Ausblick auf 2009 "Wir sitzen im selben Boot"

Die Krise trifft auch Chinas Wirtschaft - und bietet lang ersehnte Chancen. Die ganze Welt könnte davon profitieren, sagt Weltbank-Chefökonom Justin Yifu Lin im Interview

Ein "Vogelnest" als Zeichen für die neue Stärke Chinas: Das Nationalstadion in Peking während der diesjährigen Olympischen Spiele

Ein "Vogelnest" als Zeichen für die neue Stärke Chinas: Das Nationalstadion in Peking während der diesjährigen Olympischen Spiele

ZEIT ONLINE: Zum ersten Mal seit sieben Jahren sinken die chinesischen Exporte. Viele Fabriken mussten bereits schließen, das Wachstum verlangsamt sich. Im kommenden Jahr, sagt die Weltbank, wird China nur noch um 7,5 Prozent wachsen. Was sind die Folgen für das Land?

Justin Yifu Lin: Der Arbeitsmarkt gerät unter Druck, Arbeitsplätze werden abgebaut. Deshalb versucht die chinesische Regierung, mit einem Konjunkturpaket die Wirtschaft anzukurbeln.

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ZEIT ONLINE: Was bedeutet es, in China seine Stelle zu verlieren?

Lin: Für die Menschen dort ist der Arbeitsplatz die wichtigste soziale Sicherung. Ohne ihn geraten sie in eine sehr schwierige Lage. Die chinesische Regierung unterstützt sie aber finanziell, falls ihr Einkommen unter ein bestimmtes Mindestniveau fällt. Diese Grundsicherung gibt es seit einigen Jahren.

ZEIT ONLINE: Westliche Medien berichten über Proteste von Entlassenen. Reicht die Grundsicherung aus?

Lin: Wenn die Leute arbeitslos werden, verschlechtert sich natürlich ihre finanzielle Lage. Deshalb kommt es zu Protesten. Aber sie treten eher sporadisch auf; das ist kein flächendeckendes Phänomen.

ZEIT ONLINE: Wie wirkt die Krise darüber hinaus?

Lin: Die gegenwärtige Lage gibt der chinesischen Regierung eine wichtige Chance. Sie kann jetzt ein Investitionsprogramm verabschieden, das sie schon vor einigen Jahren auflegen wollte. Chinas Wachstum war in den vergangenen Jahren beeindruckend, aber zugleich ist die Kluft zwischen Arm und Reich sowie Stadt und Land gewachsen. Die Regierung wollte schon im Jahr 2002 dagegen vorgehen. Durch Investitionen in Infrastruktur, öffentliche Versorgungseinrichtungen, Bildung und Gesundheit sollte der ländliche Raum unterstützt werden. Außerdem sollte das soziale Sicherheitsnetz auf dem Land verbessert werden.

ZEIT ONLINE: Wenn die Investitionspläne schon sechs Jahre alt sind, warum wurden sie bisher nicht umgesetzt?

Lin: Von 2003 und 2007 stiegen die Investitionen ohnehin zu schnell. Die Wirtschaft war überhitzt. Sie wuchs durchschnittlich um elf Prozent. Das liegt weit über der durchschnittlichen Wachstumsrate der vergangenen dreißig Jahre, die 9,7 Prozent beträgt. Zusätzliche staatliche Investitionen hätten das noch befeuert, deshalb konnte die Regierung ihr Programm nicht implementieren. Jetzt, wo die Wirtschaft langsamer wächst, bietet sich die Chance, das zu tun.

Leser-Kommentare
  1. Frage : Wird China weiter auf Teufel komm raus produzieren, ohne Rücksicht auf irgendetwas zu nehmen?
    Antwort: Na klar, wir sind die Größten.

    Danke

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    • Anonym
    • 18.12.2008 um 8:43 Uhr

    Man hätte es nicht besser auf den Punkt bringen können. Nuja, im prinzip hätte vielleicht auch "wir sind die Größten." gereicht, aber wir wollen ja rational bleiben.

    Was denkt dieser (...entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk) eigentlich, mit wem er da redet? Der tut so, als müssten wir uns für die Verschmutzung der Luft, für Arbeitslosigkeit und Hungerlöhne im eigenen Land, für die Unterdrückung 100.000er, für die Vergiftung unserer Kinder und für den Diebstahl unseres geistigen Eigentums auch noch bedanken, weil die Chinesen jetz so gnädig sind, zur Weltwirtschaft etwas beizusteuern.

    Mal eine etwas provokante Frage: Warum tut eigenltich niemand etwas gegen dieses Wachstum? Wäre es nicht das logischste einen potenziellen Konkurrenten (huhu, USA) gar nicht erst groß werden zu lassen? Im Spiegel stand vor langer Zeit einmal ein Artikel, der darüber berichtete, dass es für amerikanische Militärs kein Szenario gibt, indem es nicht irgendwann auf Krieg mit China zwecks Rohstoff-Sicherung hinausläuft. Warum warten, bis die sich ernsthaft wehren können?

    Salus Publica Suprema Lex

    • Anonym
    • 18.12.2008 um 8:43 Uhr

    Man hätte es nicht besser auf den Punkt bringen können. Nuja, im prinzip hätte vielleicht auch "wir sind die Größten." gereicht, aber wir wollen ja rational bleiben.

    Was denkt dieser (...entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk) eigentlich, mit wem er da redet? Der tut so, als müssten wir uns für die Verschmutzung der Luft, für Arbeitslosigkeit und Hungerlöhne im eigenen Land, für die Unterdrückung 100.000er, für die Vergiftung unserer Kinder und für den Diebstahl unseres geistigen Eigentums auch noch bedanken, weil die Chinesen jetz so gnädig sind, zur Weltwirtschaft etwas beizusteuern.

    Mal eine etwas provokante Frage: Warum tut eigenltich niemand etwas gegen dieses Wachstum? Wäre es nicht das logischste einen potenziellen Konkurrenten (huhu, USA) gar nicht erst groß werden zu lassen? Im Spiegel stand vor langer Zeit einmal ein Artikel, der darüber berichtete, dass es für amerikanische Militärs kein Szenario gibt, indem es nicht irgendwann auf Krieg mit China zwecks Rohstoff-Sicherung hinausläuft. Warum warten, bis die sich ernsthaft wehren können?

    Salus Publica Suprema Lex

    • Anonym
    • 18.12.2008 um 8:43 Uhr

    Man hätte es nicht besser auf den Punkt bringen können. Nuja, im prinzip hätte vielleicht auch "wir sind die Größten." gereicht, aber wir wollen ja rational bleiben.

    Was denkt dieser (...entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk) eigentlich, mit wem er da redet? Der tut so, als müssten wir uns für die Verschmutzung der Luft, für Arbeitslosigkeit und Hungerlöhne im eigenen Land, für die Unterdrückung 100.000er, für die Vergiftung unserer Kinder und für den Diebstahl unseres geistigen Eigentums auch noch bedanken, weil die Chinesen jetz so gnädig sind, zur Weltwirtschaft etwas beizusteuern.

    Mal eine etwas provokante Frage: Warum tut eigenltich niemand etwas gegen dieses Wachstum? Wäre es nicht das logischste einen potenziellen Konkurrenten (huhu, USA) gar nicht erst groß werden zu lassen? Im Spiegel stand vor langer Zeit einmal ein Artikel, der darüber berichtete, dass es für amerikanische Militärs kein Szenario gibt, indem es nicht irgendwann auf Krieg mit China zwecks Rohstoff-Sicherung hinausläuft. Warum warten, bis die sich ernsthaft wehren können?

    Salus Publica Suprema Lex

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    "... dass es für amerikanische Militärs kein Szenario gibt, indem es nicht irgendwann auf Krieg mit China zwecks Rohstoff-Sicherung hinausläuft. Warum warten, bis die sich ernsthaft wehren können?"
    Zu Ihren Gunsten nehme ich an, Sie wissen nicht worüber Sie schwadronieren.(enternt. Bitte bleiben Sie mit Ihrer Kritik im sachlichen Rahmen. Die Redaktion/jk)

    "... dass es für amerikanische Militärs kein Szenario gibt, indem es nicht irgendwann auf Krieg mit China zwecks Rohstoff-Sicherung hinausläuft. Warum warten, bis die sich ernsthaft wehren können?"
    Zu Ihren Gunsten nehme ich an, Sie wissen nicht worüber Sie schwadronieren.(enternt. Bitte bleiben Sie mit Ihrer Kritik im sachlichen Rahmen. Die Redaktion/jk)

  2. Chinas Wachstum beruht zum grössten Teil auf Investitonen vom Ausland. "Jeder" wollte bzw. konnte der Konkurenz nicht nachstehen und hat dort Produktionsstätten aufgebaut um einige % zu sparen. Daher auch die massiven Steigerungen vieler angeblich wichtiger Faktoren die herangezogen werden um das Wohlergehen einer Nation zu messen.

    Was in China und auch in vielen anderen, den Industrienationen nacheifernden, Ländern generell vergessen geht und/oder vernachlässigt wurde ist, eigene Forschung und Entwicklung aufzubauen. Nur Universitäten und eine hohe Zahl von Studenten reicht dazu leider nicht aus. Es braucht dazu auch ein "freies und unabhängiges" Klima welches erst neue Ideen und Grundlagenforschung gedeihen lässt.

    China, Thailand, Malaysia, Vietnam usw. stehen aber nicht wirklich auf einem eigenen Fundament auch wenn die "Super"zahlen dies Jahr für Jahr suggerieren. Das Fundament sind tiefe Löhne und somit Produktionskosten welche aber nur eine bestimmte Zeit einen Faktor bilden welcher wichtig ist.

    Was ist den für ein Unternehmen schon 1 Produktionsstätte in einem Land. Eine Investition von vielen welche genau so schnell geschlossen werden kann wie sie aufgebaut wurde.

    Was die Chinesen brauchen ist eine stabiler Binnenmarkt welcher nicht zum grössten Teil durch Exporteinnahmen finanziert wird. Dieser lässt sich aber nicht durch die Mio. von Wanderarbeitern und verarmten Arbeitern finanzieren.

    Deutschland hängt da am selben Strick...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

  3. "... dass es für amerikanische Militärs kein Szenario gibt, indem es nicht irgendwann auf Krieg mit China zwecks Rohstoff-Sicherung hinausläuft. Warum warten, bis die sich ernsthaft wehren können?"
    Zu Ihren Gunsten nehme ich an, Sie wissen nicht worüber Sie schwadronieren.(enternt. Bitte bleiben Sie mit Ihrer Kritik im sachlichen Rahmen. Die Redaktion/jk)

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    • Anonym
    • 18.12.2008 um 9:25 Uhr

    Ich gebe zu, das konnte man so verstehen - es war absolut nicht als Kriegshetze gedacht und, wenn es so verstanden wurde, bitte ich um Entschuldigung. Worum es mir im Prinzip ging ist aber nach wie vor die selbe Frage. Die Amerikaner hatten den Soviets nach dem zweiten Weltkrieg die Zähne gezeigt, um sie gar nicht erst auf den Gedanken kommen zu lasse, große Pläne zu entwickeln. Das tun sie aber bei China nicht, was ja eigentlich auf eine Änderung der Doktrin schließen lässt. Meine Frage ist also mehr auf Amerikas passive Reaktion, denn auf einen baldigen Kriegsausbruch bezogen.

    Salus Publica Suprema Lex

    • Anonym
    • 18.12.2008 um 9:25 Uhr

    Ich gebe zu, das konnte man so verstehen - es war absolut nicht als Kriegshetze gedacht und, wenn es so verstanden wurde, bitte ich um Entschuldigung. Worum es mir im Prinzip ging ist aber nach wie vor die selbe Frage. Die Amerikaner hatten den Soviets nach dem zweiten Weltkrieg die Zähne gezeigt, um sie gar nicht erst auf den Gedanken kommen zu lasse, große Pläne zu entwickeln. Das tun sie aber bei China nicht, was ja eigentlich auf eine Änderung der Doktrin schließen lässt. Meine Frage ist also mehr auf Amerikas passive Reaktion, denn auf einen baldigen Kriegsausbruch bezogen.

    Salus Publica Suprema Lex

  4. man immer die KP treuen Chinesen. Da ist es doch klar dass man solche Artikel als Antwort kriegt. Was wirklich in China passiert und wieviel Geld die Oberschicht durch Erpressung und Raub privatem Eigentums erlangt hat wird hier nicht berichtet. Dass die KPC Reformen im Angesicht der Wirtschaftskrise angehen kann, da lachen ja die Huehner. Wo ist mal ein kritischer Bericht ueber die wahren Vorgaenge hinter dem roten Vorhang. Es ist einfach peinlich immer wieder solche Artikel zu lesen wo der Leser sich veräppelt vorkommen muss und der sich natürlich fragt ob die Zeit jetzt ebenso wie die deutsche Welle zur roten Propaganda verdammt wurde.

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    ... zusätzlich um ihre journalistische Expertise bat: den ehemaligen „Tagesthemen“-Moderator Ulrich Wickert und den ehemaligen FAZ-Redakteur Karl Feldmeyer. Beide kommen zum gleichen Ergebnis: Die Vorwürfe sind unbegründet. Wickert geht noch weiter: Bettermann habe seiner Ansicht nach „offenbar auf Grund des öffentlichen und politischen Drucks . . . voreilig und nicht gerechtfertigt“ die bedien Redaktionsleiter abberufen.
    http://www.ksta.de/html/a...

    ... zusätzlich um ihre journalistische Expertise bat: den ehemaligen „Tagesthemen“-Moderator Ulrich Wickert und den ehemaligen FAZ-Redakteur Karl Feldmeyer. Beide kommen zum gleichen Ergebnis: Die Vorwürfe sind unbegründet. Wickert geht noch weiter: Bettermann habe seiner Ansicht nach „offenbar auf Grund des öffentlichen und politischen Drucks . . . voreilig und nicht gerechtfertigt“ die bedien Redaktionsleiter abberufen.
    http://www.ksta.de/html/a...

    • Anonym
    • 18.12.2008 um 9:25 Uhr

    Ich gebe zu, das konnte man so verstehen - es war absolut nicht als Kriegshetze gedacht und, wenn es so verstanden wurde, bitte ich um Entschuldigung. Worum es mir im Prinzip ging ist aber nach wie vor die selbe Frage. Die Amerikaner hatten den Soviets nach dem zweiten Weltkrieg die Zähne gezeigt, um sie gar nicht erst auf den Gedanken kommen zu lasse, große Pläne zu entwickeln. Das tun sie aber bei China nicht, was ja eigentlich auf eine Änderung der Doktrin schließen lässt. Meine Frage ist also mehr auf Amerikas passive Reaktion, denn auf einen baldigen Kriegsausbruch bezogen.

    Salus Publica Suprema Lex

    Antwort auf "Stammtischgeschwätz"
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    sitzen im gleichen Boot. EU will doch die Führungsrolle der USA streitig machen und hat USA in der Krise allein gelassen. Wie kommen Sie unter diesen Umständen auf die Idee, dass USA jetzt China bekämpfen wollen?

    sitzen im gleichen Boot. EU will doch die Führungsrolle der USA streitig machen und hat USA in der Krise allein gelassen. Wie kommen Sie unter diesen Umständen auf die Idee, dass USA jetzt China bekämpfen wollen?

  5. Die Ausführungen von Justin Yifu Lin geben in der Tat die offizielle chinesische Lesart im Hinblick auf die bevorstehende Wirtschaftskrise wieder: das sinkende Wachstum wird nur unerheblich wenige Menschen treffen (Arbeitslose), für die durch staatliche Programme mühelos gesorgt werden kann, und die Probleme der Unternehmen werden durch das gigantische Konjunkturprogramm mit links gelöst werden. Es gibt keine oder kaum soziale Spannungen, kurz: die kommenden Probleme sind alle gar nicht so wild, eher gibt es sogar Chancen in der Krise.

    Die Wirklichkeit sieht schon etwas anders aus. Meine Firma betreut ausländische Firmen, die sich in China niederlassen, und ich bekomme mit, dass die Zahl ausländischer Firmen in China zum ersten Mal zurückgeht, und das sogar mit großer Geschwindigkeit. Der Wegbruch der amerikanischen Investoren hat die lokalen Firmen in Südchina hart getroffen, von denen schließen zurzeit hunderte bis tausende (ist nicht übertrieben). Das produziert Massen von Arbeitslosen, die in keiner Statistik auftauchen, aber dennoch da und unzufrieden sind.

    Und das Konjunkturprogramm? Ich glaube schon, dass es die Situation lindern wird, aber jeder, der China kennt, weiß, dass ein beträchtlicher Teil der Gelder in den Taschen von Funktionären und Großunternehmern landen wird - dazu ist das Gesellschaftssystem in China einfach zu sehr von Beziehungen, Vetternwirtschaft und Korruption durchsetzt. Das soll keine Polemik sein, ich glaube, jeder, der China kennt, weiß, wovon ich spreche.

