Teilverstaatlichung Bundescommerzbank

Der Bund ist jetzt ein Banker: Dem deutschen Staat gehört ein Viertel der Commerzbank. Ein drastischer Schritt, zu dem es keine Alternative gibt. Ein Kommentar

Es ist ein beispielloser Vorgang, der sich in diesen Tagen zwischen Berlin und Frankfurt abspielt: In Deutschland werden Großbanken verstaatlicht. Nicht von der Linkspartei, sondern von einer unionsgeführten Bundesregierung.

Es gibt keine Alternative zu einem solch drastischen Eingriff in den Markt. Das Problem der Commerzbank und ihrem Fusionspartner Dresdner Bank ist, dass ihr Kapital wegen der Finanzkrise schmilzt wie Eis in der Sonne. Wenn der Staat nichts tut, muss die Kreditvergabe eingeschränkt, die volkswirtschaftlich sinnvolle Fusion abgesagt und das Institut schlimmstenfalls abgewickelt werden.

Das kann man fordern. Aber der Preis dafür wären ein neuer Finanztsunami und noch weniger Kredite für die Unternehmen. Die Steuermilliarden, die die Commerzbank erhält, sollen genau das verhindern. Sie sind gut angelegt - zumal der Staat das Geld ja nicht zum Fenster hinauswirft, sondern im Gegenzug ein Unternehmen erwirbt. Das Volksvermögen steigt also. Und die Regierung lässt sich in harter Währung bezahlen, in vollwertigen Commerzbankaktien. Sie kann damit Einfluss auf die Geschäftspolitik nehmen und sicherstellen, dass das Geld der Steuerzahler nicht verschwendet wird.

Doch man kann Berlin nur raten, sich nicht zu sehr einzumischen. Der Staat ist ein schlechter Banker und sollte die Kreditvergabe den Profis überlassen. Genau deshalb ist es auch problematisch, wenn jetzt über einen Deutschlandfonds nachgedacht wird. Es ist besser, das Kreditgeschäft über die Banken zu organisieren, als eine zweite Kreditinfrastruktur aufzubauen. Bleiben lassen sollte man auch den Unsinn, eine Bad Bank einzurichten, die den Banken Wertpapiere abkauft. Der Finanzmarktfonds kann das unter bestimmten Umständen bereits, und ansonsten ist die Rekapitalisierung der effizientere Weg. Es geht nicht an, dass sich die Finanzhäuser auf Kosten der Steuerzahler und ohne Gegenleistung ihres Schrotts entledigen.

Einen klaren Verlierer gibt es bei dem Deal. Es sind die Aktionäre der Commerzbank, deren Anteile verwässert werden und an der Börse abstürzen. Aber das ist nur konsequent. Wer Aktien hält, trägt ein unternehmerisches Risiko. Er gewinnt in guten Zeiten und kann nicht erwarten, in schlechten Staatsknete zu erhalten.

 
Leser-Kommentare
  1. nocheinmal die Mottenkiste aufgemacht:
    "Es gibt keine Alternative ..." & "Der Staat ist ein schlechter Banker"
    Natürlich gibt es Alternativen, z.B. alle Banken komplett verstaatlichen. Zur Erinnerung, die Hypo-Real-Estate, eine deutsche Privatbank, hat mehr Miese angehäuft als alle Landesbanken zusammen. Von UBS, Bank of Scotland, Citibank usf. zu schweigen. Aber die Mär von den Superexperten der privaten Banken im Gegensatz zu den Versagern der staatlichen wird stets auf´s Neue aufgetischt - und geglaubt. Die Banker der Bank of China könnten alle großen westlichen Banken aufkaufen, wenn sie denn wollten und wenn man sie denn ließe. War da nicht ständig die Rede von freier Marktwirtschaft?

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    • TyRell
    • 08.01.2009 um 20:38 Uhr

    Die Beteiligung an chinesischen Unternehmen ist für Ausländer auf maximal 33,3% beschränkt. Warum sollte man denn deutsche Unternehmen chinesischen Investoren zur Übernahme bereitstellen, wenn dies umgekehrt nicht der Fall ist?

    Das Modell der amerikanischen Banken unterscheidet sich grundlegend von dem der deutschen. Erstens: In Deutschland existiert keine Trennung von Investmentbanken oder einer Geschäftsbank hinsichtlich ihrer Transparenz der Geschäftstätigkeiten. In den USA waren Investmentbanken lockerer gehandhabt worden als Geschäftsbanken. Zweitens: Tochtergesellschaften von diesen Großunternehmen standen kaum unter einer Aufsicht, was daraus entstehen kann, sah man an dem Fall AIG. Grundsätzlich ist eine unbeaufsichtigte Geschäftstätigkeit für deutsche Versicherer in Form einer Tochtergesellschaft verboten; insbesondere zu erwähnen ist hier die Allianz.

