Steinbrück Das Ende des Sparminators

Das zweite Konjunkturpaket bezahlt die Bundesregierung mit riesigen neuen Schulden. Für Finanzminister Peer Steinbrück ist das ein Desaster

Angesichts explodierender Schulden könnte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) zur tragischen Gestalt der Regierung werden

Angesichts explodierender Schulden könnte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) zur tragischen Gestalt der Regierung werden

Bis vor ein paar Tagen erklärte Peer Steinbrück jedem, der es wissen oder hören wollte, in recht deftigen Worten, was er von einem zweiten Konjunkturprogramm hält: gar nichts. Von „wirkungslosem Populismus“ sprach der Bundesfinanzminister, von „sinnlosem Geldverbrennen“, von „Lemmingen“ oder von „Experten, die mit dem Zeitgeist surfen“. Doch damit ist es jetzt vorbei.

Seit dieser Woche ist klar: Die Große Koalition wird Mitte Januar ein zweites großes Konjunkturpaket auf den Weg bringen und dafür voraussichtlich etwa 20 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stellen. Die Bundesregierung wird im Januar die Störung des gesamtgesellschaftlichen Gleichgewichts feststellen und die bislang geplante Nettoneuverschuldung von 18 Milliarden im kommenden Jahr drastisch erhöhen. Und was macht der oberste Kassenwart der Republik, der eigentlich den Bundeshaushalt konsolidieren und ausgleichen wollte? Er schweigt.

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Peer Steinbrück, das ist nicht zu übersehen, hat sich verrannt. Schließlich besteht unter fast allen Experten schon seit Längerem kein Zweifel, dass ein zweites Konjunkturpaket, das diesen Namen verdient, angesichts der von Tag zu Tag dramatischeren Krisenanzeichen dringend notwendig ist. Und die Bundesregierung dafür die Schatulle öffnen muss. Nur der Finanzminister hat sich gegen diese Einsicht bislang mannhaft gewehrt. Zumindest nach außen.

Nun kommt das zweite Paket, spätestens Ende Januar. Die Vorbereitungen und Verhandlungen über die Details laufen bereits auf Hochtouren, am morgigen Donnerstag mit den Ministerpräsidenten der Länder, Anfang Januar mit den Spitzen der Großen Koalition. Die Kanzlerin und ihr Finanzminister können gar nicht mehr anders. Zu groß ist der Druck der Ökonomen, zu einheitlich sind die Forderungen aus den Parteien und aus der Wirtschaft.

„Es wächst die Erkenntnis, dass es Handlungsbedarf gibt“, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, der genau diesen Handlungsbedarf genauso wie sein Finanzminister noch vor zwei Wochen in Abrede gestellt hatte. Einen Sinneswandel habe es nicht gegeben, versichert der wackere SPD-Mann treuherzig, und fügt dann noch hinzu: „Vielleicht waren wir mit dem ersten Programm zu schnell“.

Vielleicht lässt sich aber auch nur mit einiger Not kaschieren, dass die Bundesregierung in den vergangenen Tagen eine 180-Grad-Wende vollzogen und der Finanzminister dabei als Letzter eingesehen hat, dass er sich ohne Not an der falschen Stelle als der Aufrechte gegeben hat. Selbst als Angela Merkel vor ein paar Tagen mit den Worten „Wir prüfen alle Optionen“ ihren Kurswechsel eingeleitet hatte, war dieses Signal nicht bei Steinbrück angekommen. Dabei droht der Finanzminister einen Teil jener Reputation, die er sich in den vergangenen Jahren als Sparkommissar und zuletzt als fachkundiger und entschlossenster Kämpfer gegen die Bankenkrise erworben hatte, zu verspielen.

