Kreide, Schwamm und Tafel
Im besten Fall schabt und klackert die Kreide auf der Tafel. Ein schönes und kluges Geräusch (hier noch mal zur Erinnerung). Grausam geht’s jedoch durch Mark und Bein, wenn der Fingernagel ins Spiel kommt (hier zu hören, wer sich traut). Doch das ist jetzt alles vorbei. Keiner schmeißt mehr mit Kreide und nassen Schwämmen. Immerhin: Der Tafeldienst wird für viele Schüler bestimmt interessanter, wenn der Lehrer an der Technik scheitert.
Nicht nur Hamburg will sogenannte "Whiteboards" flächendeckend einsetzen. Die mit dem Computer verbundenen Tafeln sind zeitgemäßer, sie lassen komplexere Präsentationen zu. Nicht nur der Lehrer kann jetzt eine Multimediashow abziehen und sein Tafelbild für immer abspeichern. Die Schüler können am Whiteboard selbst recherchieren und ihre Ergebnisse präsentieren. Powerpoint wird nun nicht mehr nur Geschäftsleute, sondern auch Lehrer und Schüler langweilen.
Welche Rolle haben Tafel und Kreide in Ihrer Schulzeit gespielt? Schreiben Sie es auf und diskutieren Sie mit!
- Datum 13.01.2009 - 10:23 Uhr
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was ist nun das "Whiteboard" ausser einem quackigen Denglish-Begriff? Funktioniert es auch bei Stromausfall, oder wenn man die CD gerade nicht findet?
Muss man es wischen?
Keinerlei Information - nur noch online-technik :-(((
Walkman,
Handy,
Ipod,
PC,
DVD,
TV,
Email,
WWW
"- und wenn det alle sinnt, kanste Dir freun" (Tucholsky)
wer zieht zwischendurch mal den Stecker?
Für eine Pause zum Nachdenken?
Vielen Dank!
(bin übrigens Computernutzer und Softwareentwickler usw. seit mehr als 30 Jahren.)
Früher:
probieren geht über studieren
dann:
implementieren geht über studieren
dann:
installieren geht über studieren
dann:
downloaden geht über studieren
und jetzt:
präsentieren geht über studieren
Oh weh, oh weh...
Da muss ich mich ja freuen dass ich letztes Jahr nach einem Umzug nach England (wo man zu viel von Technologie hällt) den A-Level absolviert habe.
White board, Active Board & co. bringen jede Menge Probleme mit sich.
Whiteboard - eine weißte Tafel auf der man mit "eddingartigen" Filzschreibern schreibt und diese trocken abwischt.
Probleme:
Manche Menschen sind gegen die Lösungsmittel in jenen Schreibern allergisch
Vor allem neue Schreiber geben recht viel Lösungsmittel ab - man riecht es - auf Dauer recht unangenehm.
Die "Abwischer" sind schnell "voll" sodass sie nicht mehr richtig reinigen, di Tafel ist mehr grau als weiß...
(Kann mithilfe eines Lösungsmittel wieder entfernt werden)
Sollte man ein Tuch nutzen so hat man nach kurzer Zeit oft schmutzige Hände (von den Frabresten).
PowerPoint auf einem Whiteboard ist auch unangenehm da die Oberflöche spiegelt.
ActiveBoard
Arbeitet mit einem Projektor und digitaler Schrift - was wenn Technik nicht funktioniert?
Dazu muss ich sagen dass Projektionen durchaus "schmerzen" können.
Starrt man zu lange auf einen Compterbildschirm und schläft zu wenig dann ist ein Projektor für die Augen schmerzhafter als ein Bildschirm (Erfahrung)
(Dies sind nur negative Aspekte!!! Es gibt auch einige positive (mir sind nur wenige bekannt))
Insgesamt halte ich all die neuen Technologien in Bezug auf "Tafeln" als Lehrmittel für schlecht.
PowerPoint - es gibt soweit ich das sehen kann nichts schlimmeres zum lernen als Power Point.
Soll man mitschreiben ist der Lehrer oft schneller weil man ein anderes Zeitgefühl hat.
Des weiteren ist man geneigt Bilder zu nutzen die man gar nicht in Hefte übertragen kann oder die Zeitaufwendig sind.
Oft werden Folien auch überlanden...
Und Zettel austeilen bringt wenig - die werden oft nich gelesen - außer "wenn man muss"...
Ja, eine Projektion ist sinnvoll um eine komplexe Kurve darzustellen - und ja ab und zu kann man PowerPoint auch nutzen, aber nicht kontinuierlich.
