8. Kriegstag Israel startet Bodenoffensive
Israelische Soldaten sind in den Gaza-Streifen einmarschiert. Damit hat nach acht Tage langen Luftangriffen eine neue Phase des Kriegs gegen Hamas begonnen

© Fadi Adwan/Getty Images
Das Haus eines Hamas-Führers in Trümmer gebombt. Helfer suchen nach Leichen
Die israelische Armee werde einige Gebiete einnehmen, aus denen Raketen auf Israel abgefeuert worden sein, sagte eine Sprecherin der Armee am Samstagabend. "Ziel ist es, die Terror-Infrastruktur der Hamas zu zerstören", sagte sie. Verteidigungsminister Ehud Barak kündigte eine lange Operation an. Der angelaufene Bodeneinsatz werde "nicht einfach und nicht kurz sein", sagte er bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz am Samstagabend.
Ein palästinensischer Augenzeuge berichtete, eine kleine israelische Militärkolonne sei unterstützt von Kampfhubschraubern in den Gaza-Streifen aufgebrochen. Die Gruppe habe den Grenzzaun bei Dunkelheit überquert, berichtete der Einwohner der Stadt Beit Lahija in Nord-Gaza. Auf Live-Bildern waren schwere Explosionen in Gaza zu sehen. Leuchtkugeln erhellten den Himmel, während Rauchsäulen aufstiegen.
Wie weit die Truppen in den Gaza-Streifen eindrangen, war zunächst nicht zu erkennen. Israel hatte seit Tagen Panzer und Infanteristen für eine Bodenoffensive zusammengezogen. Am Nachmittag hatte die Armee erstmals Artillerie eingesetzt. Acht Tage lang hatte sie ausschließlich aus der Luft angegriffen. Kurz nach Beginn der Bodenoffensive leitete die israelische Armee die Mobilisierung von Tausenden von Reservisten, berichtete das israelische Radio.
Die Hamas drohte mit einer harten Antwort auf die Bodenoffensive. Israel werde einen "schweren Preis" für die Invasion zahlen, hieß es in einer Reaktion des bewaffneten Arms von Hamas in Gaza. Die israelischen Soldaten würden damit näher an die Falle rücken, die Hamas-Kämpfer für sie vorbereitet hätten, hieß es. Die Organisation hat mehr als 16.500 Mann unter Waffen.
Hamas-Politbürochef Chaled Maschaal hatte zuvor angekündigt, seine Organisation werde nicht aufgeben und vor Israel kapitulieren. "Die Widerstandsgruppe und ihre Organisationsstruktur sind ausgezeichnet, und die Verluste sind geringfügig", sagte er in Damaskus. Maschaal warnte Israel vor einer Bodenoffensive im Gaza-Streifen. "Ihr Soldaten der Besatzungsmacht müsst begreifen, dass auf Euch das dunkle Schicksal von Tod, Verletzung und Gefangennahme wartet", sagte er.
Nach palästinensischen Angaben ist die Zahl der Todesopfer am achten Tag der israelischen Angriffe auf über 470 gestiegen. Unter den Opfern seien 75 Kinder und Jugendliche sowie 37 Frauen. Mehr als 2300 Palästinenser wurden demzufolge bisher verletzt. 400 Menschen schwebten in Lebensgefahr. Viele von ihnen können nicht ausreichend medizinisch versorgt werden. Unter den Toten am Samstag war der ranghohe Kommandeur Abu Zakaria al-Dschamal. Im Gegenzug feuerten militante Palästinenser 15 Raketen auf Israel. Zwei Israelis wurden verletzt. In einem Wohnhaus brach Feuer aus.
- Datum 05.01.2009 - 10:28 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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auch mal über die vielen Demonstrationen im Gaza gegen den Raketenbeschuss Israels berichten könnte.
[Ironie off]
Ich denke schon.
Nein, unsere braven Deutschen und westlichen Medien natürlich nicht. Wo kämen wir da hin?
Was unterscheidet den billigend in Kauf genommen Tod palästinensischer Zivilisten beim Bombardieren vom Tod israelischer Zivilisten bei einem Selbstmordanschlag ?
Eben.
Nichts.
Die Raketen von Seiten der Palästinser richten sich NUR gegen die Zivilbevölkerung Israels.
Beschuss von Seiten Israels ist so (relativ) zielgerichtet gegen strategische Ziele, dass die Zivilbevölkerung im Umkreis der Ziele sogar telefonisch gewarnt werden kann (und wird, das zumindest sagen andere Artikel der "Zeit" und andere Zeitungen).
Dass die dann von ihrer Führung aufgefordert wird, erst recht sich auf den Dächern im Zielgebiet zu versammeln (zwecks besserer Propagandabilder) und das auch tun, das wird ebenfalls von mehreren Seiten berichtet.
Die Raketen von Seiten der Palästinser richten sich NUR gegen die Zivilbevölkerung Israels.
Beschuss von Seiten Israels ist so (relativ) zielgerichtet gegen strategische Ziele, dass die Zivilbevölkerung im Umkreis der Ziele sogar telefonisch gewarnt werden kann (und wird, das zumindest sagen andere Artikel der "Zeit" und andere Zeitungen).
Dass die dann von ihrer Führung aufgefordert wird, erst recht sich auf den Dächern im Zielgebiet zu versammeln (zwecks besserer Propagandabilder) und das auch tun, das wird ebenfalls von mehreren Seiten berichtet.
gelesen habe, stammt aus der Feder von Uri Avnery:
http://www.lebenshaus-alb...
Noch ein Wort zur ZEITüberschrift; sie ist unvollständig. Richtigerweise muß sie lauten: "Luftangriffe Tag und Nacht gegen Menschen ohne Luftabwehr".
_______________________________________________________
"Ich glaube, daß die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen."
(Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)
"Luftangriffe .. gegen Menschen ohne Luftabwehr" ist also kein Argument.
Und:
Uri Avnery ist ein schönes Zeichen dafür, dass in Israel Systemkritik nicht nur erlaubt ist, sondern auch Unterstützung findet.
(selbst wenn sie von in diesem Fall ziemlich senilen Menschen kommt)
Wenn das in palästinensischen Kreisen auch möglich wäre, gäbe es vielleicht kein Problem mehr, sondern längst einen funktionierenden Palästinserstaat.
"Luftangriffe .. gegen Menschen ohne Luftabwehr" ist also kein Argument.
Und:
Uri Avnery ist ein schönes Zeichen dafür, dass in Israel Systemkritik nicht nur erlaubt ist, sondern auch Unterstützung findet.
(selbst wenn sie von in diesem Fall ziemlich senilen Menschen kommt)
Wenn das in palästinensischen Kreisen auch möglich wäre, gäbe es vielleicht kein Problem mehr, sondern längst einen funktionierenden Palästinserstaat.
"Luftangriffe .. gegen Menschen ohne Luftabwehr" ist also kein Argument.
Und:
Uri Avnery ist ein schönes Zeichen dafür, dass in Israel Systemkritik nicht nur erlaubt ist, sondern auch Unterstützung findet.
(selbst wenn sie von in diesem Fall ziemlich senilen Menschen kommt)
Wenn das in palästinensischen Kreisen auch möglich wäre, gäbe es vielleicht kein Problem mehr, sondern längst einen funktionierenden Palästinserstaat.
Es gibt Leute, die sich Ironie leisten können - aus sicherer Distanz lässt es sich ohne Gefahr und problemlos angehen, Kriegsopfer mit ironischer Attitüde zu verspotten.
Besonders leicht ist die Anwendung von Ironie gegenüber Menschen, bei denen man ohne Anstrengung festzustellen meint, dass sie sich nicht auf dem gleichen "zivilisatorischen" Niveau bewegen wie man selber. Konkret: Wer keine Helikopter, keine Jadflugzeige, keine Kampfarmada sein eigen nennen kann, soll sich gefälligst ducken und das höhere zivilisatorische Niveau der Bombenabwerfer stilslchweigend akzeptieren. Im übrigen: Weshalb dieser Niveauunterschied besteht, muss ja nicht weiter untersucht werden. Hauptsache, man hat den unter dem eignenen Niveau Lebenden eins ausgewischt.
http://www.spiegel.de/pol...
(Eine individuelle Erfahrung, welche zeigt, wie eds sich unter dem Bombenhagel der israelischen "Zivilisation" lebt)
im von Ihnen genannten SPON-Artikel:
Eine Ex-Deutsche lebt im Norden des Gaza, also genau dort, wo ständig Raketen gegen Israel abgeschossen werden (nach eigener Aussage!).
Auf die Frage ihrer Kinder, warum Israel zurückschießt,
genau auf DIESE Frage fällt ihr jedoch keine Antwort ein.
Fazit:
Diese Ex-Deutsche hat mal deutsche Schulen (sogar eine Universität hier) besucht, sollte also eigentlich dazu fähig sein, kritisch zu denken, bevor sie den Palästinser geheiratet hat. Sie ist es nicht, bleibt die Frage:
Trat die Verblödung schon vorher auf oder erst danach?
Dass die Schulerziehung im Gazastreifen (leider auch mit EU-Hilfe) sehr einseitig auf Verdummung basiert, ist ja Fakt. Aber dass auch nach Besuch deutscher Schulen solche straffe Identitätsentwicklung möglich ist, ist wirklich besorgniserregend.
Wer hier Israel schlecht macht und dabei glatt "vergisst" zu erwähnen, dass das friedliebende Volk der Palästinenser in den letzten 3 Jahren 8000 Raketen auf Israel geschossen hat, der ist fürwahr nicht ironisch - sondern verlogen.
im von Ihnen genannten SPON-Artikel:
Eine Ex-Deutsche lebt im Norden des Gaza, also genau dort, wo ständig Raketen gegen Israel abgeschossen werden (nach eigener Aussage!).
Auf die Frage ihrer Kinder, warum Israel zurückschießt,
genau auf DIESE Frage fällt ihr jedoch keine Antwort ein.
Fazit:
Diese Ex-Deutsche hat mal deutsche Schulen (sogar eine Universität hier) besucht, sollte also eigentlich dazu fähig sein, kritisch zu denken, bevor sie den Palästinser geheiratet hat. Sie ist es nicht, bleibt die Frage:
Trat die Verblödung schon vorher auf oder erst danach?
Dass die Schulerziehung im Gazastreifen (leider auch mit EU-Hilfe) sehr einseitig auf Verdummung basiert, ist ja Fakt. Aber dass auch nach Besuch deutscher Schulen solche straffe Identitätsentwicklung möglich ist, ist wirklich besorgniserregend.
Wer hier Israel schlecht macht und dabei glatt "vergisst" zu erwähnen, dass das friedliebende Volk der Palästinenser in den letzten 3 Jahren 8000 Raketen auf Israel geschossen hat, der ist fürwahr nicht ironisch - sondern verlogen.
Die Raketen von Seiten der Palästinser richten sich NUR gegen die Zivilbevölkerung Israels.
Beschuss von Seiten Israels ist so (relativ) zielgerichtet gegen strategische Ziele, dass die Zivilbevölkerung im Umkreis der Ziele sogar telefonisch gewarnt werden kann (und wird, das zumindest sagen andere Artikel der "Zeit" und andere Zeitungen).
Dass die dann von ihrer Führung aufgefordert wird, erst recht sich auf den Dächern im Zielgebiet zu versammeln (zwecks besserer Propagandabilder) und das auch tun, das wird ebenfalls von mehreren Seiten berichtet.
im von Ihnen genannten SPON-Artikel:
Eine Ex-Deutsche lebt im Norden des Gaza, also genau dort, wo ständig Raketen gegen Israel abgeschossen werden (nach eigener Aussage!).
Auf die Frage ihrer Kinder, warum Israel zurückschießt,
genau auf DIESE Frage fällt ihr jedoch keine Antwort ein.
Fazit:
Diese Ex-Deutsche hat mal deutsche Schulen (sogar eine Universität hier) besucht, sollte also eigentlich dazu fähig sein, kritisch zu denken, bevor sie den Palästinser geheiratet hat. Sie ist es nicht, bleibt die Frage:
Trat die Verblödung schon vorher auf oder erst danach?
