Konjunktur 2009 Sinn und Walter sehen schwarz

Der Ifo-Chef sagt Deutschland den schwersten Abschwung seit Kriegsende voraus. Der Deutsche-Bank-Chefvolkswirt ist noch skeptischer. Die Krise erreicht den Arbeitsmarkt

Ökonom Sinn sagte der BILD-Zeitung: "Die deutsche Wirtschaft steht vor der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Auch für das Jahr 2010 sehen wir noch keinen Aufschwung." Die Wirtschaftsleistung werde 2009 um mindestens zwei Prozent schrumpfen.

Die meisten Experten sagen ein Minus in dieser Höhe voraus. Pessimistischer ist der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter. Er denkt, dass die Gefahr eines regelrechten Absturzes der deutschen Wirtschaft gestiegen ist. "Die Situation hat sich in den vergangenen sechs Wochen weiter verschlechtert", sagte Walter am Montag. Das Risiko, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um vier Prozent schrumpfe, habe zugenommen, denn wichtigen Handelspartnern, neben europäischen Ländern auch Japan und vielen rohstoffexportierenden Staaten, gehe es schlechter.

Kritik übte Walter am geplanten Konjunkturprogramm der Bundesregierung. Der diskutierte Umfang in Höhe von 50 Milliarden Euro sei zwar in Ordnung. "Aber mich besorgt der Inhalt des Paketes", sagte Walter. Zu viel Geld sei für Investitionen geplant, die in diesem Jahr nicht mehr voll wirksam würden. Das helfe nicht über die schwierige erste Jahreshälfte hinweg.

Die meisten Ökonomen rechnen 2009 mit einer negativen Entwicklung am Arbeitsmarkt, so auch Sinn: "Die Arbeitslosigkeit wird bis zum Dezember um eine halbe Million steigen", sagte der Ifo-Präsident. 2010 könnten demnach sogar vier Millionen Menschen arbeitslos sein.

Experten gehen davon aus, dass die Trendwende am Arbeitsmarkt bereits stattgefunden hat. Offizielle Zahlen gibt die Bundesagentur für Arbeit zwar erst am kommenden Mittwoch bekannt. Doch Bankenvolkswirte rechnen damit, dass die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2008 um etwa 70.000 bis 110.000 gestiegen ist. Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit zum Jahresende hin gilt als normal, doch im Jahr zuvor fiel der Anstieg nur etwa halb so groß aus.

Einziger Lichtblick sei die Inflation, sagte Sinn: Wegen des Ölpreis-Einbruchs sinke die Teuerungsrate 2009 im Schnitt auf 0,9 Prozent.

Der Krieg in Gaza und der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine haben die Ölpreise zuletzt jedoch wieder steigen lassen. Ein Fass (159 Liter) der Sorte WTI kostete am Montagnachmittag knapp 46 Dollar, nachdem er am Morgen noch über 48 Dollar geklettert war. OPEC-Rohöl kostete am Freitag 39,95 US-Dollar.

Seit dem Beginn der Angriffe Israels auf den Gaza-Streifen kurz nach Weihnachten hat sich Öl um rund 25 Prozent verteuert. Händlern zufolge schwelt im Markt die Sorge vor Auswirkungen des Konflikts auf wichtige Ölländer im Mittleren Osten wie Iran. Das dämpft die Wirkung der Wirtschaftskrise auf den Ölpreis, hebt sie aber nicht auf: Immer noch ist Öl deutlich billiger als im vergangenen Sommer. Damals kostete ein Fass des Rohstoffs wochenlang mehr als 130 Dollar.

 
Leser-Kommentare
    • Manu84
    • 05.01.2009 um 16:44 Uhr

    Warum muss eine qualitativ hochwertige Zeitung ausgerechnet Professor Sinn zitieren? SOllte es nicht zu denken geben, dass dieser "Wissenschaftler" seine Meinung immer in der Bildzeitung abdrucken lässt? Gibt es nicht haufenweise seriöse Wissenschaftler, die auch Prognosen stellen? Was wird Professor Sinn wohl noch zu dieser Krise zu sagen haben? Wahrscheinlich folgendes: Arbeitnehmerrechte beschneiden, Unternehmenssteuern und Sozialabgaben senken. Also dasselbe Rezept wie die letzten 10 Jahre.

