
Wie wäre es mit einer fairen betrachtung einmal, indem man pro und contra abwägt?
Wenn man sagt: der westen hat aufgrund seiner technologie dieses und jenes verbrechen überhaupt erst ermöglicht, dann muss man auch umgekehrt sagen, welche vorteile aufgrund der technologie erst entstanden sind - dafür schaue ich mir einfach nur den anstieg der weltbevölkerung an, die medizinischen Hilfen, die weltweit eingeführt wurden usw... - es gibt viel elend, ja, und so manches ist schief gegangen - summa cum summa aber ist der Westen ein Segen für die Welt wohl - da er erst überhaupt ermöglicht, dass der mensch in vielen Weltgegenden sich vermehren konnte und zum teil zumindest einen höheren lebensstandart führen kann als noch vor "dem westen".
"Es ist falsch AI zu verurteilen wenn sie über den Westen berichtet und Forderungen stellt.
Übrigens es gibt genügend Berichte über Menschnrechtsverletzungen aus der ganzen Welt, wenn dir danach ist lies die Berichte."
Erst einmal habe ich nicht AI verurteilt, sondern die Sprecherin von AI für das, was sie in dem interview sagte - das ist wohl auch für sie etwas anderes, oder?
Zum anderen, ist es falsch, wenn diese Frau einseitig nur den Westen thematisiert - es erzeugt ein ungleichgewicht, wohl mit absicht sogar.
Es gibt diese berichte? ja, ich weis, dass sie existeren, zu hauf sogar - und dann ist es doch um so verwunderlicher, dass dann einseitig nur auf den "Westen" eingeprügelt wird.
Wenn sie gerne ihre masochistische Ader ausleben wollen und verbal geprügelt werden möchten - bitte sehr, ich nicht und ich reagiere auch dementsprechend schlecht darauf - wie übrigens immer mehr meiner altersgruppe.
Nachtrag:
"Dieses Interview ist nicht an die Iraner, Chinesen usw. gerichtet, sondern an deutschsprachige Bewohner"
Solche Interviews erscheinen erst gar nicht in Iranischen oder Chinesischen Zeitungen, die Menschenrechtsverletzungen im jewileigen eigenen Land unmissverständlich anprangern.
Wenn Iraner oder Chinesen soetwas mitbekommen wollen, dann sind sie auf die medien bei uns angewiesen, sofern sie diese überhaupt per Internet erreichen können. Zum teil können sie aber noch nicht einmal die Seiten von AI aufrufen.
Der Artikel ist nicht an die Deutschen gerichtet - er ist an all die gerichtet, die ihn lesen (können und tun).
Das kann ein deutscher sein, sehr wahrscheinlich sogar, aber es kann auch ein des deutschen kundiger Chinese oder Iraner sein - und weas er im Interview erfährt ist, dass der Westen wiedermal an allem schuld ist und sein Regime in China oder Teheran anscheinend zumindest soetwas nicht macht oder zumindest nichts schlimmeres.
Du verdrehst die Tatsachen, es scheint so zu sein das du nicht über den begrenzeten Horizont deines Nationalstaates hinausblicken kannst. Wer in aller Welt wird von AI Berichten oder AI Representanten hier im Westen angegangen? Ich lebe hier und fühle mich nicht, in keinster Weise verletzt. Populisten versuchen anhand von falschen Idendifikationen wie Nationszugehörigkeit oder Brauchtümer ein Zugehörigkeitsmythos zu erschaffen. Die nicht zu diesem Kreise gehören werden als Menschen zweiter, dritter Klasse angesehen und behandelt. Du kannst davon ausgehen das dies selbst in Ländern der sogenannten Zivilisation gang und gebe ist. Es werden Menschen gegen Menschen gehetzt um vor der eigenen Verlogenheit und Unzulänglichkeit abzulenken, da zu zähle ich dich auch. (Anmerkung: Auch an Sie die Bitte, von persönlichen Angriffen abzusehen. Die Redaktion/jk)
Nachtrag:
"Dieses Interview ist nicht an die Iraner, Chinesen usw. gerichtet, sondern an deutschsprachige Bewohner"
Solche Interviews erscheinen erst gar nicht in Iranischen oder Chinesischen Zeitungen, die Menschenrechtsverletzungen im jewileigen eigenen Land unmissverständlich anprangern.
Wenn Iraner oder Chinesen soetwas mitbekommen wollen, dann sind sie auf die medien bei uns angewiesen, sofern sie diese überhaupt per Internet erreichen können. Zum teil können sie aber noch nicht einmal die Seiten von AI aufrufen.
