Bahntickets Bahn will Wartezeiten verkürzen

Beim Ticketkauf am Bahn-Schalter sollen Fahrgäste künftig schneller zum Zug kommen. Um Wartezeiten zu verkürzen, sollen sie wie in Ämtern Nummern ziehen

In 31 großen Reisezentren sollen die "Wartenummern" zum Einsatz kommen. Über Bildschirme sollen die Kunden dann an freie Schalter gerufen werden, teilte der bundeseigene Konzern mit. Wo es baulich möglich ist, sollen auch Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Die bundesweit 40 größten Stationen erhalten darüber hinaus "Sofortfahrer-Schalter" für eilige Reisende, die ohne Beratung abfahren wollen. In vielen Reisezentren können außerdem ab sofort persönlich oder per Postkarte Termine für ausführlichere Beratungen vereinbart werden.

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßte die Neuerungen. "Das ist eine gute Sache für große Reisezentren", sagte der Vorsitzende Karl-Peter Naumann. Die Bahn dürfe darüber aber die Schalter in kleineren Städten nicht vergessen. An Sofortfahrer-Schaltern sollte zudem konsequent darauf geachtet werden, dass es dort tatsächlich keine längeren Beratungen gebe.

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Der Vertriebschef des Bahn-Personenverkehrs, Jürgen Büchy, nannte als Ziel der Maßnahmen, "95 Prozent der Kunden innerhalb einer Wartezeit von zehn Minuten zu bedienen". Das Aufrufsystem war seit vergangenem April im Bahnhof Ingolstadt getestet worden und sei gut angekommen. Bis März sollen nun weitere Reisezentren damit ausgestattet werden, unter anderem in den großen Hauptbahnhöfen von Frankfurt/Main, Hamburg und München. Im Lauf des Jahres folgen die Hauptbahnhöfe Düsseldorf, Köln und Karlsruhe. Die Deutsche Bahn hat insgesamt mehr als 400 Reisezentren.

 
Leser-Kommentare
  1. es bräuchte eher "sofortbedienschalter" -- solche "sofortfahrschalter" gibt es doch schon längst, nur dass entweder sich niemand drum schert (nein, auch das personal weist nicht darauf hin), die schalter nicht besetzt oder das personal überfordert ist.

    und das ist auch das hauptproblem: welchen sinn haben methoden wie "sofortfahrschalter" oder nummerlappen (verwunderlich, dass die nach jahrzehnten erfolgreichen aussatzes im, ähbäbä, ausland nun doch in deutschland zum zuge kommen -- aber vermutlich hat tollcollect den bau elektronischer nummernlappen vorgeschlagen ...), wenn das personal zu wenig ist und zudem oft komplett unfähig?

    das ganze mit dem sicher wieder auftauchenden "bedienzuschlag" zu garnieren, ist dann der gipfel der frechehit (ich frage mich schon, wann mein kaufmann 2,50 extra fordert -- für das recht, bei ihm einkaufen zu dürfen).

    disclaimer:
    dieser beitrag kann ironie enthalten!
    laut zeit-redaktion übersteigt ironie das geistige leistungsvermögen vieler zeit-leser und senkt das intellektuelle niveau, deswegen muss uu zum besten der leser zensiert werden!

  2. Das ist mir eigentlich piespschnurzegal.

    In meiner Heimat Ostholstein gibt es nur noch einen einzigen Bahnschalter, und der ist weit weit weg. Ansonsten - nix.

    Geschlossene Bahnhöfe, komplizierte Automaten und ab und an mal ein Kiosk.

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