  1. Die hochbezahlte "wissenschaftliche Prognostik" mit nachweislich falschen Arbeitslosenzahlen ist an Realsatire kaum zu überbieten.
    Vor kurzem wurde noch der Aufschwung medial ganz groß abgefeiert.
    Mein Lösungsvorschlag: Einfach keine Löhne mehr zahlen, dann gibt's auch wieder Arbeit!
    Jawoll!

    rheinelbe

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    köstlich : )

    köstlich : )

  2. Die Pessimisten sind ein Teil des Problems. Die Vorhersage von schlechten Zeiten führt zum Sparen beim Bürger und in der Wirtschaft. Das Sparen führt zum Konjunkturabschwung und schon haben die Wahrsager recht.

  3. Die Prognosen Sinns und Walters verführen nicht gerade dazu, die Spendierhosen anzuziehen. Aber auch ohne deren düstere Prophezeiungen müsste man schon einige Sunny-Day-Pillen geworfen haben, um ausgerechnet jetzt konsumptiv aufzutrumpfen. Gesundbeterei bringt gar nichts. Dafür ist ohnehin die Regierung zuständig.

    Eher geeignet, die Konsumfreude zu befeuern, ist da die Garantie der Bundesregierung für alle Sparguthaben. Das kann man nur nur als Signal verstehen, dass es höchste Zeit für die Flucht in die Sachwerte ist.

  4. Dem Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Diese Art von Experten sollten aufhören, die Bundesbürger für dumm zu verkaufen. Sie sind wie Kartenleser, die meist daneben liegen.

  5. Ich frage mich, wie eine seriöse Zeitung bzw. die Redaktion immer wieder dazu kommt, die "Untergangspropheten" Sinn, Walter oder die anderen "Wirtschaftweisen" zu befragen oder deren Ansichten zu publizieren !

    Wenn man einmal deren Ausblicke und Prophezeiungen in den letzten fünf oder mehr Jahren mit der Wirklichkeit vergleicht, so wird man eine 0% Trefferquote zwischen Vorhersage und der eingetretenen Wirklichkeit erkennen. Offensichtlich sollten wir lernen, dass zwischen Volkswirtschaftslehre (und noch viel mehr Betriebswirtschaftslehre) und Astrologie keinerlei Unterschied besteht.
    Ein einfacher Test : wer von diesen Auguren hat den den Crash dieser Blase oder der von 2000 vorhergesagt - KEINER !!

    Deshalb sollte man derartige Prognosen auf der Seite Vermischtes ablegen. da wo das Tages- bzw Wochenhoroskop oder das Kreuzworträtsel steht,. Sie gehören aber auf gar keinen Fall in eine seriöse Zeitung.

    Im übrigen bei Gebiete gehören auch auf keinen Fall in das Portofolio einer Universität, da sie mit Wissenschaft nichts zu tun haben, oder ist Astrologie ein akademisches Fach.

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    Die VWL liefert, genauso wie die BWL, viele wichtige Erkenntnisse. Das Problem ist nicht das Fach, sondern das System.

    Die eigentliche VWL - vor alem die Wirtschaftshistoriker - fristen ein tristes Dasein am Rand der Warnehmung. Wohingegen die Lobbyisten sich als VWLer bezeichen und als Mietmäuler agieren.

    Das System fördert angepasste Denker - viele VWL Lehrstühle werden von Mathematikern besetzt, welche in Modellen denken, die mit dem wahren Leben nichts mehr zu tun haben.

    Daher sollte man die meisten "Ökonomen" als das wahrnehmen was Sie sind - Cheflobbyisten.

    Die wirklichen Ökonomen werden nicht in Talkshows eingeladen oder in Zeitungen zitiert. Die aktuellen Entwicklungen sind Systemimmanent und die Auswirkungen werden gravierend sein - deswegen geht die Welt nicht unter, auch müssen wir im Winter nicht frieren oder verhungern - allerdings kann es sein, dass viele (Schein)arbeitsplätze verloren gehen werden.

