Die Krise als Chance Lieber grüner „New Deal“ als GeldverbrennungSeite 3/3
4) Staatliche Zuschüsse an Private, etwa zur Gebäudesanierung oder zur Heizungsanlagenmodernisierung, wirken klimaentlastend, beschäftigungsfördernd und haben einen hohen Multiplikatoreffekt. Hier muss der Staat nachlegen.
5) Staatliche Zuschüsse an Unternehmen sind streng an Klimaschutzkriterien zu binden. Pauschale Hilfen an die Automobilindustrie etwa soll es in Zukunft nicht geben. Nur wer glaubhaft versichern kann, dass er Klimaschutz und Energieeffizienz konsequent verfolgt, darf (im Notfall) auf Unterstützung rechnen.
6) Der Staat hat durch die Finanzkrise und die daraus folgenden „Schutzschirme“ einen gewaltigen Einfluss auf die Banken bekommen. Es geht sicher nicht darum, das Bankwesen demnächst vom Staat betreiben zu lassen. Aber es geht sehr wohl darum, den Banken einen klaren Rahmen vorzugeben, der die Begrenzung von Spekulationsgeschäften, die Beförderung mittelstandsfreundlicher Kreditvergaben und die Unterstützung eines klimaverträglichen Strukturwandels einschließen muss. Ohne Bankenreform wird nachhaltige Entwicklung nur schwerlich gelingen.
7) Es ist bislang immer ins Auge gegangen, wenn der Staat einen unabwendbaren Strukturwandel aufzuhalten versucht. Es wäre deshalb ein Riesenfehler, Innovationsdruck von der Wirtschaft zu nehmen und einen absehbaren Strukturwandel durch offene und verdeckte Subventionen aufzuhalten. Kohlekraftwerken, Spritschluckern und Ölheizungen gehört nun einmal nicht die Zukunft. Viel wichtiger ist es jetzt, die Mittel für Bildung und Forschung deutlich aufzustocken, um unsere Gesellschaft zu der großen Transformation zu befähigen, vor der wir stehen,
Es ist nicht sicher, dass der Treibhauseffekt allein mit einem solchen Konjunktur-und-Klima-Paket wirksam bekämpft werden kann. Wahrscheinlich müssen wir noch viel mehr tun, unsere Lebensstile grundsätzlicher verändern. Aber das K.u.K.-Paket würde mobilisierend wirken und wäre in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung.
Reinhard Loske, 49, ist Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien Hansestadt Bremen und Vorsitzender der Studiengruppe für Globale Zukunftsfragen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Im Sommer erhielt er für seine politische und wissenschaftliche Arbeit den Adam-Smith-Preis des Fördervereins für ökologisch-soziale Marktwirtschaft.
- Datum 02.09.2009 - 17:32 Uhr
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- Serie Green New Deal
- Quelle ZEIT ONLINE, 1.4.2009
- Kommentare 14
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von halbgaren Vorschlägen, ohne jegliches auch nur halbwegs vernünftiges Gesamtkonzept.
Richtig ist: Nachrüstung des Gebäudebestandes mit energiesparenden Maßnahmen,
aber das ist schon seit vielen Jahren Teil des bestehenden Programmes aller bisherigen Regierungen (und das wird auch getan).
Zusätzlich wird aber "Einsatz von EE" gefordert.
Welche denn? Etwa Photovoltaik (mit asiatischen Panels?)? Oder die extrem umweltschädigenden Holzheizungen (Pellets..)?
Weiter wird gefordert, den bestehenden PKW-Bestand so bald wie möglich zzu verschrotten und gegen "moderne Technik" auszutauschen.
Welche denn? Etwa "Hybridtechnik"? Da ist bis heute nicht klar, wie deren Umweltbilanz aussieht - die Herstellung und Lebensdauer und die energetische Gesamtbilanz der Akkus ist z.B. völlig unklar.
Da sollte der Autor doch lieber radikal konsequent sein:
Wenn alle ältere PKWs verschrottet werden sollen, dann doch gleich fordern, auch alle bestehenden Häuser abzureißen und neu zu bauen.
