Konjunkturpaket II Angst vor dem Schuldenberg
Das zweite Konjunkturpaket treibt die Staatsverschuldung in neue Höhen. Ein Tilgungsplan und die Aufnahme einer Kreditbremse ins Grundgesetz sollen die Lasten begrenzen
Peter Struck sprach es am Morgen offen aus. „Wir werden neue Schulden machen müssen, höhere als geplant“, verkündete der SPD-Fraktionsvorsitzende im ARD-Morgenmagazin . 2010 könne deswegen das sogenannte Maastricht-Kriterium „geschrammt“ werden.
Am Abend zuvor hatte sich die Große Koalition darauf verständigt, weitere 40 bis 50 Milliarden Euro zur Stützung der Konjunktur auszugeben, davon jeweils die Hälfte in diesem und im kommenden Jahre. Dies sei der Spielraum, den man habe, wenn man die Kredit-Obergrenze aus dem Maastricht-Vertrag einhalten wolle, behauptet Unionsfraktionschef Volker Kauder. Die Einhaltung des EU-Schuldenlimits von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts gilt bislang als Garantie dafür, dass die Neuverschuldung des Bundes trotz Konjunkturhilfen nicht völlig aus dem Ruder läuft.
Ob die Verschuldung sich allerdings tatsächlich in diesem Rahmen bewegen wird, hängt auch davon ab, wie dramatisch die wirtschaftliche Entwicklung tatsächlich verläuft. Sinkt die Wirtschaftsleistung, wie von vielen befürchtet, um zwei Prozent oder mehr, stünden nach Einschätzung mancher Haushaltsexperten bei Einhaltung der Maastricht-Kriterien für 2010 nur noch etwa 10 Milliarden Euro zur Verfügung. Ausgeben will die Große Koalition in beiden Jahren allerdings jeweils bis zu 25 Milliarden Euro.
Doch ganz gleich, ob die Maastricht-Grenze am Ende eingehalten wird oder nicht: Die beiden Konjunkturpakete belasten die öffentlichen Haushalte massiv, zusammengenommen mit etwa 90 Milliarden Euro.
Es sind vor allem Haushaltspolitiker, die die neue Schuldenmacherei kritisch sehen. Nicht alle gehen dabei so weit wie der CDU-Abgeordnete Steffen Kampeter, der Konjunkturprogramme grundsätzlich als Akt der „Symbolpolitik“ verdammt. "Ich hätte kein neues Konjunkturprogramm gebraucht", sagte Kampeter ZEIT ONLINE. Was hier passiert ist ein "finanzpolitischer Anschlag auf die künftigen Generationen".
Sie alle aber warnen vor den lang anhaltenden Folgen, die die jetzigen Maßnahmen haben werden. „Es geht hier um die Zukunft unserer Kinder“, sagt etwa auch der FDP-Haushaltspolitiker Otto Fricke, der keineswegs grundsätzlich gegen Konjunkturhilfen ist. Und auch der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Missfelder, kritisiert, dass neue Kredite immer "zulasten der künftigen Generationen“ gehen.
- Datum 06.01.2009 - 16:31 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Es ist schmerzlich, immer wieder diese Schuldendiskussion ertragen zu müssen, ohne im Umkehrschluss über das ausufernde Kapital zu sprechen.
Man sollte sich vor Augenführen: Es gibt keine Schulden ohne Kapital (und umgekehrt). Das ist so trivial, dass man es kaum auszusprechen braucht, aber leider scheint es niemand ernst zu nehmen.
Ergo, wenn man die Schulden begrenzen will, muss man das Kapital begrenzen. Im Umkehrschluss für unsere heutige Situation bedeutet es:
"Die Steuern müssen in der Bilanz rauf!!"
Und wenn man die Wirtschaftstätigkeit nicht abwürgen will, müssen die Gelder dort geholt werden, wo das Kapital im Überfluss ist:
Bei den hohen Einkommen und den hohen Vermögen
Jede andere Diskussion ist Schmarrn und sind nur verbale Nebelbomben.
Man kann nicht Steuern in der Summe senken, die Bildungaausgaben steigern, dringend notwendige Infrastrukturinvestitionen erhöhen und gleichzeitig die Schulden senken. Wir sollten endlich begreifen:
Wir brauchen nicht unendlich wachsendes Kapital (Schulden), sondern eine wachsende Kultur/ Gesellschaft. Leider ist beides nicht gleichzeitig zu haben,!!!
