Luftangriffe auf Gazastreifen Neue Runde blutiger Gewalt

Der israelische Militärschlag gegen den Gazastreifen hatte sich lange angekündigt. Am Ende kam er doch wie aus heiterem Himmel

Eingestürztes Gebäude nach den Luftangriffen

Eingestürztes Gebäude nach den Luftangriffen

Israelische Kampfflugzeuge beschossen Polizeistationen, Waffenlager und Sicherheitseinrichtungen der radikal-islamischen Hamas. Nie zuvor seit dem Sechstagekrieg von 1967 hat es an einem einzigen Tag so viele Opfer unter den Palästinensern im Gazastreifen gegeben wie an diesem Samstag - mehr als 150 Tote und 250 Verletzte.

Dem Nahen Osten steht eine neue Runde blutiger Gewalt bevor. Hamas-Sprecher Fausi Barhum nannte den Luftangriff einen «offenen Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung». Die Hamas werde auf dieses «Blutbad» eine Antwort geben. «Israel wird einen Preis dafür bezahlen», sagte er mit sich überschlagender Stimme.

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Eines ist damit klar: Die militanten Palästinenserorganisationen werden in den kommenden Tagen wieder dutzende selbst gebaute Raketen auf israelische Grenzgemeinden abschießen und die rund 125 000 Israelis dort weiter terrorisieren. Die israelische Armee kündigte schon an, ihre Operation je nach Erfordernis fortzusetzen und auszuweiten.

Beide Seiten weisen sich für die jüngste Runde der Gewalt die Schuld zu. Die Hamas macht Israel verantwortlich, weil es den Gazastreifen abriegelt. Israel bezeichnet den Luftangriff als Ergebnis fortwährender Terroraktivitäten von Hamas und als Reaktion auf den andauernden Beschuss israelischer Zivilisten mit Raketen.

Alles hatte zuvor auf einen relativ ruhigen Samstag hingedeutet. Militante Palästinenser hatten zwar in der Nacht eine Rakete auf einen Kibbuz abgefeuert, aber auf die sonst üblichen Angriffe in den Morgenstunden verzichtet. Die Bevölkerung von Gaza deckte sich mit Lebensmitteln ein. Israel hatte am Freitag nach einer zehn Tage langen Blockade rund 100 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern, Medikamenten und Getreide durchgelassen.

Die Bewohner von Gaza freuten sich schon auf das ebenfalls gelieferte Kochgas. «Wir leben hier wie in der Steinzeit. Wir essen nur ungekochte Sachen wie Gemüse. Wir haben kein Kochgas und können keine Eier kochen oder warmes Essen machen», sagte Umm Ramadan. Sie freute sich auch wieder auf frisches Fladenbrot. Die meisten Bäckereien hatten wegen des Mangels an Mehl und Gas schließen müssen.

Leser-Kommentare
  1. Die israelische Außenministerin Zipi Livni hatte bereits zu Weihnachten angekündigt "die israelische Armee werde die HAMAS und ihre Anhänger auslöschen".

    Die Drohung hat sich zum bedauern aller Menschen als ernst erwiesen.

    Die kriegerische Handlung des Staates Israel macht aus NAHOST ein Pulverfass.

    Nur noch ein EINGREIFEN von UN-Truppen kann einen sich ausweitenden KRIEG
    aufhalten!

    freiverlag

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    bis her ist noch keine UN Truppen erfolgreich gewesen,egal wo sie eingesetzt werden.

    Hier in Holland wissen wir nur allzu gut um das Unvermögen von UNO-Truppen : siehe Sebrenica, die UNO-Truppen standen dabei und schauten zu..
    Da wären Ägyptisch-Arabische Truppen schon sinvoller, Gaza war ja mal Ägyptisch-Arabisch. Die sind eher imstande alle Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen endgültig zu stoppen, danach würde sich vieles in positivem Sinne ändern.

