Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts am Dienstag hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) die vorläufige Wiedereinführung der alten Regelung angekündigt.

Was bedeutet das für den Steuerzahler?

Pendler können für die Jahre 2007 und 2008 Fahrtkosten von 30 Cent pro Kilometer steuerlich absetzen, und zwar ab dem ersten Kilometer der Strecke zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Sie erhalten Rückzahlungen.


Für einen durchschnittlichen Arbeitnehmer bedeutet dies ­unter Annahme, dass der Arbeitnehmerpauschalbetrag schon durch andere Werbungskosten voll ausgeschöpft ist ­bei einer Entfernung zum Arbeitsort von 20 Kilometern und 220 Arbeitstagen, dass das zu versteuernde Einkommen (die steuerliche Bemessungsgrundlage) um 1320 Euro sinkt. Er müsste dann rund 350 Euro (je nach individuellem Grenzsteuersatz) weniger Steuern zahlen. Ab 2009 soll die frühere Pauschale vorerst weiter gelten. Für jene Arbeitnehmer allerdings, deren Fahrtkosten schon durch den Arbeitnehmerpauschalbetrag abgedeckt sind, ändert sich nichts. Sie bekommen auch keine Rückzahlungen.


Müssen die Betroffenen für eine Nachzahlung einen Antrag stellen?