Weihnachtspredigt Papst ruft zu Frieden und Gerechtigkeit auf

In seiner Weihnachtsbotschaft hat Benedikt XVI. die Folgen von Krieg, Terrorismus und Ausbeutung beklagt. Auch egoistisches Denken verurteilte er scharf

Papst Benedikt VXI. erinnerte in der Christmette am Heiligen Abend besonders an die vielen Kinder in Not

Papst Benedikt VXI. erinnerte in der Christmette am Heiligen Abend besonders an die vielen Kinder in Not

Vor Zehntausenden Gläubigen, darunter vielen Deutschen, wandte sich der Papst am Weihnachtstag auf dem Petersplatz in Rom gegen die "niederträchtige Logik der Konfrontation und der Gewalt". Benedikt forderte dazu auf, den Weg des Dialogs und der Verhandlungen zu gehen, "um die Spannungen innerhalb der einzelnen Länder zu überwinden und gerechte und dauerhafte Lösungen zu finden."

Weihnachten sei ein Fest des Lichts, das die Dunkelheit vertreibe, sagte der Papst. "Das göttliche Licht von Bethlehem verbreite sich im Heiligen Land, wo sich der Horizont für die Israelis und die Palästinenser erneut zu verfinstern scheint, es verbreite sich im Libanon, im Irak und im ganzen Mittleren Osten", zählte Benedikt die Konfliktherde auf. Dieses Licht, das verändere und erneuere, ersehnten auch die Bewohner von Simbabwe in Afrika, die schon zu lange von einer sich weiter verschärfenden politischen und sozialen Krise zermalmt würden. Frieden und Stabilität fehlten auch in Somalia, im sudanesischen Darfur und in der Kongo-Region Kivu.

"Wenn jeder nur an seine eigenen Interessen denkt, kann die Welt nur zugrunde gehen", mahnte Joseph Ratzinger. Die Gläubigen sollten sich mutig und mit einer solidarischen Gesinnung dagegen stemmen, dass die Menschenwürde mit Füßen getreten werde und persönlicher Egoismus oder die Interessen von Gruppen sich über das Gemeinwohl hinwegsetzten. Man dürfe sich nicht an "brudermörderischen Hass undan die Ausbeutung des Menschen durch andere Menschen gewöhnen".

Auch in den wohlhabenden Ländern wachse die Sorge angesichts einer immer unsichereren Zukunft, fügte der Papst an. Gegen das nicht enden wollende Leiden stellte er die "Verkündigung der Hoffnung, die für alle bestimmt ist und den Kern der Weihnachtsbotschaft ausmacht".

Danach spendete Benedikt bei trübem Winterwetter von der Loggia des Petersdoms aus den traditionellen Segen Urbi et Orbi (Der Stadt und dem Erdkreis). Zugleich fügte er die Weihnachtsgrüße in 64 Sprachen hinzu. Auf Deutsch sagte das 81-jährige Oberhaupt der Katholiken: "Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in Eurem Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!"

In der Mitternachtsmesse hatte der Papst zuvor die millionenfache Not armer und ausgebeuteter Kinder in der Welt beklagt und für den Frieden in Nahost gebetet. Die Menschheit brauche eine Bekehrung der Herzen, um die Welt vom Bösen zu befreien. "Nur wenn die Menschen sich ändern, wird die Welt sich ändern, und um sich zu ändern, brauchen die Menschen das Licht, das von Gott kommt."

 
Leser-Kommentare
  1. Mir kommen die Tränen. Beklagt das Elend der Kinder, welches sich als unmittelbare Folge des Teufelskreises aus Armut, mangelnder Bildung und Überbevölkerung ergibt und gleichzeitig vertritt sein Haus seit Jahrzehnten den Standpunkt Verhütungsmittel seien böse, nicht gottgewollt und deren Anwender versündigten sich an der Schöpfung. Zynismus pur. Katholische Kirche eben.

