Hessen-SPD Schäfer-Gümbel und der Ypsilanti-Faktor
Hessens SPD kürt fast einstimmig ihren neuen Spitzenkandidaten. Selbstkritik gibt es auf dem Landesparteitag nicht. Doch die Aussichten für die Neuwahl sind nicht rosig
Franz Müntefering steht nicht auf. Der SPD-Vorsitzende ist auf dem Podium der einzige, der nach der Rede von Andrea Ypsilanti demonstrativ sitzen bleibt. Er macht sich mit mürrischem Gesicht Notizen, schließlich klatscht er ein paar Mal lustlos in die Hände. Dann reicht er der Parteifreundin zwar kurz die Hand, aber herzlich wirkt das nicht, eher wie eine lästige Pflicht.
An Hessen und vor allen an der Landesvorsitzenden Ypsilanti scheiden sich in der SPD weiterhin die Geister, auch wenn die Streithähne der letzten Monate inzwischen wieder sozialdemokratische Geschlossenheit beschwören.
Später redet Franz Müntefering auf dem Landesparteitag der hessischen SPD in Alsfeld viel über Thorsten Schäfer-Gümbel. Er lobt dessen programmatische Rede und feiert den neuen Spitzenkandidaten schon als nächsten Ministerpräsidenten. Über Andrea Ypislanti spricht er dagegen nicht. Er erinnert an die „Haarrisse“, die der hessische Landesverband in der SPD und in der Gesellschaft hinterlassen habe. Aber er verliert kein Wort über das gescheiterte rot-rot-grüne Experiment. Stattdessen er appelliert an die „Mitverantwortung der hessischen SPD für die Gesamtpartei“ im Superwahljahr 2009.
Überhaupt hält sich der Parteichef nicht lange mit der Vergangenheit auf. Schließlich wird in Hessen in 35 Tagen ein neuer Landtag gewählt. Da müsse die Botschaft heißen: „Ja, wir haben gelernt“. Abhaken lautet Münteferings Botschaft, „es war genug Büßerhemd“.
Doch so einfach geht das nicht. Es ist schließlich erst sechs Wochen her, dass in Hessen endgültig der Versuch scheiterte, Andrea Ypsilanti an Stelle des Christdemokraten Roland Koch zur Ministerpräsidentin zu wählen, mit Hilfe der Linken.
Der 3. November ist zum Trauma der hessischen Sozialdemokraten geworden. Es gibt die Zeit davor, und es gibt die Zeit danach. Vorher träumte die hessische SPD trotz ihres Wortbruchs selbstbewusst von der Macht, seitdem zerreibt sie sich in Misstrauen und Grabenkämpfen.
Andrea Ypsilanti, die immer noch Landesvorsitzende ist, spricht in ihrer Eröffnungsrede von „einem der schwersten Parteitage in der Geschichte hessischen SPD“. Sie räumt einmal mehr Fehler und Fehleinschätzungen ein, sagt aber gleichzeitig trotzig: „Ich schäme mich nicht, den Versuch unternommen zu haben, zu neuen Ufern aufzubrechen.“ Sie spricht von Konsequenzen und Verantwortung; auch für das Wahlergebnis im Januar, wie immer es ausfallen wird, will sie die übernehmen. Aber sie verteidigt ihre Entscheidung, zwar nicht wieder als Spitzenkandidatin anzutreten, aber Landes- und Fraktionsvorsitzende zu bleiben.
- Datum 27.02.2009 - 15:38 Uhr
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Die Prozente kann man als typische Parteitagsprozente abhaken. Auf dem Bundesparteitag der CDU lief es auch nicht anders. Dies gilt erst recht in Wahlkampfzeiten. Hier gilt Geschlossenheit. Aufgearbeitet und abgerechnet wird erst nach der Hessenwahl.
Nach eigenen Aussagen schämt sich Fr. Ypsilanti nicht, den Versuch unternommen zu haben, zu neuen Ufern aufzubrechen. So schön kann man es auch ausdrücken.
Tatsache ist: Fr. Ypsilanti hat der SPD mehr geschadet als Clement und mehr als die 4 Abweichler. Clement bekam ein Parteiausschlussverfahren, den 4 Abweichlern wurde eines angedroht. Aber Fr. Ypsilanti hat den Karren gegen die Wand gefahren. Sie ist für den Rücktritt von Kurt Beck verantwortlich. Sie hat dafür gesorgt, dass die Bundes-SPD wieder bei 25% herumdümpelt. Sie wird im Januar 2009 zu spüren bekommen, was von ihrem "traumhaften Sieg" noch übrig bleibt.
Ich schätze, schon die SPD-Wahlkämpfer auf der Straße werden die Kälte des Wählers verspüren. Da hilft dann auch nicht, auf Koch und dessen Missetaten hinzuweisen.
Sie vergessen, dass die SPD in Hessen vor der Landtagswahl 2008 nicht so gut da stand und eigentlich keiner die Verantwortung in der Partie übernehmen wollte ausser Ypsilanti. Sie hat dann ein Ergebnis geholt, wovon in der SPD zuvor keiner zu träumen gewagt hätte, sicher auch dank Roland Koch, der mit seinem "jetzt hauen wir nochmal drauf" Populismus einen so schlechten Wahlkampf gemacht hat, dass ich wirklich schockiert war, denn so viel Ignoranz hätte ich Herrn Koch wirklich nicht zugetraut.
Clement hat aus meiner Sicht der SPD geschadet wo er nur konnte. Wenn er nicht genug geschadet hat (aus Ihrer Sicht) liegt das mehr an seiner schwachen Position als an seinem starken Charakter. Er ist schlicht und einfach ein Lobbyist, der von sogenannten "Interessengruppen" geschickt wurde um die "Interessen" der Stromkonzerne zu wahren, sprich, dass letztere so weitermachen können wie bisher ohne umdenken zu müssen und Preise verlangen, wie es ihnen gefällt. Er hat nicht im Interesse der Wähler gehandelt sondern im Interesse seines neuen Arbeitgebers. So einer hat nichts in der SPD verloren. Nicht einmal in der CDU, da er gegen jede notwendige Reform und Erneuerung querschießt.
Wenn Frau Ypsilanti für den Rücktritt von Kurt Beck verantwortlich sein sollte, kann ich ihr dazu nur gratulieren. Er hat aus der SPD einen regelrechten Sauhaufen gemacht, in dem jeder Schwätzer seine Version rausposaunt ohne sich um ein Programm zu kümmern. Kurt Beck war zu schwach um eine Partei zu führen.
[Entfernt wg. Doppelpostings. /Die Redaktion pt.]
Sie vergessen, dass die SPD in Hessen vor der Landtagswahl 2008 nicht so gut da stand und eigentlich keiner die Verantwortung in der Partie übernehmen wollte ausser Ypsilanti. Sie hat dann ein Ergebnis geholt, wovon in der SPD zuvor keiner zu träumen gewagt hätte, sicher auch dank Roland Koch, der mit seinem "jetzt hauen wir nochmal drauf" Populismus einen so schlechten Wahlkampf gemacht hat, dass ich wirklich schockiert war, denn so viel Ignoranz hätte ich Herrn Koch wirklich nicht zugetraut.
Clement hat aus meiner Sicht der SPD geschadet wo er nur konnte. Wenn er nicht genug geschadet hat (aus Ihrer Sicht) liegt das mehr an seiner schwachen Position als an seinem starken Charakter. Er ist schlicht und einfach ein Lobbyist, der von sogenannten "Interessengruppen" geschickt wurde um die "Interessen" der Stromkonzerne zu wahren, sprich, dass letztere so weitermachen können wie bisher ohne umdenken zu müssen und Preise verlangen, wie es ihnen gefällt. Er hat nicht im Interesse der Wähler gehandelt sondern im Interesse seines neuen Arbeitgebers. So einer hat nichts in der SPD verloren. Nicht einmal in der CDU, da er gegen jede notwendige Reform und Erneuerung querschießt.
Wenn Frau Ypsilanti für den Rücktritt von Kurt Beck verantwortlich sein sollte, kann ich ihr dazu nur gratulieren. Er hat aus der SPD einen regelrechten Sauhaufen gemacht, in dem jeder Schwätzer seine Version rausposaunt ohne sich um ein Programm zu kümmern. Kurt Beck war zu schwach um eine Partei zu führen.
[Entfernt wg. Doppelpostings. /Die Redaktion pt.]
...hat ja demnach zugenommen, jetzt sind es immerhin 3,3%.
Auf, auf zum fröhlichen Jagen...
muss als Koch kaum arbeiten: Schlachteplatte mit Grie Soss, als Vorspeise Müntehering. Achtung K. lauert! Denn nichts Neues in Seils`Artikel und auch nicht im 1. Kommentar. Alles kalter Kaffee. Übriggeblieben aus der Kampagne gegen Ypsilantis Versuch "zu neuen Ufern aufzubrechen."
Schade, die Widerstände in der eigenen Partei(spitze) waren zu stark. Eine gute Chance vertan. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
...die man wohl auch als gestandener Journalist nicht abstreifen kann. Das Klischee vom "Wortbruch" wird weiterhin bedient, obwohl selbstverständlich veränderte Situationen auch veränderte Worte verlangen - natürlich: Ein "Wegfall der Geschäftsgrundlage", ein nicht vorhersehbares Wählervotum, berechtigt zwar überall zur Vertragsauflösung oder -anpassung, aber in Deutschland offenbar nicht zur Anpassung von Wahlaussagen. Hier gelten noch altgermanische Riten und eherne Grundsätze. Das Reden vom "Wortbruch" war von Anfang an ein CDU-Wahlkampfgerede, das sich seriöse Journalisten nicht zu eigen machen sollten. - Da wird die richtige Feststellung Frau Ypsilantis, dass Gewissensentscheidungen ja wohl grundlegender und tiefgehender sind als die in Hessen vorgeführten, leichthin als "illegitim" abgetan - ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass die vier Abweichler handfeste Taktik betrieben haben, also eher Brutus-Gestalten sind: Wer die vorangehenden Verhandlungen mit den Grünen - wie Herr Walter - noch führt, ohne sein Gewissen auch nur zu verspüren, das sich angeblich dann erst im taktisch besten Moment regt, dem dient sein "Gewissen" als pathetische Ausrede, dem ist seine Berufung auf ein "Gewissen" nicht abzunehmen.
"bei Gewissensentscheidungen denke sie in „historisch in anderen Kategorien“ – an Krieg und Diktatur, nicht an eine Ministerpräsidentenwahl. Ein schräger, illegitimer Vergleich."
Was soll sowas? Ich verstehe es einfach nicht. Die Zeit ist doch eigentlich nicht an Idioten gerichtet, oder? Warum werden dann solche Behauptungen ohne vernünftige Argumente aufgestellt? Denkt der Autor das die Leser alle schon so verblendet sind, dass das jedem einleuchtet? Außer dem Wort "illegitim" (was in diesem Zusammenhang leider überhaupt nicht passt) kann ich bei solchen Artikeln qualitativ keinen Unterschied zur Bild feststellen. Und bei der Bild rechnet man wenigstens mit sowas und wird nicht übern Tisch gezogen. Man soll einfach von irgendeiner dämlichen Meinung überzeugt werden völlig egal ob sie vernünftig ist oder nicht. Man kann es ja nichtmal dem einzelnen Journalisten vorhalten, dass er mit Desinformation dazu beiträgt, dass unser politischer Diskurs von so niedrigem Niveau ist. Die sind ja inzwischen froh, wenn sie überhaupt irgendwie über die Runden kommen, da bleibt wenig Raum für journalistische Ideale.
Habe ich einfach ein verklärtes Bild von der Presse so nach dem Motto "früher war alles besser" oder war die Qualität z.B. hier in der Zeit vor Schröders Kanzlerschaft noch höher?
"bei Gewissensentscheidungen denke sie in „historisch in anderen Kategorien“ – an Krieg und Diktatur, nicht an eine Ministerpräsidentenwahl. Ein schräger, illegitimer Vergleich."
Was soll sowas? Ich verstehe es einfach nicht. Die Zeit ist doch eigentlich nicht an Idioten gerichtet, oder? Warum werden dann solche Behauptungen ohne vernünftige Argumente aufgestellt? Denkt der Autor das die Leser alle schon so verblendet sind, dass das jedem einleuchtet? Außer dem Wort "illegitim" (was in diesem Zusammenhang leider überhaupt nicht passt) kann ich bei solchen Artikeln qualitativ keinen Unterschied zur Bild feststellen. Und bei der Bild rechnet man wenigstens mit sowas und wird nicht übern Tisch gezogen. Man soll einfach von irgendeiner dämlichen Meinung überzeugt werden völlig egal ob sie vernünftig ist oder nicht. Man kann es ja nichtmal dem einzelnen Journalisten vorhalten, dass er mit Desinformation dazu beiträgt, dass unser politischer Diskurs von so niedrigem Niveau ist. Die sind ja inzwischen froh, wenn sie überhaupt irgendwie über die Runden kommen, da bleibt wenig Raum für journalistische Ideale.
Habe ich einfach ein verklärtes Bild von der Presse so nach dem Motto "früher war alles besser" oder war die Qualität z.B. hier in der Zeit vor Schröders Kanzlerschaft noch höher?
Wofür diese Mannschaft gewählt werden will geht unter in den schönen "Einblicken" in das Auf und Ab eines Personenkarussells, wer mit wem und wer gut aussieht wäre interessant für eine Modeschau. Vergeblich die Suche nach politischen Perspektiven, mit denen den Herausforderungen begegnet werden soll. So bleiben Formalien übrig, wo eine zuvor abgelehnte Annäherung zu einer wichtigen politischen Richtung sich auf einen Betrug reduzieren lässt nach dem Motto: Die Staffage entscheidet, der Inhalt bleibt uninteressant. Ist
Schäfer-Gümbel nur deshalb Kandidat, weil er ein anständiger Kerl ist, der noch keinen Schmutz aus den Kulissen an sich haften hat.
Solche Harmlosigkeit ist hier gefährlich. Sie wirkt harmlos und weckt keine Hoffnungen in die innovative Kraft, auf die uns diese SPD schon zu lange hat warten lassen.
Also ich lese jetzt folgendes aus dem Artikel heraus:
Frau Ypsilanti hat trotz der massiven Medienkampagne gegen sie immer noch eine beachtliche Mehrheit von 82% hinter sich.
Frau Ypsilanti hat mit Schäfer-Gümbel eine ausgezeichnete Wahl getroffen, wenn sogar der ansonsten ziemlich vorurteilsbehaftete Autor des Artikels den Mann gut findet. Schäfer-Gümbel wurde ja von Frau Ypsilanti vorgeschlagen, obwohl die Medien schon ganz andere Leute gehandelt hatten. Also hat die Frau ein gutes Feeling für die richtigen Personen.
Das Argument, Gewissensentscheidungen nur bei gewichtigen Gewissensfragen anzuwenden, wie z.B. Krieg und Friede, Einsatz Bundeswehr, etc. ist überhaupt nicht abwegig, wie der Autor meint. Würde man in Koalitionsfragen - welche keine Gewissensentscheidungen sind - keine Fraktionsdisziplin einfordern, wäre Politik nicht möglich. Und es gibt eine Alternative zur sogenannten Gewissensentscheidung, die glaubwürdig gewirkt hätte: das Abgeordnetenmandat zurückgeben! Davon hat keiner der jämmerlich bejubelten "Aufrechten" Gebrauch gemacht und sie haben damit ihre Partei in den Abgrund gestürzt.
Herr Münte ist also sitzen geblieben. Aha! Dann sind wohl die anderen aufgestanden! Gut dass wir Leser uns überhaupt noch ein Bild machen können, auch wenn man vor lauter Spins in solchen Artikeln dafür um drei Ecken denken muss.
Es ging um eine grundlegende Richtungsentscheidung und wie man mit der populistischsten und linkesten Partei - mit einer durchaus beachtenswerten Geschichte - der Bundesrepublik umgeht und da soll es nicht angebracht sein eine Gewissensentscheidung zu fällen ? Ypsilantis Vergleich zeigt deutlich ihre Wertlosigkeit und auch eine vernichtende Einstellung zu Grundsätzen unserer Verfassung - gerade in der SPD, der ältesten Partei unserer deutsche Demokratie, sollte man so etwas nicht erwarten. Den vielbeschworenen Fraktionszwang gibt es nicht, zumal es hier nicht wirklich um Inhalte ging, sondern um eine ideologische Entscheidung.