Natürlich ist Steinbrück in keiner komfortablen Lage. Er musste schließlich zunächst gegenhalten, als sich Politiker, Experten und Lobbyisten in der Diskussion über zusätzliche Konjunkturhilfen mit immer neuen Ideen überschlugen. Es ist schließlich die Rolle des Finanzministers, solange es geht das Portemonnaie zuzuhalten, wenn andere die Spendierhosen anziehen. Rund 30 Vorschläge, die sich teilweise widersprechen, hat allein die SPD-Bundestagsfraktion gesammelt. „Wir mussten darauf achten, dass die Debatte nicht hyperventiliert“, sagt Thomas Oppermann. Sicher gab es dabei Vorschläge, die sich spätestens auf dem zweiten Blick als wenig praktikabel entpuppt haben, zum Beispiel Konsumgutscheine.

Leser-Kommentare
    • Kaito
    • 17.12.2008 um 16:31 Uhr

    Wie unsere Staatsmänner - allesamt Universitätsabgänger, Professoren, Doktoren, die intellektuelle Elite dieses Landes - wie sich diese Männer ALLE durch Lobbyismus, fehlgeleitetem Idealismus und absolut falschen Annahmen dazu ermutigen lassen, unser Land in den Ruin zu treiben!

    Jeder Ökonom lernt im ersten Semester, dass Konjunkturpakete, egal auf welchem Sektor Zeit brauchen, um zu wirken, und dass das so hochgelobte Prinzip der Nachhaltigkeit durch Fiskalismus auch sehr schnell nach hinten losgehen kann. Und was machen unsere Politiker?

    Sie stecken Milliarden Euros in die "Bildung", in die angeschlagenen Banken, und, so befürchte ich, in die Industrie. Der gemeine Bürger erfährt natürlich nicht, was mit SEINEN Steuergeldern passiert, noch erfährt er die negativen Konsequenzen - nämlich, dass erhöhte Schulden über Jahre gesehen für mehr Armut sorgen, da somit der Bürger selbst pro Kopf weiter verschuldet wird.

    Anstatt das marode und völlig hinterwäldlerische generelle System der Bildung, das System der Steuern und das noch weiter verschlimmerte Gesundheitssystem zu reformieren, wird das Geld in der Versenkung verschwinden, und kann sogar noch negative Auswirkungen haben, wie man am Deutschland der 70er Jahre gesehen hat.

    Man sollte vorher bedenken, was man mit dem Geld macht, denn so wie es aussieht ist im Moment die größere Gefahr nicht die Finanzkrise an sich, sondern kopfloses Handeln, das mit dem "Nachhaltigkeitsprinzip" begründet wird.

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    Das Bildungssystem wird bzw. muss in allen Ländern reformiert werden die das GATT Abkommen unterzeichnet haben. Die GATT Bestimmungen erlauben nicht, das die Bildungssysteme staatlich geführt werden. Mit anderen Worten, seit der Unterzeichnung der GATT Verträge wird das Bildungssystem in Deutschland und allen anderen GATT Unterzeichnern auf den Weg der Privatiserung geschickt...

    Soviel zu Reformen die uns bisher nie unter dem Siegel "der Privatisierungszwänge" verkauft wurden... damit gehen noch mehr Gelder an die Aktionäre der "Aus"Bilungskonzerne die natürlich mit ein paar lumpigen % Rendite nicht zufrieden sind.

    Das GATT hat aber eigentlich noch viel mehr Bereiche welche mal staatlich/demokratisch/sozial geführt wurden aus der einst Staatlichen Führsorge gestrichen. All diese kommunalen Mitbestimmungsrechte haben wir ohne Proteste aufgegeben.

    ----

    Das u.a. die künftigen Bundsschatzbriefe nun nur noch von denen gekauft werden können die auch noch masslos Steuersenkungen verlangen dabei aber noch auseichend Kapital ihr eigen nennen läuft daraufhinaus, das die die noch steuern bezahlen auch die künftigen Schulden der heutigen Empfänger abzahlen.

    Listig ! Oder etwa nicht ?

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    Politiker werden - göttlich

    Was kann schöner sein auf Erden
    als Politiker zu werden.