    Nur so zum Nachdenken: Wenn wir jedes Jahr soviele Autos produzieren, dass jeder, der möchte, jedes Jahr ein neues Auto erhalten könnte, was passiert dann mit den 1 Jahr alten Autos?

    Was passiert, wenn wir soviel produzieren können, aber eigentlich die Produkte bereits haben und nicht mehr brauchen? Wieviele TV's, Esspressomaschinen und Urlaubsaufenthalte braucht man um gücklich zu sein? Ist das nicht vielleicht auch ein Kernthema?

    Das ist immer so eine Sache, seriös hin oder her. "Der Mensch" - ob in der Ausprägung Bildzeitungsleser oder Zeitleser - sucht eben nach Orientierung, und jede Zeit hat die eigenen Orientierungsgeber.

    Das waren früher mal Religion(en) und deren Oberhäupter, die häufig genug den Sinn negativer Entwicklungen als Strafe ansahen und klare Handlungsanweisungen gaben, wie der / die Götter zu besänftigen sind.

    Dann wurde es "Mode", in der wirtschaftlichen / geschichtlichen Entwicklung logisch nachvollziehbare "Naturgesetze" zu vermuten, was auch nicht so richtig funktioniert hat. Beiden Modellen gemeinsam war und ist, dass sie einen Sinn in der Entwicklung suchten und eine Interpretation lieferten - wie verifizierbar auch immer.

    Wir sind nun tatsächlich vom Sinn ziemlich weg gekommen, da "die Daten" den Sinn immanent beherbergen sollen, unterstützt von der Autorität von "Experten", an die GEGLAUBT werden kann - oder auch nicht. Stochastik kills Aufklärung.

    Daher unterhalten wir uns hier auch auf diesem "Niveau", das in der Fundiertheit des zu Grunde liegenden Artikels angelegt ist: ist dieser Professor glaubwürdig? Was haben Prognosen der Vergangenheit gebracht? ...und sind damit relativ schnell am Ende und ratlos, weil wir die Plausibilität / Praxisnähe bestimmter Prämissen nicht inhaltlich kritisieren (können), sondern auf Einschätzung der Glaubwürdigkeitund Erfahrungen mit anderen Statistiken angewiesen sind - beides allerdings wenig sinnstiftend, in der Tat.

    Die VWL liefert, genauso wie die BWL, viele wichtige Erkenntnisse. Das Problem ist nicht das Fach, sondern das System.

    Die eigentliche VWL - vor alem die Wirtschaftshistoriker - fristen ein tristes Dasein am Rand der Warnehmung. Wohingegen die Lobbyisten sich als VWLer bezeichen und als Mietmäuler agieren.

    Das System fördert angepasste Denker - viele VWL Lehrstühle werden von Mathematikern besetzt, welche in Modellen denken, die mit dem wahren Leben nichts mehr zu tun haben.

    Daher sollte man die meisten "Ökonomen" als das wahrnehmen was Sie sind - Cheflobbyisten.

    Die wirklichen Ökonomen werden nicht in Talkshows eingeladen oder in Zeitungen zitiert. Die aktuellen Entwicklungen sind Systemimmanent und die Auswirkungen werden gravierend sein - deswegen geht die Welt nicht unter, auch müssen wir im Winter nicht frieren oder verhungern - allerdings kann es sein, dass viele (Schein)arbeitsplätze verloren gehen werden.

    Nur so zum Nachdenken: Wenn wir jedes Jahr soviele Autos produzieren, dass jeder, der möchte, jedes Jahr ein neues Auto erhalten könnte, was passiert dann mit den 1 Jahr alten Autos?

    Was passiert, wenn wir soviel produzieren können, aber eigentlich die Produkte bereits haben und nicht mehr brauchen? Wieviele TV's, Esspressomaschinen und Urlaubsaufenthalte braucht man um gücklich zu sein? Ist das nicht vielleicht auch ein Kernthema?

    Das ist immer so eine Sache, seriös hin oder her. "Der Mensch" - ob in der Ausprägung Bildzeitungsleser oder Zeitleser - sucht eben nach Orientierung, und jede Zeit hat die eigenen Orientierungsgeber.