Der Artikel ist nicht an die Deutschen gerichtet - er ist an all die gerichtet, die ihn lesen (können und tun).
Das kann ein deutscher sein, sehr wahrscheinlich sogar, aber es kann auch ein des deutschen kundiger Chinese oder Iraner sein - und weas er im Interview erfährt ist, dass der Westen wiedermal an allem schuld ist und sein Regime in China oder Teheran anscheinend zumindest soetwas nicht macht oder zumindest nichts schlimmeres.
Du verdrehst die Tatsachen, es scheint so zu sein das du nicht über den begrenzeten Horizont deines Nationalstaates hinausblicken kannst. Wer in aller Welt wird von AI Berichten oder AI Representanten hier im Westen angegangen? Ich lebe hier und fühle mich nicht, in keinster Weise verletzt. Populisten versuchen anhand von falschen Idendifikationen wie Nationszugehörigkeit oder Brauchtümer ein Zugehörigkeitsmythos zu erschaffen. Die nicht zu diesem Kreise gehören werden als Menschen zweiter, dritter Klasse angesehen und behandelt. Du kannst davon ausgehen das dies selbst in Ländern der sogenannten Zivilisation gang und gebe ist. Es werden Menschen gegen Menschen gehetzt um vor der eigenen Verlogenheit und Unzulänglichkeit abzulenken, da zu zähle ich dich auch. (Anmerkung: Auch an Sie die Bitte, von persönlichen Angriffen abzusehen. Die Redaktion/jk)
wo eine der recht bald nächsten menschenrechtsverletzungen in der BRD um die ecke lugt:
7.000 Flüchtlingen droht Abschiebung nach Syrien
Rücknahmeabkommen mit Syrien ermöglicht Abschiebung. Pro Asyl: "Kollaboration mit dem Folterstaat"
BERLIN taz Mahmud Ezldin macht sich große Sorgen. Seit acht Jahren lebt der staatenlose Kurde, der aus Syrien stammt, mit seiner Familie im nordrhein-westfälischen Düren. Dort war Ezldin mit seiner Frau und den sechs Kindern nach der Flucht gestrandet. Die Familie hatte Syrien verlassen, als bei ihnen Publikationen der verbotenen kurdischen Linkspartei gefunden wurden. Der heute 41-jährige Vater war in der Partei aktiv und befürchtete Folter und Haft.
Sein Asylantrag in Deutschland aber wurde abgelehnt, die Behörde zweifelte die Echtheit seiner Papiere an. Seit fünf Jahren ist die Familie geduldet. Abgeschoben werden konnte sie nicht - Syrien nahm Menschen wie die Ezldins nicht auf. Jetzt aber droht ihnen wie insgesamt bis zu 7.000 Menschen aus Syrien, die ausreisepflichtig sind, die Abschiebung. Der Grund: Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat bereits im Sommer mit seinem syrischen Kollegen ein Rücknahmeabkommen unterzeichnet. Darin verpflichtet sich Syrien, abgeschobene Flüchtlinge aufzunehmen - auch aus Syrien stammende Staatenlose wie die Ezldins.
"Unverantwortlich" sei das, kritisieren zahlreiche Flüchtlingsorganisationen nun in einem gemeinsamen Aufruf. "Syrien ist ein Folterstaat, in dem elementare Menschenrechte nicht zählen und jede politische Opposition brutal unterdrückt wird", heißt es in dem Papier, das Pro Asyl, zahlreiche Flüchtlingsräte und andere Organisationen unterzeichnet haben. Am kommenden Mittwoch wollen sie in Berlin gegen das Rücknahmeabkommen demonstrieren.
Die meisten der von Abschiebung bedrohten Flüchtlinge sind KurdInnen. Diese seien in Syrien "seit Jahrzehnten staatlicher Repression ausgesetzt", so die Flüchtlingsorganisationen. Vielen von ihnen hat Syrien in den 1960er-Jahren die Staatsbürgerschaft aberkannt. Deshalb sind auch die Ezldins staatenlos.
"Das Rücknahmeabkommen ist direkte Kollaboration mit einem Folterstaat", sagt auch Bernd Mesovic von Pro Asyl und verweist auf einen Lagebericht über Syrien aus dem Auswärtigen Amt. "Schon im normalen Polizeigewahrsam sind körperliche Misshandlungen an der Tagesordnung", heißt es darin. "Insbesondere bei Fällen mit politischem Bezug wird physische und psychische Gewalt in erheblichem Ausmaß eingesetzt." Die Misshandlungen dienten dabei der Gefügigmachung und der Erzwingung von Geständnissen, der Nennung von Kontaktpersonen und der Abschreckung. "In den Verhörzentralen der Sicherheitsdienste ist die Gefahr körperlicher und seelischer Misshandlung noch größer."
