Höhlenforschung

Tiefe Magie

Exzentriker heißen diese aufgespreizten Kalkablagerungen übersetzt. Fließt Wasser durch die hohlen schneeweißen Röhrchen, wachsen sie unter Wirkung von Kapillarkräften gegen die Schwerkraft wirr in alle Richtungen  |  © Max Wisshak

Sie sind eine Welt der Superlative: allein in Deutschland sind etwa 15.000 Höhlen dokumentiert, einige davon sind 50 Millionen Jahre alt. Das längste Höhlensystem liegt allerdings im US-Bundesstaat Kentucky. 650 Kilometer messen die Gänge in den Mammuthöhlen. Mit rund 2200 Metern sind die Voronya-Höhlen im Kaukasus die tiefsten der Welt. Etwas Besonderes sind jene Höhlen, in denen Tropfsteine wachsen und Skulpturen bilden. Sie entstehen, wenn Regenwasser durch Karstgebirge sickert und der darin gelöste Kalk zu Kalziumkarbonat wird. Viele der unterirdischen Schatzkammern sind bis heute nur Forschern bekannt – aus Angst vor Mineralienhändlern und Randalierern, die ihren Müll hier entsorgen. Inzwischen gehen viele Forscher allerdings an die Öffentlichkeit. Besonders dann, wenn die Höhlen in Gefahr sind: Vor Kurzem hatte der Bauleiter einer ICE-Trasse in Thüringen, eine Tropfsteinhöhle, die unterhalb der Strecke lag, kurzerhand mit Beton zugeschüttet.

Leser-Kommentare
    • Hugo_P
    • 07.01.2009 um 23:38 Uhr

    http://www.blessberghoehl...

    Da war dieletzt bei uns im Ort ein Vortrag drüber, interessante Sache.

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