Die Krise als Chance Das Zebra mit den 42 Ohren Seite 3/3
Für viele ging es oft gar nicht um das Klima, sondern um die Möglichkeit, mit dem Instrument der Klimakatastrophe andere gesellschaftliche Ziele zu verfolgen. Diese bisherige Praxis kann nicht nachhaltig betrieben werden, wie wir jetzt angesichts der sich entwickelnden wirtschaftlichen Krise sehen. Sie wird auch ohne angepappte Ohren als unmittelbar bedrohlicher Zustand wahrgenommen.
Die Diskussion über die verschiedenen Instrumente, mit denen man mit dem Klimaproblem angemessen umgehen könnte, muss deshalb breiter angelegt werden; sie muss an wirtschaftliche Veränderungen gekoppelt werden. Sie muss neben den Effizienzsteigerungen bei der Energienutzung und der Verminderung der Emission von Treibhausgasen auch die Anpassung der Infrastruktur und die Verminderung der Verletzlichkeit gegenüber Klimagefahren umfassen.
Die Wissenschaft ist für die Aufgabe gut gerüstet. In der Öffentlichkeit und der Politik gilt es aber, erst noch zu verstehen, dass die Formel „Klimapolitik = Energiepolitik“ wenig hilfreich ist. Sie wird dem Ernst der Lage nicht gerecht. Gleiches gilt für einen Bericht des Umweltbundesamtes, der zwar von „Anpassung ist notwendig“ spricht, aber auch die Legende von den „Hitzetoten“ aufrecht hält.
Hans von Storch ist Direktor des Instituts für Küstenforschung am GKSS Forschungszentrum in Geesthacht und Professor für Meteorologie an der Universität Hamburg. Er ist mehrfacher Buchautor. Der amerikanische Kongress lud ihn im Sommer 2006 zu Anhörungen in Sachen Klimawandel ein.
Nico Stehr ist Karl-Mannheim-Professor für Kulturwissenschaften an der Zeppelin University in Friedrichshafen am Bodensee. Sein besonderes Interesse gilt dem Umgang der Gesellschaft mit technologischen und naturwissenschaftlichen Fragen. Er prägte in den 80er Jahren den Begriff "Wissensgesellschaft".
- Datum 02.09.2009 - 14:47 Uhr
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- Serie Green New Deal
- Quelle ZEIT ONLINE, 22.12.2008
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"Zuallererst ist der von Menschen gemachte Klimawandel eine Erwärmung, die - gemittelt über ein Jahrzehnt - stetig und fast überall auf der Welt beobachtbar ist. Hand in Hand damit wird das Meereis in der Ostsee oder in der Arktis weniger;"
Zur Temeperaturentwicklung:
Ganz frisch zur Arktis
Bitte bilden Sie sich eine eigene Meinung.
warum bin ich eigentlich kein gut bezahlter Berater. Ich glaube nicht, dass Regierungen derartige Banalitäten als Beratungsinhalt benötigt.
...als Sie denken!
Sie schrieben: Ich glaube nicht, dass Regierungen derartige Banalitäten als Beratungsinhalt benötigt. Ganz richtig. Unsere Regierungen brauchen so einen kräftigen Tritt in den Hintern.
Beispiel gefällig - ich erlaube mir einmal ausnahmsweise, mich selbst zu zitieren:
"Es wird tagesaktuell von Anreizen zum Autokaufen gesprochen . Aber es wird unterschlagen, dass der größte CO2-Verbrauch die Herstellung ist. Eine durchaus machbare Lebensdauerverdopplung wäre im Interesse der Käufer und der CO2-Verbrauch würde rapide sinken. Doch eine Diskussion über 4- oder 5-Liter-Autos ist da wirklich Pille-Palle. Ob das inzwischen bis zur Auto-Industrie, zur IG-Metall, zu Herrn Koch oder Frau Merkel durchgedrungen ist? Merken Sie, wie wir verarscht werden?"
Ich habe nichts weiter anzufügen.
Gruß
Bernhard
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Eine Revolution ist nur möglich, wenn sie unausweichlich wird.
...als Sie denken!
Sie schrieben: Ich glaube nicht, dass Regierungen derartige Banalitäten als Beratungsinhalt benötigt. Ganz richtig. Unsere Regierungen brauchen so einen kräftigen Tritt in den Hintern.
Beispiel gefällig - ich erlaube mir einmal ausnahmsweise, mich selbst zu zitieren:
"Es wird tagesaktuell von Anreizen zum Autokaufen gesprochen . Aber es wird unterschlagen, dass der größte CO2-Verbrauch die Herstellung ist. Eine durchaus machbare Lebensdauerverdopplung wäre im Interesse der Käufer und der CO2-Verbrauch würde rapide sinken. Doch eine Diskussion über 4- oder 5-Liter-Autos ist da wirklich Pille-Palle. Ob das inzwischen bis zur Auto-Industrie, zur IG-Metall, zu Herrn Koch oder Frau Merkel durchgedrungen ist? Merken Sie, wie wir verarscht werden?"
Ich habe nichts weiter anzufügen.
Gruß
Bernhard
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Eine Revolution ist nur möglich, wenn sie unausweichlich wird.
Der Rausch des Guten hat mit gefallen, ebenso die 42 Ohren.
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Aber die Zweifel an der Formel Energie=Umwelt
scheinen mir in dieser Form klimaschädlich zu sein.
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Es gibt sicher noch andere Dinge mit Umwelteinfluss,
aber die Rettung der Umwelt an Dinge zu knüpfen,
die gar nichts mit Umwelt zu tun haben,
das wird sicher daneben gehen.
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Beispielsweise die so einleuchtende Energieeffizienz.
Ich habe gar nichts dagegen, wenn mein Auto nur noch
halb so viel Sprit frißt. Nur der Glaube, das würde der
Umwelt nutzen, ist ein Trugschluss.
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Denn mit so einem Auto kann ich mir endlich das
Häuschen im Grünen leisten in dreifacher Entfernung
mit dem Ergebnis, dass ich am Schluss 30% mehr verbrauche.
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So geschehen vor 100 Jahren beim Übergang vom
Gaslicht zur Glühlampe, die zigfach weniger verbrauchte,
und Stadtbeleuchtung so kostengünstig machte,
dass der Verbrauch insgesamt enorm gestiegen ist.
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'Experten' sollten das eigentlich wissen.
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Echter Klimaschutz funktioniert in einer Marktwirtschaft nur,
wenn der (drohende) Schaden in den Preisen enthalten ist.
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Die (vorher) nötige Effizienzsteigerung dagegen
dient allein der Sozialhilfe, damit die Leute den höheren
Literpreis bezahlen können, ohne erfrieren zu müssen.
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klimaerwärmung ist natürlich und findet z.b. auch auf dem mars statt(seriöse wissenschaft) vs. klimaerwärmung hat nur was mit dem bösen menschen zu tun (al gore+ interessengesteuerte wissenschaft). ich habe wirklich etwas gegen umweltverschmutzung. nur wird diese in großem maße von der industrie betrieben, welche- oh wunder- kaum etwas zur lösung dieses problems beitragen muss. stattdessen wird die problematik CO2 (die ohnehin wissenschaftlich HÖCHST umstritten ist) auf den gern zitierten "kleinen mann" ausgetragen. abgesehen davon bietet dieses thema eine hervorragende vorlage zum sogenannten "global governance" (auf deutsch: weltregierung). denn dieses problem muss GLOBAL bekämpft werden (genau wie der krieg gegen den terror). "unsichtbar wird der wahnsinn, wenn er genügend große ausmaße angenommen hat"- berthold brecht. mehr fällt mir dazu echt nicht ein.
Das Problem scheint mir weniger zu sein, daß die Wirtschaftskrise "neue Rattenfänger" auf den Plan ruft, als daß die alten Rattenfänger in Amt & Würden geblieben sind. Genau dieselben Parteien, die uns die Krise eingebrockt haben, werden nach wie vor mit Zweidrittelmehrheiten belohnt.
Genau dasselbe System, das aufgrund seines Profitmaximierungszwanges gar nicht anders kann, als alle Ressourcen zu verbrauchen, gilt so sehr als unantastbar, daß zu seinem Erhalt billionenschwere Rettungspakete geschnürt werden, die nichts anderes bedeuten, als zukünftige Generationen zu enteignen (das ist Staatsverschuldung!), und damit der demokratischen Möglichkeit berauben, innerhalb des Systems einen Politikwechsel herbeizuführen.
Die ZEIT könnte deutlich darauf hinweisen -- wenn ihre Eigentümer und Herausgeber nicht Teil der Großen Liga der Rattenfänger wären.
Eine der Grundanahmen des Kapitalismus ist, das alle Resourcen unendlich sind. Das ist das Grundproblem. Der Kapitalismus muß sich erstmal an die Realität anpasst. Wenn das geschehen ist wird es ganz automatisch zu Lösungen kommen, die nachhaltig sind. Es wäre jetzt möglich. Leider sind immer noch die gleichen Betonköpfe am Ruder die mit aller Gewalt das alte System wiederbeleben wollen. Von daher stellt euch mal darauf ein in ein paar hundert Jahren ausgestorben zu sein.
Und noch einen schönen Weltuntergang!
Wieviel Zeit bleibt wohl noch, bis der Planet das selbst regelt. Ich bin kein Physiker. Aber ist nicht die Analogie mit dem Dampfdrucktopf erlaubt? Die Erde erzeugt in ihrem Inneren ständig Hitze. Die Menschen und die Sonne erzeugen drumherum Hitze. Durch diverse Mechanismen wird weniger Hitze in den Weltraum abgestrahlt. Ergo kann die im Erdinneren produzierte Hitze nicht einfach in die Umwelt abgegeben werden. Es staut sich also die Hitze. Und dafür hat die Erde Ventile. Die Vulkane. Wenn es also zum großen Stau kommt, pfeift der Topf irgendwann gewaltig. Wenn die zugeführte Energie nicht gedrosselt wird, pfeift es fortlaufend oder es knallt gewaltig. Das gab es in der Geschichte des Planeten schon. Überdruck = Vulkanausbruch. . Und der Mensch wird abgewickelt. Habe ich da einen Denkfehler?
...als Sie denken!
Sie schrieben: Ich glaube nicht, dass Regierungen derartige Banalitäten als Beratungsinhalt benötigt. Ganz richtig. Unsere Regierungen brauchen so einen kräftigen Tritt in den Hintern.
Beispiel gefällig - ich erlaube mir einmal ausnahmsweise, mich selbst zu zitieren:
"Es wird tagesaktuell von Anreizen zum Autokaufen gesprochen . Aber es wird unterschlagen, dass der größte CO2-Verbrauch die Herstellung ist. Eine durchaus machbare Lebensdauerverdopplung wäre im Interesse der Käufer und der CO2-Verbrauch würde rapide sinken. Doch eine Diskussion über 4- oder 5-Liter-Autos ist da wirklich Pille-Palle. Ob das inzwischen bis zur Auto-Industrie, zur IG-Metall, zu Herrn Koch oder Frau Merkel durchgedrungen ist? Merken Sie, wie wir verarscht werden?"
Ich habe nichts weiter anzufügen.
Gruß
Bernhard
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Eine Revolution ist nur möglich, wenn sie unausweichlich wird.
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