Österreich Haiders Tod löst weltweit Reaktionen aus
Bereits wenige Stunden nach dem tödlichen Unfall des österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider liegen weltweit Reaktionen vor. Von Deutschland über Österreich nach Israel. Eine Übersicht
Jörg Haider hat während seines Lebens stets polarisiert – in Österreich, Europa und darüber hinaus in Israel und den USA. Dementsprechend groß ist das mediale Interesse nach seinem Tod.
Die österreichische Tageszeitung Kurier schreibt in seiner Online-Ausgabe: Haider habe wichtige Themen aufgegriffen, habe allerdings "zu oft die falschen Antworten auf richtige Fragen" gefunden. Die FPÖ habe er "zu den größten Triumphen, aber auch in die größte Niederlage" geführt. Die Tageszeitung DerStandard schreibt: "Man konnte sich nie vorstellen, dass dieser zerstörerische und selbstzerstörerische Politiker einfach so in den Ruhestand oder Vorruhestand hinübergleitet. (...) Haider war ein Symbol für so unendlich vieles, was problematisch ist an Österreich, obwohl oder eher weil er so viele Hoffnungen so vieler Menschen weckte."
DerStandard
, aber auch die Tageszeitung
Presse
verzichteten auf ihren Seiten auf Forumsbeiträge. Man sehe sich gezwungen, "zu diesem Thema ausnahmsweise kein Forum einzurichten.“ Der Grund liegt in „der großen Anzahl an pietätlosen Postings“, wie es hierzu auf der Website des
Standard
heißt.
Die Online-Ausgabe der Tageszeitung
Österreich
stellte derweil ein Kondolenzbuch ins Internet. Am frühen Nachmittag sind es bereits mehr als 1000 Menschen, die sich eingetragen hatten. Unter den Unterzeichnern sind es vor allem Österreicher, aber auch Deutsche und Menschen aus anderen Ländern, die ihrer Trauer, aber auch ihrer Wut und Genugtuung Luft verschaffen. Ein Kondolent aus Deutschland schreibt etwa: "Ein politischer Lichtblick, Volksvertreter und sympathischer Mensch wird uns fehlen. Mein aufrichtiges Beileid."
Haiders Aussagen in den 90er-Jahren über die "ordentliche Beschäftigungspolitik" im Dritten Reich oder sein Lob für Mitglieder der Waffen-SS auf dem Kärntner Ulrichsberg sorgten vor allem auch in Israel für Aufregung. Aus Protest gegen den Regierungseintritt der FPÖ unter Haider im Jahr 2000, hatte Israel seinen Botschafter aus Wien abberufen. Während sich die Online-Dienste der israelischen Zeitungen am Samstag in ihren ersten Reaktionen darauf beschränkten, unkommentiert Agenturberichte wiederzugeben, veröffentlichte das Massenblatt
Yedioth Ahronoth
einen hebräischen Kommentar zu Jörg Haider mit dem Titel "Der geistige Enkel Hitlers. Wer war Jörg Haider?". Die Online-Ausgabe der Zeitung
Haaretz
erinnerte an die Parolen des "Rechtsextremisten“ und dessen familiären Hintergrund: "Der Vater des gebürtigen Oberösterreichers war Mitglied der Sturmabteilungs-Braunhemden. Seine Mutter war Lehrerin und eine Führerin in der Hitler-Jugend."
Auch zahlreiche europäische Medien nahmen den Tod Haiders zum Anlass, noch einmal an seine umstrittenen Parolen und seine politische Vergangenheit zu erinnern. Der Regierungseintritt der FPÖ im Jahr 2000 wurde innerhalb der Europäischen Union mit Sorge verfolgt. Letztlich führte diese Regierungsbeteiligung auch zu den so genannten bilateralen Sanktionen gegen Österreich. Die
Neue Zürcher Zeitung
schreibt über diese Zeit: "Wolfgang Schüssel, dessen ÖVP lediglich dritte wurde, koalierte mit der FPÖ (damals unter Haider, Anm.) statt wie angekündigt in Opposition zu gehen – und löste damit wegen der xenophoben und antisemitischen Äusserungen weltweit Missfallen und Massenproteste in Österreich aus. Die Regierungen der EU-Staaten froren ihre diplomatischen und politischen Kontakte zu Österreich ein." Die bürgerliche spanische Zeitung
El Mundo
: "Von seinen biografischen Daten bleibt seine bekennende Bewunderung für die Beschäftigungspolitik im Dritten Reich in Erinnerung."
Auch in Deutschland ist das Interesse groß. Die
Süddeutsche Zeitung
beschreibt Haider als "begnadeten Volkstribun, der zynische Rechtspopulist, der kalt berechnende Hetzer gegen Fremde und Liberale" Der
Spiegel
schreibt von ihm als einem „Lautsprecher, ein Provokateur und Stimmenfänger am rechten Rand. Durch seine ausländerfeindlichen und den Nationalsozialismus verharmlosenden Äußerungen galt er als einer der umstrittensten und international bekanntesten Politiker Österreichs."