In meiner Zeit an einem deutschen Gymnasium hielten wir (schüler) ab und zu eine Präsentation vor der Klasse - da durfte PowerPoint genutzt werden - das war in jedem Fach ab und zu - so ist PowerPoint sinnvoll, als kontinuierliches Lehrmittel ist es aber eher ungeeignet.
(Notiz - obiges ist meine Meinung, ich habe aber alles erlebt - Whiteboard, PowerPoint und die gute alte Kreide - ach und noch etwa, so manch ein Lehrer sehnt sich nach Kreide, hier sind Whiteboards meistens standard)
Kreide + Tafel = Geräusche, die mahnend an den ausstehenden Zahnarzttermin erinnern.
Kreide + Schwamm = verschmutzte Finger
Schwamm + Tafel = flächig gesehen: Grünschleier weg und weißestes Weiß
durch die Fensterrahmen, die Heizungen lassen sich nicht regulieren, Klopapier gibt es nur auf Antrag, die Putzfrau wird durch Schüler, der Maler durch die Eltern ersetzt, aber jetzt - die Innovation - wird die Tafel gegen ein Präsentationsmedium ersetzt. Ehm..... sind die Prioritäten da wirklich richtig gesetzt? Las letztens einen interessanten Artikel über Lampen, die von Hörsaaldecken plumpsten, Schimmel in Schulgebäuden, man kann der Aufzählung kein Ende machen, da ist man versucht zu fragen: wer sponsort denn diese Whiteboards? Kaum zu glauben, dass für derartiges im Bildungswesen Geld vorhanden ist. Welche Schule verfügt über eine angemessene Anzahl gut ausgestatteter, internetfähiger Rechner, was wohl wesentlich wichtiger wäre als ein Whiteboard im Klassenzimmer? Die Schulen, die ich kenne, bieten so etwas nicht mal ihren Lehrern oder dem Sektretariat. Also, ich halte ein Whiteboard für ein Ding, das meines Erachtens auf dem Wunschzettel deutscher Schulen im hinteren Mittelfeld angesiedelt sein sollte. Nett, aber beim heutigen Zustand deutscher Schulgebäude durchaus verzichtbarer Luxus.
Sie haben mit Ihrer Aufzählung von Mängeln sicherlich Recht, aber internet-fähige PCs halte ich in den meisten Fällen für kontraproduktiv. Moderne PCs ja, aber Internetzugang muss streng beschränkt oder deaktivierbar sein. Ich konnte mir ein paar mal betrachten, wie das Medium Internet durch Schüler genutzt wird und konnte danach problemlos die Lehrer verstehen, die gesagt haben, dass es sinnvoller ist Texte vorzuselektieren und als Kopien auszugeben. Das hängt sicherlich auch vom Reifegrad der Schüler ab, aber ich denke, dass das Internet die meiste Zeit nix im Klassenraum verloren hat.
Sie haben mit Ihrer Aufzählung von Mängeln sicherlich Recht, aber internet-fähige PCs halte ich in den meisten Fällen für kontraproduktiv. Moderne PCs ja, aber Internetzugang muss streng beschränkt oder deaktivierbar sein. Ich konnte mir ein paar mal betrachten, wie das Medium Internet durch Schüler genutzt wird und konnte danach problemlos die Lehrer verstehen, die gesagt haben, dass es sinnvoller ist Texte vorzuselektieren und als Kopien auszugeben. Das hängt sicherlich auch vom Reifegrad der Schüler ab, aber ich denke, dass das Internet die meiste Zeit nix im Klassenraum verloren hat.
Ein aktives Whiteboard müsste es ja noch nicht mal sein, aber ein Beamer und ein geeigneter PC mit aktueller Software wären schon schön. Es ist peinlich zu sehen, wie Lehrer vorne mit Kreide und Lineal an der Tafel kämpfen, während hinten Schüler mit Netbooks und Visio arbeiten. Wenn dann auf den Rechnern noch eine zentrale Software wäre, ein elektronisches Klassenbuch und eine Software zur Notenverwaltung würde das schon eine deutliche Verbesserung darstellen. Es ist erstaunlich, und wohl nicht zuletzt dem Föderalismus zu verdanken, welch unglaublicher bürokratischer Aufwand offensichtlich in jedem Halbjahr entsteht, wenn Zeugnisse erstell werden müssen.
mit Griffel, Griffelkasten, Anspitzer und dem obligatorischen Schwamm um Fehler auszuwischen.... irgendwie schade...aber wohl nicht mehr en vogue in dieser elektronischen Zeit.
Meine beste Story aus der Zeit handelt davon dass ich einem meinem meiner Brueder die Tafel auf den Kopf gehauen hab weil er meine Hausaufgaben verwischt hatte.
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