Hat mein Baby gesunde Ohren? Eltern, die das mit einem Hörtest untersuchen lassen wollen, müssen nichts mehr dafür bezahlen. Seit dem 1. Januar 2009 übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Hörtest bei Neugeborenen.

Wozu ist die Untersuchung gut?

Etwa eines von 500 Kindern kommt schwerhörig oder taub zur Welt. Ohne einen Hörtest wird das aber häufig erst im Alter von zwei bis vier Jahren erkannt. Nur selten merken die Eltern, dass ihr Kind mit vier oder sechs Monaten nicht auf laute Geräusche reagiert und zum Beispiel nicht aufschaut, wenn sein Name gerufen wird.

Erst wenn die Sprachentwicklung zurückbleibt, fällt wirklich auf, dass etwas nicht stimmt. Dann ist es allerdings zu spät, um die Defizite beim Spracherwerb auszugleichen.

Der neue Standardhörtest soll sicherstellen, dass die Schwerhörigkeit sofort nach der Geburt diagnostiziert wird. Gehörlose und stark schwerhörige Kinder können dann rechtzeitig ein "Cochlear-Implantat" bekommen. Eine solche Hörprothese wandelt den Schall in elektrische Impulse um, die direkt ans Gehirn weitergeleitet werden.

Je früher sie eingepflanzt wird, desto bessere Chancen haben die Kinder, die Sprache richtig zu lernen. Für wen ein Implantat infrage kommt und wie es funktioniert, erfahren Eltern bei der Deutschen Cochlear-Implant-Gesellschaft. Auch Kinder mit einer leichteren Schwerhörigkeit können durch eine frühe Diagnose in ihrer Sprachentwicklung besser gefördert werden – zum Beispiel durch ein spezielles Hör- und Sprachtraining.