- Datum 12.10.2008 - 11:58 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 37
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Kaum ist es 15 Stunden her, da Jörg Haider gestorben ist, schon werden wieder scharfe Geschütze gegen ihn aufgefahren als hätte er tausende tote Menschen auf sein Gewissen. Er galt als Rechtspopulist, also das was Oskar Lanfontaine bein den Linken ist, und verband damit - mehr die Interessen der einheimischen Bevölkerung zu vertreten.
Der tragische Unfall, der noch aufgeklärt werden muss, weil ein unbequemer Politiker klare Ziele formulierte hatte, steht in den nächsten Tage auf der Agenda in Österreich. Dabei steht als erste die Frage, ob die Bremsen versagt haben oder ob von außen jemand nachgeholfen hat? Der gefahrene PKW war ein VW-Phänton, einer der sichersten Limousinen die es auf dem Automarkt gibt.
KHJ aus Köln
wohl eher alter gewohnheit folgend versucht rechts zu überholen
(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Zynismus. Die Redaktion/jk)
wohl eher alter gewohnheit folgend versucht rechts zu überholen
(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Zynismus. Die Redaktion/jk)
Manipulation
Ohne
Sichtbare
Spuren
Am
Dienstwagen
?
wohl eher alter gewohnheit folgend versucht rechts zu überholen
(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Zynismus. Die Redaktion/jk)
War es nur schusslichkeit oder wie erklärt sich ihre abneigung gegen diesen humorvollen kommentar und die tatsache daß sie den [...] so stehen lassen?
[Gekürzt, wir bitten um sachliche Beiträge. Danke. /Die Redaktion pt.]
War es nur schusslichkeit oder wie erklärt sich ihre abneigung gegen diesen humorvollen kommentar und die tatsache daß sie den [...] so stehen lassen?
[Gekürzt, wir bitten um sachliche Beiträge. Danke. /Die Redaktion pt.]
zum Gott sei Dank wieder einer weniger.
ich dachte nie, dass sie so stillos sind, dachte eigentlich sie hätten Format.
Nun ja man lernt eben nie aus und so bin ich wieder mal ein wenig erfahrungsreicher geworden.
Orpheus
aber sich über den Tod eines Menschen zu freuen, ist moralisch minderwertig.
ich dachte nie, dass sie so stillos sind, dachte eigentlich sie hätten Format.
Nun ja man lernt eben nie aus und so bin ich wieder mal ein wenig erfahrungsreicher geworden.
Orpheus
aber sich über den Tod eines Menschen zu freuen, ist moralisch minderwertig.
Niemand konnte sich vorstellen, dass der vitale, energiegeladene Jörg Haider eines Tages altersschwach in Rente gehen würde, am wenigsten wohl er selbst.
Mit seinen oft widersprüchlichen, rasch gesetzten Handlungen überraschte er immer wieder die Öffentlichkeit, seine "Ich bin schon weg / Ich bin wieder da" - Sager bezüglich seines Rückzugs aus der Bundespolitik, die Abspaltung mit einigen Getreuen von einer Partei, die er selbst großmachte, um sie 2002 gegen die Wand zu fahren, und zuletzt seine überraschende, triumphale Rückkehr auf Bundesebene sind charakteristisch für einen Politiker, dem Mittelmaß stets ein Graus war, der anders sein wollte als die anderen, der ungeachtet empörter Reaktionen die Extreme liebte. Seine Politik war eine Geschichte der Gegensätze, eine Geschichte zwischen überragendem Triumph und totaler Niederlage. Wie stark er zwischen den Extremen schwankte, dem Alles oder Nichts, zeigt in bitterer Ironie - nur wenige Tage nach hochhaus gewonnener Wahl - sein tragischer Tod.
Kennen Sie H. Haider ? Hat er Ihnen etwas getan ? Sie tun gerade so, als waere Haider der Gottseibeiuns, der den Untergang des multikulti Abendlandes plante. Haider hat keinem Menschen ein Haar gekruemmt, war voellig harmlos. Ich bin kein Waehler von extremen Rechten oder Linken, finde aber, dass es einen Haider genauso wie einen Lafontaine geben sollte. Haider hat zumindest dafuer gesorgt, dass Oesterreichs Buerger ab und zu mal ueber die Weicheier-Politik ihrer Regierungen nachdachten, besonders in Bezug auf den ausser Kontrolle geratenen Zuzug von unerwuenschten Einwanderern.
Sie kritisieren den Stil anderer Nutzer und sind selbst nicht besser ("Weicheier-Politik").
Mögen Sie auch keinE WählerIn der extremen Linken oder Rechten sein, mit Ihrem Kommentar ("besonders in Bezug auf den ausser Kontrolle geratenen Zuzug von unerwuenschten Einwanderern") offenbaren Sie dennoch einen latent vorhandenen Rassismus. Und genau das ist das Problem mit Leuten wie Haider (oder Lafontaine) sie vergiften die Menschen in dem sie einen unterschwelligen Rassismus (bei Lafontaine zugegebenermaßen nicht so offen und oft) predigen und damit auf Stimmenfang gehen.
