Überbrückungskredite Merckle-Gruppe gerettet

Die Gläubiger-Banken haben neue Kredite genehmigt, das Firmenimperium des verstorbenen Unternehmers Adolf Merckle ist gerettet. Ratiopharm muss allerdings verkauft werden

Ein Sprecher der zu Merckle gehörenden VEM Vermögensverwaltung bestätigte am Mittwoch die Einigung. Bedingung der Überbrückungskredite ist der Verkauf des Pharmarkonzerns Ratiopharm.

Aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen hieß es, die Banken hätten zudem durchgesetzt, dass sich Ludwig Merckle zurückziehen müsse. Nach dem Selbstmord des Firmenpatriarchen Adolf Merckle war sein Sohn Ludwig gemeinsam mit ratiopharm-Finanzchefin Susanne Frieß Geschäftsführer der Merckle-Vermögensgesellschaft VEM.

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Durch den Überbrückungskredit soll das Merckle-Imperium mit 100 000 Mitarbeitern kurzfristig vor der Insolvenz bewahrt werden. Als nächstes soll ein langfristiger Sanierungsplan erstellt werden.

Merckles Firmenimperium, zudem neben Ratiopharm unter anderem auch der Zementhersteller HeidelbergCement gehört, war durch die Finanzkrise und nach Verlusten bei Spekulationen mit VW-Aktien ins Wanken geraten.

Der 74-jährige Merckle hatte sich am Montag in Blaubeuren bei Ulm von einem Zug überfahren lassen. Die wirtschaftliche Notlage seiner Firmen habe ihn gebrochen, teilte die Familie mit.


 

 
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