Geldpolitik Die Notenpresse läuft heiß

Die Fed senkt den Zins auf ein historisches Tief und druckt Dollars, um Anleihen und andere Wertpapiere zu kaufen. Ein mutiger Plan - mit enormem Risiko

Der Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, schmeißt im Kampf gegen die Krise die Notenpresse an

Der Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, schmeißt im Kampf gegen die Krise die Notenpresse an

Ben Bernanke zieht alle Register. Die Gouverneur der US-Notenbank Federal Reserve hat die Leitzinsen auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gesenkt – er liegt jetzt zwischen null und 0,25 Prozent. Wichtiger noch: Er hat in Aussicht gestellt, Staatsanleihen und andere Wertpapiere aufzukaufen, um damit das Wachstum anzukurbeln.

Man könnte auch sagen: Ben Bernanke wirft die Notenpresse an. Denn die Dollars, die er braucht, um diese Papiere zu kaufen, druckt er einfach. Es ist eine mutige und riskante Entscheidung – und es gibt zu ihr keine Alternative.

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Geldpolitisch sind die USA jetzt in der gleichen Lage wie Japan in den neunziger Jahren. Auch die japanische Notenbank senkte damals die Zinsen auf null Prozent und kaufte Anleihen auf. In Japan grassierte zu jener Zeit eine Deflation, eine Spirale aus fallenden Preisen und sinkender Nachfrage. Bernanke will verhindern, dass sich ein solches Szenario in den USA wiederholt, deshalb geht er viel früher als seine japanischen Kollegen in die Vollen.

Die Entscheidung der Fed bedeutet, dass die Notenbank die Wirtschaft direkt mit Kredit versorgt. Bislang ist das Problem, dass die angeschlagenen Banken trotz der niedrigen Leitzinsen mit Krediten knausern und auch an den Finanzmärkten kaum jemand Geld verleihen will. Daher müssen Firmen einen enormen Risikoaufschlag bezahlen, wenn sie Anleihen platzieren wollen, deshalb sind die Hypothekenzinsen für Hausbesitzer immer noch hoch. Wenn jetzt die Fed diese Anleihen kauft, dann fließt das Geld wieder, dann sinken die Finanzierungskosten.

Leser-Kommentare
  1. Ich bin ein einfach gestrickter Mensch, und immer, wenn ich von unseren Meinungsmachern höre, es gäbe "keine Alternative", werde ich misstrauisch. Kann es bei einem System, dass so komplex ist wie das internationale Wirtschaftssystem wirklich immer nur eine Alternative geben?

    Um die Weihnachtszeit häufen sich die Spendenaufrufe diverser Hilfsorganisationen im Briefkasten. In einem von ihnen las ich: "Mit 60 Euro im Jahr kann ein Kind in einem armen afrikanischen Land ein Jahr lang mit Essen versorgt und es kann ihm eine Schulausbildung finanziert werden." Wenn man jetzt mal um der Einfachheit willen annimmt, die Gesamtsumme der steuer- und schuldenfinanzierten Hlfsmittel für die Banken sei 600 Milliarden (wahrscheinlich ist sie um ein vielfaches höher), dann sagen mir meine Rechenkenntnisse, davon könnten eine Milliarde unterernährter Kinder 10 Jahre lang menschenwürdig aufwachsen. Das wären dann wohl so ziemlich alle. Und wenn man kein Rassist ist, könnte man sagen: Welch ein gigantisches intellektuelles Potenzial!

    Ich weiß, das sind naive Gedanken.

    Ich wünsche Herrn Bernanke sowie dem Autor ein schönes beschau..., äh, besinnliches Weihnachtsfest.

    v.

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    Ein sehr sympathischer Kommentar, der zwischen all den Analysen hier erfreulicherweise an erster Stelle steht.
    Sie verdienen Beifall dafür.
    Von solchen Gedanken sollte es mehr geben.
    Vielen Dank dafür!
    Ein schönes Weihnachtsfest

    ein schoener artikel. da ich selbst einige kinder in afrika unterstuetze, weiss ich aber, dass man leider mit 60 euro nicht hinkommt. und selbst bei 400 euro im jahr duerfen keine schweren krankheiten hinzukommen.
    ich gehoere auch zu den naiven und der alte beatles song imagine all the people sagt mir immer noch etwas.