    Allzu oft habe ich hören müssen: die Juden liessen sich wie Schafe abschlachten.. Vielleicht haben Sie nicht solche Bücher wie : "Jewish resistance in occupied Eastern Europe" gelesen. Oder "der Aufstand" ?
    (die letzten 28 Tage des Jüdischen Warschauer Ghettos..) Jemand schrieb jetzt über "Ausrottung" des Gaza-streifens ! Klingt wie Arabische mubalagha ( grobe Übertreibung, wie damals in September 1970.., wie Arafats "Jeningrad".. usw.)
    Ich kenne das auch aus meiner Jugendzeit in Bagdad und auch das wir uns nicht wehren würden, wie Hunde, Schweine und Affen zu behandeln seien.
    Siehe auch dazu die Arabische Medien von heute , nichts hat sich geändert!
    Aber: bereits damals im Großdeutschen Reich, mitten in Warszawa, schrien am 19.April 1943, Wehrmachtssoldaten in der ehemaligen Zamenhofstrasse :
    "die Juden haben Waffen ! " ( Pistolen und Molotowcoctails ..) und wie Mascha Glytman berichtete schrie einer : "Hans, da schießt eine Frau ! "
    Dabei könnte man sagen: das Ghetto war doch schon total verloren, es kam keinerlei Hilfe von draußen. Die Mauer war echt, mit Stacheldraht und Glasscherben. Und die Menschen ? Zitat: ""Bald saßen skeletthafte Gestalten mit gelben, gedunsenen Gesichtern an den Mauern des Häuser, die verquollenen, schlitzähnlichen Augen leer, die verkrümmten Hände gleichgültigen Passanten bettelnd entgegengereckt. ( Es gab eben keine UNRWA.. ) Andere, bereits tot, lagen mit alten Zeitungen zugedeckt, am Bordstein und warteten auf die Totengräber, die sie auf Handkarren zu den Massengräbern abholen würden".
    Vom ghetto ist rein gar nichts mehr zu sehen, dem Erdboden gleichgemacht.
    Das aber wird mit dem Gazastreifen nie passieren.
    Übrigens ist die Enkelin einer der ganz wenigen Überlebenden des Ghettos eine der ersten weiblichen Kampfflieger der IAF geworden und hat womöglich jetzt auf Gaza gezielt geschossen.. Ja, Heinz: eine Frau schießt ! Wer da meint, die ( alle ? ) Israelis haben nichts gelernt, könnte ja mal mit dieser Frau darüber diskutieren...

    bis her ist noch keine UN Truppen erfolgreich gewesen,egal wo sie eingesetzt werden.

    Hier in Holland wissen wir nur allzu gut um das Unvermögen von UNO-Truppen : siehe Sebrenica, die UNO-Truppen standen dabei und schauten zu..
    Da wären Ägyptisch-Arabische Truppen schon sinvoller, Gaza war ja mal Ägyptisch-Arabisch. Die sind eher imstande alle Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen endgültig zu stoppen, danach würde sich vieles in positivem Sinne ändern.

    Allzu oft habe ich hören müssen: die Juden liessen sich wie Schafe abschlachten.. Vielleicht haben Sie nicht solche Bücher wie : "Jewish resistance in occupied Eastern Europe" gelesen. Oder "der Aufstand" ?
    (die letzten 28 Tage des Jüdischen Warschauer Ghettos..) Jemand schrieb jetzt über "Ausrottung" des Gaza-streifens ! Klingt wie Arabische mubalagha ( grobe Übertreibung, wie damals in September 1970.., wie Arafats "Jeningrad".. usw.)
    Ich kenne das auch aus meiner Jugendzeit in Bagdad und auch das wir uns nicht wehren würden, wie Hunde, Schweine und Affen zu behandeln seien.
    Siehe auch dazu die Arabische Medien von heute , nichts hat sich geändert!
    Aber: bereits damals im Großdeutschen Reich, mitten in Warszawa, schrien am 19.April 1943, Wehrmachtssoldaten in der ehemaligen Zamenhofstrasse :
    "die Juden haben Waffen ! " ( Pistolen und Molotowcoctails ..) und wie Mascha Glytman berichtete schrie einer : "Hans, da schießt eine Frau ! "
    Dabei könnte man sagen: das Ghetto war doch schon total verloren, es kam keinerlei Hilfe von draußen. Die Mauer war echt, mit Stacheldraht und Glasscherben. Und die Menschen ? Zitat: ""Bald saßen skeletthafte Gestalten mit gelben, gedunsenen Gesichtern an den Mauern des Häuser, die verquollenen, schlitzähnlichen Augen leer, die verkrümmten Hände gleichgültigen Passanten bettelnd entgegengereckt. ( Es gab eben keine UNRWA.. ) Andere, bereits tot, lagen mit alten Zeitungen zugedeckt, am Bordstein und warteten auf die Totengräber, die sie auf Handkarren zu den Massengräbern abholen würden".
    Vom ghetto ist rein gar nichts mehr zu sehen, dem Erdboden gleichgemacht.
    Das aber wird mit dem Gazastreifen nie passieren.
    Übrigens ist die Enkelin einer der ganz wenigen Überlebenden des Ghettos eine der ersten weiblichen Kampfflieger der IAF geworden und hat womöglich jetzt auf Gaza gezielt geschossen.. Ja, Heinz: eine Frau schießt ! Wer da meint, die ( alle ? ) Israelis haben nichts gelernt, könnte ja mal mit dieser Frau darüber diskutieren...