    ... und das Geld anderer ach-so-edel ausgeben.

    -------------------------

    Man kann Milliarden Gelder anderer ausgeben.

    Ob die Maßnahmen greifen,
    kann ein Normalsterblicher (also wir) eh nicht nachvollziehen.

    Wir leben von der Beurteilung der Verursacher, der Kaste der Eliten.

    Wer nur lange genug Geld ausgibt,
    profitiert von Aufschwungentwicklungen
    aus den verschiedensten Gründen.

    Klappt es waren die "weißen" Politiker die Ursache.
    Klappt es nicht, dann haben die Bürger nicht mitgemacht,
    die Opposition irgendein Gesetz torpediert, etc.

    Nach Gott haben Politiker die Wahrheit gepachtet.

    Wenn Frau Merkel vor wenigen Tagen (zehn?)) sagt, sie wolle nicht mitmachen bei einem Wettbewerb, wer wieviel Milliarden ausgibt, so kann man sich darauf verlassen, dass es nun Zahltag gibt fuer alle, die laut genug schreien: die Laender feilschen darum, in welchem Land die meisten Kilometer Strasse gebaut werden, man achtet darauf, dass nicht im Osten mehr landet als im Westen (schaut auch jemand auf den Unterschied zwischen Nord und Sued?), die CSU muss bedient werden (kriegt ja ihre Steuersenkung) - wer in die Roehre schaut, sind halt die, die eh zu wenig haben, wie zB Arbeitslose und Rentner, aber die haben eben keine Partei, die ihre Interessen vertritt - und wehe, jetzt erwaehnt einer die SPD!

    Das Bildungssystem wird bzw. muss in allen Ländern reformiert werden die das GATT Abkommen unterzeichnet haben. Die GATT Bestimmungen erlauben nicht, das die Bildungssysteme staatlich geführt werden. Mit anderen Worten, seit der Unterzeichnung der GATT Verträge wird das Bildungssystem in Deutschland und allen anderen GATT Unterzeichnern auf den Weg der Privatiserung geschickt...

    Soviel zu Reformen die uns bisher nie unter dem Siegel "der Privatisierungszwänge" verkauft wurden... damit gehen noch mehr Gelder an die Aktionäre der "Aus"Bilungskonzerne die natürlich mit ein paar lumpigen % Rendite nicht zufrieden sind.

    Das GATT hat aber eigentlich noch viel mehr Bereiche welche mal staatlich/demokratisch/sozial geführt wurden aus der einst Staatlichen Führsorge gestrichen. All diese kommunalen Mitbestimmungsrechte haben wir ohne Proteste aufgegeben.

    ----

    Das u.a. die künftigen Bundsschatzbriefe nun nur noch von denen gekauft werden können die auch noch masslos Steuersenkungen verlangen dabei aber noch auseichend Kapital ihr eigen nennen läuft daraufhinaus, das die die noch steuern bezahlen auch die künftigen Schulden der heutigen Empfänger abzahlen.

    Listig ! Oder etwa nicht ?

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    Politiker werden - göttlich

    Was kann schöner sein auf Erden
    als Politiker zu werden.

    ... und das Geld anderer ach-so-edel ausgeben.

    -------------------------

    Man kann Milliarden Gelder anderer ausgeben.

    Ob die Maßnahmen greifen,
    kann ein Normalsterblicher (also wir) eh nicht nachvollziehen.

    Wir leben von der Beurteilung der Verursacher, der Kaste der Eliten.

    Wer nur lange genug Geld ausgibt,
    profitiert von Aufschwungentwicklungen
    aus den verschiedensten Gründen.

    Klappt es waren die "weißen" Politiker die Ursache.
    Klappt es nicht, dann haben die Bürger nicht mitgemacht,
    die Opposition irgendein Gesetz torpediert, etc.

    Nach Gott haben Politiker die Wahrheit gepachtet.