    Ein sehr sympathischer Kommentar, der zwischen all den Analysen hier erfreulicherweise an erster Stelle steht.
    Sie verdienen Beifall dafür.
    Von solchen Gedanken sollte es mehr geben.
    Vielen Dank dafür!
    Ein schönes Weihnachtsfest

    ein schoener artikel. da ich selbst einige kinder in afrika unterstuetze, weiss ich aber, dass man leider mit 60 euro nicht hinkommt. und selbst bei 400 euro im jahr duerfen keine schweren krankheiten hinzukommen.
    ich gehoere auch zu den naiven und der alte beatles song imagine all the people sagt mir immer noch etwas.

  2. ...darauf hin, dass es sich bei dieser Massnahme um ein hochriskantes Manöver handelt, das mit mehreren Risiken behaftet ist.

    1. Das Anwerfen der Notenpresse, und genau darum handelt es sich, schafft u.a. eine Grundlage für zukünftige inflationäre Entwicklungen.

    2. Diesem Risiko steht keine adäquate Leistungsmöglickeit der US-amerikanischen Realkwirtschaft gegenüber.

    3. Wird die Inflation angeheizt, wird der Effekt der völligen Entwertung der noch existierenden Pensionsfonds in den USA die Altervorsorge der Bevölkerung auf breitester Basis zerstören.

    Herr Schieritz nennt das Ganze einen "mutigen Plan". Mir scheint es so etwas zu sein wie der Todesmut des Verzweifelten, der nur noch eine Karte hat, auf die er setzen kann.

    Präsident Obama tritt kein leichtes Erbe an.

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    Sie haben vollkommen Recht.

    In früheren Zeiten war der Dollar real in Gold konvertierbar. In dieser Zeit entsprach das "Drucken von Geld" dem Einkauf von Gold. Sprich mehr Dollar <=> gleiche Menge mehr Gold.

    Heute ist der Gegenwert zum Dollar was? S&P 500, Immobilien, Cash
    Immobilien => Hat drastisch an Real-Wert verloren
    S&P 500 => Wert unklar: Schlechte Rating-Agenturen, SEC Maddoff, Auslandverschuldung
    Cash => Wechselkurse: Was da passiert, weiss niemand

    Wenn ich 1% aller Dollars habe und die Geldmenge wird erhöht ohne Gegenwert-Steigerung (weil Zinslos!), nimmt mein %-Anteil ab. Was wir sehen, ist eine staatliche Entwertung des Dollars, es ist die klassische Italienische Währungspolitk - Mugabe lässt Grüssen.

    Die U.S.A. ist bankrott und entwertet (saniert sich) seine Auslandschulden auf Kosten der Kaufkraft der lokalen Bevölkerung. Bezahlen dürfen das Ganze die Gläubiger - denn ihr geliehenes Kapital verliert an Wert und diesen Vertverlust muss eine Deutsche Bank in Deutschland kompensieren.
    Wegen den Currency-Swaps, Carry-Trades und Futures auf den Rohstoffen wird es wieder viele geben, welche unerwartet sehr viel verlieren. Dies wird zu einer Verzögerung der Entwertung des USD führen, doch dann bricht wieder das Chaos aus. (Erdölpreis etc)

    Sie haben vollkommen Recht.

    In früheren Zeiten war der Dollar real in Gold konvertierbar. In dieser Zeit entsprach das "Drucken von Geld" dem Einkauf von Gold. Sprich mehr Dollar <=> gleiche Menge mehr Gold.

    Heute ist der Gegenwert zum Dollar was? S&P 500, Immobilien, Cash
    Immobilien => Hat drastisch an Real-Wert verloren
    S&P 500 => Wert unklar: Schlechte Rating-Agenturen, SEC Maddoff, Auslandverschuldung
    Cash => Wechselkurse: Was da passiert, weiss niemand

    Wenn ich 1% aller Dollars habe und die Geldmenge wird erhöht ohne Gegenwert-Steigerung (weil Zinslos!), nimmt mein %-Anteil ab. Was wir sehen, ist eine staatliche Entwertung des Dollars, es ist die klassische Italienische Währungspolitk - Mugabe lässt Grüssen.

