Wirtschaftskrise Klimaschutz in Warteschleife
Die erneuerbaren Energien kämpfen mit der Kreditklemme. Die Energiewende verzögert sich, Banken misstrauen gerade milliardenschweren Offshore-Projekten
Für Q-Cells ist die Wirtschaftskrise ein Fluch. Zahlreiche Kunden haben ihre Käufe verschoben. Großprojekte wie der Bau von Solarkraftwerken geraten ins Schwanken. Seitdem der Ölpreis in die Knie geht, stehen Verbraucher und Unternehmen weniger unter Druck, auf Solarstrom umzusteigen.
Seit Monaten rauscht die Aktien des weltgrößten Solarzellenherstellers ins Tief. Und jetzt drehen auch noch die Banken ihren Geldhahn zu, erschweren Q-Cells den Ausbau einer Produktionslinie. "Es ist schwer, eine Finanzierung für große Projekte zu bekommen“, klagt ein Unternehmenssprecher.
Für Q-Cells ist die Wirtschaftskrise aber auch ein große Chance. 150 Milliarden US-Dollar will der zukünftige US-Präsident Obama in den kommenden zehn Jahren in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. Der amerikanische Markt ist für den Solarzellenproduzenten von großer Bedeutung. "Die Krise hat auch eben auch positive Seiten“, so der Sprecher. Das gelte auch für Deutschland. Q-Cells hofft, dass Hausbesitzer sich gerade jetzt für eine Solaranlage entscheiden. Schließlich verspricht das Erneuerbare-Energien-Gesetzes langfristig lukrative Einnahmen.
Neben der Bauwirtschaft ist die Ökobranche einer der Profiteure staatlicher Konjunkturprogramme. Auch die staatlichen Investitionsprogramme in Deutschland sehen etwa energieeffiziente Sanierungen vor. Doch entspannt ist die aktuelle Stimmung noch lange nicht. Solar- und Windkraftunternehmen haben unter der restriktiven Kreditvergabe zu leiden, die Banken prüfen Öko-Projekte jetzt noch intensiver und verlangen höhere Kreditzinsen. Und so droht die Energiewende in weite Ferne zu rücken.
Gerade die Offshore-Windenergie fühlt sich gebeutelt. Rund eine Milliarde Euro kostet die Installation eines Windparks auf hoher See, fast vier Mal so viel wie an Land. Der Fremdkapitalbedarf der meisten Projektierer ist so hoch, dass sich in der Regel mehrere Banken zusammenschließen, um die Windparks überhaupt zu finanzieren. Eine Ausnahme bilden da nur die Parks der großen Energiekonzerne.
Doch zurzeit entstehen solche Bündnisse nicht. Die Finanzierungsmärkte sind absolut ausgetrocknet. Die Branche gibt sich verschlossen, vor allem größere Projekte rund um Borkum sollen Probleme haben. Auch Bankenvertreter wollen sich lieber nicht öffentlich äußern.
Sogar die großen Investoren trifft es. Die Frankfurter Rundschau meldete, dass sich das Investment von Blackstone beim deutschen Offshore-Windpark "Meerwind“ verzögere. Der US-Hedgefonds hatte 2008 angekündigt, eine Milliarde in den Park bei Helgoland zu investieren. Wegen millionenschwerer Abschreibungen soll Blackstone Probleme bei der Finanzierung seiner Beteiligung haben.
- Datum 31.07.2009 - 11:15 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie Energie
- Quelle ZEIT ONLINE, 6.5.2009 - 15:16 Uhr
- Kommentare 5
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




rechnen sich nun weniger als bisher, denn: mit der Finanzkrise sind die Zocker und Spekulanten vor allem in der commodity Öl vom Markt vertrieben worden; der Preis ist wieder auf ein reelleres Niveau von z.Z. weniger als 40 $ per Barrel zurückgekehrt. Wie gross der Anteil von Spekulation offenbar den Öl-Preis beeinflusste, zeigt die Tatsache, dass z.Z. selbst Förderbegrenzungen der OPEC keine Wirkung zeigen. Und ohne Subventionen und Steuern, die natürlich auf den Endverbraucher abgewälzt werden, hätten in Deutschland diese alternativen Energien wirtschaftlich wohl keine Chance.
"hätten in Deutschland diese alternativen Energien wirtschaftlich wohl keine Chance." .................. Dann sieht es nach ihrer Einschätzung in den nächsten 50 Jahren aber sehr düster aus in Deutschland. Es will ja niemand wahr haben, aber ihr denkt doch nicht wirklich das der Ölpreis jetzt immer so niedrig bleiben wird.... ! Langfristig, bzw. spätestens beim nächste Boom in ein paar Jahren, wird er wieder steigen. Ganz schrecklich diese Verbohrtheit mancher Bürger gegen regenerative Energien, die halt nun mal die einzige Alternative darstellen. Man muss sie nur mal soviel Milliarden wie in den Atomstrom in die Forschung stecken und dann wären die Wirkungsgrade und Herstellkosten nur ein Bruchteil von heute.