Ich frage sie eins: Wie würde die Öffentlichkeit mit "Abweichlern" umgehen, welche in Sachsen einer gelbschwarzen Koalition die Mitarbeit versagen würden, welche nur unter Tolerierung der NPD regierungsfähig wäre ? Ja, Sie alle würden in das Jubeln über die "Helden" miteinstimmen, völlig zurecht, aber warum ist das in Hessen nicht der Fall ? Warum wird das Gewissen auf abscheuliche Weise demontiert, warum persönliche Entscheidungen durch unterstellende, unmoralische, egoistische, undemokratische Kommentare zerfetzt ? Weil wir in diesem Land - wegen unserer Geschichte - eine vollkommen verklärte Einstellung von Linksradikalismus haben. Wir sollten endlich beginnen Links- und Rechtsradikalismus gleichermaßen zu verurteilen und auszugrenzen und zu verurteilen!
Es ging um eine grundlegende Richtungsentscheidung und wie man mit der populistischsten und linkesten Partei - mit einer durchaus beachtenswerten Geschichte - der Bundesrepublik umgeht und da soll es nicht angebracht sein eine Gewissensentscheidung zu fällen ? Ypsilantis Vergleich zeigt deutlich ihre Wertlosigkeit und auch eine vernichtende Einstellung zu Grundsätzen unserer Verfassung - gerade in der SPD, der ältesten Partei unserer deutsche Demokratie, sollte man so etwas nicht erwarten. Den vielbeschworenen Fraktionszwang gibt es nicht, zumal es hier nicht wirklich um Inhalte ging, sondern um eine ideologische Entscheidung.
Ich frage sie eins: Wie würde die Öffentlichkeit mit "Abweichlern" umgehen, welche in Sachsen einer gelbschwarzen Koalition die Mitarbeit versagen würden, welche nur unter Tolerierung der NPD regierungsfähig wäre ? Ja, Sie alle würden in das Jubeln über die "Helden" miteinstimmen, völlig zurecht, aber warum ist das in Hessen nicht der Fall ? Warum wird das Gewissen auf abscheuliche Weise demontiert, warum persönliche Entscheidungen durch unterstellende, unmoralische, egoistische, undemokratische Kommentare zerfetzt ? Weil wir in diesem Land - wegen unserer Geschichte - eine vollkommen verklärte Einstellung von Linksradikalismus haben. Wir sollten endlich beginnen Links- und Rechtsradikalismus gleichermaßen zu verurteilen und auszugrenzen und zu verurteilen!
Der Verfasser dieses Artikels ist wohl falsch bei der "Zeit", oder hat überhaupt nicht begriffen, was auf diesem Parteiteitag abgegangen ist. Es gab wohl Selbstkritik bei allen Rednern (Vielleicht war der Verfasser ja gerade auf dem Klo?). Offensichtlich geben einige Schreiberlinge erst Ruhe, wenn sich die hessische SPD selbst aufgelöst hat. Ich war als Gast auf dem Parteitag, und würde sagen, dass dieser Artikel bestenfalls "Bild- Qualität" hat. Am meißten ärgert mich, dass ausgerechnet die "Zeit" einen solchen Artikel veröffentlicht. Eigentlich hatte ich die "Zeit" gerade aboniert. Dies war wohl offensichtlich ein großer Fehler. Es wird bemängelt, dass Schäfer-Gümbel kein eigenes Programm hat. Was soll sich denn an einem guten Programm, dass sogar von Wirtschaftsfachleuten gelobt worden ist, innerhalb eines Jahres ändern?
Wie wäre es, wenn in Zukunft Reporter die Verantwortlichen einer Partei wählen? Dann gibts wohl nichts mehr zu kritisieren.
Das war`s dann mit meiner kurzen Exkursion zur "Zeit".
Good Bye
Zitat aus dem Artikel: "Die SPD geht mit dem alten Wahlprogramm noch einmal ins Rennen. Sonderlich attraktiv wirkt das nicht ...."
Wenn das alte Wahlprogramm gut war, warum nicht! Die mangelnde Attraktion ergibt sich wohl nur für Journalisten, weil es keinen Ansatz für neue Hetzkampagnen bietet.
Zitat aus dem Artikel: "Die SPD geht mit dem alten Wahlprogramm noch einmal ins Rennen. Sonderlich attraktiv wirkt das nicht ...."
Wenn das alte Wahlprogramm gut war, warum nicht! Die mangelnde Attraktion ergibt sich wohl nur für Journalisten, weil es keinen Ansatz für neue Hetzkampagnen bietet.