Sie kritisieren den Stil anderer Nutzer und sind selbst nicht besser ("Weicheier-Politik").
Mögen Sie auch keinE WählerIn der extremen Linken oder Rechten sein, mit Ihrem Kommentar ("besonders in Bezug auf den ausser Kontrolle geratenen Zuzug von unerwuenschten Einwanderern") offenbaren Sie dennoch einen latent vorhandenen Rassismus. Und genau das ist das Problem mit Leuten wie Haider (oder Lafontaine) sie vergiften die Menschen in dem sie einen unterschwelligen Rassismus (bei Lafontaine zugegebenermaßen nicht so offen und oft) predigen und damit auf Stimmenfang gehen.
Sie kritisieren den Stil anderer Nutzer und sind selbst nicht besser ("Weicheier-Politik").
Mögen Sie auch keinE WählerIn der extremen Linken oder Rechten sein, mit Ihrem Kommentar ("besonders in Bezug auf den ausser Kontrolle geratenen Zuzug von unerwuenschten Einwanderern") offenbaren Sie dennoch einen latent vorhandenen Rassismus. Und genau das ist das Problem mit Leuten wie Haider (oder Lafontaine) sie vergiften die Menschen in dem sie einen unterschwelligen Rassismus (bei Lafontaine zugegebenermaßen nicht so offen und oft) predigen und damit auf Stimmenfang gehen.
(Bitte unterlassen Sie derlei rassistische Äußerungen. Die Redaktion /ft)
(Bitte unterlassen Sie derlei rassistische Äußerungen. Die Redaktion /ft)
(Bitte unterlassen Sie derlei rassistische Äußerungen. Die Redaktion /ft)
(Bitte unterlassen Sie derlei rassistische Äußerungen. Die Redaktion /ft)
(Bitte unterlassen Sie derlei rassistische Äußerungen. Die Redaktion /ft)
Keiner will Ihnen vorschreiben, wie Sie Ihre Partnerwahl treffen, ob Sie sich etwas mit einer Französin oder einem Österreicher, mit einer Türkin oder einem Brasilianer vorstellen können oder nicht. Man darf doch aber von Ihnen und anderen erwarten, dass auch Sie das niemandem vorschreiben wollen, oder? Schließlich gibt es knapp 200 Staaten auf der Erde mit reichlich sechs Milliarden Einwohnern, dass sich da auch internationale Beziehungen ergeben ist doch in einer globalisierten Welt das Normalste. Und ich darf Ihnen versichern, dass die allermeisten Kinder der internationalen Paare nicht entführt werden. [Hier endet der persönlich gemeinte Teil.]
Und wenn wir jetzt schon beim Abweichen vom Thema sind, können wir ja auch mal daran erinnern, dass viele "gute deutsche Väter" ihre Frauen und Kinder mißhandeln - das ist leider immernoch ein Tabuthema. Ach ja und auch die Sache mit den Kinderschändern - das waren doch zuletzt auch immer gute Deutsche oder Österreicher. Wenn ich dann noch lese, dass NPD-Abgeordnete für diese die Todesstrafe fordern und wenig später auf deren PCs Kinderpornos entdeckt werden, da weiß ich auch nicht mehr.
So aber nunmal zurück zum Thema - solche Postings verleiten leider immer zum Rundumschlag - excusez-moi - aber manche...
Keiner will Ihnen vorschreiben, wie Sie Ihre Partnerwahl treffen, ob Sie sich etwas mit einer Französin oder einem Österreicher, mit einer Türkin oder einem Brasilianer vorstellen können oder nicht. Man darf doch aber von Ihnen und anderen erwarten, dass auch Sie das niemandem vorschreiben wollen, oder? Schließlich gibt es knapp 200 Staaten auf der Erde mit reichlich sechs Milliarden Einwohnern, dass sich da auch internationale Beziehungen ergeben ist doch in einer globalisierten Welt das Normalste. Und ich darf Ihnen versichern, dass die allermeisten Kinder der internationalen Paare nicht entführt werden. [Hier endet der persönlich gemeinte Teil.]
Und wenn wir jetzt schon beim Abweichen vom Thema sind, können wir ja auch mal daran erinnern, dass viele "gute deutsche Väter" ihre Frauen und Kinder mißhandeln - das ist leider immernoch ein Tabuthema. Ach ja und auch die Sache mit den Kinderschändern - das waren doch zuletzt auch immer gute Deutsche oder Österreicher. Wenn ich dann noch lese, dass NPD-Abgeordnete für diese die Todesstrafe fordern und wenig später auf deren PCs Kinderpornos entdeckt werden, da weiß ich auch nicht mehr.
So aber nunmal zurück zum Thema - solche Postings verleiten leider immer zum Rundumschlag - excusez-moi - aber manche...
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