Dann würde nämlich Allen klar, dass beide Forderungen (auch die zweite) unsinnig sind - es ist nicht nur energetisch unmöglich (so viel Energie gibt es gar nicht) sondern auch gleichermaßen unvernünftig. Soo schlecht sind heutige PKWs schon lange nicht mehr (und soo viel umweltfreundlicher die neueren auch nicht!).
Der Autor sieht nur seinen eigenen Tellerrand:
Ein wichtiger Teil des Konjunkturprogramms der Regierung ist nämlich die bessere Ausstattung der Kindergärten mit "Forschungspaketen" (je 5000 €, das ist immer noch zu wenig, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung).
Da ist wenigstens zu HOFFEN, dass die neu heranwachsende Generation etwas denkfähiger werden wird, als die jetzige.
Es gibt viele Wege die nach Rom führen. Sie sprechen lauter reelle Probleme in der Umsetzung an.
Solar-Panels aus China sind in der Produktion teilweis extrem problematisch - doch das kann sich leicht ändern (höhere Umweltstandards kontrollieren).
Die Pellets sind ein neues Produkt und im jungen Markt die Nachfrage höher als das Angebot - das führt zu kurzfristigen Sünden (Stichwort Trockung).
Natürlich vergessen sie diskret die Wärmesonde. Doch das ist "wahrscheinlich" reiner Zufall.
Zu den PKW's muss man nichts mehr sagen - hier sind die 20+ Liter Verbrauch im Stadtverkehr vs. ca. 6l (Hybrid) nicht signifikant genug für sie. Bleiben sie fair - die neuen Modelle der Akkus auf Li-Ion Basis sind rezyklierbar. Wir wollen das Thema Elektro-Auto nicht ansprechen.
Der Abschweif ins "Abenteuer-Land" (Auto und Häuser weg) muss man nicht weiter kommentieren.
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Will der Staat "bessere" Produkte kann er dies via Gesegebungsprozess verlangen. Leider sind ihm durch die internationalen Verträge - EU, WTO und Co. die Hände gebunden.
Es gibt viele Wege die nach Rom führen. Sie sprechen lauter reelle Probleme in der Umsetzung an.
Solar-Panels aus China sind in der Produktion teilweis extrem problematisch - doch das kann sich leicht ändern (höhere Umweltstandards kontrollieren).
Die Pellets sind ein neues Produkt und im jungen Markt die Nachfrage höher als das Angebot - das führt zu kurzfristigen Sünden (Stichwort Trockung).
Natürlich vergessen sie diskret die Wärmesonde. Doch das ist "wahrscheinlich" reiner Zufall.
Zu den PKW's muss man nichts mehr sagen - hier sind die 20+ Liter Verbrauch im Stadtverkehr vs. ca. 6l (Hybrid) nicht signifikant genug für sie. Bleiben sie fair - die neuen Modelle der Akkus auf Li-Ion Basis sind rezyklierbar. Wir wollen das Thema Elektro-Auto nicht ansprechen.
Der Abschweif ins "Abenteuer-Land" (Auto und Häuser weg) muss man nicht weiter kommentieren.
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Will der Staat "bessere" Produkte kann er dies via Gesegebungsprozess verlangen. Leider sind ihm durch die internationalen Verträge - EU, WTO und Co. die Hände gebunden.
Es ist sehr wohl möglich mehr für den Klimaschutz zu tun. Durch eine härtere Verbraucherschutzgebung läßt sich die durchschnittliche Gebrauchsdauer von Konsumgütern vervielfachen. Und das tolle diese läßt sich auch auf Importgüter anwenden. Und Arbeitslosigkeit weil weniger produziert werden muß bekämpft der Staat mit Arbeitszeitverkürzung. Und nicht mit Lohnsubventionen wie Kinderzuschlag, Wohngeld, ALG2 usw.
Ungenierter Lobbyismus heißt jetzt also "New green Deal". Scheer & Ypsi lassen grüßen.
Ich habe vor zwei Jahren eine neue Gasheizungsanlage nach neuestem Standard für rund 9.000 € einbauen lassen. Der Verbrauch hat sich um rund 25% verringert aber ich zahle rund 20% mehr als vorher im Jahr. Und es sind weitere Preissteigerungen angekündigt. Da haben es die Besitzer von Ölheizungen besser. Sie können sich jetzt sehr preiswert für mehr als ein Jahr eindecken. Das ist mein Beitrag zum Thema Umweltschutz.