    Das waren früher mal Religion(en) und deren Oberhäupter, die häufig genug den Sinn negativer Entwicklungen als Strafe ansahen und klare Handlungsanweisungen gaben, wie der / die Götter zu besänftigen sind.

    Dann wurde es "Mode", in der wirtschaftlichen / geschichtlichen Entwicklung logisch nachvollziehbare "Naturgesetze" zu vermuten, was auch nicht so richtig funktioniert hat. Beiden Modellen gemeinsam war und ist, dass sie einen Sinn in der Entwicklung suchten und eine Interpretation lieferten - wie verifizierbar auch immer.

    Wir sind nun tatsächlich vom Sinn ziemlich weg gekommen, da "die Daten" den Sinn immanent beherbergen sollen, unterstützt von der Autorität von "Experten", an die GEGLAUBT werden kann - oder auch nicht. Stochastik kills Aufklärung.

    Daher unterhalten wir uns hier auch auf diesem "Niveau", das in der Fundiertheit des zu Grunde liegenden Artikels angelegt ist: ist dieser Professor glaubwürdig? Was haben Prognosen der Vergangenheit gebracht? ...und sind damit relativ schnell am Ende und ratlos, weil wir die Plausibilität / Praxisnähe bestimmter Prämissen nicht inhaltlich kritisieren (können), sondern auf Einschätzung der Glaubwürdigkeitund Erfahrungen mit anderen Statistiken angewiesen sind - beides allerdings wenig sinnstiftend, in der Tat.

  6. Die VWL liefert, genauso wie die BWL, viele wichtige Erkenntnisse. Das Problem ist nicht das Fach, sondern das System.

    Die eigentliche VWL - vor alem die Wirtschaftshistoriker - fristen ein tristes Dasein am Rand der Warnehmung. Wohingegen die Lobbyisten sich als VWLer bezeichen und als Mietmäuler agieren.

    Das System fördert angepasste Denker - viele VWL Lehrstühle werden von Mathematikern besetzt, welche in Modellen denken, die mit dem wahren Leben nichts mehr zu tun haben.

    Daher sollte man die meisten "Ökonomen" als das wahrnehmen was Sie sind - Cheflobbyisten.

    Die wirklichen Ökonomen werden nicht in Talkshows eingeladen oder in Zeitungen zitiert. Die aktuellen Entwicklungen sind Systemimmanent und die Auswirkungen werden gravierend sein - deswegen geht die Welt nicht unter, auch müssen wir im Winter nicht frieren oder verhungern - allerdings kann es sein, dass viele (Schein)arbeitsplätze verloren gehen werden.

    Nur so zum Nachdenken: Wenn wir jedes Jahr soviele Autos produzieren, dass jeder, der möchte, jedes Jahr ein neues Auto erhalten könnte, was passiert dann mit den 1 Jahr alten Autos?

    Was passiert, wenn wir soviel produzieren können, aber eigentlich die Produkte bereits haben und nicht mehr brauchen? Wieviele TV's, Esspressomaschinen und Urlaubsaufenthalte braucht man um gücklich zu sein? Ist das nicht vielleicht auch ein Kernthema?

    Antwort auf "Sinn oder Unsinn ?"
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    • Hugo_P
    • 05.01.2009 um 23:19 Uhr

    ...zu einem Großteil nimmer brauchen (also die Modelle). Da reicht die Beherrschung von zwei Programmen einer großen Sofwareschmiede; mit dem einem tut man das Wachstum in einem mehr oder weniger sinnfreien Diagramm darstellen, mit dem anderen kriegt man das incl. diverser Gimmicks über einen Projektor an die Wand.
    Irgendwoher sind die Prozentzahlen xy Wachstum/Schrumpfung auch für die Tonne.
    Die arbeiten mit Vorbedingungen, Randbedingungen, Vereinfachungen und diversen Wichtungen. Also müsste es zumindest heißen "unter den und den Voraussetzungen liegt das BIP bei hastenichgesehn+-blabla". Sind halt auch die Zeitungen mitschuldig, denn die müßten da halt auch mal nachfragen, wie die drauf kommen.