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    • TyRell
    • 25.12.2008 um 12:24 Uhr

    Hätten wir diese moralische Instanz nicht, dann wäre dieses nur halb so lebenswert.

    (...)

    Lieber TyRell, bitte enthalten Sie sich davor, eine moralische Instanz und die Religion zu kritisieren und infrage zu stellen. Aus Community-Gründen wird Ihr Kommentar daher gekürzt. Liebe Grüße, Religiöser Zeit-Mitarbeiter.

    Klarstellungen: Natürlich hat das kein Zeit-Mitarbeiter gekürzt. (Auch wenn ich jetzt gegen die weit verbreitete Meinung, dass ein gewisser J.K. zu viel kürzt, frontal anlaufe^^).

    Der Papst stirbt und kommt an die Himmelstür. Petrus begrüsst ihn und fragt nach seinem Namen."Ich bin der Papst!"..
    "Papst...Papst..", murmelt Petrus.
    "Tut mir leid, ich habe niemanden mit diesem Namen in meinem Buch"
    "Aber...ich bin der Stellvertreter Gottes auf Erden!"
    "Gott hat einen Stellvertreter auf Erden?", sagt Petrus verblüfft.
    "Komisch, hat er mir gar nicht erzählt?!"
    Der Papst läuft krebsrot an. " Ich bin das Oberhaupt der Katholischen Kirche!!!"
    "Katholische Kirche...nie gehört", sagt Petrus "Aber warte mal einen Moment, ich frag den Chef."
    Er geht nach hinten in den Himmel und sagt zu Gott: "Da, da ist einer, der sagt, er sei dein Stellvertreter auf Erden. Er heisst Papst. Sagt dir das was?"
    "Neee", sagt Gott." Kenn ich net. Weiß ich nichts von. Aber warte mal, ich frag Jesus. JEEEEEESUS!"
    Jesus kommt angerannt. " Ja Vater, was gibts?"
    Gott und Petrus erklären Jesus die Situation.
    "Moment", sagt Jesus, " Ich guck mir den mal an. Bin gleich zurück"
    Zehn Minuten später ist er wieder da, Tränen lachend.
    "Ich fass es nicht", japst er. "Erinnert ihr euch an den kleinen Angelverein, den ich vor 2000 Jahren gegründet habe? Den gibts immer noch!!!"
    _______________________________________________________
    "Ich glaube, daß die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen."
    (Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)

    Papst hat bösartiges Menschenbild ?

    # Beklagt das Elend der Kinder, welches sich als unmittelbare Folge des Teufelskreises aus Armut, mangelnder Bildung und Überbevölkerung ergibt

    Eben.
    Wie kann dann der Papst moralisch den Zeigefinger
    gegen andere Menschen schwingen ?

    • TyRell
    • 25.12.2008 um 12:24 Uhr

    Hätten wir diese moralische Instanz nicht, dann wäre dieses nur halb so lebenswert.

    (...)

    Lieber TyRell, bitte enthalten Sie sich davor, eine moralische Instanz und die Religion zu kritisieren und infrage zu stellen. Aus Community-Gründen wird Ihr Kommentar daher gekürzt. Liebe Grüße, Religiöser Zeit-Mitarbeiter.

    Klarstellungen: Natürlich hat das kein Zeit-Mitarbeiter gekürzt. (Auch wenn ich jetzt gegen die weit verbreitete Meinung, dass ein gewisser J.K. zu viel kürzt, frontal anlaufe^^).