    Wenn Frau Merkel vor wenigen Tagen (zehn?)) sagt, sie wolle nicht mitmachen bei einem Wettbewerb, wer wieviel Milliarden ausgibt, so kann man sich darauf verlassen, dass es nun Zahltag gibt fuer alle, die laut genug schreien: die Laender feilschen darum, in welchem Land die meisten Kilometer Strasse gebaut werden, man achtet darauf, dass nicht im Osten mehr landet als im Westen (schaut auch jemand auf den Unterschied zwischen Nord und Sued?), die CSU muss bedient werden (kriegt ja ihre Steuersenkung) - wer in die Roehre schaut, sind halt die, die eh zu wenig haben, wie zB Arbeitslose und Rentner, aber die haben eben keine Partei, die ihre Interessen vertritt - und wehe, jetzt erwaehnt einer die SPD!

  1. Erinnern wir und doch bitte, was uns all diese Auguren vor 3 Monaten, vor 6 Monaten, vor einem Jahr vor zwei Jahren alles erzählt haben. Irgendwas davon eingetroffen ?

    Dass Herr Steinbrück die Schatulle so spät wie irgend möglich öffnet, ist doch konsequent, angesichts dieser Erkenntnisse.
    Und auch: je eher er sie öffnet, um so mehr greifen rein. Vielleicht nicht immer zu Recht.

    Und wenn es schief geht, das Progamm? Welche Auguren geben dann "dem Peer die Haue". Wohl selbige.

    Mir hilft da manchmal Novalis:

    "Er weiß, dass er nichts weiß,
    wie alle anderen auch nichts wissen,
    nur weiß er, was die anderen
    und er noch lernen müssen."

    • Anonym
    • 17.12.2008 um 16:45 Uhr

    Wie kann es eigenltich sein, dass niemand auch nur einen Funken Wissen aus vergangenen Zeiten zieht? Im Artikel steht es schwarz auf weiß: 2003 ist die selbe Sache schon einmal passiert, weil sich irgendwelche Gauner mit halsbrecherischen Wetten auf sonst-welche Entwicklungen verschätzt haben und jetz exakt der selbe Mist wieder!
    Wisst ihr, eigentlich habe ich wirklich keine Lust mein Leben lang für die Fehler der vorangegangenen Generation zu zahlen. Langsam fange ich an, Sympathie für die griechischen Studenten zu entwickeln. Ich weiss nicht, ob ich damit glücklich sein soll...

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    oder wie sollen "wir" das verstehen? Haben Sie bisher eher gut oder eher schlecht von den Verdiensten der vorangegangenen Generation gelebt? Und na klar, wenn man ein Hauptstadt-Viertel demoliert, boomt hinterher die Bauwirtschaft - das ist schon in Ordnung.
    Theo Rem

    oder wie sollen "wir" das verstehen? Haben Sie bisher eher gut oder eher schlecht von den Verdiensten der vorangegangenen Generation gelebt? Und na klar, wenn man ein Hauptstadt-Viertel demoliert, boomt hinterher die Bauwirtschaft - das ist schon in Ordnung.
    Theo Rem

  2. Liebe Zeit, soltet Ihr nicht lieber dem Don Quixote der Finanzen den Rücken stärken, als ihm vorzuwerfen starsinig zu sein? Ist die Krise nicht eine klassische Überproduktionskrise? Und machen wir nicht gerade aus Angst vor der Krise die gleiche Fehler die wir nach dem Platzen der Internetblase gemacht haben und die zu der Heutigen geführt haben? Wird die nächste dann noch schlimmer?
    Steinbrück hat in der Sache schon recht und verdient Unterstützung!

    • Anonym
    • 17.12.2008 um 17:03 Uhr

    und ich nehme hierbei Bezug auf vorangehende Äußerungen meinserseits zu dieser Person, "Lichtgestalt" im Einnahmerausch und Dilettant in der Bewältigung einer ersten Bewährung.

