US-Industrie Rettungspläne in Grün

Weil Barack Obama eine umweltbewusste Industriepolitik zu machen verspricht, zieht Autohersteller Ford jetzt die Ökokarte. Aber die Freude auf ein grünes Amerika ist verfrüht

Washington DC An meinem grünen Gewand sollt ihr mich erkennen, sprach Barack Obama im Wahlkampf. Wo immer der Präsident im Wartestand derzeit geht, steht und spricht, versucht er sich, in Grün zu kleiden. Kein Rettungsplan für die Autoindustrie ohne einen Plan für Kraftstoff sparende und umweltschonende Fahrzeuge, verkündet er. Kein milliardenschweres Infrastrukturprogramm für die Kommunen und Bundesländer ohne Vorschläge für ein besseres Nahverkehrssystem und andere grüne Projekte. Keine Industriegenehmigungen ohne Grenzwerte und Emissionshandel. Keine Freihandelsabkommen ohne Klauseln für den Gesundheits- und Umweltschutz. Keine internationalen Verträge ohne Rücksicht auf die Folgen der Klimakatastrophe.

Seine Drohungen zeitigen bereits Folgen. Ford legt an diesem Donnerstag in Washington Pläne für Hybrid und Batterie betriebene Autos vor. General Motors und Chrysler sind noch nicht so weit. Die Chefs aller drei Konzerne werden diesmal zum Rapport nicht mehr in drei Firmenjets einfliegen. Obama hatte sich darüber mokiert. Ford-Chef Alan Mulally legt die 500 Meilen von Detroit in die Hauptstadt eigens in einem Ford Escape Hybrid zurück und hat in einem Telefonat von unterwegs schon einmal die Überlebensfähigkeit seiner beiden Konkurrenten in Zweifel gezogen. Was diese natürlich nicht sonderlich erfreute.

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Ebenfalls in dieser Woche, am Dienstag, überschlugen sich Amerikas Gouverneure auf ihrem Treffen in Philadelphia in Anwesenheit von Obama geradezu mit Vorschlägen für neue Energie sparende Häuser und Flughäfen sowie für Solar- und Windkraftanlagen. Europa freut sich auf ein grünes Amerika, das bei der nächsten Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 endlich mitziehen könnte.

Doch Vorsicht, die Freude über die grüne Revolution ist verfrüht. Die Widerstände formieren sich, und Obama sitzt das eigene Hemd am Nächsten. Die gewerkschaftsnahen Demokraten im Kongress werden die Autokonzerne nicht Pleite gehen lassen – selbst nicht, wenn die sich bockbeinig stellen und sich zu schneller technologischer Erneuerung außerstande sehen. Jeder zehnte Arbeitsplatz in Amerika, haben Experten herausgefunden, hänge in irgendeiner Weise mit dem Autobau zusammen. Zudem: die Planung für neue U- und Eisenbahnstrecken, für umweltfreundliche Bauten und so weiter muss auch in Amerika viele bürokratische Hürden nehmen und benötigt Jahre.

Die Regierung Obama aber will die Wirtschaft sofort ankurbeln und lieber heute als morgen die versprochenen zweieinhalb Millionen neuen Arbeitsplätze schaffen. Da wird vielen wahrscheinlich eine Schaufel in die Hand gegeben werden, um erst einmal die unzähligen Schlaglöcher auf den Straßen zuzuschütten, damit die Autos nicht mehr in wilden Schlangenlinien fahren müssen und ihre Achsen schonen können.

Leser-Kommentare
    • rtff
    • 04.12.2008 um 14:41 Uhr

    Ebenfalls in dieser Woche, am Dienstag, überschlugen sich Amerikas Gouverneure auf ihrem Treffen in Philadelphia in Anwesenheit von Obama geradezu mit Vorschlägen für neue Energie sparende Häuser und Flughäfen sowie für Solar- und Windkraftanlagen.

    Richtig, neue Häuser braucht das Land! Und neue Flughäfen, um jenen, die die Kredite dann wieder kaufen, die Sicherheiten schön aus der Luft zu zeigen. Dann hat die nächste Krise wenigstens den Blauen Engel?

