Bundesliga, 17. Spieltag Hoffenheim ist Herbstmeister

Ein 1:1 gegen Schalke reichte den Badenern, um an den Bayern vorbeizuziehen. Der Punkt war hart erkämpft. Die Schalker verteidigten gut - und sahen zweimal Gelb-Rot

Hoffenheims Himmelsstürmer haben den Herbstmeistertitel perfekt gemacht. Dank Selim Teber verdrängten die Aufsteiger den Rekordchampion FC Bayern München von der Tabellenspitze. Ihr Vorsprung war denkbar knapp: nur vier Tore mehr bei gleichem Punktestand.

Das entscheidende Spiel gegen Schalke im mit 26.300 Zuschauern ausverkauften Mannheimer Carl-Benz-Stadion war hektisch und zeitweise hart. Gerald Asamoah schoss in der 40. Minute den Führungstreffer für die Schalker. Der eingewechselte Teber glich durch einen Freistoß in der 72. Minute aus. Zuvor hatte 1899 Hoffenheim lange kein Kapital aus der Gelb-Roten-Karte gegen Jermaine Jones schlagen können. Zehn Minuten vor Schluss sah Orlando Engelaar als zweiter Schalker die Ampelkarte. 

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In der Rückrunde werden die Hoffenheimer nicht mehr in Mannheim spielen: Dann wollen sie in der neuen eigenen Arena in Sinsheim den Meistertitel holen. "Ich bin mehr als glücklich und stolz. Es ist sensationell was hier passiert ist in diesem Jahr", sagte 1899-Geldgeber Dietmar Hopp.

Der Trainer reagierte zurückhaltender auf den Coup. "Natürlich freuen wir uns über Platz eins, aber wir hätten uns noch mehr gefreut, wenn wir zwei Punkte mehr hätten", sagte Hoffenheim-Coach Ralf Rangnick - und gestand, dass in der letzten Partie ein wenig die Leichtigkeit gefehlt habe. Torschütze Teber war's egal. "Wir haben hart gearbeitet und können das auch genießen, dass wir da oben stehen", sagte er.

Ausgerechnet gegen Rangnicks früheren Arbeitgeber Schalke traten die Hoffenheimer über weite Phasen ungewohnt vorsichtig auf. Dennoch können sie als erster Aufsteiger seit dem 1. FC Kaiserslautern in der Saison 1997/98 auf dem Spitzenrang Weihnachten feiern. Schalke liegt nach einer dürftigen Hinrunde auf dem siebten Rang und - psychologisch schlecht - sogar hinter Erzrivale Borussia Dortmund.

Dabei hätte Schalke gewinnen können. Asamoah und Halil Altintop hatten zu Beginn gute Chancen, ihren Verein früh in Führung zu bringen. Gegen Altintop reagierte 1899-Schlussmann Daniel Haas, der angesichts der Verpflichtung von Timo Hildebrand auf absehbare Zeit wohl sein letztes Spiel für Hoffenheim gemacht haben dürfte, hervorragend.

Leser-Kommentare
  1. Man muss beim Spiel gegen Schalke nur einmal zusammenzählen wie viele Schwalben und Täuschungsversuche es der Hoffenheimer Spieler im Strafraum der Schalker gab: 4, 5 oder 6!? Jedenfalls wurde kein einziger Täuschungsversuch vom Schiedsrichter Gagelmann mit Gelb geahndet, obwohl die Regel eindeutig und Gelb zwingend vorsieht bei solchen Täuschungsversuchen.
    Dann springt die Hoffenheimer Bank immer wieder wie von der Tarantel gestochen auf, verlässt komplett die Coachinzone, nicht nur gestern gegen Schalke, auch schon in Köln und München u.a.. Sanktionen gibt es von den Schiedsrichtern leider nicht. Sanktionen gibt es immer nur für die Gegner, gestern musste nach und nach die halbe Schalker Bank, die sich nicht so schlimm aufgeführt hat wie die Hoffenheimer, auf die Tribüne.
    Bei der Szene, die zu Gelb-Rot für Jones geführt hat, hat dieser zudem klar den Ball gespielt. Die Gelb-Rote Karte für Engelaar war für sich sicher vertretbar, aber wie viele korrekte Gelbe Karten hätte es dann in diesem Spiel auch für Hoffenheim geben müssen!?
    Hoffenheim, das ist für mich auch der Liebling der Schiris gewesen in der Hinrunde. Aber das will natürlich auch kein Journalist hören, denn Hoffenheim, das sind inzwischen auch die Lieblinge der deutschen Sportpresse, und das passt nicht ins so ins gerne gezeichnete Schwarz-Weiß-Bild der Journalisten.

  2. sind oft mehr, 'zeit-leser'.

    schauen sie mal bei gelegenheit nach unter www.wahretabelle.de, da wird ihre mär von der angeblichen bevorzugung hoffenheims akribisch widerlegt.

    mfg

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