Doch diese Erkenntnis wird wieder in der Neiddebatte untergehen... Schade!
Man muß zwischen Investitionen und Spekulationen unterscheiden.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie beides in gleichgesetzt wird. Das bedeutet, daß das Geld bei denen abgeschöpft werden muß, die es nicht sinnvoll investieren sondern zum Zocken verwenden. Also bei den Reichen und Superreichen dieser Gesellschaft. Wer investiert, handelt im Sinne des Gemeinwohls, er will Werte schaffen. Wer spekuliert, hat eine Geldvermehrung um ihrer selbst willen im Kopf.
Aber solange sich unsere Politiker von Finanzlobbyisten beraten lassen, wird sich an der jetzigen fatalen Situation kaum etwas ändern.
Ich warte immer noch auf die Forderung der SPD, die Kapitalerträge als normales Einkommen zu behandeln, die Kapitalertragssteuer als Form der Einkommensteuer zu sehen und die Erträge der normalen Umsatzsteuer zu unterwerfen. Einkommensteuer muß sich gleich auf alle Formen von Einkommen beziehen! Und alle Mehrwerte müssen der Mehrwertsteuer unterworfen werden.
Oder, die andere Alternative wäre, daß alle Einkommen über dem Existenzminimum einer Flattax unterworfen werden, z.B. 35%. Dann könnten wir endlich die versprochene Steuererklärung auf dem Bierdeckel machen.
Man muß zwischen Investitionen und Spekulationen unterscheiden.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie beides in gleichgesetzt wird. Das bedeutet, daß das Geld bei denen abgeschöpft werden muß, die es nicht sinnvoll investieren sondern zum Zocken verwenden. Also bei den Reichen und Superreichen dieser Gesellschaft. Wer investiert, handelt im Sinne des Gemeinwohls, er will Werte schaffen. Wer spekuliert, hat eine Geldvermehrung um ihrer selbst willen im Kopf.
Aber solange sich unsere Politiker von Finanzlobbyisten beraten lassen, wird sich an der jetzigen fatalen Situation kaum etwas ändern.
Ich warte immer noch auf die Forderung der SPD, die Kapitalerträge als normales Einkommen zu behandeln, die Kapitalertragssteuer als Form der Einkommensteuer zu sehen und die Erträge der normalen Umsatzsteuer zu unterwerfen. Einkommensteuer muß sich gleich auf alle Formen von Einkommen beziehen! Und alle Mehrwerte müssen der Mehrwertsteuer unterworfen werden.
Oder, die andere Alternative wäre, daß alle Einkommen über dem Existenzminimum einer Flattax unterworfen werden, z.B. 35%. Dann könnten wir endlich die versprochene Steuererklärung auf dem Bierdeckel machen.
nicht verzagen, geldschöpfung hinterfragen!
Man muß zwischen Investitionen und Spekulationen unterscheiden.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie beides in gleichgesetzt wird. Das bedeutet, daß das Geld bei denen abgeschöpft werden muß, die es nicht sinnvoll investieren sondern zum Zocken verwenden. Also bei den Reichen und Superreichen dieser Gesellschaft. Wer investiert, handelt im Sinne des Gemeinwohls, er will Werte schaffen. Wer spekuliert, hat eine Geldvermehrung um ihrer selbst willen im Kopf.
Aber solange sich unsere Politiker von Finanzlobbyisten beraten lassen, wird sich an der jetzigen fatalen Situation kaum etwas ändern.
Ich warte immer noch auf die Forderung der SPD, die Kapitalerträge als normales Einkommen zu behandeln, die Kapitalertragssteuer als Form der Einkommensteuer zu sehen und die Erträge der normalen Umsatzsteuer zu unterwerfen. Einkommensteuer muß sich gleich auf alle Formen von Einkommen beziehen! Und alle Mehrwerte müssen der Mehrwertsteuer unterworfen werden.
Oder, die andere Alternative wäre, daß alle Einkommen über dem Existenzminimum einer Flattax unterworfen werden, z.B. 35%. Dann könnten wir endlich die versprochene Steuererklärung auf dem Bierdeckel machen.
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