    Der Papst stirbt und kommt an die Himmelstür. Petrus begrüsst ihn und fragt nach seinem Namen."Ich bin der Papst!"..
    "Papst...Papst..", murmelt Petrus.
    "Tut mir leid, ich habe niemanden mit diesem Namen in meinem Buch"
    "Aber...ich bin der Stellvertreter Gottes auf Erden!"
    "Gott hat einen Stellvertreter auf Erden?", sagt Petrus verblüfft.
    "Komisch, hat er mir gar nicht erzählt?!"
    Der Papst läuft krebsrot an. " Ich bin das Oberhaupt der Katholischen Kirche!!!"
    "Katholische Kirche...nie gehört", sagt Petrus "Aber warte mal einen Moment, ich frag den Chef."
    Er geht nach hinten in den Himmel und sagt zu Gott: "Da, da ist einer, der sagt, er sei dein Stellvertreter auf Erden. Er heisst Papst. Sagt dir das was?"
    "Neee", sagt Gott." Kenn ich net. Weiß ich nichts von. Aber warte mal, ich frag Jesus. JEEEEEESUS!"
    Jesus kommt angerannt. " Ja Vater, was gibts?"
    Gott und Petrus erklären Jesus die Situation.
    "Moment", sagt Jesus, " Ich guck mir den mal an. Bin gleich zurück"
    Zehn Minuten später ist er wieder da, Tränen lachend.
    "Ich fass es nicht", japst er. "Erinnert ihr euch an den kleinen Angelverein, den ich vor 2000 Jahren gegründet habe? Den gibts immer noch!!!"
    _______________________________________________________
    "Ich glaube, daß die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen."
    (Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)

    Papst hat bösartiges Menschenbild ?

    # Beklagt das Elend der Kinder, welches sich als unmittelbare Folge des Teufelskreises aus Armut, mangelnder Bildung und Überbevölkerung ergibt

    Eben.
    Wie kann dann der Papst moralisch den Zeigefinger
    gegen andere Menschen schwingen ?

    • lispm
    • 25.12.2008 um 10:48 Uhr

    die katholische Kirche könnte ja mal den kultischen Pomp aufgegeben und den in vielen Jahrhunderten geraubten Besitz den Armen geben. Man denke nur an die Plünderung Lateinamerikas...

  2. lieber Joseph Alois, dann rück deine 400 Milliarden Euro raus, dann helfen wir auch den Kindern.

    • TyRell
    • 25.12.2008 um 12:24 Uhr
    4. Aha.

    Hätten wir diese moralische Instanz nicht, dann wäre dieses nur halb so lebenswert.

    (...)

    Lieber TyRell, bitte enthalten Sie sich davor, eine moralische Instanz und die Religion zu kritisieren und infrage zu stellen. Aus Community-Gründen wird Ihr Kommentar daher gekürzt. Liebe Grüße, Religiöser Zeit-Mitarbeiter.

    Klarstellungen: Natürlich hat das kein Zeit-Mitarbeiter gekürzt. (Auch wenn ich jetzt gegen die weit verbreitete Meinung, dass ein gewisser J.K. zu viel kürzt, frontal anlaufe^^).

    Antwort auf "Zyniker"
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    • iDog
    • 25.12.2008 um 14:25 Uhr

    ist durchaus loeblich aber leider im falschen kommentar erfolgt - denken sie nochmal drueber nach.

    So ein Quark

    Bestätigt mal wieder mein Bild vom Schreiber.

    • iDog
    • 25.12.2008 um 14:25 Uhr

    ist durchaus loeblich aber leider im falschen kommentar erfolgt - denken sie nochmal drueber nach.

    So ein Quark

    Bestätigt mal wieder mein Bild vom Schreiber.

  3. sonst würde jetzt der Vatikan wie ein Sodom im Feuerregen untergehen. Wie menschlich verkommen muss man sein, um so etwas von sich zu geben.

    Und wie noch verkommener sind all die "Gläubigen", die jetzt vor solchen Weisheiten zu Boden fallen und ihr güldenes Kalb ( genannt Papst ) weiter anbeten und ihn hochleben lassen.

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    Verkehrte Welt:
    Ausgerechnet die katholische Kirche bklagt nun das Leid der Kinder! Ebenso greift Huber den Herrn Ackermann an, obwohl die EKD Millionen bei den Lehmannbrothers verloren hat, und Ackermann aber seine ihm anvertraute Bank bis jetzt am besten durchs stürmische Gewässer brachte!
    Dieses Land ist dermaßen krank, wenn es Helden diffamiert und Tätern zu Opfern ummünzen hilft! Schändlich!