Sie haben auch keine Ahnung von den Förderbegrenzungen der OPEC... wie sie wissen sollten, kann diese den Ölpreis nicht über längere Zeit hoch halten. Siehe Ölkrise in den 70er Jahren, weil sie halt nun mal kein Monopol ist und es noch andere Produzenten gibt und Verbraucher/Regierungen langfristig auf die oben genannten Alternativen umsteigen. Wenn sie es so wollen hat die OPEC damit den Grundstein der Alternativen Energien gelegt. Danke der OPEC ;)
Mit freundliche Gruß,
Friedrich Adrian
-----------------------------------------------------
www.globalmarshallplan.org
balance the world
with an ecosocial market economy
-----------------------------------------------------
"hätten in Deutschland diese alternativen Energien wirtschaftlich wohl keine Chance." .................. Dann sieht es nach ihrer Einschätzung in den nächsten 50 Jahren aber sehr düster aus in Deutschland. Es will ja niemand wahr haben, aber ihr denkt doch nicht wirklich das der Ölpreis jetzt immer so niedrig bleiben wird.... ! Langfristig, bzw. spätestens beim nächste Boom in ein paar Jahren, wird er wieder steigen. Ganz schrecklich diese Verbohrtheit mancher Bürger gegen regenerative Energien, die halt nun mal die einzige Alternative darstellen. Man muss sie nur mal soviel Milliarden wie in den Atomstrom in die Forschung stecken und dann wären die Wirkungsgrade und Herstellkosten nur ein Bruchteil von heute.
Sie haben auch keine Ahnung von den Förderbegrenzungen der OPEC... wie sie wissen sollten, kann diese den Ölpreis nicht über längere Zeit hoch halten. Siehe Ölkrise in den 70er Jahren, weil sie halt nun mal kein Monopol ist und es noch andere Produzenten gibt und Verbraucher/Regierungen langfristig auf die oben genannten Alternativen umsteigen. Wenn sie es so wollen hat die OPEC damit den Grundstein der Alternativen Energien gelegt. Danke der OPEC ;)
Mit freundliche Gruß,
Friedrich Adrian
-----------------------------------------------------
www.globalmarshallplan.org
balance the world
with an ecosocial market economy
-----------------------------------------------------
Vielleicht kommen ja auch noch "Banken" drauf, dass ein Offshore-Windpark vor der eigenen Küste zur gesicherten ( und damit allgemein einträglichen ) Energieversorgung mehr beiträgt als ein fremdstaatliches Gasfeld, dem man den Hahn zudrehen kann.
Und wenn die Banken sich dem mit "Mißtrauen" verschließen, haben sie keine Ahnung, wie eine ökonomisch und ökologisch profitabele Energieversorgung von Morgen aussieht .... und stellen sich auch hier in ein denkbar ungünstiges Licht.
Das kann und sollte man aber von staatlicher Seite, vor allem hinsichtlich diverser Rettungsschirme, schleunigst angehen.
sind nicht Zukunftsfähig. Außer dem einen oder anderen Chefökonomen der auf Pressekonferenzen der Solarbranche gelegentlich herumgereicht wurde, ist für die Banker am Schalter immer noch die Kreditvergabe für ein Automobil das einfachere Geschäft. Die Politiker der regierenden Parteien sind leider auch nicht besser, mit ihrer "Abwrackprämie". Erst wenn die Banken Solaranlagen per Kredit mit 20 Jahren Laufzeit finanzieren und die beschränkte Werbebranche nach "Mein Auto, mein Haus und mein Pferd", auch noch die Nachhaltigkeit als Wert entdeckt, wird sich etwas ändern.
"hätten in Deutschland diese alternativen Energien wirtschaftlich wohl keine Chance." .................. Dann sieht es nach ihrer Einschätzung in den nächsten 50 Jahren aber sehr düster aus in Deutschland. Es will ja niemand wahr haben, aber ihr denkt doch nicht wirklich das der Ölpreis jetzt immer so niedrig bleiben wird.... ! Langfristig, bzw. spätestens beim nächste Boom in ein paar Jahren, wird er wieder steigen. Ganz schrecklich diese Verbohrtheit mancher Bürger gegen regenerative Energien, die halt nun mal die einzige Alternative darstellen. Man muss sie nur mal soviel Milliarden wie in den Atomstrom in die Forschung stecken und dann wären die Wirkungsgrade und Herstellkosten nur ein Bruchteil von heute.
Sie haben auch keine Ahnung von den Förderbegrenzungen der OPEC... wie sie wissen sollten, kann diese den Ölpreis nicht über längere Zeit hoch halten. Siehe Ölkrise in den 70er Jahren, weil sie halt nun mal kein Monopol ist und es noch andere Produzenten gibt und Verbraucher/Regierungen langfristig auf die oben genannten Alternativen umsteigen. Wenn sie es so wollen hat die OPEC damit den Grundstein der Alternativen Energien gelegt. Danke der OPEC ;)
Mit freundliche Gruß,
Friedrich Adrian
-----------------------------------------------------
www.globalmarshallplan.org
balance the world
with an ecosocial market economy
-----------------------------------------------------
Ganz wichtige Diskussion !
Gerade die Umweltpolitik hat zu Investitionsstau geführt.
Denn die Menschen können rechnen.
Man schafft sich keine alte Technik an,
die jetzt schmackhaft mit Staatsgeld unterstützt wird,
aber in ein paar Jahren wieder am Pranger steht.
Die SUVs wurden auch hoch gelobt.
Wer heute große Inestitionen tätigt,
der braucht die Technik (gefördert),
die morgen noch Akzeptanz finden kann
und sich rechnet.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren