Artenvielfalt Bush als Naturschützer

Der scheidende US-Präsident schafft im Südpazifik ein Schutzgebiet – so groß wie Spanien. Umweltschützer freut es, Kritiker sagen, Bush wolle sich bloß profilieren

Drei neue Reservate mit einer Gesamtfläche von etwa 500.000 Quadratkilometern sollen die marine Artenvielfalt im Pazifischen Ozean schützen. Künftig wird der Meeresbergbau und die gewerbliche Fischerei nur  eingeschränkt in den Gebieten erlaubt sein, hieß es aus dem Weißen Haus. In der Region leben viele seltene Fische und Korallenarten. Gut zwei Wochen vor Ende seiner Amtszeit hat George Bush damit mehr Meeresschutzgebiete geschaffen als jeder andere Politiker in der Geschichte.

Doch gibt es Kritik: Die Washington Post schreibt, der ansonsten von Umweltschützern scharf kritisierte Präsident wolle sich nur profilieren. Die Entscheidung zeige lediglich den widersprüchlichen Kurs Bushs im Umweltschutz. Schließlich habe er in seiner achtjährigen Amtszeit verbindliche Obergrenzen zum CO 2 -Ausstoß  abgelehnt und Meeresgebiete vor der amerikanischen Küste zur Ölförderung geöffnet.

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Der Vizepräsident und Hobbyfischer Richard Cheney sei gegen die Schutzgebiete gewesen, schreibt die Zeitung. Bushs Entscheidung schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall, sagt Cheney. So bräuchten demnächst  Sportangler und fischende Ausflugsgäste in den Schutzgebieten eine Sondergenehmigung. Bush habe sich über die Einwände seines Vizes hinweggesetzt.

Die neu geschaffenen Reservate im Südpazifik schließen den Marianengraben ein sowie Gewässer nahe der amerikanischen Samoa-Inseln. Unter anderem leben dort seltene Haiarten, andere Raubfische und die Riesenlandkrabbe. Bereits im Jahr 2006 hatte Bush ein rund 350.000 Quadratkilometer großes Gebiet nordwestlich von Hawaii zum Schutzgebiet erklärt.

 
Leser-Kommentare
  1. dass herr bush bis jetzt den umweltschutz vernachlässigt hat. andererseits hat er eben jetzt dieses eine gebiet zum schutzgebiet erklärt - und erntet dafür kritik - auch von naturschützern.
    denn die umweltbewegung will nicht nur schutz, nein sie will auch ethische (hinter)gründe dafür. es soll niemand davon profitieren, weder finanziell noch imagemäßig, noch sonstwie - das bleibe bitte den ngo's vorbehalten, den einzig wahren und rechten bewahrern.

    die natur hingegen hat solche vorbehalte nicht. ihr ist es nämlich vollkommen egal wie ethisch korrekt die beweggründe sind, aus denen sie geschützt wird.

    ich arbeite seit jahren im umweltbereich, und höre immer diese ewig gleiche leier - wir täten gut daran, uns hin und wieder auf das ziel zu besinnen, das diesen diskussionen doch den eigentlichen hintergrund gibt.

    letzten endes können wir froh sein, wenn jemand vom umeltschutz profitiert - dann passiert er wenigstens.

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    Genau so sehe ich es auch. Mir ist es wurscht, warum Bush etwas in dieser Richtung tut, hauptsache er tut es. Die moralischen und ethischen Gründe hierfür sind mir wurscht. Das Ergebnis zählt. Und ich bin wahrlich kein Bush-Fan.

    Genau so sehe ich es auch. Mir ist es wurscht, warum Bush etwas in dieser Richtung tut, hauptsache er tut es. Die moralischen und ethischen Gründe hierfür sind mir wurscht. Das Ergebnis zählt. Und ich bin wahrlich kein Bush-Fan.

  2. 2. Bravo

    Genau so sehe ich es auch. Mir ist es wurscht, warum Bush etwas in dieser Richtung tut, hauptsache er tut es. Die moralischen und ethischen Gründe hierfür sind mir wurscht. Das Ergebnis zählt. Und ich bin wahrlich kein Bush-Fan.

    Antwort auf "es ist evident"
  3. Trotz seiner umweltbelastenden Kriege hat Bush dank seiner Wirtschaftskrise wirksam und konkret dafür gesorgt, dass in den USA der Benzin-, Heizölverbrauch abnahm. 25 Millionen Leute haben das Haus verloren und viele von ihnen leben gegenwärtig naturnah in Zelten - da zählt menschliche Wärme doppelt. Leute können sich keine kerosentriefenden Flüge mehr leisten. Zum Vergleich : Al Gore redete nur davon und hat den Nobelpreis erhalten. Bush ist ein Macher. Und das im Pazifik ist die Nachspeise. Man sollte nicht nur schlechtes über Alkoholiker sagen.

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