Roland Koch wurde mit 97 % wieder zum Spitzenkanditaten der hessischen CDU gewählt. Herr Koch hatte im Januar nach 2 Legislaturperioden als Ministerpräsident in Hessen, nach einem hetzerischen Wahlkampf 12 % an Stimmen verloren und er war nicht in der Lage eine Regierung unter seiner Führung zu bilden. Normalerweise übernehmen Politiker für die Stimmverluste die politische Verantwortung (siehe Bayern Herr Beckstein) und treten von ihrer Kanditatur zurück. Nicht so Roland Koch.
Eine Regierungsbildung in Hessen wäre allerdings möglich gewesen, wenn Herr Koch seinen Verantwortung wahrgenommen hätte. Schwarz/rot oder Schwarz/gelb/grün ohne Roland Koch. Parole im Wahlkampf "Koch muss weg" wurde vom Wähler bestätigt.
Die Neuwahl in Hessen findet deshalb statt, weil die CDU in Hessen den persönlichen Machtwillen von Roland Koch mit 97 % unterstützt. Darum sollte die Kosten der Neuwahl auch Roland Koch und seine CDU übernehmen. Durch die Neuwahl erhält der Herr der jüdischen Vermächtnisse die Chance die von ihm gewollte Regierung Schwarz/gelb erneut zu versuchen.
Ist dies eigentlich noch Demokratie? Der Bürger wählt Roland Koch ab, es folgt eine Schonung Roland Kochs und eine Hetze gegen die politische Gegnerin (hätten die 3 Aufrechten auch ohne entsprechende mediale Unterstützung 24 Stunden vor der Wahl ihr Gewissen entdeckt?) und dann tritt der "Abgewählte" wieder an. Dazwischen streut man noch ein paar Gerüchte (Handyfotos) und schon hat man um mich an einem Zeitartikel zu orientieren den "Putsch von Rechts".
Die CDU verlor 12% und war trotzdem noch die stärkste Partei. Die SPD gewann 7,6% und wurde trotzdem nur zweitstärkste Partei. Die 36,7% der SPD war das bisher zweitschlechteste Ergebnis der SPD in Hessen seit 60 Jahren.
Die voreilige Interpretation des Wahlergebnisses nimmt in Deutschland leider überhand:
Stoiber zusammen mit Frau Merkel 2002: "Wir, die CDU/CSU, wir haben die Wahl gewonnen."
Schröder 2005: "Sie, Frau Merkel, werden mit diesem Ergebnis nicht Kanzlerin".
Ypsilanti 2008: "Ich habe gewonnen. Ich habe gewonnen."
Wir alle kennen das jeweilige Endergebnis. Stoiber korrigierte sich nach 2 Stunden, Schröder nach einem Tag, Fr. Ypsilanti trommelte jedoch noch 9 Monate.
Einige Bürger meinen immer noch, Fr. Ypsilanti hätte gewonnen, wie man dem Kommentar 8 entnehmen kann.
Manchmal wünscht man sich Reaktionen wie bei McCain, der nach der Wahl gratuliert und sagt, die USA bekäme einen guten Präsidenten, auch wenn es der Gegner ist und auch die Republikaner sollen Obama unterstützen.
Die CDU verlor 12% und war trotzdem noch die stärkste Partei. Die SPD gewann 7,6% und wurde trotzdem nur zweitstärkste Partei. Die 36,7% der SPD war das bisher zweitschlechteste Ergebnis der SPD in Hessen seit 60 Jahren.
Die voreilige Interpretation des Wahlergebnisses nimmt in Deutschland leider überhand:
Stoiber zusammen mit Frau Merkel 2002: "Wir, die CDU/CSU, wir haben die Wahl gewonnen."
Schröder 2005: "Sie, Frau Merkel, werden mit diesem Ergebnis nicht Kanzlerin".
Ypsilanti 2008: "Ich habe gewonnen. Ich habe gewonnen."
Wir alle kennen das jeweilige Endergebnis. Stoiber korrigierte sich nach 2 Stunden, Schröder nach einem Tag, Fr. Ypsilanti trommelte jedoch noch 9 Monate.
Einige Bürger meinen immer noch, Fr. Ypsilanti hätte gewonnen, wie man dem Kommentar 8 entnehmen kann.
Manchmal wünscht man sich Reaktionen wie bei McCain, der nach der Wahl gratuliert und sagt, die USA bekäme einen guten Präsidenten, auch wenn es der Gegner ist und auch die Republikaner sollen Obama unterstützen.
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