    Politischer Verantwortung, ausgeübt im Rausch sprudelner Einnahmen, der Position des großen Verteilers ungeahnter Geldmengen ist nicht das, was solche Personen auszeichnen sollte. Herr Steinbrueck, und darin ähnelt er sehr seinem unglückseligen Vorgänger Eichel ist vom Niveau eines Kassenwartes, nicht jedoch (von dem erforderlichen) Holz eines Denkers, Analytikers und Sachkenners - finanzpolitisch eben "nur Politiker" - nicht mehr.

    Es ähnelt nachträglich der Belehrungen von Eltern an deren Kinder, wenn man die Sprüche zur Kenntnis nimmt, die medienwirksam platziert wurden und den "eisernen Steinbrueck" dem Volk vorführen sollten. All Anderen waren dumm, Opportunisten, warfen Scheiben ein um den Glaser Arbeit zu geben, und was weiß ich er alles noch so von sich gegeben hat. Er hat damit die Bestätigung der Inkompetenz, von Eitelkeit und Besserwisserei geliefert - welche er meist anderen vorwarf um sie "folgerichtig" mit Häme zu überziehen.

    Vielleicht hätte er seine (politische) Vernunft besser dazu verbraucht den Einnahmerausch und die daraus zu ziehenden Lehren dazu zu verwenden, die jetzige Blamage seiner selbst und der deutschen Finanzpolitik zu verhindern (zu suchen) - quasi seine eigenen Vorhaltungen gegenüber Dritten, dem Volk und jedem der sie nicht hören wollte auf sich selbst wirken zu lassen und rechtzeitig jene Ideen zu entwickeln die seinem Amt und seiner politischen Verantwortung entsprechen.

    Non omne quod licet honestum est.

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    Aschauer zum Finanzminister zu machen. Der wuerde uns jetzt aus dem finsteren Tal herausfuehren.

    Aschauer zum Finanzminister zu machen. Der wuerde uns jetzt aus dem finsteren Tal herausfuehren.

  3. oder wie sollen "wir" das verstehen? Haben Sie bisher eher gut oder eher schlecht von den Verdiensten der vorangegangenen Generation gelebt? Und na klar, wenn man ein Hauptstadt-Viertel demoliert, boomt hinterher die Bauwirtschaft - das ist schon in Ordnung.
    Theo Rem

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    • Anonym
    • 17.12.2008 um 17:21 Uhr

    Die Verdienste der vorangegangenen Generation? Oh, man helfe mir eben schnell auf die Sprünge, welche waren das noch gleich? Den Wiederaufbau Deutschlands haben unsere Großeltern geleistet, die 68er-Bewegung hat mehr Schaden angerichtet als Gutes (Glaubensfrage, zugegeben) und die Wiedervereinigung klappt ja bisher auch nich so rosig.
    Demgegenüber stehen zig Wirtschaftskrisen, völlig sinnlose Kriege, inklusive dem Kalten, eine Klimakatastrophe, eine demographische Entwicklung, die mir nur noch mehr Ärger machen wird, wenn ich einmal alt bin, interkultureller Terrorismus, der ebenfalls auf Fehler in kurz- bis mittelfristiger Vergangenheit zurückführbar wäre.

    Ich bin kein Freund von Pauschalisierung und ich fürchte den Vorwurf, selbstgerecht zu sein, kann ich nicht vollständig von mir weisen. Ich hatte aber auch noch nicht die Möglichkeit, etwas zu ändern. Mir wird immer nur gesagt, ich sei zu unpolitisch, faul, trinksüchtig, dumm und gewalttätig. Im Prinzip ist allein das schon eine Bankrott-Erklärung: "Wann tut ihr endlich was, um die besch... Welt, die wir euch hinterlassen, zu verbessern?!"

    Ich kann nur so viel sagen - wenn es meinen Kindern einmal schlechter geht als mir, dann würde ich vor Scham in Grund und Boden versinken und, um zum Thema zurückzukommen, diese neuen Schulden, vermeidbar oder unvermeidbar, die werden uns Jugendlichen die Welt nicht leichter machen.