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble weist die Vorwürfe zurück. "Das Rücknahmeabkommen gilt nur für den Personenkreis, dessen Ausreisepflicht zuvor in einem rechtsstaatlichen Verfahren festgestellt wurde", sagt ein Ministeriumssprecher. Persönliche, humanitäre Gründe, die für ein Abschiebeverbot sprechen könnten, würden dabei geprüft. Der Regierung sei die "Menschenrechtslage in Syrien bekannt". Bei allen "hochrangigen Gesprächen fordert sie die Verbesserung der Lage nachdrücklich
quelle und weitere infos:
http://www.taz.de/1/archi...
http://www.nds-fluerat.or...
http://www.nds-fluerat.or...
http://www.asyl.net/Magaz...
nach lektüre kann jede/r entscheiden, was zu tun wäre. beispielsweise an der morgigen demo am brandenburger tor teilnehmen... weitere infos gibt es bei efrin.net und anderen kurdischen homepages.
Hallo Rahab,
so wie du diese Menschensituation in Deutschland beschreibst, kommt einem schon das Grausen über den Staat, der Staat, alle Staaten erwähnen Menschenrechte nur auf dem Papier, durchsetzen tun es die NGO´s wie AI oder einfache Menschen die sich für ihre Mitbürger einsetzen. Ich habe schon von Pfarreien gehört die Menschen verstecken müssen, damit sie nicht Abgeschoben werden. Wie gesagt für die Staaten sind Menschenrechte schön und gut, aber sie kümmern sich nicht darum. Die Politiker senden Schreiben an andere Politiker um doch bitte im anderen Land für die Menschenrechte zu sorgen, so dann man sich zum Abendessen begibt und über Geschäfte spricht. Der Westen kann die Menschenrechte getrost verbrennen, das Papier ist es nicht wert auf dem es steht.
Es gibt leider immer noch zu viele Menschen die sich etwas vormachen, anders lässt sich das Leben nicht ertragen.
Hallo Rahab,
so wie du diese Menschensituation in Deutschland beschreibst, kommt einem schon das Grausen über den Staat, der Staat, alle Staaten erwähnen Menschenrechte nur auf dem Papier, durchsetzen tun es die NGO´s wie AI oder einfache Menschen die sich für ihre Mitbürger einsetzen. Ich habe schon von Pfarreien gehört die Menschen verstecken müssen, damit sie nicht Abgeschoben werden. Wie gesagt für die Staaten sind Menschenrechte schön und gut, aber sie kümmern sich nicht darum. Die Politiker senden Schreiben an andere Politiker um doch bitte im anderen Land für die Menschenrechte zu sorgen, so dann man sich zum Abendessen begibt und über Geschäfte spricht. Der Westen kann die Menschenrechte getrost verbrennen, das Papier ist es nicht wert auf dem es steht.
Es gibt leider immer noch zu viele Menschen die sich etwas vormachen, anders lässt sich das Leben nicht ertragen.
Nachtrag:
"Dieses Interview ist nicht an die Iraner, Chinesen usw. gerichtet, sondern an deutschsprachige Bewohner"
Solche Interviews erscheinen erst gar nicht in Iranischen oder Chinesischen Zeitungen, die Menschenrechtsverletzungen im jewileigen eigenen Land unmissverständlich anprangern.
Wenn Iraner oder Chinesen soetwas mitbekommen wollen, dann sind sie auf die medien bei uns angewiesen, sofern sie diese überhaupt per Internet erreichen können. Zum teil können sie aber noch nicht einmal die Seiten von AI aufrufen.
Der Artikel ist nicht an die Deutschen gerichtet - er ist an all die gerichtet, die ihn lesen (können und tun).
Das kann ein deutscher sein, sehr wahrscheinlich sogar, aber es kann auch ein des deutschen kundiger Chinese oder Iraner sein - und weas er im Interview erfährt ist, dass der Westen wiedermal an allem schuld ist und sein Regime in China oder Teheran anscheinend zumindest soetwas nicht macht oder zumindest nichts schlimmeres.
nur noch zum heulen und zähneklappern. mit den aufrechten verteidigern der zwill-isation.
nur noch zum heulen und zähneklappern. mit den aufrechten verteidigern der zwill-isation.
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