Versetzung Zumwinkel-Anklägerin gibt auf

Staatsanwältin Margrit Lichtinghagen verlässt auf eigenen Wunsch den staatsanwaltschaftlichen Dienst. Innerhalb ihrer Dienststelle waren Vorwürfe gegen sie erhoben geworden

Wie das nordrhein-westfälische Justizministerium am Dienstagabend in Düsseldorf mitteilte wird die Anklägerin von Ex-Postchef Klaus Zumwinkel stattdessen eine Aufgabe an einem Amtsgericht übernehmen. Lichtinghagen ziehe damit die Konsequenz aus den persönlich für sie belastenden Querelen innerhalb der Bochumer Staatsanwaltschaft, hieß es.

Als Anklägerin im Steuer-Prozess gegen Zumwinkel, der am 22. Januar beginnen soll, werde Lichtinghagen nicht mehr teilnehmen. Die gegen sie erhobenen Vorwürfe hätten sich unterdessen als nicht so gravierend erwiesen, dass sie "sofortige dienstrechtliche Maßnahmen" rechtfertigten. Die Prüfung der Vorwürfe werde dennoch fortgesetzt.

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Die Bochumer Staatsanwaltschaft hatte der 54-Jährigen wenige Wochen vor Beginn des Strafprozesses gegen Zumwinkel das Vertrauen entzogen und sie innerhalb der Behörde in die Jugendabteilung versetzen wollen. Dagegen hatte sich die resolute Juristin gewehrt. Zunächst mit Erfolg, wie es schien: NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) wollte die Anklägerin samt dem Liechtenstein-Komplex nach Köln umsiedeln.

Doch Lichtinghagens Vorgesetzte legten nach und warfen ihr nun Verfehlungen bei der Verteilung einkassierter Geldbußen an gemeinnützige Organisationen vor. Am Dienstag zog die Anklägerin die Reißleine in der teilweise öffentlich ausgetragenen Schlammschlacht.

 
Leser-Kommentare
  1. Ist schon verwunderlich, ein wichtiger Wirtschaftsboss sitzt auf der Strafbank, gejagt von einer nicht zimperlichen Staatsanwältin. Und hoplahopp war die Staatsanwältin keine mehr.
    Ob das so alles mit rechten dingen zugeht?

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    • Chali
    • 17.12.2008 um 8:48 Uhr

    ... rächtens

    • Chali
    • 17.12.2008 um 8:48 Uhr

    ... rächtens

    • Chali
    • 17.12.2008 um 8:48 Uhr

    ... rächtens

    Antwort auf "Merkwürdig"
  2. Hmm ,Frau Lichtinghagen,trösten sie sich, Jesus hat man auch nicht geglaubt.!

    • Chali
    • 17.12.2008 um 9:02 Uhr

    http://www.berlinonline.d...

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    • Chali
    • 18.12.2008 um 6:47 Uhr

    Ich werde mich bessern!

    Das ist versprochen.

    • Chali
    • 18.12.2008 um 6:47 Uhr

    Ich werde mich bessern!

    Das ist versprochen.

    • Rahab
    • 17.12.2008 um 9:28 Uhr

    dieses:
    http://www.taz.de/1/zukun...

    und fand es doch sehr befremdlich, was eine staatsanwältin nicht tun können sollen darf, obwohl sie es darf! was sagt eigentlich die ministerin dazu?

  3. Hony soit qui mal y pense!

  4. Herr Zumwinkel hat mächtige Freunde. Ich bin mal gespannt, wie lange sich das deutsche Volk noch von dieser Mafia vorführen lässt. In Frankreich haben solche leute das volk zur Revolte getrieben. Der Monarchie wurde ein Ende gesetzt- und was haben wir in Deutschland? Eine Monarchie der banker. Wie lange noch?

  5. Innerhalb des öffentlichen Dienstes scheint es keine Seltenheit zu sein, wenn persönliche Animositäten so zum Tragen kommen, wie es das Beispiel der Staatsanwaltschaft Bochum zu offenbaren scheint: das Gerüchtestreuen etc. hat sich schon oft als sehr erfolgreich erwiesen. Insoweit scheint der Fall Lichtinghagen zunächst also fast "normal" - gäbe es die Staatsanwaltschaft Frankfurt nicht, über die der "Spiegel" in der letzten Woche ausführlich berichtete. Kann es nur Zufall sein, wenn auch dort - in auf den ersten Blick noch weit gravierenderem Ausmaße - "äußerst erfolgreiche Steuerfahnder" auf perfideste Art und Weise weggemobbt worden zu sein scheinen? Nahezu beängstigend empfinde ich es, wenn so bei mir der Eindruck entsteht, dass die Bundes- zunehmend Charakterzüge einer Bananen - Republik anzunehmen scheint.

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