Finanzmärkte Die umstrittene Zinspolitik der NotenbankerSeite 2/2

In der Folge wird sich auch an den Rentenmärkten eine künstliche Verzerrung aufbauen. Der Druck aber bleibt: Stellen die Marktteilnehmer die Stützung irgendwann in Frage, können die Kurse drastisch kollabieren.

Noch aber ist das Zukunftsmusik, die Rentenmärkte sind schon sehr teuer. Aufgrund der Notwendigkeit, niedrige Renditen aufweisen zu müssen, werden die Notenbanken erst einmal dafür sorgen, dass sie auch so teuer bleiben – oder sogar noch teuerer werden. Das senkt die Zinsen am langen Ende. Da sollte man sich nur dann dagegen stellen, wenn man der Meinung ist, stärker zu sein als die Notenbanken. Das aber sind die allerwenigsten.

Conrad Mattern ist Vorstand der Conquest Investment Advisory AG und Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Universität, München. Auf ZEIT ONLINE beleuchtet er immer montags die aktuelle Entwicklung an den Finanzmärkten.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. aha

    "der markt holt sich was ihm zusteht"
    geh produktiv arbeiten
    die ddr war unbestritten in vielem schlecht,aber sie hatte einen asozialenparagrafen,den wir in umgekehrter form heute wieder bräuchten,da es offensichtlich keine andere möglichkeit gibt,die finanzmacht zu realwirtschaftlicher wertschaffung zu zwingen.
    das war jetzt nicht SO ernst gemeint,aber in anbetracht der tatsache,dass wirtschaftswissenschaft heute ja als zweig der psychologie betrachtet wird,wäre es notwendig,die real arbeitenden bevölkerungsteile auch ordentlich zu pudern
    ok,d.tschland ist eine exportabhängige wirtschaft und deshalb ist die binnennachfrage(löhne und gehälter) irrelevant,dieses gilt im umkehrschluss natürlich auch für die einkommen der finanziellen oberschicht.
    wenn es für d.tschland egal ist,wieviel geld die unteren 2\3 der gesellschaft zum verkonsumieren haben,da dieser beitrag als marginal angesehen wird,ist die höhe der einkommen der oberen 1\3 immer zu hoch,da diese ihr geld (?böswillig?) immer dem konsum entziehen.
    und ja.dieser kommentar trieft vor uninformiertheit,ressentiments und revanchismus aber WIRTSCHAFT IST PSYCHOLOGIE und ich bin psychologisch gesehen grade ganz schön angefressen
    wahrscheinlich war es auch ziel dieser formulierung(markt-zusteht)solche reaktionen zu provozieren um der kritik so besser ihre berechtigung absprechen zu können
    im endeffekt habe ich nur zu oft nachdenkseiten gelesen-das kann ja nur zu sowas führen
    einen schönen tag noch
    ihr kneipenterrorist

  2. Krisen haben in gewisser Weise auch eine Bereinigungsfunktion. Wenn man mit aller Macht versucht dagegenzusteuern, verhindert man auch die Entwicklung von Neuem, vielleicht Besserem.
    Den Markt mit Zinssenkungen mit Geld zu überschwemmen ist sicher nicht die richtige Lösung, um mit der Krise fertigzuwerden.
    Vielmehr sollte der Staat und auch die Unternehmen in Infrastruktur investieren, die sich dann nachhaltig auszahlen wird.
    Der Marktausblick ist ja nach wie vor nicht so rosig, man siehe hier:

    http://www.sharewise.com/...

    • mexi42
    • 15.12.2008 um 17:04 Uhr

    ... für Rudi Ratlos und Udo Nervenberg ...

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