Börse Milliarden-Betrug schädigt Anleger in Europa
50 Milliarden Dollar: So hoch ist die Schadenssumme im Betrugsfall Madoff. Abermals beweist sich, dass hoher Ertrag ohne Risiko nicht zu haben ist. Die Börsenkolumne
Noch zwei Tage, dann ist Bescherung. Die Kinder freuen sich – doch mancher Anleger fürchtet, was da kommen könnte. Die Angst geht um, seit der unglaubliche 50-Milliarden-Dollar-Betrugsskandal um die Gesellschaft des amerikanischen Investors Bernard Madoff bekannt wurde.
Mit einem klassischen Schneeballsystem hatte Madoff Hunderte Anleger betrogen, indem er jahrelang das Geld, welches er von neuen Kunden warb, dazu verwendete, stabile Renditen bestehender Kundeneinlagen zu garantieren. So erwarb er sich einen fast schon sagenhaften Ruf; jeder wollte dabei sein, Madoff schwamm im Geld. Bis die Sache aufflog.
Der Betrug trifft viele Kleinanleger, die monatlich einen Teil ihrer Ersparnisse in scheinbar langweilige Investmentfondssparpläne einzahlten. Da stand nichts von Hedgefonds drauf: Meistens wurde vereinbart, dass das Vermögen breit gestreut wird, investiert in Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds und Geldmarktfonds.
Nun aber müssen viele feststellen, dass ihre Anlageberater getäuscht wurden. Denn der Betrüger von der Wall Street hatte seine Finger auch bei Produkten im Spiel, auf denen weder Hedgefonds noch Madoff geschrieben war. Es sind sogar Fonds betroffen, die nach dem strengen europäischen Investmentrecht beaufsichtigt wurden.
Mehrere Fondsgesellschaften mussten deshalb nun die Bewertungskurse ihrer Fonds anpassen. Standen die Anlagen bisher noch mit mehr als 1000 Euro pro Fondsanteil im Bestand, wurden sie in der vergangenen Woche auf 10 Cent abgeschrieben.
- Datum 04.05.2009 - 11:10 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 7
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Zitat bzw. Resümee von Herrn Mattern:
Das zeigt einmal mehr, wie gefährlich es ist, wenn man scheinbar ohne Risiko mehr Ertrag versprochen bekommt. Wie schon bei den Geldmarktfonds im vergangenen Jahr beweist sich: Statt einem risikolosen Zusatzertrag gab es nur ein ertragsloses Zusatzrisiko.
Ich will nicht unbescheiden erscheinen, aber in meinen Augen ist das in etwa so, wie einem fünf-jährigen Kind rational erklären zu wollen, dass der Lolly die Zähne kaputt macht.
Denn Fakt ist, dass es dem Anleger de-facto unmöglich ist bzw. gemacht wurde, die Finanzmarkt-Produkte zu durchschauen. Aus der Sicht des Marktteilnehmers hatte das zur Folge, dass bei vermeintlich zu niedrig verzinsten Papieren eben andere den Reibach machen würden. Es ist ja so fürchterlich einfach & oberflächlich, sich wie ein Hilmar Kopper hinzustellen, und der allgemeinen Gier nach hohen Verzinsungen die Hauptschuld am Marktversagen zu geben.
Meiner Ansicht nach liegt das Versagen in einem systematischen Aushebeln von marktwirtschaftlichen Prinzipien. Der Wettbewerb ist normalerweise dafür da, als "zweites paar Augen" dem Kunden auf Risiken von Produkten am Markt hinzuweisen. Eben das ist aber offenkundig ausgeblieben (wie das im Artikel kurz angesprochen wird). Erlaubte Heimlichtuerei und mangelnde Offenbarung sind doch die tatsächlichen Krebsgeschwüre der Marktwirtschaft. Nur damit war es möglich, dass diejenigen, die seit Jahren auf die immer dringendere Marktbereinigung und die Abschreibung von Billionen von Dollars hinweisen, als Querulanten diffamiert werden konnten. Den Markt aber zu mehr Transparenz zu zwingen ist eine politische Aufgabe.
An der Stelle muss man die Politik fragen (und verantwortlich machen), warum man trotz besseren Wissens nicht gehandelt hat, sondern im Gegenteil, dem Diktat einer offenkundig anti-marktwirtschaftlichen Entwicklung den Weg geebnet hat.