Es gibt viele Wege die nach Rom führen. Sie sprechen lauter reelle Probleme in der Umsetzung an.
Solar-Panels aus China sind in der Produktion teilweis extrem problematisch - doch das kann sich leicht ändern (höhere Umweltstandards kontrollieren).
Die Pellets sind ein neues Produkt und im jungen Markt die Nachfrage höher als das Angebot - das führt zu kurzfristigen Sünden (Stichwort Trockung).
Natürlich vergessen sie diskret die Wärmesonde. Doch das ist "wahrscheinlich" reiner Zufall.
Zu den PKW's muss man nichts mehr sagen - hier sind die 20+ Liter Verbrauch im Stadtverkehr vs. ca. 6l (Hybrid) nicht signifikant genug für sie. Bleiben sie fair - die neuen Modelle der Akkus auf Li-Ion Basis sind rezyklierbar. Wir wollen das Thema Elektro-Auto nicht ansprechen.
Der Abschweif ins "Abenteuer-Land" (Auto und Häuser weg) muss man nicht weiter kommentieren.
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Will der Staat "bessere" Produkte kann er dies via Gesegebungsprozess verlangen. Leider sind ihm durch die internationalen Verträge - EU, WTO und Co. die Hände gebunden.
In Deutschland wird das Thema Energiewende immer noch unter dem falschen Blickwinkel einiger CO2 Hysteriker diskutiert. Wie Amory Lovins in seiner Studie für das Pentagon ausgeführt hat ist der Umstieg auf eine dezentrale regenerative Energieversorgung eine Frage der nationalen Sicherheit und ein zwingender Schritt um den wirtschaftlichen Wohlstand einer Nation zu sichern.
"Winning the Oil Endgame: Innovation for Profit, Jobs and Security. (2005)"
In 40 Jahren werden Erdöl und Erdgas erschöpft sein. In 20 Jahren wird ein Barrel Öl 300$ kosten. Nicht weil in 100 Jahren die Jahresdurchschnittstemperatur um 3 Grad höher sein könnte müssen wir jetzt auf andere Techniken umsteigen, sondern weil wir sonnst alle in spätestens 20 Jahren eine Energie und Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes erleben werden.
Ihre korrekte Aussage läßt sich auf alle endlichen Ressourcen übertragen. Es geht schlicht und einfach darum, mit den Vorräten, die das 'Raumschiff Erde' bietet, auszukommen. Und das nicht nur bis zur nächsten Wahl, sondern dauerhaft über Generationen, für alle Menschen auf der Erde - kurz: nachhaltig!
Von diesem Gedanken sind aber nicht nur viele Politiker, sondern auch eine Vielzahl der Foristen weit entfernt, die oft immer noch Gegenargumente zum Klimawandel suchen ('Bei uns fällt ja Schnee und der Silvester-Sekt friert ein - also kann es keine Klimakatastrophe geben!').
Dass aber ein schonender Umgang mit den Vorräten aus vielen unterschiedlichen Gründen angebracht ist, wird durch die verbissen geführte Klimadebatte verdrängt - meiner Ansicht nach mutwillig. Es ist die Angst vor Veränderungen, die die 'Klimawandel-Gegner' so verbissen an überholten Argumenten festhalten lässt.
'Keep On Rocking In A Free World' (Neil Young)
Ihre korrekte Aussage läßt sich auf alle endlichen Ressourcen übertragen. Es geht schlicht und einfach darum, mit den Vorräten, die das 'Raumschiff Erde' bietet, auszukommen. Und das nicht nur bis zur nächsten Wahl, sondern dauerhaft über Generationen, für alle Menschen auf der Erde - kurz: nachhaltig!
Von diesem Gedanken sind aber nicht nur viele Politiker, sondern auch eine Vielzahl der Foristen weit entfernt, die oft immer noch Gegenargumente zum Klimawandel suchen ('Bei uns fällt ja Schnee und der Silvester-Sekt friert ein - also kann es keine Klimakatastrophe geben!').
Dass aber ein schonender Umgang mit den Vorräten aus vielen unterschiedlichen Gründen angebracht ist, wird durch die verbissen geführte Klimadebatte verdrängt - meiner Ansicht nach mutwillig. Es ist die Angst vor Veränderungen, die die 'Klimawandel-Gegner' so verbissen an überholten Argumenten festhalten lässt.
'Keep On Rocking In A Free World' (Neil Young)
Ihre korrekte Aussage läßt sich auf alle endlichen Ressourcen übertragen. Es geht schlicht und einfach darum, mit den Vorräten, die das 'Raumschiff Erde' bietet, auszukommen. Und das nicht nur bis zur nächsten Wahl, sondern dauerhaft über Generationen, für alle Menschen auf der Erde - kurz: nachhaltig!
Von diesem Gedanken sind aber nicht nur viele Politiker, sondern auch eine Vielzahl der Foristen weit entfernt, die oft immer noch Gegenargumente zum Klimawandel suchen ('Bei uns fällt ja Schnee und der Silvester-Sekt friert ein - also kann es keine Klimakatastrophe geben!').
Dass aber ein schonender Umgang mit den Vorräten aus vielen unterschiedlichen Gründen angebracht ist, wird durch die verbissen geführte Klimadebatte verdrängt - meiner Ansicht nach mutwillig. Es ist die Angst vor Veränderungen, die die 'Klimawandel-Gegner' so verbissen an überholten Argumenten festhalten lässt.
'Keep On Rocking In A Free World' (Neil Young)
Verbale Aufgeschlossenheit bei gleichzeitig blockiertem Antrieb
Verbale Aufgeschlossenheit von Angela Merkel bei gleichzeitig blockierter Antriebskraft!?
Lieber Herr Loske,
Sie haben vollkommen Recht!
Was sollen, was können, was wollen wir uns länger an der gegenwärtig verblassenden verbalen Aufgeschlossenheit der Politiker/innen in Fragen des Zusammenhangs von Weltfinanzkrise und Klimawandel von Menschenhand erfreuen,wenn es durch die parlametarische Bank, angetrieben von Verbänden, Gewerkschaften, Stiftungen, Berater- Trusts Instituten an blockierter Antriebskraft zum Handeln nur so unstimming einstimmig krächst, knirscht und kracht.
Ist die Weltwirtschaftslage tatsächlich bereits so dramatisch durch angekündigte Rettungsschirme, Konjunkturpakete schlimmverbessert, dass Sie es vorziehen die apoklayptischen Reiter der Weltfinanzkrise zu beschweigen, weil Sie, wie Klaus Töpfer meinen:
“Hier geht es nicht um eine Finanzkrise, sondern die brachial rabiat globale Organisation der Zerstörung unseres bestehenden Weltfinanzsystems von der Dramatik und Tragödie eines Weltfinanzkrieges, um an intakten Weltfinanzsystemen vorbei, unter dem medial hochgejubelten Motto“Die Befreiung der Welt vom Geld“ den direkten räuberischen Zugriff auf Ressourcen unser Einen Welt zu organisieren“?
Wie passt Ihr „Mucksmäuschenstill“ zu Fragen der Weltökonomie in unsere Zeit der Krisen in Serie „“Gute“ Regionen „schlechte“ Regionen“, des Endes der Anbetung des Weltklerus der Ökonomie, des Beginns der zunehmenden Spaltung, gar Auflösung des Klerus unserer Weltwirtschaft in partikulare „Global- Player“ Interessen, die sich der Parole auf ihren Fahnen verschrieben “Was kümmern uns die Sorgen von Morgen, wir bestehen als hochorganisierte Meute auf der Beute von Heute“?
Bravo Herr Loske!
Sie nehmen ökologisch gesehen kein Blatt vor den Mund, außer Sie lesen es!
Warum beschweigen Sie dann aber den offenkundigen Skandal der Bundesregierung per „Rettungspaketen“, Konjunkturprogrammen, mit und ohne Nachtragshaushalt, die vom Grundgesetz (GG) verbriefte Staatshaushalts- Kontrollfunktion des Deutschen Bundestages auszuhebeln und in unerklärten „Zweckgesellschaften“ abrufbar zu parken?, bis das Geld genutzt, ungenutzt zweckgebunden oder anderweitig “Außer Kontrolle“, fern der Kontrollfunktion des Deutschen Bundestages, verbrannt?
tschüss
Joachim Petrick
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