    Verkehrte Welt:
    Ausgerechnet die katholische Kirche bklagt nun das Leid der Kinder! Ebenso greift Huber den Herrn Ackermann an, obwohl die EKD Millionen bei den Lehmannbrothers verloren hat, und Ackermann aber seine ihm anvertraute Bank bis jetzt am besten durchs stürmische Gewässer brachte!
    Dieses Land ist dermaßen krank, wenn es Helden diffamiert und Tätern zu Opfern ummünzen hilft! Schändlich!

  4. ..."Logik der Konfrontation"...

    So, wie ich die Position Erzengel Michaels in der Mythologie verstehe, kann er durchaus konfrontativ sein.

    Es stimmt ja nicht, daß das Christentum nicht konfrontative Momente in der Schrift hätte. Die Kirchengeschichte schon gar nicht.

    Homosexuellen macht man durch die Blume das Leben schwer, früher auch unehelichen Kindern und ihren Müttern. Die Liste ist lang. Infektionskrankheiten, die verhindert werden könnten usw.

    Dieses verdeckte Ausgrenzen und Hetzen ist auch nicht ohne, finde ich.
    Ich finde es, ehrlich gesagt, noch etwas fieser.

    FG

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    Katholische Hetzerei ist nur intellektueller geworden

    # Dieses verdeckte Ausgrenzen und Hetzen ist auch nicht ohne, finde ich.
    Ich finde es, ehrlich gesagt, noch etwas fieser.

    Das sehe ich auch so.

    Katholische Hetzerei ist nur intellektueller geworden

    # Dieses verdeckte Ausgrenzen und Hetzen ist auch nicht ohne, finde ich.
    Ich finde es, ehrlich gesagt, noch etwas fieser.

    Das sehe ich auch so.

    • iDog
    • 25.12.2008 um 14:22 Uhr

    sollten sich vor allem die menschen=amtstraeger der katholichen kirche . laecherlich anscheinend diese gesamte ansprache - unehrlich in hoechstem maße. hier sehen wir die auf links gezogene ideologie des menschenverachters aus machtgier in seine vollen bluehte. auf das der eigene teufel sie hole und nicht wieder hergebe.

    gibt der vatikan geld fuer frieden und gerechtigkeit aus ? ... oder gar fuer das "licht gottes", welche zur friedlichen einigung in der ausseinandersetzung fuehren soll?
    man hat den eindruck gott habe seine stromrechnung bei eon nicht rechtzeitig bezahlt wenn man sowas hoert. die katholische kirche als eine der reichsten non gouv. organsisationen der welt koennte einiges zur bildung des menschen beitragen, allerdings widmet sie sich der verbildung. ohne die unbgebildeten armen koennten die ihren laden naemlich laengst zumachen ... also muessen sie sich wohl oder uebel weiter der unbefleckten empfaengniss widmen ....

    viel vergnuegen dabei wuenscht iDog

    • iDog
    • 25.12.2008 um 14:25 Uhr

    ist durchaus loeblich aber leider im falschen kommentar erfolgt - denken sie nochmal drueber nach.

    Antwort auf "Aha."
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    • TyRell
    • 25.12.2008 um 15:53 Uhr

    Lieber iDog,

    wenn Sie hierüber lachen können, dann sind Sie auf dem Weg zur Besserung!

    Ich wünsche Ihnen noch eine besinnliche und angenehme Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr! Lg, TyRell.

    Religulous

    • TyRell
    • 25.12.2008 um 15:53 Uhr

    Lieber iDog,

    wenn Sie hierüber lachen können, dann sind Sie auf dem Weg zur Besserung!

    Ich wünsche Ihnen noch eine besinnliche und angenehme Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr! Lg, TyRell.

    Religulous

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