Gasstreit Gas kann wieder fließen
Das letzte Hindernis für die Wiederaufnahme der Lieferung aus Russland ist offenbar ausgeräumt. Auch die Ukraine hat nach Angaben der EU jetzt eingelenkt

© Sergei Supinsky/AFP/Getty Images
Bald soll das Gas wieder durch die Pipelines fließen
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte am Rande der CSU-Klausurtagung in Wildbad Kreuth, es gebe nun keine politischen Hindernisse mehr. Barroso hatte zuvor mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin telefoniert. Putin sei bereit, ukrainische Inspektoren auf russischem Territorium zu
akzeptieren.
"Wir haben nun von höchster Stelle die Zusicherung bekommen, dass das Gas wieder fließen kann", sagte Barroso. Beide Seiten hätten nun Kontrolleuren aus dem jeweils anderen Staat auf ihrem Territorium zugestimmt. Er hoffe, dass die Vereinbarung eine bessere Atmosphäre für die Lösung des gesamten Problems schaffte.
Der Chef des russischen Gaskonzern Gasprom, Alexej Miller, hatte am Morgen die Wiederaufnahme der Lieferungen Richtung Europa noch für diesen Freitag angekündigt. Allerdings wurde dies später wieder in Frage gestellt, weil die Ukraine eine Beteiligung an den vereinbarten internationalen Kontrollen an den Grenzstellen der Gaspipelines zu Russland verlangt hatte. Russland war dies bereits am Donnerstag zugestanden worden.
Barroso sagte, er hoffe, dass die Gasversorgung nun "so schnell wie möglich" wieder aufgenommen werden könne. Er wollte sich aber nicht auf einen genauen Zeitpunkt festlegen. Es gebe noch technische Probleme mit den Pipelines. Die EU sei bereit, die Beobachter noch "heute zu entsenden". Die Beobachter sollen prüfen, ob die Ukraine für Europa bestimmtes Gas illegal abzapft, wie Russland behauptet.
Der EU-Kommissionschef bezeichnete es als "unakzeptabel", dass Länder wie die Slowakei, Bulgarien oder Rumänien unter dem Streit zu leiden hätten und "nicht das Gas bekommen, für das sie bezahlen".
Russland und die Ukraine streiten seit Wochen über Schulden und Preise für Gaslieferungen. Der russische Monopolist Gasprom hatte der Ukraine deswegen zu Jahresbeginn den Gashahn abgedreht. Dies hatte zu starken Gasengpässen in Teilen Europas geführt. Die Europäische Union erhält 80 Prozent des Gases aus Russland über ukrainische Pipelines.
- Datum 09.01.2009 - 15:00 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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War es nicht der russische Präsident Medwedew der die Bedingungen gestellt hat, das die Gaslieferungen via die Ukraine nur dann wieder aufgenommen werden wenn externe Beobachter die Ukrainskys überwachen?
Warum steht dann hier, "Russland akzeptiert nun doch externe Beobachter...." das erstmal zum Transitgas.
Weiter gehen die Bedingungen auf russischer Seite ganz klar in Richtung normaler Marktwirtschaftlicher und Basis-Kaufmännischer Gepflogenheiten. d.h. sobald die Ukraine ihren Verpflichtungen i.e. die Schulden aus vergangene Gaslieferungen bezahlt, nachkommt werden auch die Gaslieferungen an die Ukraine wieder aufgenommen...
Schade das es die Ukrainskys nicht fertig bringen, sich nicht mehr zwischen den beiden Machtpolen entschieden zu müssen und so das Land ineffizient und Ziellos treiben lassen. Das ganze sieht mir nach einem Strategischen Proxyspiel aus. Ost wie West fummeln beide ziemlich tief in den Machtzentralen der Ukraine herum und das Land zerreisst sich so selber.
Da werden dann Ressourcen verbraucht die anders effizienter eingesetzt werden könnten... zum Aufbau des Landes selber. Wie gehabt, verderben auch hier zuviele Köche den Brei... vorallem für die Bevölkerung, da die Streithähne ja generell genügend Vermögen und Unterstützung besitzen.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Es sieht so aus, als ob sich das Team Orange verzockt hätte. Wie es sich für rückfällige Straftäter gehört - schließlich hat die Ukraine nicht zum ersten Mal Transitgas gestohlen - bekommt sie jetzt externe Aufsicht, die weitere Diebstähle verhindern wird.
Damit ist der schöne Plan, weiterhin Vorzugspreise erpressen zu wollen indem man die EU-Kunden zur Geisel nimmt, gescheitert. Ende der Selbstbedienung.
