Selbstverständlich geht es im Trainingslager des FC Bayern München in Dubai um die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Bundesliga. Für alle, die es noch nicht begriffen haben, hatte es Jürgen Klinsmann noch einmal klargestellt. Mit der Bemerkung: "Die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen im Hintergrund." So hatte jedenfalls der Trainer jeden Kommentar zu einem sofortigen Wechsel von Ivica Olic vom Hamburger SV, einem Tausch gar mit dem bei den Bayern genervten Lukas Podolski, abgelehnt.

Auch die Spieler haben für entsprechende Fragen ihr Sprüchlein bereit. Zum Beispiel Hamit Altintop. "Das Thema Podolski ist in der Mannschaft kein Thema", sagte der türkische Nationalspieler, dem Klinsmann kürzlich bescheinigte, er könne "den Laden zusammenhalten". Auf Nachfrage konnte Altintop sich ein wenig bayerisches Platzhirschgebaren in Richtung Olic nicht verkneifen: "Wenn ein guter Spieler kommt, sich anpasst, seine Fähigkeiten zeigt und das umsetzt, was der Trainer von ihm fordert, dann ist er immer willkommen."

Mit Altintop war gestern Mark van Bommel zur täglichen Pressekonferenz im Mannschaftshotel "The Palace" erschienen. Zu Podolski bemerkte er nur kurz: "Ich weiß nicht, was da läuft." Zu van Bommel wurde van Bommel dann schon deutlicher: "Der FC Bayern hat mir ein Angebot gemacht, über das ich bis Ende Januar nachdenke. Es sitzen zwei gleichberechtigte Parteien an einem Tisch. Ich würde gerne in München bleiben, aber nicht zu jeder Bedingung."

Die Bayern haben van Bommel einen Einjahresvertrag angeboten, den Manager Uli Hoeneß süffisant mit der Bemerkung garnierte, man könne diesen Jahr um Jahr verlängern. Van Bommel will offensichtlich eine längerfristige Bindung erwirken. "Ich bin 31, topfit, spüre, dass ich bei den großen Spielen gut mitspielen kann", stellte der Bayern-Kapitän fest. Im Übrigen gebe es Kollegen, die mit 38 noch Fußball spielten. Völlig klar, van Bommel ist unzufrieden mit der Offerte.