Machtwechsel Bush verabschiedet sich von der Presse
Der scheidende US-Präsident hat seine letzte Pressekonferenz für einen Appell an Hamas genutzt. Trotz aller Selbstkritik: Bushs Bilanz fiel insgesamt positiv aus

© Chip Somodevilla/Getty Images
Zum letzten Mal hat George W. Bush im Weißen Haus Journalisten Rede und Antwort gestanden
Bush rief die radikalislamische Hamas am Montag in Washington erneut zum Stopp der Raketenangriffe auf Israel auf. Ohne einen solchen Schritt sei keine dauerhafte Waffenruhe möglich. "Die Definition eines dauerhaften Waffenstillstands ist es, dass Hamas aufhört, Raketen auf Israel zu feuern", sagte Bush. Wörtlich fügte der scheidende Präsident hinzu: "Hamas muss die Wahl treffen."
Zugleich verteidigte Bush seine Nahostpolitik. So habe er bereits im Jahr 2002 eine Zwei-Staaten-Lösung vorgeschlagen, die die Existenz eines Palästinenserstaates an der Seite Israels vorsieht. Diese Zwei-Staaten-Lösung werde jetzt in weiten Teilen des Nahen Ostens als bester Weg zum Frieden akzeptiert. "Die meisten Palästinenser wollen ihren eigen Staat haben". Auch in Israel habe sich diese Sichtweise durchgesetzt.
Erneut räumte Bush Fehler und Irrtümer nicht zuletzt in Sachen Irakkrieg ein. Doch deutlich wurde auch: George W. Bush, der 43. Präsident der Vereinigten Staaten, der dem Land zwei Kriege und die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise seit Jahrzehnten hinterlässt, bereut nichts.
Zwar gab Bush bereitwillig zu, es sei nicht klug gewesen, nach dem Einmarsch im Irak im Frühjahr 2003 zu schnell das Ende der Hauptkampfhandlungen angekündigt zu haben. Sein markiger Auftritt damals auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln vor der vollmundigen Aufschrift "Auftrag erfüllt": "Das war ein Fehler." Die Misshandlungen durch US-Soldaten im irakischen Abu-Ghraib-Gefängnis, die damals die ganze Welt erschütterten, nannte er "eine Enttäuschung".
Beim Hurrikan Katrina wäre vielleicht sein rascher Besuch besser gewesen. Und überhaupt, fügte Bush mit feinem Lächeln hinzu, "meine Rhetorik" sei manchmal nicht gerade gelungen gewesen.
Laut Umfragen war kein Präsident in der neueren Geschichte jemals so unbeliebt wie Bush.
Vehement widersprach er der Frage von Journalisten nach dem ramponierten Image der USA im Ausland – etwa wegen Folterungen oder dem Gefangenenlager Guantánamo. "Ich widerspreche strikt Ihrer Einschätzung, dass unser moralisches Ansehen beschädigt wurde." Von China bis Afrika werde Amerika als das Land angesehen, "das für Freiheit steht". Mit Blick auf Europa versuchte Bush vermeintlich falschen Einschätzungen entgegen zu steuern: Die meisten europäischen Staaten hätten hinter ihm gestanden, auch in Sachen Irak. Nicht mal den Mythos, dass das mächtigste Amt der Welt auch ein einsames Amt sei, wollte Bush stehen lassen. "Ich habe mich niemals isoliert gefühlt."
Zwar wollte Bush seine Pläne für die Zukunft nicht enthüllen. Bislang wisse er nur soviel, dass er seiner Frau Laura am ersten Morgen nach der Rückkehr auf seine geliebte Crawford-Ranch in Texas Kaffee kochen werde, mehr wisse er aber noch nicht. Nur eines sei sicher: "Wenn ich die Bühne verlassen habe, bin ich weg!"
- Datum 12.01.2009 - 19:52 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 8
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(jedenfalls so gut wie...!!!)
...in Dankbarkeit (!!!!!)....