    Die U.S.A. ist bankrott und entwertet (saniert sich) seine Auslandschulden auf Kosten der Kaufkraft der lokalen Bevölkerung. Bezahlen dürfen das Ganze die Gläubiger - denn ihr geliehenes Kapital verliert an Wert und diesen Vertverlust muss eine Deutsche Bank in Deutschland kompensieren.
    Wegen den Currency-Swaps, Carry-Trades und Futures auf den Rohstoffen wird es wieder viele geben, welche unerwartet sehr viel verlieren. Dies wird zu einer Verzögerung der Entwertung des USD führen, doch dann bricht wieder das Chaos aus. (Erdölpreis etc)

    • lef
    • 17.12.2008 um 12:28 Uhr

    Durch die drastische Steigerung der Rohstoffpreise 2008 haben sich Riesenmengen an Geld aufgetürmt, die durch keinerlei reale Werte gedeckt sind.

    Irgendwie muss dieses imaginäre Geld der Realität angepasst werden.

    Dass dieses Geld hauptsächlich in den USA (in $) erscheint, liegt nur an der restriktiven Zinspolitik der EU - da sind die Ökonomen der EZB zu kurzsichtig gewesen. Es hat sich nicht ausgezahlt, die europäischen Exportpreise künstlich niedrig zu halten, während die globalen Rohstoffpreise explodierten. das dadurch freigewordene Geld landete eben bei Denen, die es freudig (als Schulden) annahmen - den USA.
    Nun haben DIE die Macht, es per Inflation zu vernichten und davon zu profitieren.

    Der $ wird auch weiterhin Leitwährung bleiben - welcher andere Staat der Welt kann denn die jetzige Rolle der USA übernehmen? Russland? Oder China?
    Jeden Falls nicht der Kindergarten, der sich "EU" nennt!

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    Mit Ihrer Analyse haben Sie natürlich teilweise Recht.

    Aber glauben Sie ernsthaft eine inflationäre Währung könnte weiterhin Leitwährung bleiben? Das halt ich für Unsinn - jede stabile Währung hat das Potenzial zur Leitwährung zu avoncieren. Um so verbreiteter und um so wirtscaftlich wie politisch mächtiger sie ist, um so einfach ist eine Substitution.

    Gerade der Euro ist weg. dem Aufbau Europas die ideale Handelwährung. Ein Anwerfen der Notenpresse ist weg. dem Aufbau der EZB eher unwahrscheinlich und weg. dem großen Chor der europ. Länder. Sobald hier die Notenpresse heiß läuft, weiss das jeder.

    Sie gehen von der momentanen militärischen Stärke der USa aus - diese ist allerdings auch vor allem durch den Dollar finanziert. Fällte der Dollar, werden US Auslandsbasen usw. sehr sehr teuer - auch kann das Geld nicht mehr gedruckt bzw. über Staatsanleihen "geborgt" werden. Das System bricht zusammen und beschöeunigt den Niedergang des Dolalrs.

    Aber Sie werden es selbst sehen.... es beginnt.

    An den Artikelschreiber:

    Die Krise der USA ist mit keiner anderen Krise zu vergleichen. Japan hat und hatte eine extrem starke wirtschafltiche Basis - die USA hat durch ihre Niedrigzinspolitik eben diese verloren. Daher wird der Dollar auch nicht nur einfach abwerten sondern crashen.

    Japan ist in vielen Teilen der Wirtschaft Weltmarktführer und mit Deutschland zusammen der Hauptinnovationsmotor. Diese Krise führt zu einem Zusammenbruch der Wirtschaftsordnung und der Warenkreisläufe. Diese Schockanpassung wird gravierende folgen haben und kann nicht mehr aufgehalten werden - es sei denn die Welt vereint sich unter einer Währung oder resettet einfach das komplette Dollarbasierte Währungssystem.

    die aktuellen virtuellen Schuldtitel - Zahlungsversprechungen - können nicht eingehalten werden- dadurch werden viele andere , vielleicht auch "solide" firmen - mitgerissen - der Schuldner des Schuldner des Schuldners war ein "Betrüger" --> alle gehen Pleite.

    Woran man die perversion des systems erkennen kann? Siehe Kommentar Nr. 1 und stellen Sie sich einfach mal die Frage wie Peak Oil mit SUV's, Megayachten, künstlichen Inseln und 7 Villen pro Star logisch in Einklang zu bringen sind und wieso GB & USA 50% des BIP mit "Finanzen" "erwirtschaften"?!?

    Mit Ihrer Analyse haben Sie natürlich teilweise Recht.