    Ich befürchte, dass China, wie auch Justin Lin andeutet, auf ein klares "Weiter so" setzen wird, statt nach neuen Wegen zu suchen. So müsste zum Beispiel überlegt werden, wie die lebenswichtigen ausländischen Investoren im Land gehalten werden können und wie man die Qualitätsmängel bei der Produktion abbauen kann, durch die manche ausländischen Firmen abgeschreckt werden. Neulich hat einer unserer langjährigen Kunden sich entschlossen, seine Produktion von Shenzhen nach Polen zu verlegen, weil sich das aufgrund gestiegener Standortkosten und Qualitätsmängel mehr rechnet, als weiter in China zu produzieren.

    Was ich sagen will: China konkurriert längst mit Ländern wie Vietnam, Thailand, Indien und eben auch Osteuropa. Ich habe nicht den Eindruck, dass sich die Verantwortlichen in China dieser Tatsache genügend bewusst sind.

  6. Ich habe nicht den Eindruck, dass sich die Verantwortlichen in China dieser Tatsache genügend bewusst sind.

    Haben Sie Vorschläge?

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    Und, ganz wichtig, die Korruption endlich in einem merklichen Maße reduzieren.

    Jeder, der in China Geschäfte macht, kennt die Vielzahl der kleinen "Gebühren", die - interessanterweise meist indirekt durch den chinesischen Geschäftspartner - an die verschiedensten Stellen und Behörden entrichtet werden müssen, meist undurchsichtig und nicht immer nachzuvollziehen, aber auf Nachfrage von den chinesischen Partnern immer als "eminent wichtig" für das Gelingen des Geschäfts bezeichnet. Schätzungsweise zwei Drittel dieser "Gebühren" sind Schmiergelder für große und kleine Beamte oder örtliche Parteimitglieder, die auf dem Weg zum Geschäftsabschluss die Hand aufhalten und mitverdienen wollen und als Gegenleistung die nötigen Türen öffnen und keine Steine in den Weg legen. Das können sie machen, weil sie nicht genug kontrolliert werden.

    Das geht so lange gut, wie sich das Gesamtgeschäft für den ausländischen Partner trotz dieses Obolus noch rechnet. Aber weil die Produktionskosten in China gestiegen, die "Obolusse" aber nicht abgenommen haben, rechnet es sich für viele Betriebe nicht mehr und sie richten den Blick nach Ländern, die das Problem besser im Griff haben - und das ist z.B. ein großer Wettbewerbsvorteil der osteuropäischen EU-Länder (Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien, die baltischen Länder...!)

    Bei der Eindämmung der Korruption in China sind jetzt sicher schon Erfolge erzielt worden, aber doch eher kosmetische. Es ist klar, dass das nicht von heute auf morgen geht und nicht so einfach ist. Aber allmählich ist doch Eile geboten, sonst laufen die Kunden weg.

    Und, ganz wichtig, die Korruption endlich in einem merklichen Maße reduzieren.

    Jeder, der in China Geschäfte macht, kennt die Vielzahl der kleinen "Gebühren", die - interessanterweise meist indirekt durch den chinesischen Geschäftspartner - an die verschiedensten Stellen und Behörden entrichtet werden müssen, meist undurchsichtig und nicht immer nachzuvollziehen, aber auf Nachfrage von den chinesischen Partnern immer als "eminent wichtig" für das Gelingen des Geschäfts bezeichnet. Schätzungsweise zwei Drittel dieser "Gebühren" sind Schmiergelder für große und kleine Beamte oder örtliche Parteimitglieder, die auf dem Weg zum Geschäftsabschluss die Hand aufhalten und mitverdienen wollen und als Gegenleistung die nötigen Türen öffnen und keine Steine in den Weg legen. Das können sie machen, weil sie nicht genug kontrolliert werden.

    Das geht so lange gut, wie sich das Gesamtgeschäft für den ausländischen Partner trotz dieses Obolus noch rechnet. Aber weil die Produktionskosten in China gestiegen, die "Obolusse" aber nicht abgenommen haben, rechnet es sich für viele Betriebe nicht mehr und sie richten den Blick nach Ländern, die das Problem besser im Griff haben - und das ist z.B. ein großer Wettbewerbsvorteil der osteuropäischen EU-Länder (Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien, die baltischen Länder...!)

    Bei der Eindämmung der Korruption in China sind jetzt sicher schon Erfolge erzielt worden, aber doch eher kosmetische. Es ist klar, dass das nicht von heute auf morgen geht und nicht so einfach ist. Aber allmählich ist doch Eile geboten, sonst laufen die Kunden weg.

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