    In Deutschland haben insgesamt die staatlichen Banken mehr Verluste gemacht als private Banken. Ich möchte mich mit Ihnen aber kaum noch konstruktiv über dieses Thema unterhalten, weil es Ihnen sehr stark an wirklichen Kenntnissen und Einblicken in die Geschäftstätigkeit von Banken in Deutschland mangelt, daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn sie auf der Basis von subjektiven "Tatsachen" herumstochern und Ihr negatives Bild von der Finanzbranche so zum Ausdruck bringen.

    Goethe sagte, dass Bäume nicht unendlich in den Himmel wachsen würden. Warum sollte das gerade die Wirtschaft tun? Nehmen wir es hin, dass es auch schwere Krisenzeiten geben wird.

    Hätten ich so einen Kommentar von Ihnen vor einem Jahr gelesen, würde Sie jetzt meinen Respekt genießen, aber Sie sind ein genauso reaktionistischer Mogel-Prophet wie zurzeit Millionen andere. Vielen Dank für Ihren geistreichen Kommentar.

    • TyRell
    • 08.01.2009 um 20:38 Uhr

    Die Beteiligung an chinesischen Unternehmen ist für Ausländer auf maximal 33,3% beschränkt. Warum sollte man denn deutsche Unternehmen chinesischen Investoren zur Übernahme bereitstellen, wenn dies umgekehrt nicht der Fall ist?

    Das Modell der amerikanischen Banken unterscheidet sich grundlegend von dem der deutschen. Erstens: In Deutschland existiert keine Trennung von Investmentbanken oder einer Geschäftsbank hinsichtlich ihrer Transparenz der Geschäftstätigkeiten. In den USA waren Investmentbanken lockerer gehandhabt worden als Geschäftsbanken. Zweitens: Tochtergesellschaften von diesen Großunternehmen standen kaum unter einer Aufsicht, was daraus entstehen kann, sah man an dem Fall AIG. Grundsätzlich ist eine unbeaufsichtigte Geschäftstätigkeit für deutsche Versicherer in Form einer Tochtergesellschaft verboten; insbesondere zu erwähnen ist hier die Allianz.

    In Deutschland haben insgesamt die staatlichen Banken mehr Verluste gemacht als private Banken. Ich möchte mich mit Ihnen aber kaum noch konstruktiv über dieses Thema unterhalten, weil es Ihnen sehr stark an wirklichen Kenntnissen und Einblicken in die Geschäftstätigkeit von Banken in Deutschland mangelt, daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn sie auf der Basis von subjektiven "Tatsachen" herumstochern und Ihr negatives Bild von der Finanzbranche so zum Ausdruck bringen.

    Goethe sagte, dass Bäume nicht unendlich in den Himmel wachsen würden. Warum sollte das gerade die Wirtschaft tun? Nehmen wir es hin, dass es auch schwere Krisenzeiten geben wird.

    Hätten ich so einen Kommentar von Ihnen vor einem Jahr gelesen, würde Sie jetzt meinen Respekt genießen, aber Sie sind ein genauso reaktionistischer Mogel-Prophet wie zurzeit Millionen andere. Vielen Dank für Ihren geistreichen Kommentar.

  2. "...die volkswirtschaftlich sinnvolle Fusion... "
    Wer sagt das die sinnvoll ist? Warum?
    Warum wird die nicht einfach abgesagt.
    Nach dem Motto: "Wir haben kein Geld, wir können es nicht bezahlen, also müßen wir es wohl lassen."
    Das geht wohl nur wenn öffentliche Einrichtungen geschlossen werden.

    Das Volksvermögen steigt also.
    Ja, warum machen wir das denn dann nicht ständig?
    Und warum müßen wir dann die Bahn privatisieren? Kann mir das jemand erklären?
    Oder gehört die Bahn erst dem Staat (dem Volk) wenn er seine Bahn privatisiert und schließlich wieder kauft?

    "Sie kann damit Einfluss auf die Geschäftspolitik nehmen ..."
    Stimmt damit haben einige Politiker ja so gute Erfahrungen gemacht und das Geld des Volkes so sinnvoll bei der Bayern LB eingesetzt :).

    "Doch man kann Berlin nur raten, sich nicht zu sehr einzumischen. "
    Ah, also doch nicht?
    Ich bin verwirrt...