Dass die Schulerziehung im Gazastreifen (leider auch mit EU-Hilfe) sehr einseitig auf Verdummung basiert, ist ja Fakt. Aber dass auch nach Besuch deutscher Schulen solche straffe Identitätsentwicklung möglich ist, ist wirklich besorgniserregend.
Seit 1967 besetzt Israel die Westbank und bis vor kurzem auch Gaza. Seit Israel Gaza nicht mehr besetzt hält, werden die dort lebenden 1,5 Millionen Bewohner durch Israel eingesperrt gehalten. Die Bevölkerung hat nur dann eine gewisse Bewegungsfreiheit, wenn Israel solcherlei zulässt.
Israel hat zahlreiche Siedlungen in das besetzte Gebiet der Palästinenser hineingebaut und hat sich damit unter anderem ein Sicherheitsproblem eingehandelt, das nicht bestehen würde, hätte sich Israel an UN-Resolutionen und an das Völkerrecht gehalten.
Lange Jahre, bevor die ersten die Hamas-Raketen abgeschossen worden sind, war die israelische Besatzung. Israel beherrscht die Palästinenser seit Jahrzehnten nach Lust und Laune. Unter Nethanjahu und unter Sharon wurde beispielsweise jeder Ansatz, zivilgesellschaftliche Strukturen zu schaffen, zerstört (in Ramallah wurden sogar die Geburtsregister Palästinas vernichtet).
Vor den jüngsten und anhaltenden Raketenabschüssen aus dem Gazastreifen heraus hat Israel Gaza von jeglichem Nachschub abgeschnitten - schon vergessen?
Aber das spielt für Sie keine Rolle. Für Sie ist alles, was Israels Machtpolitik tut und tun wird, berechtigt. Alles, was Gegner dieser Machtpolitik unternehmen, ist "unkritisch", ist "dumm". Ihre Postings sprechen ausschliesslich diese Sprache.
Um solcherlei festzustellen, bedienen Sie sich unredlicher Argumentationsmittel: Sie schreiben, dass palästinenschische Schüler an ihren Schulen gegen Israel aufgehetzt würden. Was passiert wohl an israelischen Schulen gegenüber palästinenschischen Lebenswünschen? Das heisst: Erstens: Woher wissen Sie, was an "den" palästinensischen Schulen unterrichtet wird. Zweitens: Welche Beurteilungparameter benutzen Sie? Drittens: Woher wissen Sie, was - im Vergleich, denn darum handelt es sich- in Israel an "kritischem" Denken vermittelt wird?
Schliesslich übersehen sie konsequent, also wohl bewusst, dass "die" Palästinenser keineswegs unisono dasselbe tun, denken, gleich handeln. dass innerhalb dieser Gesellschaft vielmehr zahlreiche Diskussonen, politische Vorstellungen und Handlungsabsichten existieren. Es gibt nicht auf der einen Seite "die" Bösen, also die Palästinenser, und auf der anderen Seite "das" Opfer, die Militärgrossmacht Israel.
Ironisch: Wer mit dem Zeigefinger auf andere zeigt, zeigt vom Mittel- bis zum kleinen Finger auf sich selber zurück.
Real: Israel ist eine Besatzungsmacht. Nicht vorübergehend, sondern seit 1967. Israel hat in dieser Zeit Millionen von Palästinensern Unrecht angedeihen lassen.
Seit 1967 besetzt Israel die Westbank und bis vor kurzem auch Gaza. Seit Israel Gaza nicht mehr besetzt hält, werden die dort lebenden 1,5 Millionen Bewohner durch Israel eingesperrt gehalten. Die Bevölkerung hat nur dann eine gewisse Bewegungsfreiheit, wenn Israel solcherlei zulässt.
Israel hat zahlreiche Siedlungen in das besetzte Gebiet der Palästinenser hineingebaut und hat sich damit unter anderem ein Sicherheitsproblem eingehandelt, das nicht bestehen würde, hätte sich Israel an UN-Resolutionen und an das Völkerrecht gehalten.