    • RalphS
    • 06.01.2009 um 0:37 Uhr

    Nur so zum Nachdenken: Wenn wir jedes Jahr soviele Autos produzieren, dass jeder, der möchte, jedes Jahr ein neues Auto erhalten könnte, was passiert dann mit den 1 Jahr alten Autos?
    Nichts, bzw. die Autos werden wie die letzten 20 Jahre exportiert, da sich Normalverdiener bei den geringen Löhnen und hohen Abgaben kaum noch neue Autos leisten können.
    .
    Was passiert, wenn wir soviel produzieren können, aber eigentlich die Produkte bereits haben und nicht mehr brauchen?
    Wir exportieren
    .
    Wieviele TV's, Esspressomaschinen und Urlaubsaufenthalte braucht man um gücklich zu sein?
    Sollten die Fragen nicht lauten : Was ist der Sinn des Lebens ?
    Da diese Frage aber zu groß ist, fangen wir mal eine Nummer kleiner an und stellen lieber die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit und Vermögensverteilung. Die Fragen: Warum geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander und was können wir dagegen tun, sollten sich endlich auch mal die neoliberalen VWL-Rookies Horst Köhler und unsere Ex-Agitprop-Sekretärin stellen. Aber darauf werden wir bis auf den Santnimmerleinstag warten müssen.

    • Hugo_P
    • 05.01.2009 um 23:19 Uhr

    ...zu einem Großteil nimmer brauchen (also die Modelle). Da reicht die Beherrschung von zwei Programmen einer großen Sofwareschmiede; mit dem einem tut man das Wachstum in einem mehr oder weniger sinnfreien Diagramm darstellen, mit dem anderen kriegt man das incl. diverser Gimmicks über einen Projektor an die Wand.
    Irgendwoher sind die Prozentzahlen xy Wachstum/Schrumpfung auch für die Tonne.
    Die arbeiten mit Vorbedingungen, Randbedingungen, Vereinfachungen und diversen Wichtungen. Also müsste es zumindest heißen "unter den und den Voraussetzungen liegt das BIP bei hastenichgesehn+-blabla". Sind halt auch die Zeitungen mitschuldig, denn die müßten da halt auch mal nachfragen, wie die drauf kommen.

    • RalphS
    • 06.01.2009 um 0:37 Uhr

    Nur so zum Nachdenken: Wenn wir jedes Jahr soviele Autos produzieren, dass jeder, der möchte, jedes Jahr ein neues Auto erhalten könnte, was passiert dann mit den 1 Jahr alten Autos?
    Nichts, bzw. die Autos werden wie die letzten 20 Jahre exportiert, da sich Normalverdiener bei den geringen Löhnen und hohen Abgaben kaum noch neue Autos leisten können.
    .
    Was passiert, wenn wir soviel produzieren können, aber eigentlich die Produkte bereits haben und nicht mehr brauchen?
    Wir exportieren
    .
    Wieviele TV's, Esspressomaschinen und Urlaubsaufenthalte braucht man um gücklich zu sein?
    Sollten die Fragen nicht lauten : Was ist der Sinn des Lebens ?
    Da diese Frage aber zu groß ist, fangen wir mal eine Nummer kleiner an und stellen lieber die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit und Vermögensverteilung. Die Fragen: Warum geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander und was können wir dagegen tun, sollten sich endlich auch mal die neoliberalen VWL-Rookies Horst Köhler und unsere Ex-Agitprop-Sekretärin stellen. Aber darauf werden wir bis auf den Santnimmerleinstag warten müssen.

  7. Hier

    http://www.zeit.de/2009/0...

    regt man sich auf, weil einer die Lage nicht gar so schwarz sieht wie die dortigen Kommentatoren.

    Hier nun regt man sich auf, dass einer die gleiche Lage tiefschwarz sieht.

    In beiden Threads wirft man der ZEIT Einseitigkeit in der Berichterstattung vor.

