Ndrangheta Gericht kassiert Passagen aus Mafia-Buch
Ein italienischer Gastwirt hatte gegen seine Erwähnung in dem Buch von Petra Reski geklagt. Darin wird er als mutmaßliches Mitglied der Ndrangheta bezeichnet
Ein italienischer Gastwirt aus Erfurt darf in dem Mafia-Buch der Journalistin Petra Reski nicht mehr als mutmaßliches Mitglied der kalabrischen "Ndrangheta" erwähnt werden. Das Landgericht München I bestätigte nach Angaben vom Dienstag die von dem Wirt erwirkte einstweilige Verfügung gegen eine Passage des Buches
Mafia Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern
. Damit wurde der Widerspruch des Droemer Verlags zurückgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
In der mündlichen Verhandlung am Montagabend hatte die Journalistin, die auch für die ZEIT schreibt, die Quellen für ihre Behauptung über den Gastronomen genannt. Sie habe Schriftstücke von einem leitenden Ermittler der Anti-Mafia-Behörden in Rom erhalten und mit diesem auch gesprochen. Der Fahnder habe ihr bestätigt, dass gegen den Gastwirt wegen Mafiazugehörigkeit "in leitender Position" ermittelt werde.
Auch Staatsanwälte in Duisburg und Köln hätten ihr die Passage über den Mann bestätigt. Dem Gericht reichte dies aber nicht aus. Zweifel an den Quellen der Autorin gingen zu deren Lasten. Der Anwalt des Wirts erklärte, die Behauptungen über seinen Mandanten seien unwahr. Eine schriftliche Begründung der Gerichtsentscheidung steht noch aus.
- Datum 16.12.2008 - 14:43 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Die Mafia fühlt sich wohl und sicher in Deutschland, dank der deutschen Justitz. Ich zweifle nicht mehr an der Dummheit der Richter, die weder der römischen Staatsanwaltschaft noch den deutschen Ermittlern und ihren Aussagen vertrauen. Die wissen doch genau das die Mafia eine Verbrecherorganisation ist, die vor gar nichts zurückschreckt.
Ich würde diese Richter auf ihre Loyalität hin prüfen, mein Verdacht ist, die stecken mit der Mafia unter einer Decke, anders ist das Urteil nicht zu erklären.
Man müsste meinen, ein Richter könnte Verbrecher und Opfer ausseinander kennen, können die das nicht? Es erlaubt mir ein einfaches Urteil, der Staat als Organisation ist mit der Mafia vergleichbar, sie ergänzen sich sogar. Dort wo der Staat keine Verfügungsgewalt hat, wie in Teilen Italiens dort kassiert die Mafia die Abgaben. Passiert schon bald das Gleiche in ganzen Regionen Deutschlands? Mich würde es nicht wundern, unsere Politiker müssen sich um die Ausrichtung ihrer Bankette kümmern, und um die Überwachung der eigenen Bürger, gegen die Mafia tun sie lieber nichts, die könnten zurückschießen was normale Leute nicht tun, die sind wehrlos.
Man kann doch nicht im Ernst erwarten, dass eine Deutsche, die seit einigen Jahren in Venedig - dieser Hochburg der Mafia - lebt und ihre „Insiderkenntnisse“ wie sie selbst sagt ihrem blondierten Haar und ihrem Pilatestrainer verdankt, ein seriöses Buch über die Mafia schreibt. Insofern muss man sich über das Urteil nicht wundern.
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