    Eine Sache noch: Im Glashaus liegen Scherben, denn diese ach so großen Leistungen der vorangegangenen Generation als ebensolche zu betiteln, punkt punkt punkt

    • Anonym
    • 17.12.2008 um 17:23 Uhr

    Eine Sache hatte ich noch vergessen: Ich habe explizit die griechischen Studenten erwähnt und das mit gutem Grund - Mit linksextremistischem Gesindel, das aus purer Zerstörungswut Ladenbesitzern die Lebensgrundlage entzieht; will sagen, mit so etwas möchte ich nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.

    • Anonym
    • 17.12.2008 um 17:21 Uhr

    Die Verdienste der vorangegangenen Generation? Oh, man helfe mir eben schnell auf die Sprünge, welche waren das noch gleich? Den Wiederaufbau Deutschlands haben unsere Großeltern geleistet, die 68er-Bewegung hat mehr Schaden angerichtet als Gutes (Glaubensfrage, zugegeben) und die Wiedervereinigung klappt ja bisher auch nich so rosig.
    Demgegenüber stehen zig Wirtschaftskrisen, völlig sinnlose Kriege, inklusive dem Kalten, eine Klimakatastrophe, eine demographische Entwicklung, die mir nur noch mehr Ärger machen wird, wenn ich einmal alt bin, interkultureller Terrorismus, der ebenfalls auf Fehler in kurz- bis mittelfristiger Vergangenheit zurückführbar wäre.

    Ich bin kein Freund von Pauschalisierung und ich fürchte den Vorwurf, selbstgerecht zu sein, kann ich nicht vollständig von mir weisen. Ich hatte aber auch noch nicht die Möglichkeit, etwas zu ändern. Mir wird immer nur gesagt, ich sei zu unpolitisch, faul, trinksüchtig, dumm und gewalttätig. Im Prinzip ist allein das schon eine Bankrott-Erklärung: "Wann tut ihr endlich was, um die besch... Welt, die wir euch hinterlassen, zu verbessern?!"

    Ich kann nur so viel sagen - wenn es meinen Kindern einmal schlechter geht als mir, dann würde ich vor Scham in Grund und Boden versinken und, um zum Thema zurückzukommen, diese neuen Schulden, vermeidbar oder unvermeidbar, die werden uns Jugendlichen die Welt nicht leichter machen.

    Eine Sache noch: Im Glashaus liegen Scherben, denn diese ach so großen Leistungen der vorangegangenen Generation als ebensolche zu betiteln, punkt punkt punkt

    • Anonym
    • 17.12.2008 um 17:23 Uhr

    Eine Sache hatte ich noch vergessen: Ich habe explizit die griechischen Studenten erwähnt und das mit gutem Grund - Mit linksextremistischem Gesindel, das aus purer Zerstörungswut Ladenbesitzern die Lebensgrundlage entzieht; will sagen, mit so etwas möchte ich nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.

    • Anonym
    • 17.12.2008 um 17:21 Uhr

    Die Verdienste der vorangegangenen Generation? Oh, man helfe mir eben schnell auf die Sprünge, welche waren das noch gleich? Den Wiederaufbau Deutschlands haben unsere Großeltern geleistet, die 68er-Bewegung hat mehr Schaden angerichtet als Gutes (Glaubensfrage, zugegeben) und die Wiedervereinigung klappt ja bisher auch nich so rosig.
    Demgegenüber stehen zig Wirtschaftskrisen, völlig sinnlose Kriege, inklusive dem Kalten, eine Klimakatastrophe, eine demographische Entwicklung, die mir nur noch mehr Ärger machen wird, wenn ich einmal alt bin, interkultureller Terrorismus, der ebenfalls auf Fehler in kurz- bis mittelfristiger Vergangenheit zurückführbar wäre.