    Aber glauben Sie ernsthaft eine inflationäre Währung könnte weiterhin Leitwährung bleiben? Das halt ich für Unsinn - jede stabile Währung hat das Potenzial zur Leitwährung zu avoncieren. Um so verbreiteter und um so wirtscaftlich wie politisch mächtiger sie ist, um so einfach ist eine Substitution.

    Gerade der Euro ist weg. dem Aufbau Europas die ideale Handelwährung. Ein Anwerfen der Notenpresse ist weg. dem Aufbau der EZB eher unwahrscheinlich und weg. dem großen Chor der europ. Länder. Sobald hier die Notenpresse heiß läuft, weiss das jeder.

    Sie gehen von der momentanen militärischen Stärke der USa aus - diese ist allerdings auch vor allem durch den Dollar finanziert. Fällte der Dollar, werden US Auslandsbasen usw. sehr sehr teuer - auch kann das Geld nicht mehr gedruckt bzw. über Staatsanleihen "geborgt" werden. Das System bricht zusammen und beschöeunigt den Niedergang des Dolalrs.

    Aber Sie werden es selbst sehen.... es beginnt.

    An den Artikelschreiber:

    Die Krise der USA ist mit keiner anderen Krise zu vergleichen. Japan hat und hatte eine extrem starke wirtschafltiche Basis - die USA hat durch ihre Niedrigzinspolitik eben diese verloren. Daher wird der Dollar auch nicht nur einfach abwerten sondern crashen.

    Japan ist in vielen Teilen der Wirtschaft Weltmarktführer und mit Deutschland zusammen der Hauptinnovationsmotor. Diese Krise führt zu einem Zusammenbruch der Wirtschaftsordnung und der Warenkreisläufe. Diese Schockanpassung wird gravierende folgen haben und kann nicht mehr aufgehalten werden - es sei denn die Welt vereint sich unter einer Währung oder resettet einfach das komplette Dollarbasierte Währungssystem.

    die aktuellen virtuellen Schuldtitel - Zahlungsversprechungen - können nicht eingehalten werden- dadurch werden viele andere , vielleicht auch "solide" firmen - mitgerissen - der Schuldner des Schuldner des Schuldners war ein "Betrüger" --> alle gehen Pleite.

    Woran man die perversion des systems erkennen kann? Siehe Kommentar Nr. 1 und stellen Sie sich einfach mal die Frage wie Peak Oil mit SUV's, Megayachten, künstlichen Inseln und 7 Villen pro Star logisch in Einklang zu bringen sind und wieso GB & USA 50% des BIP mit "Finanzen" "erwirtschaften"?!?

  3. "Er hat in Aussicht gestellt, Staatsanleihen und andere Wertpapiere aufzukaufen, um damit das Wachstum anzukurbeln ... Die Entscheidung der Fed bedeutet, dass die Notenbank die Wirtschaft direkt mit Kredit versorgt."
    > Das stimmt so nicht, denn "die Wirtschaft" hält keine Staatsanleihen oder andere Wertpapiere, die sie verkaufen und sich so mit Liquidität versorgen kann. Die besagten Papiere befinden sich in der Hand von Pensions- und Staatsfonds, Stiftungen usw. Und die werden ihre (vermeintlich sicheren) Staatsanleihen nicht verkaufen, um Junkbonds von GM u.a. zu erwerben. Wer also soll vom Erwerb der Wertpapiere profitieren?

    "Die Fed kann nur die Wirtschaft mit Krediten versorgen, sie kann das Geld nicht selbst ausgeben. Das muss – wenn die Verbraucher in den Käuferstreik gehen und die Unternehmen nicht mehr investieren – der Staat tun."
    > Und die staatlichen Investitionen werden mit der Ausgabe neuer Staatsanleihen finanziert. ;-))

    P.S.: Die "Gedanken zur Weihnachtszeit" haben mich sehr nachdenklich gestimmt.

  4. Mit Ihrer Analyse haben Sie natürlich teilweise Recht.

    Aber glauben Sie ernsthaft eine inflationäre Währung könnte weiterhin Leitwährung bleiben? Das halt ich für Unsinn - jede stabile Währung hat das Potenzial zur Leitwährung zu avoncieren. Um so verbreiteter und um so wirtscaftlich wie politisch mächtiger sie ist, um so einfach ist eine Substitution.