    "...sollte die Kreditvergabe den Profis überlassen."
    Stimmt, weil sollten dies in Sand setzen rufen sie beim Staat an und sagen:"Wir haben es verbockt und zu wenig Geld um die Dresdner Bank zu kaufen, könnt ihr mal?"

    "...deshalb ist es auch problematisch,..."
    Hier ist eine ganze Menge sehr problematisch.

    "...Bad Bank..."
    Was ist eine Bad Bank? Sowas wie die Bayern LB?

    "Es geht nicht an, dass sich die Finanzhäuser auf Kosten der Steuerzahler [...] ihres Schrotts entledigen."
    Vollkommen einverstanden!

    "...und ohne Gegenleistung..."
    Hier herrschen aber wohl unterschiedliche Vorstellungen über die Gegenleistung.

    Nicht böse-ernst gemeint...aber ernst :)

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    So eine kleine heimliche "Bad Bank" war ja evtl. schon die IKB erst mit ~ 10 mrd. Steuergeld retten und dann für 150 mio an lone star verschenken... und systemwichtig war die eher nicht...

    So eine kleine heimliche "Bad Bank" war ja evtl. schon die IKB erst mit ~ 10 mrd. Steuergeld retten und dann für 150 mio an lone star verschenken... und systemwichtig war die eher nicht...

  3. So eine kleine heimliche "Bad Bank" war ja evtl. schon die IKB erst mit ~ 10 mrd. Steuergeld retten und dann für 150 mio an lone star verschenken... und systemwichtig war die eher nicht...

    Antwort auf "Wie meinen?"
    • TyRell
    • 08.01.2009 um 20:38 Uhr

    Die Beteiligung an chinesischen Unternehmen ist für Ausländer auf maximal 33,3% beschränkt. Warum sollte man denn deutsche Unternehmen chinesischen Investoren zur Übernahme bereitstellen, wenn dies umgekehrt nicht der Fall ist?

    Das Modell der amerikanischen Banken unterscheidet sich grundlegend von dem der deutschen. Erstens: In Deutschland existiert keine Trennung von Investmentbanken oder einer Geschäftsbank hinsichtlich ihrer Transparenz der Geschäftstätigkeiten. In den USA waren Investmentbanken lockerer gehandhabt worden als Geschäftsbanken. Zweitens: Tochtergesellschaften von diesen Großunternehmen standen kaum unter einer Aufsicht, was daraus entstehen kann, sah man an dem Fall AIG. Grundsätzlich ist eine unbeaufsichtigte Geschäftstätigkeit für deutsche Versicherer in Form einer Tochtergesellschaft verboten; insbesondere zu erwähnen ist hier die Allianz.

    In Deutschland haben insgesamt die staatlichen Banken mehr Verluste gemacht als private Banken. Ich möchte mich mit Ihnen aber kaum noch konstruktiv über dieses Thema unterhalten, weil es Ihnen sehr stark an wirklichen Kenntnissen und Einblicken in die Geschäftstätigkeit von Banken in Deutschland mangelt, daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn sie auf der Basis von subjektiven "Tatsachen" herumstochern und Ihr negatives Bild von der Finanzbranche so zum Ausdruck bringen.

    Goethe sagte, dass Bäume nicht unendlich in den Himmel wachsen würden. Warum sollte das gerade die Wirtschaft tun? Nehmen wir es hin, dass es auch schwere Krisenzeiten geben wird.

    Hätten ich so einen Kommentar von Ihnen vor einem Jahr gelesen, würde Sie jetzt meinen Respekt genießen, aber Sie sind ein genauso reaktionistischer Mogel-Prophet wie zurzeit Millionen andere. Vielen Dank für Ihren geistreichen Kommentar.

    Antwort auf "Weil´s so schön war"
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    Da Sie sich ja auszukennen scheinen hätte ich mal zwei Fragen, die mir unter den Nägeln brennen:
    1) "In Deutschland haben insgesamt die staatlichen Banken mehr Verluste gemacht als private Banken."
    Haben sie da evtl einen vertrauenswürdigen Link zu? Weil zu dieser Frage habe ich schon viele widersprüchliche Aussagen gelesen. Ist das überhaupt schon endgültig abschätzbar? Das mit der Commerzbank z.B. ist ja jetzt erst aufm Tisch... Und zählen Sie die IKB als öffentliche oder private Bank?

