Wechsel Podolski kehrt nach Köln zurück

Jubel am Rhein: Bayern-Manager Uli Hoeneß bestätigt, dass der Nationalstürmer aller Voraussicht nach ab nächster Saison wieder beim FC spielt. Man sei sich fast einig

Lukas Podolski hat keine erfolgreiche Hinrunde als Bayerstürmer hinter sich. Im Trainingslager in Dubai erklärte sein Trainer Jürgen Klinsmann nun, er sei im "Stürmer-Ranking“ des FC Bayern noch hinter seinem ausgeliehenen Kollegen Landon Donovan auf Rang vier zurückgefallen. Trotzdem dürfte Podolski, der verletzungsbedingt zuhause in Deutschland bleiben musste, jubeln. Seiner Rückkehr zum 1. FC Köln im kommenden Sommer steht nichts mehr im Wege: "Ich denke, dass wir bis Ende des Monats eine Lösung hinkriegen", sagte Uli Hoeneß. Welch ein Glück für Podolski.

Man sei bei den Ablösemodalitäten mit den Kölnern "nah beieinander", es seien lediglich noch "einige Kleinigkeiten zu regeln", so der Bayern-Manager. Die letzten Details will Hoeneß nach der Rückkehr aus dem Trainingslager am kommenden Dienstag mit seinem Kölner Kollegen Michael Meier aushandeln. "Ich denke, dass wir das hinkriegen."

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10 Millionen Euro hatte Bayern im Sommer 2006 an Köln gezahlt, so viel soll auch die Rückkehr kosten. Für den endgültigen Vollzug des ersten großen Bundesliga-Transfers 2009 stehe man nicht unter Zeitdruck, sagte Hoeneß.

In dem knappen halben Jahr bis zur ersehnten Rückkehr nach Köln wird es Podolski in München jedoch nicht leichter haben. Nachdem er in Dubai wegen eines Grippe-Infekts fehlte, wird er zu Rückrunden-Beginn nicht einmal mehr "Joker" Nummer eins sein. Der vorerst bis Mitte März ausgeliehene US-Amerikaner Donovan hat ihn verdrängt, wie Trainer Jürgen Klinsmann zum Abschluss der Übungswoche in Dubai verkündete: "Landon ist im Moment automatisch Nummer drei, weil Lukas seit zwei Monaten mit Krankheit und Verletzungen zu tun hat."

Nach einer "bestens verlaufenen" Woche im warmen Dubai wird Donovan am Samstag (14.00 Uhr/ZDF) im ersten Testspiel in Abu Dhabi gegen Al Jazeera sein Debüt für Bayern geben. "Er wird von Anfang an spielen", kündigte Klinsmann an, dem die dünne Personaldecke im Angriff einige Sorgen bereitet. "Es ist gut gegangen in der Hinrunde, Gott sei Dank. Ich hatte immer etwas Bammel, was passiert, wenn sich Luca oder Miro verletzen sollten", verriet der Trainer.

Trotz der Forderung von Franck Ribéry nach Verstärkungen sieht Klinsmann den FC Bayern personell gerüstet für die Jagd nach drei Titeln. "Wir sind gut aufgestellt mit unserem Kader. Wir sind wettbewerbsfähig." Sorgen, dass sein französischer Top-Star wie angekündigt vor dem Vertragsende abwandern könnte, macht sich Klinsmann angeblich nicht. "Wir haben ihn Minimum bis 2011."

Stars wie Ribéry wollten Erfolge und Titel. "Franck weiß sehr wohl, was er an Bayern hat", meinte Klinsmann. In Dubai versetzte der Scherzbold seinen Team-Kollegen aber einen "kleinen Schock", wie Tim Borowski berichtete. Ribéry hatte sich am Donnerstag ans Steuer des Team-Busses gesetzt und bei einer Runde um das Hotel einen Unfall gebaut. "Wir sind froh, dass bis auf ein Schild niemand zu Schaden kam", kommentierte Klinsmann: "Franck wollte einen Spaß machen."

 
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