Wenn der gesamte Markt offenkundig ignorant mit realen und unausweichlichen Wahrheiten umgeht - und absehbare Risiken/Abschreibungen eben nicht in seine Produkte einpreist, dann müsste man denen die rechte Hand abhacken, die davon gewusst haben. Und ein Hilmar Kopper würde dann genau so "handlos" herum laufen, wie ein Josef Ackermann, ein Gerhard Schröder, eine Angela Merkel etc. Naja, und Blair, Bush, Aznar, etc. wären dann vermutlich genauso kopflos wie Saddam Hussein ..
Der Fisch stinkt mal wieder vom Kopf zuerst -- ganz unabhängig von den Motiven, aus denen die Mächtigen gelogen und geschwiegen haben. Das, was Bush mit seiner Indoktrination der Inkompetenz und Ahnungslosigkeit hinterlässt erinnert mehr an die bevorstehende Weltherrschaft von Mafia & Co. als daran, dass nach den Jahren der Dummheit nun Intelligenz und Demokratie nun überhaupt eine Chance hätten.
Denn das Geld um intelligent handeln zu können wurde bereits ausgegeben und nun werden die Völker in Ketten gelegt, um die Arbeit abzuleisten, die den Gegenwert für die Bailouts darstellen. Die (mafiösen) Profiteure werden sich bis auf eine kleine Selektion auch morgen noch in Marbella ein Stell-Dich-Ein geben - die wissen schon seit Jahren, dass nun wieder harte Werte gefragt sind und dass das Geld auf der Bank bald wertlos sein wird ..
F. Mayer
und verweise auf meinen letzten artikel hier
und verweise auf meinen letzten artikel hier
Eine der wichtigsten Regeln beim Anlegen in Risikopapieren ist Streuen. Der Verlust von 50 Milliarden Dollar hört sich riesig an. Wer 1 Prozent in dieses Papier investiert hat, verliert 1 Prozent. Der Verlust ärgert einen, aber er bringt einen nicht um.
Dass leider sogar Milliardäre die Grundregel der Streuung nicht beachten, kann man an Hrn. Merckle sehen, der Milliarden auf fallende VW-Aktien gewettet hat. Da kann man nur sagen: Selbst schuld. Man setzt bei Wetten nur das Geld ein, dessen Verlust man ohne große Reue verschmerzen kann.
Ansonsten gehören Anlagebetrüger bestraft. Davon hört man viel zu wenig. Bei 50 Milliarden Dollar Betrug müsste schon eine saftige Gefängnisstrafe folgen.
und verweise auf meinen letzten artikel hier
hoert sich doppelt gemoppelt an ist aber im fall madoff nicht auszuschliessen. outet sich der oder wird er sogar von der eigenen familie, den soehen, die ja auch seit jahren in der firma taetig waren und von nix was ahnten, als betrueger entlarvt schient etwas im busch zu sein - ist das nicht vielleicht alles nur eine netter plan den riesen verlust eines anlageunternehmens als betrug zu tarnen, damit die versicherungen den verlust tragen und der staeuerzahler auch wieder zur kasse gebeten werden kann, wenn der staat einspringt?
es hagelt bereits ersatzansprueche bei den versicherern. in diesen tagen ist alles moeglich sollte man meinen und ein abgekartetes spiel jagt das andere - investoren verarschen sich untereinander - auch mal ein nettes schauspiel , wenn da nicht wieder der staeuerzahler waere. ich denke wir sehen variante 2 zur solidarischen sozialisierung von spekulationsverlusten. was sonst ... bloedes maerchen das.
Hast du zuweilen zu viel Geld, gibt’s dem Schefenacker, der halt`s braucht is nur vorläufig gut. Er zahlt dir später aber keinen versprochenen Preis weder für dein Geld noch einen anderen Scheiß! Seine Versprechungen sind gleich null, deswegen Justitia Stuttgart schaut mal nach, aber vergiss t bitte nicht des Anlegers kleine oder große Schmach!
Frohe Weihnachten uns fehlen ca. 15.000 Euro.
[Entfernt wg. Doppelpostings. /Die Redaktion pt.]
[Entfernt wg. Doppelpostings. /Die Redaktion pt.]
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