    2) Wofür brauch die Welt eigentlich den Aktienmarkt außer für Kapitalbeschaffung?
    Also mir ist klar, dass Banken z.B. Kredite an Unternehmen geben müssen für Investitionen, aber wozu der ganze Wertpapierhandel mit Spekulationen etc? Bringt das irgendwelche Vorteile für die reale Wirtschaft?

    schon 1970 in der Stamokap-Theorie beschrieben: Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste.
    Sie schreiben: "Hätten ich so einen Kommentar von Ihnen vor einem Jahr gelesen, würde Sie jetzt meinen Respekt genießen, ..........."
    Da werden Sie ja jetzt sicherlich großen Respekt vor den Jusos haben!

    Da Sie sich ja auszukennen scheinen hätte ich mal zwei Fragen, die mir unter den Nägeln brennen:
    1) "In Deutschland haben insgesamt die staatlichen Banken mehr Verluste gemacht als private Banken."
    Haben sie da evtl einen vertrauenswürdigen Link zu? Weil zu dieser Frage habe ich schon viele widersprüchliche Aussagen gelesen. Ist das überhaupt schon endgültig abschätzbar? Das mit der Commerzbank z.B. ist ja jetzt erst aufm Tisch... Und zählen Sie die IKB als öffentliche oder private Bank?

    2) Wofür brauch die Welt eigentlich den Aktienmarkt außer für Kapitalbeschaffung?
    Also mir ist klar, dass Banken z.B. Kredite an Unternehmen geben müssen für Investitionen, aber wozu der ganze Wertpapierhandel mit Spekulationen etc? Bringt das irgendwelche Vorteile für die reale Wirtschaft?

    schon 1970 in der Stamokap-Theorie beschrieben: Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste.
    Sie schreiben: "Hätten ich so einen Kommentar von Ihnen vor einem Jahr gelesen, würde Sie jetzt meinen Respekt genießen, ..........."
    Da werden Sie ja jetzt sicherlich großen Respekt vor den Jusos haben!

  4. Da Sie sich ja auszukennen scheinen hätte ich mal zwei Fragen, die mir unter den Nägeln brennen:
    1) "In Deutschland haben insgesamt die staatlichen Banken mehr Verluste gemacht als private Banken."
    Haben sie da evtl einen vertrauenswürdigen Link zu? Weil zu dieser Frage habe ich schon viele widersprüchliche Aussagen gelesen. Ist das überhaupt schon endgültig abschätzbar? Das mit der Commerzbank z.B. ist ja jetzt erst aufm Tisch... Und zählen Sie die IKB als öffentliche oder private Bank?

    2) Wofür brauch die Welt eigentlich den Aktienmarkt außer für Kapitalbeschaffung?
    Also mir ist klar, dass Banken z.B. Kredite an Unternehmen geben müssen für Investitionen, aber wozu der ganze Wertpapierhandel mit Spekulationen etc? Bringt das irgendwelche Vorteile für die reale Wirtschaft?

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    drängele ich mich mal vor und empfehle: http://wissen.spiegel.de/...
    und dazu noch einen überaus interessanten Blog: http://www.weissgarnix.de... und http://www.weissgarnix.de...
    indem die nicht fristenkongruenten Schulden der HRE-Tochter Depfa, auf Sicht von 5 Jahren mit rund 170Mrd Euro beziffert werden. Deshalb will das Management laut Spiegel " ...die HRE am liebsten aufspalten: die Problemtochter Depfa solle beim Staat landen, die Rest-HRE könnte weiter ihren Geschäften nachgehen.” Also auslagern an eine Bad Bank, die von Ackermann so vehement gefordert wird. Warum wohl?

    drängele ich mich mal vor und empfehle: http://wissen.spiegel.de/...
    und dazu noch einen überaus interessanten Blog: http://www.weissgarnix.de... und http://www.weissgarnix.de...
    indem die nicht fristenkongruenten Schulden der HRE-Tochter Depfa, auf Sicht von 5 Jahren mit rund 170Mrd Euro beziffert werden. Deshalb will das Management laut Spiegel " ...die HRE am liebsten aufspalten: die Problemtochter Depfa solle beim Staat landen, die Rest-HRE könnte weiter ihren Geschäften nachgehen.” Also auslagern an eine Bad Bank, die von Ackermann so vehement gefordert wird. Warum wohl?

    • hamkon
    • 08.01.2009 um 21:11 Uhr

    zeichnet sich , zugegebenermassen, durch eine so massive Konzentration an Chuzpe aus, dass man - wäre man ein charakterloser und verantwortungsloser Voyeur, der sich bei der Betrachtung dieses Sittenbildes unserer Gesellschaft - sich einer gewissen Schadenfreude nicht enthalten könnte.