    • Serrax
    • 04.12.2008 um 16:04 Uhr

    ... würde allerdings schon mal die Unabhängigkeit der USA von ausländischem Öl bedeuten.

    Darüber hinaus erfolgt die Wertschöpfung fast komplett im eigenen Land und insbesondere in den südwestlichen Staaten.

    Na, wie wärs?

  1. Es faellt schwer die zurueckhaltende Skepsis des Autors zu teilen, wenn man mitbekommt, wie viel sich inzwischen in den USA in Sachen Klimaschutz tut. Trotz acht Jahre klimapolitischer Ingoranz und Obstruktion unter George W. Bush hat das Land eine grüne Welle erfasst, die nicht mehr aufzuhalten sein dürfte.

    Öko-Supermarktketten schießen wie Pilze aus dem Boden, Carsharing prägt das Stadtbild in den Metropolen der Ost- und Westküste. Neue Akteure wie Google investieren Millionen von Dollar in die Entwicklung innovativer Technologiekonzepte. Al Gore, vielleicht schon bald Klimazar an der Seite des neuen Präsidenten, hat für seine Klimakampagne „we“ über 300 Millionen US-Dollar mobilisiert. Der New York Times Kolumnist Thomas L. Friedman steht seit nunmehr elf Wochen mit seinem „gruenen“ Bestseller „Hot, Flat and Crowded: How a green revolution can renew America” in den top ten der bestverkauften Buecher in den USA. Selbst vor konservativen Größen macht der Klimatrend nicht halt. T. Boone Pickens, texanischer Ölmilliardär, sieht in der Windkraft die Zukunft der Stromversorgung und als den Weg, unabhängig von Ölimporten zu werden. Und fossile Riesen wie Chevron profilieren sich mit großen Werbeaktionen zum Energiesparen.

    Zwar beherrscht momentan die Wirtschafts- und Finanzkrise die Agenda. Doch wird Obama mit dem so dringend herbeigesehnten Konjunkturpaket auch grüne Akzente setzen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Modernisierung der Stromnetze oder die Waermedaemmung gehen einher mit der Schaffung von green jobs. Schon bald dürften energiepolitische Projekte angeschoben werden, die in der letzten Legislaturperiode noch vom Veto des scheidenden Präsidenten bedroht wurden. Und die Bundesstaaten werden endlich nicht laenger daran gehindert, ambionierte Umweltstandards zu setzen. In diesem Kurs werden sie kuenftig von der Umweltagentur EPA unterstuetzt - jene Behoerde, die unter George Bush ein trauriges Schattendasein fristete.

    Auch wenn die ein oder politische Untiefe in den kommenden Monaten lauert; Obamas Agenda hat die Farbe gruen. Die USA stehen nach seiner Wahl vor einer neuen Aera in der Klimapolitik.

  2. Schön wenn sich endlich eine einflussreiche Persönlichkeit auf die Beine stellt und in die richtige Richtung weist. Natürlich wird es nicht ganz einfach. Aber, auch der längste Weg beginnt mit den ersten Schritten.

    Trotzdem steht Obama nicht ganz alleine. Es mag ja sein, dass in den USA, Europa, Russland und China viele Bremser versuchen werden das Unvermeidliche hinaus zu zögern. Aber irgendwer wird die Sachen umsetzen und damit den Markt aufrollen. Z.B. Südamerika/Brasilien. War in irgendeiner Doku.

    Die verwenden schon lange Motoren die mit jeder Art von Flüssigbrennstoff zurechtkommen. Nur für Europa werden die Fahrzeuge spezialisiert ausgeliefert. Dabei scheint es auf den Endverbraucherpreis kaum bis keine Auswirkungen zu haben ob ein Universalbrenner verbaut wird der auch mit Biosprit zurechtkommt. Laut Aussage der Werksleitung. Biotreibstoffe aus Pflanzenabfällen/Alkohol können genauso getankt werden wie Benzin oder gemischt.