    Ich danke der ZEIT jedenfalls durch Thematisierung beider Pole um Ausgewogenheit in der Beurteilung bemüht zu sein ... und würde mir als Redakteur ein gewisses schallendes Gelächter über die Community-Mitglieder hier und da nicht so recht verkneifen können.

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    Genau das fällt mir auch jedes Mal auf. Da denkt einer positiv und schon kriechen die Bedenkenträger aus ihren Löchern und malen schwarz, dass man geneigt ist, zu Psychopharmaka zu greifen.

    Und wenn einer schwarz malt, wie Sinn, dann kommen die Optimisten (zu denen ich mich übrigens auch zähle) und sehen die Lage wahrscheinlich zu rosarot.

    Und am Ende liegt die Wahrheit wohl, wie immer, in der Mitte.

    Ich persönlich gebe auf die Prognosen von Sinn nichts. Vor etwa einem Monat lag er noch bei -2,2%, nun bei -4%. Was hat sich innerhalb dieser Zeit so Gravierendes verändert, dass er seine Zahlen noch mal nach unten korrigeren muss? Das grenzt an Kaffeesatzleserei und hat mit realer Wirtschaft nichts mehr zu tun. Auffällig ist auch, dass er seine Prognosen meist bei BILD veröffentlicht, einer Zeitung, die sicher nicht von positiven Meldungen lebt, sondern von Übertreibungen im negativen Sinne. Der Mann braucht Schlagzeile (warum auch immer) und Bild braucht Schlagzeilen. Jeder kann sich seinen eigenen Reim darauf machen, ob Sinn nicht auch ein Systemkritiker ist und die Krise als Chance sieht, sein System ein weiteres Mal als das Allheilmittel zu verkaufen. Wobei ich mich frage, ob der Mann die Einschläge noch merkt. Die Blase ist geplatzt, weil Märkte aus dem Ruder gelaufen sind, genau die Art von Märkten, die er mitempfohlen hat.

    Ich empfehle, diesen Auguren nicht allzu viel Raum zu gewähren. Glaubt man ihren Prognosen und handelt entsprechend, wird genau das passieren, was sie prognostiziert haben. Es liegt an jedem selbst, antizyklisch zu handeln. Dann wird auch Sinn falsch liegen.

    Genau das fällt mir auch jedes Mal auf. Da denkt einer positiv und schon kriechen die Bedenkenträger aus ihren Löchern und malen schwarz, dass man geneigt ist, zu Psychopharmaka zu greifen.

    Und wenn einer schwarz malt, wie Sinn, dann kommen die Optimisten (zu denen ich mich übrigens auch zähle) und sehen die Lage wahrscheinlich zu rosarot.

    Und am Ende liegt die Wahrheit wohl, wie immer, in der Mitte.

    Ich persönlich gebe auf die Prognosen von Sinn nichts. Vor etwa einem Monat lag er noch bei -2,2%, nun bei -4%. Was hat sich innerhalb dieser Zeit so Gravierendes verändert, dass er seine Zahlen noch mal nach unten korrigeren muss? Das grenzt an Kaffeesatzleserei und hat mit realer Wirtschaft nichts mehr zu tun. Auffällig ist auch, dass er seine Prognosen meist bei BILD veröffentlicht, einer Zeitung, die sicher nicht von positiven Meldungen lebt, sondern von Übertreibungen im negativen Sinne. Der Mann braucht Schlagzeile (warum auch immer) und Bild braucht Schlagzeilen. Jeder kann sich seinen eigenen Reim darauf machen, ob Sinn nicht auch ein Systemkritiker ist und die Krise als Chance sieht, sein System ein weiteres Mal als das Allheilmittel zu verkaufen. Wobei ich mich frage, ob der Mann die Einschläge noch merkt. Die Blase ist geplatzt, weil Märkte aus dem Ruder gelaufen sind, genau die Art von Märkten, die er mitempfohlen hat.

    Ich empfehle, diesen Auguren nicht allzu viel Raum zu gewähren. Glaubt man ihren Prognosen und handelt entsprechend, wird genau das passieren, was sie prognostiziert haben. Es liegt an jedem selbst, antizyklisch zu handeln. Dann wird auch Sinn falsch liegen.

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