    Gerade der Euro ist weg. dem Aufbau Europas die ideale Handelwährung. Ein Anwerfen der Notenpresse ist weg. dem Aufbau der EZB eher unwahrscheinlich und weg. dem großen Chor der europ. Länder. Sobald hier die Notenpresse heiß läuft, weiss das jeder.

    Sie gehen von der momentanen militärischen Stärke der USa aus - diese ist allerdings auch vor allem durch den Dollar finanziert. Fällte der Dollar, werden US Auslandsbasen usw. sehr sehr teuer - auch kann das Geld nicht mehr gedruckt bzw. über Staatsanleihen "geborgt" werden. Das System bricht zusammen und beschöeunigt den Niedergang des Dolalrs.

    Aber Sie werden es selbst sehen.... es beginnt.

    An den Artikelschreiber:

    Die Krise der USA ist mit keiner anderen Krise zu vergleichen. Japan hat und hatte eine extrem starke wirtschafltiche Basis - die USA hat durch ihre Niedrigzinspolitik eben diese verloren. Daher wird der Dollar auch nicht nur einfach abwerten sondern crashen.

    Japan ist in vielen Teilen der Wirtschaft Weltmarktführer und mit Deutschland zusammen der Hauptinnovationsmotor. Diese Krise führt zu einem Zusammenbruch der Wirtschaftsordnung und der Warenkreisläufe. Diese Schockanpassung wird gravierende folgen haben und kann nicht mehr aufgehalten werden - es sei denn die Welt vereint sich unter einer Währung oder resettet einfach das komplette Dollarbasierte Währungssystem.

    die aktuellen virtuellen Schuldtitel - Zahlungsversprechungen - können nicht eingehalten werden- dadurch werden viele andere , vielleicht auch "solide" firmen - mitgerissen - der Schuldner des Schuldner des Schuldners war ein "Betrüger" --> alle gehen Pleite.

    Woran man die perversion des systems erkennen kann? Siehe Kommentar Nr. 1 und stellen Sie sich einfach mal die Frage wie Peak Oil mit SUV's, Megayachten, künstlichen Inseln und 7 Villen pro Star logisch in Einklang zu bringen sind und wieso GB & USA 50% des BIP mit "Finanzen" "erwirtschaften"?!?

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    "Gerade der Euro ist wegen des Aufbaus Europas die ideale Handelwährung. Ein Anwerfen der Notenpresse ist wegen der EZB eher unwahrscheinlich ....."

    Gerade der Euro hat leider große innere Spannungen, daher erzielen griechische Staatsanleihen ca. 50% mehr Rendite als deutsche. Rechnet man Holland und Deutschland aus dem Euro heraus steht der Rest nicht besser da als die USA. Auch hier sponsern wir über den Euro und den Finanzmarkt den Konsum in Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich.

    "Aber glauben Sie ernsthaft eine inflationäre Währung könnte weiterhin Leitwährung bleiben? Das halt ich für Unsinn - jede stabile Währung hat das Potenzial zur Leitwährung zu avoncieren. Um so verbreiteter und um so wirtscaftlich wie politisch mächtiger sie ist, um so einfach ist eine Substitution."

    Der Dollar ist wohl hauptsächlich deswegen Weltwährung, weil die Amerikaner es geschafft haben die Araber dazu zu verpflichten ihr Öl nur noch für Dollars zu verkaufen. Da jedes Land diesen Energierohstoff benötigt, benötigt es auch einen Vorrat an Dollars um seinen Energiebedarf zu decken. Es gibt also immer eine Nachfrage nach Dollars. Die Amerikaner haben es geschafft ihre Währung mit dem gesamten, weltweit verfügbaren Öl zu decken. Das geschah im selben Zeitraum, als sie die Golddeckung aufgaben.

    "Gerade der Euro ist wegen des Aufbaus Europas die ideale Handelwährung. Ein Anwerfen der Notenpresse ist wegen der EZB eher unwahrscheinlich ....."

    Gerade der Euro hat leider große innere Spannungen, daher erzielen griechische Staatsanleihen ca. 50% mehr Rendite als deutsche. Rechnet man Holland und Deutschland aus dem Euro heraus steht der Rest nicht besser da als die USA. Auch hier sponsern wir über den Euro und den Finanzmarkt den Konsum in Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich.