Lange Jahre, bevor die ersten die Hamas-Raketen abgeschossen worden sind, war die israelische Besatzung. Israel beherrscht die Palästinenser seit Jahrzehnten nach Lust und Laune. Unter Nethanjahu und unter Sharon wurde beispielsweise jeder Ansatz, zivilgesellschaftliche Strukturen zu schaffen, zerstört (in Ramallah wurden sogar die Geburtsregister Palästinas vernichtet).
Vor den jüngsten und anhaltenden Raketenabschüssen aus dem Gazastreifen heraus hat Israel Gaza von jeglichem Nachschub abgeschnitten - schon vergessen?
Aber das spielt für Sie keine Rolle. Für Sie ist alles, was Israels Machtpolitik tut und tun wird, berechtigt. Alles, was Gegner dieser Machtpolitik unternehmen, ist "unkritisch", ist "dumm". Ihre Postings sprechen ausschliesslich diese Sprache.
Um solcherlei festzustellen, bedienen Sie sich unredlicher Argumentationsmittel: Sie schreiben, dass palästinenschische Schüler an ihren Schulen gegen Israel aufgehetzt würden. Was passiert wohl an israelischen Schulen gegenüber palästinenschischen Lebenswünschen? Das heisst: Erstens: Woher wissen Sie, was an "den" palästinensischen Schulen unterrichtet wird. Zweitens: Welche Beurteilungparameter benutzen Sie? Drittens: Woher wissen Sie, was - im Vergleich, denn darum handelt es sich- in Israel an "kritischem" Denken vermittelt wird?
Schliesslich übersehen sie konsequent, also wohl bewusst, dass "die" Palästinenser keineswegs unisono dasselbe tun, denken, gleich handeln. dass innerhalb dieser Gesellschaft vielmehr zahlreiche Diskussonen, politische Vorstellungen und Handlungsabsichten existieren. Es gibt nicht auf der einen Seite "die" Bösen, also die Palästinenser, und auf der anderen Seite "das" Opfer, die Militärgrossmacht Israel.
Ironisch: Wer mit dem Zeigefinger auf andere zeigt, zeigt vom Mittel- bis zum kleinen Finger auf sich selber zurück.
Real: Israel ist eine Besatzungsmacht. Nicht vorübergehend, sondern seit 1967. Israel hat in dieser Zeit Millionen von Palästinensern Unrecht angedeihen lassen.
@ "Berliner", "blurred" & Co. : Sie verurteilen die Unverhältnismäßigkeit der israelischen Angriffe auf Gaza unaufhörlich als "Massenmord". Ihr einziges Argument bisher ist die große Anzahl der Toten in Gaza der letzten Tage.
Wieso finden tausende Tote und Verletzte durch Hamas Selbstmordanschläge und Raketen der letzten Jahre auf israelischer Seite keine Erwähnung ?
Warum kommen von ihnen keine klaren Lösungsvorschläge, wie Israel sich vor Raketenbeschuß auf Familienhäuser und Terroranschläge auf Marktplätzen wehren kann.
Es ist Fakt, daß 40 Jahre Verhandlungen keine Lösung gebracht haben. Nicht mal Oslo II.
Nun gibt es genau zwei klare Lösungsansätze :
1. Israel zieht sich auf seine Minimalgrenzen zurück und überläßt Gaza, Westjordanland inklusive sämtlicher Siedlungen den Palästinensern, also konkret Hamas und Fatah.
2. Israel löscht Hamaskämpfer und Hamasinfrastruktur soweit aus, daß Fatah zur alleinigen Palästinenserautorität wird.
Lösung 1. halte ich für unmöglich, weil Hamas die komplette Vertreibung der Juden anstrebt. Dies steht eindeutig im Parteiprogramm, wird ständig in Kundgebungen wiederholt und in der Praxis durch Terror vorangetrieben.
Lösung 2. halte ich für realistisch, weil Abbas und seine Fatah international anerkannt sind und sich seit Jahren konstruktiv und kompromißbereit am Friedensprozess beteiligen.
Darum sind die schweren Militärschläge gegen Hamas, bei denen leider auch Zivilisten sterben, die einzige Lösung und das kleinere Übel.
Alle anderen Lösungsversuche lassen die Palästinenser auf kleiner Flamme sterben. Das wäre dann in der Tat Völkermord.