    Dass in der gegenwärtigen Zeit mit dem Argument des "Gesamtstaatsinteresse" effektiv Finanzpolitik zu Gunsten "privater Großinvestoren" betrieben und ein solcher Schindluder mit diesem Argument getrieben wird, dass sich dafür nicht einmal mehr historische Parallelen finden lassen, täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass aufgrund der durch die Zerschlagung der gesamtgesellschaftlichen Interessenwahrungsstrukturen durch die Koalition Kohl-Genscher und Schröder-Fischer die historisch gewaltigste Enteignung der Mehrheitsgesellschaft umgesetzt wird.

    Dass diese Massenenteigung und die damit unauflöslich verbundene Massenverelendung in der breiten Bevölkerung erst mit einer zeitlichen Verzögerung bemerkt werden wird, ist der genialste Trick, mit dem in der modernen Geschichte Mehrheitsbevölkerungen um das Ergebnis ihrer konsensualen und konstruktiven Arbeit beschissen worden sind.

    Diese historische Unvergleichbarkeit macht aber eben auch das Phänomen aus, dass es so unmöglich macht, sich diesen Trick überhaupt vorstellen zu können.

    Wir stehen heute Dimensionen einer betrügerischen Gesellschaftselite gegenüber, die weit über die hinausweist, die uns von denen der früheren totalitären Machteliten bekannt sind.

    Die sich daraus ergebenden grauenvollen und furchtbaren Konsequenzen der blindwütigen Massenreaktionen, die uns allen ins Haus stehen werden, wenn unseren Mitbürgern diese Realität klar geworden sein wird, ist den Veranstaltern dieses "großen Clous" allerdings ebenfalls unvorstellbar.

    Mich deucht, wir sehen hier eine Tragödie herauf ziehen, die ebenfalls ihresgleichen in der modernen Geschichte sucht. Womöglich der Thermidor des 21. Jahrhunderts.

    • Logeg
    • 08.01.2009 um 22:10 Uhr

    Hätte Lafontaine eine Verstaatlichung der Banken vorgeschlagen, wäre er dafür zumindest verbal verprügelt worden.

  5. Bremer Vulkan musste sterben, damit die Bundescommerzbank lebt?

    Bremer Vulkan, Fokker mussten sterben, damit, die Bundescommerzbank lebt?

    Lieber Herr Schieritz,

    als Ihr gewogener Leser staune ich Bauklötzer, wie eloquent alternativlos Sie ins Horn der Fusion der Commerzbank mit der Dresdner Bank blasen!
    Warum eigentlich?
    Ist unser volkswirtschaftliches Gedächtnis in der EU, voran in den deutschen Medien so kurz, dass Sie das Finanzdesaster um den Bremer Vulkan vergessen, vergesssen haben, wie Herr Schrempp mit der Fusion von Daimler und Fokker baden ging, weil die EU Kommissare wg. unzulässiger staatlicher Subvention durch die Niederlande mit Gründen intervenierte, die heute nur Schall und Rauch?
    Worauf Daimler Fokker solange finanziell fokker unter Wasser drückte, bis Fokker entleibt nur noch eine Wasserleiche war?

    Gerade hat die EU- Kommission, angeblich mit guten Gründen, von Medien-Transportarbeietern/innen emsig in die Landschaft, in den Blätterwald getragen, nicht gerastet, nicht gerostet, bis in Deutschland die öffentlich- rechtliche Finanzsäule „Staatsgarantien für Landesbanken, Sparkassen“ juristisch null & nichtig, in sich zusammen sackte.

    Schon trompeten die Medien, landauf, landab, auf Trapp! Auf! Auf! Staat zum neuen Jagen!Schaffe! Schaffe! Rettungsschirme, Rettungspakete für Banken, Versicherungen, Branchen- Konjunkturprogramme!, die keiner nutzt?, die irgendwo, -wie , -wann von den Parlamenten unkontrolliert in Steueoasen von privatrechtlichen Zweckgesellschaften der staatlichen Bankinstitute in privatrechtlichen Erträgen verpufft?
    Bau Auf! Bau Auf!, die vierte Finanzsäule der Parteien- Demokratie oder die erste der globalen Finanzdespotie? Das ist hier die Frage?
    Wie paßt das zusammen?

    Geht es aus Angst vor Global Goverment einmal mehr um einen letzten Versuch, die Welt vom Gelde zu befreien?, um eine neue nationalstaatlich mit anderen Nationalstaaten abgestimmte kolonial verbuddelte Räuberkiste mit fadenscheinig legitimierten Kriegs- samt exekutiven Mordgelüsten aufzutun?

    tschüss
    Joachim Petrick

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