    Ich bin kein Freund von Pauschalisierung und ich fürchte den Vorwurf, selbstgerecht zu sein, kann ich nicht vollständig von mir weisen. Ich hatte aber auch noch nicht die Möglichkeit, etwas zu ändern. Mir wird immer nur gesagt, ich sei zu unpolitisch, faul, trinksüchtig, dumm und gewalttätig. Im Prinzip ist allein das schon eine Bankrott-Erklärung: "Wann tut ihr endlich was, um die besch... Welt, die wir euch hinterlassen, zu verbessern?!"

    Ich kann nur so viel sagen - wenn es meinen Kindern einmal schlechter geht als mir, dann würde ich vor Scham in Grund und Boden versinken und, um zum Thema zurückzukommen, diese neuen Schulden, vermeidbar oder unvermeidbar, die werden uns Jugendlichen die Welt nicht leichter machen.

    Eine Sache noch: Im Glashaus liegen Scherben, denn diese ach so großen Leistungen der vorangegangenen Generation als ebensolche zu betiteln, punkt punkt punkt

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    • Logeg
    • 17.12.2008 um 20:37 Uhr

    „Den Wiederaufbau Deutschlands haben unsere Großeltern geleistet“. Meine Eltern haben auch geholfen: beim Zerstören von halb Europa und beim sogenannten Wiederaufbau. Leider sind bei dem ganzen Auf- und Abreißen mehrere Millionen Menschen umgekommen. Nichts, worauf man irgendwie stolz sein könnte.

    "Mir wird immer nur gesagt, ich sei zu unpolitisch, faul, trinksüchtig, dumm und gewalttätig." Das Profil eines US-Präsidenten!!! =:)

    Aber im Ernst: wenn Sie immer mit der selben Verve und so klar argumentieren, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, ob Sie eine positive Bilanz hinterlassen!

    Lassen Sie sich bloß nicht korrumpieren; bei Menschen, die so deutlich und verständlich Ihre Meinung sagen, besteht die Gefahr gezielt ausgenutzt zu werden. Man kauft sich gerne ein, was man selber nicht kann, oder erstickt die Wahrheit mit Geld. Die Geschichtsbücher sind voll von solchen Geschichten -- Sie haben einige passende Schlagworte genannt.

    Ich freue mich auf Ihre nächsten Kommentare!
    Kai Hamann

    • Logeg
    • 17.12.2008 um 20:37 Uhr

    „Den Wiederaufbau Deutschlands haben unsere Großeltern geleistet“. Meine Eltern haben auch geholfen: beim Zerstören von halb Europa und beim sogenannten Wiederaufbau. Leider sind bei dem ganzen Auf- und Abreißen mehrere Millionen Menschen umgekommen. Nichts, worauf man irgendwie stolz sein könnte.

    "Mir wird immer nur gesagt, ich sei zu unpolitisch, faul, trinksüchtig, dumm und gewalttätig." Das Profil eines US-Präsidenten!!! =:)

    Aber im Ernst: wenn Sie immer mit der selben Verve und so klar argumentieren, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, ob Sie eine positive Bilanz hinterlassen!

    Lassen Sie sich bloß nicht korrumpieren; bei Menschen, die so deutlich und verständlich Ihre Meinung sagen, besteht die Gefahr gezielt ausgenutzt zu werden. Man kauft sich gerne ein, was man selber nicht kann, oder erstickt die Wahrheit mit Geld. Die Geschichtsbücher sind voll von solchen Geschichten -- Sie haben einige passende Schlagworte genannt.

    Ich freue mich auf Ihre nächsten Kommentare!
    Kai Hamann

    • Anonym
    • 17.12.2008 um 17:23 Uhr

    Eine Sache hatte ich noch vergessen: Ich habe explizit die griechischen Studenten erwähnt und das mit gutem Grund - Mit linksextremistischem Gesindel, das aus purer Zerstörungswut Ladenbesitzern die Lebensgrundlage entzieht; will sagen, mit so etwas möchte ich nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.

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