Quote
Bye bye, Mr. President. Bis zum letzten Tag ist Bush uneinsichtig und realitätsblind. Das Ansehen Amerikas in der Welt ist nachhaltig ramponiert. Er selbst hat der Welt schonungslos offen gelegt, wie das Imperium tickt und nachhaltig klar gemacht, dass es nur bedingt als gutes Beispiel für Demokratie und Menschenwürde voran geht.
Zur Strafe sollte man Bush jetzt noch mal fünf Jahre im Oval Office aufbrummen, damit er für die Folgen seiner Politik den eigenen Kopf hinhalten müsste.
Nicht nur die USA haben ihren Bush. In anderen Ländern heißen solche Leute z.B. Kohl, Schröder, Merkel. Der Unterschied liegt nur in der Wirkungsreichweite, die diesen Leuten gegeben ist. Man stelle sich nur einmal vor, Frau Merkel wäre vor die Entscheidungen gestellt, die Bush zu fällen hatte. Und trotz aller großer Hoffnung, die auch ich habe, welche Ernüchterungen uns nach einer Periode Obama bevorstehen, ist noch nicht ausgemacht.
Es muss in den Demokratien über neue Wege nachgedacht werden, wie Politik wieder im Sinne der Menschen wirksam wird, wie trotz der bescheidenen Fähigkeiten von Führungsfiguren das Richtige erreicht wird.
Um Denker
Die Lügen und verbrecherischen Anmaßungen des Westens dürfen die anderen Menschen der großen weiten Welt nicht vergessen.
Was ist noch christlich am verhalten unserer Machthaber?
Nichts.
Sie taten alles um christliche Werte ins Gegenteil zu verkehren.
(entfernt. Bitte verzichten Sie darauf, auf rechtsextreme Seiten zu verlinken. Die Redaktion/jk)
Die Menschenrechte, so wie die UNO sie deklariert, sind das geistige Eigentum der Aufklärung, sie stammen aus dem Gedankengut von Kant, Voltaire, Diderot. Das Christentum stand dem immer feindlich gegenüber.
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
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Die Menschenrechte, so wie die UNO sie deklariert, sind das geistige Eigentum der Aufklärung, sie stammen aus dem Gedankengut von Kant, Voltaire, Diderot. Das Christentum stand dem immer feindlich gegenüber.
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
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Die Menschenrechte, so wie die UNO sie deklariert, sind das geistige Eigentum der Aufklärung, sie stammen aus dem Gedankengut von Kant, Voltaire, Diderot. Das Christentum stand dem immer feindlich gegenüber.
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
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* kein meinunsstreit in der politik
* keine konsensorientiertheit
* spaltung der gesellschaftschichten
* keine langfriststrategie fuer das land
* absichtliche taeuschungen
* hinterzimmerpolitik
* ueberwachungsstaat
* militaristisches denken
* extrem hohe militarisierung der bevoelkerung (soldaten sind patrioten - kritiker defaetisten)
* oekonomisierung (bestechung) der politik
* gleichgeschaltete presse
* unkritische presse
* themen werden religioes nicht wissenschaftlich besprochen
* gezielte spaltung der welt
* hass zwischen voelkern schueren
* nur mitlaeufer werden mit finanziellen wohltaten belohnt
* duale weltsicht
* monopolstreben (eine einzige weltmacht)
* missbrauch der herausgehobenen stellung im finanzmarkt
* kein wettkampf (marktwirtschaft) der unternehmen
* ungeprueft staatsauftraege an amigos vergeben
* ...
Zeit fuer eine redemokratisierung, entideologisierung und ein erneutes einfuehren der marktwirtschaft in den usa.
Hoffentlich wird es möglich sein, ihn und seine Komplizen baldmöglichst, als Bande, vor einem ordentlichen Gericht, irgendwo auf der Welt, zur Rechenschaft zu ziehen!
... sie gehoeren vor ein ausserordentliches gericht.
... sie gehoeren vor ein ausserordentliches gericht.
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