    So gesehen steht die Welt schon einfach nur aus dem Grund hinter ihm weil es sich früher oder später auf jeden Fall rechnet und jemand damit Geld verdienen will. Alles nur eine Frage der Visionen.

    Macht zu erlangen ist unnötig. Anführen bedeutet in erster Konsequenz verantwortlich und Vorbild zu sein. Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft.

    Weisheit währt am Längsten.

    Die Zukunft beginnt mit dem nächsten Augenblick!
    ---<-@ @->--- ---

  3. Nach dem Wahnsinn des NS Terroregimes,Mitteleuropa lag in Trümmern,wer hat uns
    geholfen alles wieder aufzubauen ?Es war die USA,das sollten wir trotz dem arroganten
    sendungsbewußten intoleranten Bush niemals vergessen.
    Ich bin hier schon einmal schlecht bewertet worden,doch ich halte eine Unterstützung
    Europas für diese wichtigen Projekte für wichtig!Warum keinen Marshall-Plan für die USA?
    Die USA hatte damals riesige Ausgaben für den zweiten Weltkrieg und hat uns trotzdem nicht
    in Stich gelassen.Sind wir das nicht unseren Brüdern drüben schuldig ?
    Sind wir es nicht dem Erdball schuldig?Warum nicht Eisenbahnen U-Bahnen
    Radwege etc Ford K,Ford Fiesta Opel Corsa etc aber auch Elektro-Autos Gebäudeisolationen unterstützen ? Besser unsere Freunde im Westen und den Erball unterstützen ,als
    Atomwaffen und Krieg ? Sie haben uns damals großzügig unterstützt.Die Ideen dort sind
    viel zu gut um Sie nicht zu unterstützen.Gerade öffentlicher Verkehr Gebäudeisolationen
    Radfahren(es gibt jetzt auch dort einen Fahrrad -Boom)das könnte den Menschen helfen gesünder zu werden Übergewicht abzubauen,
    in einer Krise weniger für die Gesundheit ausgeben zu müssen.Weniger für Transport und
    gleichzeitig das Klima endlich in den Griff zu bekommen!

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    • Anonym
    • 06.12.2008 um 7:01 Uhr

    ...erscholl zuletzt kurz vor dem Irakkrieg und hat sich spätestens seit diesem Feldzug vollständig abgenutzt.

    Es stimmt, die USA haben uns damals sehr geholfen, Morgenthau hat sich nicht durchgesetzt - bin glücklich darüber. Die verantwortlichen Entscheidungsträger von damals sind aber heute ALLE TOT. Diejenigen, die heute am Ruder sitzen, haben mit den Entscheidungen von nach 1945 ÜBERHAUPT NICHTS ZU TUN und deswegen schulden wir ihnen ERSTMAL GARNIX. Die außenpolitischen Ziele eines Landes ändern sich stets, ebenso wie deren Politiker. Deshalb gibt es in internationalen Beziehungen niemals Brüder, sondern nur Lebensabschnittspartnerschaften, die regelmäßig neu definiert werden müssen.

    Ein Hilfsprojekt nach Ihren Vorstellungen hätte keinen Sinn. Erstens könnten es sich die USA als (Noch-)Weltmacht niemals vom Image her leisten, dies anzunehmen. Zweitens kann in diesem Land nur ein Bewusstseinswandel von innen helfen - die Mittel haben die Vereinigten Staaten zweifellos, sie fließen nur den falschen Lobbys zu (darunter auch denen, die für Atomwaffen und Krieg zuständig sind). Drittens hat Europa da bei sich selbst noch genug zu leisten. Die Voraussetzungen sind gegeben.

    Nicht die USA brauchen einen Marshallplan, sondern die Welt drumherum. Sollte es jenseits des Aspekts historischer Beziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten zu einer Partnerschaft (oder einem Konkurrenzkampf) in Umweltfragen kommen, würde mich dies sehr freuen.

    Ich frage mich, ob ein paar von den Leuten, die mit Ger beginnen (sei es aus Colorado oder dem New Yorker Hinterland) ihren Weg in diesen Thread finden...

    • Anonym
    • 06.12.2008 um 7:01 Uhr

    ...erscholl zuletzt kurz vor dem Irakkrieg und hat sich spätestens seit diesem Feldzug vollständig abgenutzt.

    Es stimmt, die USA haben uns damals sehr geholfen, Morgenthau hat sich nicht durchgesetzt - bin glücklich darüber. Die verantwortlichen Entscheidungsträger von damals sind aber heute ALLE TOT. Diejenigen, die heute am Ruder sitzen, haben mit den Entscheidungen von nach 1945 ÜBERHAUPT NICHTS ZU TUN und deswegen schulden wir ihnen ERSTMAL GARNIX. Die außenpolitischen Ziele eines Landes ändern sich stets, ebenso wie deren Politiker. Deshalb gibt es in internationalen Beziehungen niemals Brüder, sondern nur Lebensabschnittspartnerschaften, die regelmäßig neu definiert werden müssen.

    Ein Hilfsprojekt nach Ihren Vorstellungen hätte keinen Sinn. Erstens könnten es sich die USA als (Noch-)Weltmacht niemals vom Image her leisten, dies anzunehmen. Zweitens kann in diesem Land nur ein Bewusstseinswandel von innen helfen - die Mittel haben die Vereinigten Staaten zweifellos, sie fließen nur den falschen Lobbys zu (darunter auch denen, die für Atomwaffen und Krieg zuständig sind). Drittens hat Europa da bei sich selbst noch genug zu leisten. Die Voraussetzungen sind gegeben.

    Nicht die USA brauchen einen Marshallplan, sondern die Welt drumherum. Sollte es jenseits des Aspekts historischer Beziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten zu einer Partnerschaft (oder einem Konkurrenzkampf) in Umweltfragen kommen, würde mich dies sehr freuen.

    Ich frage mich, ob ein paar von den Leuten, die mit Ger beginnen (sei es aus Colorado oder dem New Yorker Hinterland) ihren Weg in diesen Thread finden...

  4. Man soll sich keine Illusionen machen. Das, was Obama im Wahlkampf unter der Flagge Kampf der USA gegen eine Globale Erwärmung ankündigte, wird sich in den kommenden Jahren als Programm zur Energieeinsparung und -effizienzsteigerung weitgehend in den USA herausstellen.

    Eine solche Politik wird auch die Zustimmung des Senats finden, nicht aber eine einseitige Reduzierung von CO2 durch die USA und der EU, während in China und Indien enorme Zuwächse an CO2-Ausstoss stattfinden. Auch das jetzige Verhalten der EU Länder, die offensichtlich von den Konsequenzen ihrer beabsichtigten Klimapolitik geschockt sind und ihre Ziele derzeit massiv zurückstecken, wird für die USA kein Anreiz bieten, nun mehr oder weniger einseitig massiv CO2-Reduktionsmassnahmen zu implementieren.

    Hinzu kommen die enormen Risiken für die amerikanische Gesellschaft durch die derzeitige finanzielle Misere, für deren Lösung mehrere Jahre zu veranschlagen sind.

    Ein Unsicherheitsfaktor für die Obama Klimapolitik wird auch die Entwicklung der globalen Temperaturen jetzt und in den kommenden Jahren sein. Denn seit dem Jahre 2002 steigen die globalen Temperaturen nicht mehr. Setzt sich das fort, und dafür sprechen eine ganze Menge Anzeichen, dann entfällt eine ganze Anzahl an Argumenten für ein sofortiges Handeln. Und für die USA wird das ein zusätzliches Argument sein, vor allem in den USA nationale Energiepolitik ohne CO2-Argumentation zu betreiben.

  5. 7. Kohle

    "Wir haben mehr Kohle als die Saudis Öl und dieses müssen wir nutzen."

    Korrekt, die USA muss zuerst von ihrem Leistungsbilanzdefizit runter, welches die Grundursache für die jetztige Krise war / ist und wer sagt, dass die Kohle- mehr Umweltverschmutzung als die Ölverbrennung verursacht?

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    Die USA haben mehr Kohle als sämtliche Länder der Welt. Sie besitzen auch enorme Vorräte an Naturgas, weit mehr als sie derzeit überhaupt verbrauchen können. Der Ölimport rentierte sich nur, solange es billig aus dem Nahen Osten zu beziehen war. Aus "grünen" Gründen hat Amerika bis heute nicht die riesigen Ölvorräte erschlossen, die unter den Küstenshelfs liegen.

    Der Pickens-Plan, den Obama großenteils adoptiert hat, optiert für 300.000 Windturbinen (bisher gibt es in Amerika nur ein Zehntel davon). Pickens-Obama planen zudem großangelegte Verflüssigung des in beliebiger Menge vorhandenen Naturgases als Treibstoff einer neuer Generation von Gas-Automobilen. Prototypen fahren bereits auf amerikanischen Autobahnen. Das notwendige Netz von Gaspipelines ist bereits vorhanden.

    Die USA haben mehr Kohle als sämtliche Länder der Welt. Sie besitzen auch enorme Vorräte an Naturgas, weit mehr als sie derzeit überhaupt verbrauchen können. Der Ölimport rentierte sich nur, solange es billig aus dem Nahen Osten zu beziehen war. Aus "grünen" Gründen hat Amerika bis heute nicht die riesigen Ölvorräte erschlossen, die unter den Küstenshelfs liegen.

    Der Pickens-Plan, den Obama großenteils adoptiert hat, optiert für 300.000 Windturbinen (bisher gibt es in Amerika nur ein Zehntel davon). Pickens-Obama planen zudem großangelegte Verflüssigung des in beliebiger Menge vorhandenen Naturgases als Treibstoff einer neuer Generation von Gas-Automobilen. Prototypen fahren bereits auf amerikanischen Autobahnen. Das notwendige Netz von Gaspipelines ist bereits vorhanden.

    • Anonym
    • 06.12.2008 um 7:01 Uhr

    ...erscholl zuletzt kurz vor dem Irakkrieg und hat sich spätestens seit diesem Feldzug vollständig abgenutzt.

    Es stimmt, die USA haben uns damals sehr geholfen, Morgenthau hat sich nicht durchgesetzt - bin glücklich darüber. Die verantwortlichen Entscheidungsträger von damals sind aber heute ALLE TOT. Diejenigen, die heute am Ruder sitzen, haben mit den Entscheidungen von nach 1945 ÜBERHAUPT NICHTS ZU TUN und deswegen schulden wir ihnen ERSTMAL GARNIX. Die außenpolitischen Ziele eines Landes ändern sich stets, ebenso wie deren Politiker. Deshalb gibt es in internationalen Beziehungen niemals Brüder, sondern nur Lebensabschnittspartnerschaften, die regelmäßig neu definiert werden müssen.

    Ein Hilfsprojekt nach Ihren Vorstellungen hätte keinen Sinn. Erstens könnten es sich die USA als (Noch-)Weltmacht niemals vom Image her leisten, dies anzunehmen. Zweitens kann in diesem Land nur ein Bewusstseinswandel von innen helfen - die Mittel haben die Vereinigten Staaten zweifellos, sie fließen nur den falschen Lobbys zu (darunter auch denen, die für Atomwaffen und Krieg zuständig sind). Drittens hat Europa da bei sich selbst noch genug zu leisten. Die Voraussetzungen sind gegeben.

    Nicht die USA brauchen einen Marshallplan, sondern die Welt drumherum. Sollte es jenseits des Aspekts historischer Beziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten zu einer Partnerschaft (oder einem Konkurrenzkampf) in Umweltfragen kommen, würde mich dies sehr freuen.

    Ich frage mich, ob ein paar von den Leuten, die mit Ger beginnen (sei es aus Colorado oder dem New Yorker Hinterland) ihren Weg in diesen Thread finden...

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