Berliner Galerie Diebe rauben Werke von Picasso

Kurz vor Neujahr machten unbekannte Kunstdiebe reiche Beute: Sie stahlen Werke im Wert von schätzungsweise 180.000 Euro, darunter Bilder von Matisse und Picasso

Bei einem der größten Kunstdiebstähle der vergangenen Jahre in Berlin haben Unbekannte in einer Galerie rund 30 hochwertige Radierungen und Skulpturen namhafter Künstler gestohlen. Zu den in der Fasanengalerie in Charlottenburg-Wilmersdorf geraubten Kunstgegenständen gehören auch Radierungen, Lithografien und Skulpturen von Richard Heß, M.C. Escher, Henri Matisse, Pablo Picasso und Georges Braque, teilte die Berliner Polizei am Freitag mit.

Der entstandene Schaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 180.000 Euro. Das Landeskriminalamt veröffentlichte am Abend Fotos der gestohlenen Gegenstände auf ihrer Homepage, für den Fall, dass die Kunstwerke über Auktionshäuser oder Kunstgeschäfte zum Kauf angeboten werden.

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Henri Matisse: "Nu au rocking chair", Lithographie 1913

Henri Matisse: "Nu au rocking chair", Lithographie 1913

"Die komplette Ausstellung ist weg, insgesamt 25 Bilder und mehrere Skulpturen", sagte die Galeristin Ulrike Erben am Freitag. Die Kunstobjekte seien aber versichert. Die Diebe waren laut Ulrike Erben durch einen Hintereingang in die Ausstellungsräume eingedrungen. An der Tür entdeckte die Polizei Werkzeugspuren.

Ulrike Erben entdeckte den Einbruch am Donnerstag gegen 13 Uhr. "Sogar die acht Skulpturen haben sie mitgenommen, darunter eine mit einem Gewicht von rund einem Zentner", sagte sie. Darunter ist die Bronzeskulptur "Frau in Leder", die der Künstler Richard Heß 1981 gefertigt hat.

Nicht nur Bilder sondern auch die Bronzeskulptur "Frau in Leder" von Richard Heß wurde gestohlen

Nicht nur Bilder sondern auch die Bronzeskulptur "Frau in Leder" von Richard Heß wurde gestohlen

Das Landeskriminalamt geht von mehreren Tätern aus, da ein Dieb allein mit dem Abtransport überfordert gewesen wäre. Die Polizei rief deswegen Zeugen auf sich zu melden, denen verdächtige Fahrzeuge oder Personen in der Fasanenstraße aufgefallen sind.

Leser-Kommentare
  1. Wie oft soll das noch passieren?
    Keinen scheint es zu interessieren, dass "Kunsträuber" unterwegs sind.
    Man hört es in den Nachrichten und schon hat man es vergessen.
    Wen interessiert es schon was ein Künstler in seiner (längst vergangenen) Zeit so vor sich hin kritzelte.

    Mich. Und ich denke Kunst ist Allgemeingut. Deswegen gibt es Ausstellungen und Museen, damit jeder sich ein wenig daran erfreuen kann.

    Zum Glück werden Bücher so oder so vervielfältigt, damit jeder, der es möchte, in die Gedanken- oder Phantasiewelt des Schriftstellers eintauchen kann.

    Daher ist meine Wut an Kunsträuber gerichtet. Die uns das nicht mehr ermöglichen, wenn sie nur das große Geld dahinter sehen.

    Leider

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
    sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

    Seneca

    Literaturecke.over-blog.de

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