    "Aber glauben Sie ernsthaft eine inflationäre Währung könnte weiterhin Leitwährung bleiben? Das halt ich für Unsinn - jede stabile Währung hat das Potenzial zur Leitwährung zu avoncieren. Um so verbreiteter und um so wirtscaftlich wie politisch mächtiger sie ist, um so einfach ist eine Substitution."

    Der Dollar ist wohl hauptsächlich deswegen Weltwährung, weil die Amerikaner es geschafft haben die Araber dazu zu verpflichten ihr Öl nur noch für Dollars zu verkaufen. Da jedes Land diesen Energierohstoff benötigt, benötigt es auch einen Vorrat an Dollars um seinen Energiebedarf zu decken. Es gibt also immer eine Nachfrage nach Dollars. Die Amerikaner haben es geschafft ihre Währung mit dem gesamten, weltweit verfügbaren Öl zu decken. Das geschah im selben Zeitraum, als sie die Golddeckung aufgaben.

  5. Sie haben vollkommen Recht.

    In früheren Zeiten war der Dollar real in Gold konvertierbar. In dieser Zeit entsprach das "Drucken von Geld" dem Einkauf von Gold. Sprich mehr Dollar <=> gleiche Menge mehr Gold.

    Heute ist der Gegenwert zum Dollar was? S&P 500, Immobilien, Cash
    Immobilien => Hat drastisch an Real-Wert verloren
    S&P 500 => Wert unklar: Schlechte Rating-Agenturen, SEC Maddoff, Auslandverschuldung
    Cash => Wechselkurse: Was da passiert, weiss niemand

    Wenn ich 1% aller Dollars habe und die Geldmenge wird erhöht ohne Gegenwert-Steigerung (weil Zinslos!), nimmt mein %-Anteil ab. Was wir sehen, ist eine staatliche Entwertung des Dollars, es ist die klassische Italienische Währungspolitk - Mugabe lässt Grüssen.

    Die U.S.A. ist bankrott und entwertet (saniert sich) seine Auslandschulden auf Kosten der Kaufkraft der lokalen Bevölkerung. Bezahlen dürfen das Ganze die Gläubiger - denn ihr geliehenes Kapital verliert an Wert und diesen Vertverlust muss eine Deutsche Bank in Deutschland kompensieren.
    Wegen den Currency-Swaps, Carry-Trades und Futures auf den Rohstoffen wird es wieder viele geben, welche unerwartet sehr viel verlieren. Dies wird zu einer Verzögerung der Entwertung des USD führen, doch dann bricht wieder das Chaos aus. (Erdölpreis etc)

  6. "Geldpolitisch sind die USA jetzt in der gleichen Lage wie Japan in den neunziger Jahren. Auch die japanische Notenbank senkte damals die Zinsen auf null Prozent und kaufte Anleihen auf. "

    Nein, Japan hat die Schulden bei sich selbst und sogar noch jede Menge Nettoauslandsguthaben, während die USA nach dem kumulierten Leistungsbilanzdefizit Peite wäre, wenn nicht das Ausland den US-Konsum über den Finanzmarkt gesponsert hätte. Keiner kann sich durch Geld drucken selbst aus dem Sumpf ziehen. Die USA muss wettbewerbsfähiger werden. Hierzu ist der Gürtel enger zu schnallen, der Dollar abzuwerten und eine wettbewerbsfähige Industrie langsam aber stetig wieder aufzubauen. Auch der Staat kann als letzte Bastion pleite (bei ca. 70% Nettoauslandsverschuldung) gehen. Das der Markt dieses auch so sieht kann an den Versicherungsgebühren für US-Staatsanleihen abgelesen werden, die in einem Jahr um 850% gestiegen sind.

    http://bespokeinvest.type...

    Übrigens Japan und die Deutschland werden zu recht als die besten Schuldner geführt.

  7. 8. Euro

    "Gerade der Euro ist wegen des Aufbaus Europas die ideale Handelwährung. Ein Anwerfen der Notenpresse ist wegen der EZB eher unwahrscheinlich ....."

    Gerade der Euro hat leider große innere Spannungen, daher erzielen griechische Staatsanleihen ca. 50% mehr Rendite als deutsche. Rechnet man Holland und Deutschland aus dem Euro heraus steht der Rest nicht besser da als die USA. Auch hier sponsern wir über den Euro und den Finanzmarkt den Konsum in Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich.

    Antwort auf "Untergang des Dollars"

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