    • sol. s
    • 27.12.2008 um 14:46 Uhr

    zwar schieben sich immer beide seiten die schuld zu, aber das ist ja bei jedem kriminellen akt der Fall.

    Was hilft ist die Rückkehr zu den Fakten und die Orientierung am internationalen Recht.

    Alles andere, alle angeblichen Theorien und Geschichtsvorlesung bringen dabei garnichts. Fakt ist das Kollektivbestrafung ein Verbrechen darstellt. Fakt ist das Israel mit der Blockade des gazas Kriegsverbrechen begeht. Fakt ist, dass die Blockade ein Kriegsverbrechen bleibt auch wenn Israel von militanten palästinensern angegriffen wird.

    Fakt ist, dass niemand ausgehungert werden darf, egal welche ausreden einem da einfallen können. Und vergessen wir nciht die verbrechen israels im Westjordanland: die vom internationalen Gerichtshof verurteilte Apartheidsmauer, die illegale Besiedlung. Auch die Menschen in der Westbank leben in gefängnissen.

    Die Rechtslage ist sehr klar und eindeutig, was fehlt sind mutige Journalisten und Politiker die Recht sprechen. Widerstand gegen Israel wird es immer geben, das man diesen terrorismus nennt und alle verbrechen dieses Staates damit entschuldigt, dazu fällt mir nur ein Zitat vom verstorbenen Schauspieler Sir Peter Ustinov:
    Terror ist der Krieg der Armen und Krieg ist der Terror der Reichen.

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    Bei einem kriminellen Akt entsteht keine Neutralität und kein "Gleichgewicht" der Argumente zwischen Täter und Opfer, sondern der Täter wird einseitig verurteilt, es gibt keine Nachsicht und kein Verständnis für die Tat. Jeder Versuch, das Opfer zu kriminalisieren und den Täter und dessen Tat zu verstehen und anzuerkennen, scheitert in aller Regel, jedenfalls in unserem Kulturkreis.........

    Peter Ustinov war schon immer schlau und wusste alles sehr genau, seine Weisheiten mögen für manche "Argumente" herhalten, hören sich erhaben an, haben aber mit der Realität nichts zu tun; und mit solchen Zitaten den Terror der angeblich Armen zu rechtfertigen, zeigt schon Verständnis für die Täter !

    Markus70

    Bei einem kriminellen Akt entsteht keine Neutralität und kein "Gleichgewicht" der Argumente zwischen Täter und Opfer, sondern der Täter wird einseitig verurteilt, es gibt keine Nachsicht und kein Verständnis für die Tat. Jeder Versuch, das Opfer zu kriminalisieren und den Täter und dessen Tat zu verstehen und anzuerkennen, scheitert in aller Regel, jedenfalls in unserem Kulturkreis.........

    Peter Ustinov war schon immer schlau und wusste alles sehr genau, seine Weisheiten mögen für manche "Argumente" herhalten, hören sich erhaben an, haben aber mit der Realität nichts zu tun; und mit solchen Zitaten den Terror der angeblich Armen zu rechtfertigen, zeigt schon Verständnis für die Täter !

    Markus70

  2. gewalt in gaza
    flottenaufmärsche am horn von afrika
    die vermeintliche bombe im iran
    indien und pakistan

    und und und

    das neue jahr könnte zu einem entscheidenden
    jahr für die menschen in afrika und im nahen osten
    werden und wir europäer sollten uns gut überlegen,
    welche rolle wir spielen wollen.

  3. Deutschland verliert seine Glaubwürdigkeit

    Wo man NUR für seine Wirtschaftsinteressen in arabischen Gegenden bombt,
    ist nicht mehr nahe zu bringen, warum Deutschland letztlich besser, unmilitärischer sein soll.

  4. bis her ist noch keine UN Truppen erfolgreich gewesen,egal wo sie eingesetzt werden.

