Rechtsextremismus Rechte hauen wieder zu

Ein weiterer Fall rechter Gewalt in Hamburg sorgt für Ärger

Je länger der Waffengang andauert und je mehr Palästinenser dabei umkommen, desto größer der internationale Druck, zum Ende zu kommen. Aber auch im Land macht sich langsam eine Opposition breit – von Palästinensern mit israelischem Pass bis zu linken Gruppierungen. Dann wiederum aber hielten es selbst ursprüngliche Skeptiker gegenüber einer militärischen Option für falsch, jetzt einfach aufzuhören. "Was haben wir denn erreicht, wenn wir das Feuer einstellen?" formulierte eine Frau aus dem weiterhin von Hamas beschossenen Ashkelon in den Fernsehnachrichten diese weitverbreitete Position.

Über die Antwort lässt sich streiten. Das Ausgangsziel des Kriegs ist längst nicht mehr so klar wie es anfangs schien. Da hieß es knapp, es gehe darum, die Sicherheit für die Bevölkerung im Süden des Landes wiederherzustellen. Man wollte also der Hamas eine Lektion erteilen, damit sie es so schnell nicht wieder wagt, Israel anzugreifen und zugleich ihre Handlungsfähigkeit einschränken. Ein relativ bescheidenes Ziel, gemessen an der Wucht der Bomben, die seither auf Gaza gefallen sind.

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Aber wenigstens sollte damit verhindert werden, dass sich die Führung – wie nach dem letzten Libanonkrieg – im Nachhinein für eine unrealistische Zielsteckung rechtfertigen muss. Mittlerweile aber hat sich Diskussion erweitert. Die Optionen, die in den Talkshows und Zeitungskolumnen erötert werden, reichen von einem international vermittelten Waffenstillstandsabkommen bis zum Sturz von Hamas.

Sollte es zu einer erneuten Waffenruhe kommen, müsste nach israelischer Vorstellung in jedem Fall ein "Mechanismus" unter Beteiligung von Dritten etabliert geben, der für die Überwachung und notfalls auch die Durchsetzung sorgt. Unklar ist, wohin genau die militärische und politische Führung strebt und was als klarer Sieg gilt. Der wird als notwendig erachtet, um die Fähigkeit zur Abschreckung wiederherzustellen.

Vor zu hohen israelischen Erwartungen warnt der ehemalige Chef des militärischen Geheimdienstes, Aharon Ze`evi Farkash. Es sei illusorisch zu glauben, man schlage einmal zu und sei dann mit Hamas am Ende, sagte er im Fernsehen. Die Natur solch asymetrischer Kriege sei es, dass sie sich nicht so schnell lösen ließen. Er rät zu einer Strategie, die es Hamas erlaube, den Schock erst einmal zu verdauen. Dann müsse man ihre weitere Entwicklung beobachten, und notfalls eben wieder zuschlagen. Trotz aller Kritik am Management des Libanon-Kriegs glaubt Farkash, habe sich diese Strategie vis-à-vis der Hizbollah bisher durchaus gelohnt.

Je länger der Waffengang andauert und je mehr Palästinenser dabei umkommen, desto größer der internationale Druck, zum Ende zu kommen. Aber auch im Land macht sich langsam eine Opposition breit – von Palästinensern mit israelischem Pass bis zu linken Gruppierungen. Dann wiederum aber hielten es selbst ursprüngliche Skeptiker gegenüber einer militärischen Option für falsch, jetzt einfach aufzuhören. "Was haben wir denn erreicht, wenn wir das Feuer einstellen?" formulierte eine Frau aus dem weiterhin von Hamas beschossenen Ashkelon in den Fernsehnachrichten diese weitverbreitete Position.

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