Schalke in der Krise Das Ende der fetten JahreSeite 2/2
Präsidium, Aufsichtsrat und Umfeld werden sich mit dem drohenden Absturz ins Mittelmaß kaum abfinden. Bereits das Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC dürfte bei einem negativen Verlauf für Mannschaft und Manager zum Spießrutenlauf werden.
Auch Trainer Fred Rutten, erst seit Beginn der Saison im Amt, wird inzwischen nicht nur als Opfer des "Systems Müller", sondern auch als Opfer seines taktischen Starrsinns gesehen. An einem 4-3-3-System festzuhalten, ohne die passenden Offensivkräfte dafür zur Verfügung zu haben, weckt nicht nur in Reihen der Fans Unverständnis.
So munkelt man, dass es im Winter zum nächsten großen Umbruch auf Schalke kommen könnte. Dies wäre ein äußerst ungünstiger Zeitpunkt. Der Trainermarkt ist leer, zudem werden sich etablierte Übungsleiter zweimal überlegen, ob sie in diesem nervösen Umfeld, mit diesem Kader und wahrscheinlich sehr beschränkten finanziellen Mitteln arbeiten möchten. Sollte Rutten wirklich gehen müssen, wäre deshalb Co-Trainer Mike Büskens die wahrscheinlichste Alternative.
Auch für den Managerposten gäbe es kaum überzeugende Kandidaten: Den immer wieder genannten Rainer Calmund und Rolf Rüssmann eilt in der Branche kein uneingeschränkt positiver Ruf voraus. Das Schalker Urgestein Olaf Thon, der ein enges Verhältnis zu Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies pflegt, ist Kritikern im Umfeld zu unerfahren.
Wie lange eine Umbruchsphase dauern kann, könnten den Schalkern ausgerechnet die ungeliebten Rivalen aus Dortmund erzählen: 2004 brach der damalige Spitzenklub finanziell und sportlich auseinander. Nach Jahren des Mittelmaßes schnuppert der Verein erst in dieser Saison wieder an höheren Tabellenplätzen.
Aber im Gegensatz zu den Gelsenkirchnern konnten sich die Dortmunder immerhin mit der Erinnerung an drei Meisterschaften innerhalb von zehn Jahren trösten. Nach der Niederlage in Enschede dürfte Schalke den Traum vom Titel auf absehbare Zeit begraben müssen.
- Datum 05.12.2008 - 09:30 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Der "Meister der Herzen" (warum eigentlich?) war nie eine Spitzenmannschaft und immer seelenlos. Mit der Ära Müller kam die Technokratie, konzeptlose teure Spielerkäufe, die nicht harmonieren und vor allem keine Geduld in Vorstand und Aufsichtrat (diese Herren wissen nicht, was sie tun bzw. tun sollen). Das Schalker Spiel ist seit langem schlicht unattraktiv und altmodisch, nicht auszudenken, man hätte Geduld mit Rangnick gehabt...
Warum würde sich das Umfeld mit dem drohenden Absturz ins Mittelmaß kaum abfinden? Keine Frage, Schalke ist wohl der emotionalste Verein in der Republik, deswegen ist die Enttäuschung auch sehr groß.
Aber dieser Verein, diese Weltanschauung Schalke hat in seiner Geschichte immer und immer wieder gezeigt, dass man sich auch mit weniger abfinden kann und sich mit Hilfe seiner Fans auch wieder selbst aus dem Dreck ziehen kann, wenn alles ganz schlimm wird. Schalke hat nun wirklich schon viel schlimmere Zeiten überstanden.
Sehr geehrter Zeit-Leser,
mit den schlimmeren Zeiten haben Sie absolut Recht. Gleichzeitig herrscht momentan eine Erwartungshaltung im Umfeld, die ein "Gesundschrumpfen" ins Mittelmaß sehr schwierig machen dürfte. Die Reibungsverluste kann jeder Arena-Besucher hautnah erfahren, Stichwort "Pfiffe gegen die eigene Mannschaft".
Ganz abgesehen davon muss der Verein mittelfristig in den internationalen Wettbewerben Geld verdienen, um das wirtschaftliche Überleben zu sichern. Deshalb werden die Verantwortlichen alles daran setzen, ein ähnliches Szenario wie das beim Erzrivalen zu verhindern.
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Sehr geehrter Zeit-Leser,
mit den schlimmeren Zeiten haben Sie absolut Recht. Gleichzeitig herrscht momentan eine Erwartungshaltung im Umfeld, die ein "Gesundschrumpfen" ins Mittelmaß sehr schwierig machen dürfte. Die Reibungsverluste kann jeder Arena-Besucher hautnah erfahren, Stichwort "Pfiffe gegen die eigene Mannschaft".
Ganz abgesehen davon muss der Verein mittelfristig in den internationalen Wettbewerben Geld verdienen, um das wirtschaftliche Überleben zu sichern. Deshalb werden die Verantwortlichen alles daran setzen, ein ähnliches Szenario wie das beim Erzrivalen zu verhindern.
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Sehr geehrter Zeit-Leser,
mit den schlimmeren Zeiten haben Sie absolut Recht. Gleichzeitig herrscht momentan eine Erwartungshaltung im Umfeld, die ein "Gesundschrumpfen" ins Mittelmaß sehr schwierig machen dürfte. Die Reibungsverluste kann jeder Arena-Besucher hautnah erfahren, Stichwort "Pfiffe gegen die eigene Mannschaft".
Ganz abgesehen davon muss der Verein mittelfristig in den internationalen Wettbewerben Geld verdienen, um das wirtschaftliche Überleben zu sichern. Deshalb werden die Verantwortlichen alles daran setzen, ein ähnliches Szenario wie das beim Erzrivalen zu verhindern.
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
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