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    Ja ! Siehe Sebrenica !

    Ja ! Siehe Sebrenica !

  5. UN masgeblich Schuld am Konflikt

    Sie hat an der geistigen Apartheid nicht gerüttelt,
    wie soll das zu Frieden führen ?

    Es reicht eben nicht aus,
    nur einem peudomoralischen Deckel auf den Druckkessel zu pressen.

    Man muss auch gewillt sein,
    sich mit dem geistigen Feuer zu beschäftigen.

    Aber das stellt die UN offenbar selbst in Frage.

    Also wird jede Gewalt im Nahen Osten
    zu den alten Forderungen nach Gerechtigkeit durch die UN führen,
    weil das Kleinkindgeschrei der Erwachsenen,
    ihre Verantwortungslosigkeit nur tarnen soll.

    Israel-Palästina
    ist längst in der Geiselhaft

    der weltweit geistigen Piraterie.

  6. Die Aussage der Palästinenserin sagt doch schon alles: Sie denken, sie könnten tagelang ungestört israelische Siedlungen beschießen, ohne das Israel sich verteidigt. Da kann man ja ruhig aus dem Garten die Raketen auf Kibbuze abfeuern, oder? Ein paar tote Israelis als kleines Weihnachtsgeschenk an die Nachbarn. Vielleicht macht Israel dann ja die Grenze auf, damit man noch ein paar fanatische Selbstmordattentäter in israelische Schulbusse schicken kann.

    "Hamas-Sprecher Fausi Barhum nannte den Luftangriff einen «offenen Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung»." - Ja, wie nennt er denn das, was er selber da gerade veranstaltet? Ist das Ermorden israelischer Zivilisten etwa Frieden auf palästinensisch, oder was? Es wird höchste Zeit, dass man dieser Hamas-Mörderbrut ein Ende bereitet.

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    Wenn man jahrelang belogen und betrogen wird, wie das palestinensische Volk darf mann sich nicht wundern. Israel hat keinen Vertrag bis heute eingehalten. Der einzige Vernüftige Israeli wurde vom eigenen Volk umgebracht. Also wo sind die Terroristen? Für mich hat Israel nichts mehr mit Judentum zu tun - der Holocaust in Deutschland war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Diese Verbrechen haben wir vor dieser Zeit (Indianer in Amerika) als auch danach (Bosnien) gehabt. Alle drei gehören vor einem Gericht. Aus lauter Schuldgefühlen traut sich keiner Einhalt zu bieten. Wir Europäer haben viel Mißt gebaut. Kolonarisierung (danach ging es den Völkern bis heute mehr als schlecht) anschließend Zollsperre, damit diese Länder nicht hoch kommen - Ermordung ganzer Völker in Amerika wie Inka etc. Irgendwann trifft der Haß dieser Völker auch uns - mit Recht

    Wenn man jahrelang belogen und betrogen wird, wie das palestinensische Volk darf mann sich nicht wundern. Israel hat keinen Vertrag bis heute eingehalten. Der einzige Vernüftige Israeli wurde vom eigenen Volk umgebracht. Also wo sind die Terroristen? Für mich hat Israel nichts mehr mit Judentum zu tun - der Holocaust in Deutschland war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Diese Verbrechen haben wir vor dieser Zeit (Indianer in Amerika) als auch danach (Bosnien) gehabt. Alle drei gehören vor einem Gericht. Aus lauter Schuldgefühlen traut sich keiner Einhalt zu bieten. Wir Europäer haben viel Mißt gebaut. Kolonarisierung (danach ging es den Völkern bis heute mehr als schlecht) anschließend Zollsperre, damit diese Länder nicht hoch kommen - Ermordung ganzer Völker in Amerika wie Inka etc. Irgendwann trifft der Haß dieser Völker auch uns - mit Recht

  7. ,da steht uns jetzt nicht nur ein krisenreichen, sondern auch blutiges 2009 bevor. Prosit....und Shalom!

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    Thema verfehlt

    Hier geht es nicht um Lob einer Seite,
    sondern den Aufschrei dass die Weltmehrheit
    diesen stumpfsinnigen Friedensprozess
    überhaupt mal als möglichen Frieden gesehen hat.

    Thema verfehlt

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    sondern den Aufschrei dass die Weltmehrheit
    diesen stumpfsinnigen Friedensprozess
    überhaupt mal als möglichen Frieden gesehen hat.

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