Es wird vermutlich nicht lang dauern, bis sich die ukrainische und russische Seite bilateral auf neue Lieferkonditionen geeinigt haben werden, die dann vermutlich in der Nähe der Weltmarktpreise liegen. Damit wäre dann auch den jahrelangen diesbezüglichen Forderungen der WTO Genüge getan.
Allerdings ist mir noch schleierhaft, wie die wirtschaftlich am Boden liegende Ukraine das bezahlen will. Vermutlich wird sie die Pipelines verpfänden müssen, da sie ja ohnehin kaum in der Lage ist, ordentliche Wartung und Instandhaltung zu finanzieren.
Es sieht schlecht aus für Kiew. Wirtschaft in den letzten Zügen, Haushalt kaputt, Politik gelähmt und jetzt auch noch die letzte Reputation in der EU verspielt...
Vermutlich kommt bald wieder Team Blau ins Spiel.
Die Goldschmiede von Arezzo und ich verkünden eine Neuigkeit aus dem Energiesektor. Kürzlich schlug ich in meiner gewohnt bescheidenen Art vor, die Sahara mit Sonnenkollektoren zu überdachen, durch Elektrolyse Wasserstoff herzustellen und Europa von russischem Gas unabhängig zu machen. Heute in der früh verkündete zu meinem Erstaunen mein Lokalradio, dass dieses Konzept längst Realität ist. Congratulo i miei compaesani aretini. So kam es dazu : Die vielen Goldschmiede von Arezzo benötigen Wasserstoff zum Schweissen. Deshalb hat die phantastische Stadtverwaltung kurzerhand Sonnenkollektoren installiert und baut gerade ein Leitungsnetz für Wasserstoff auf, und zwar für die ganze Stadt. Als erste kamen natürlich die Japaner, um sich das "anzusehen". Ich wende mich an Forscher und Politiker : die Energieunabhängigkeit Europas kann nur durch ein koordiniertes und zukunftsweisendes Konzept gesichert werden. Statt von Krise zu Krise zu schlittern, müssen alle Mitglieder von der Notwendigkeit überzeugt werden, dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus unzuverlässigen, konfliktbereiten Diktaturen keine vernünftige Basis für unsere energetische Zukunft darstellen. Woher unsere Energie kommen kann, können Fachleute beurteilen. Die Goldschmiede von Arezzo und ich glauben, dass Sonnenenergie zur Herstellung von Wasserstoff eine gangbare Alternative darstellt, welche dringend geprüft werden sollte. Wartet nicht, bis Shell oder Texaco euch das verkaufen. Schon die Pizza haben sie Italien geklaut. Im Ernst : Europa kann und muss das selber schaffen.
Unser Wirtschaftsraum braucht eigenständige und regionale Konzepte für die Zukunft.
Wir brauchen Eurotopien, nicht Obamatopien.
Das eine Schiff Russland,eine Demokratur mit etwas rauhen Umgangsformen und
sehr autoritärem Fühungsstil.Das andere Schiff,die Ukraine.Seit dem Sommer hat die
Gasprinzessin keine Mehrheit mehr im Parlament.Ein deutlich ferngesteuertes Schiff
mit dem Steuermann Breschinsky dem Berater Obamas,erfogreicher aussenpolitischer
Berater und sicher guten (polnischen ) Absichten.Leider haben die Polen und die
Russen immer etwas Verständigungsschwierigkeiten.Der Präsident der Ukraine
mit vielleicht schlechteren Umfragewerten wie Bush,war vor seiner Dioxinvergiftung ein
excellenter Mann.Das ferngesteuerte Schiff und das zu autoritär gelenkte Schiff krachen aneinander.Die Gasprinzen Russlands haben auch viel Geld durch die Finanzkrise verloren.
Die Wirtschaft der Ukraine,vielleicht wegen einem nicht regierbaren Staat,und damit sehr
mangelhaften Gegensteuerungsmöglichkeiten gegen die Finanzkrise,in einer schweren
Wirtschaftskrise.Ost und Westukrainische Kräfte blockieren sich unter anderem.Was könnte man in einer solchen Situation tun?Es könnten die autoritären
Herrn aus Russland und der Steuermann des schwankenden Schiffes,der Ukraine vielleicht
gemeinsam einen Kompromiss erarbeiten,der endlich einmal an die Menschen der Ukraine
denkt.Die wichtigste Frage für Russland ,die Nato Kampagne in der Ukraine.Die für die
Ukraine wichtigste Frage:Klare Rechtsverhältnisse,ökonomischer Fortschritt,damit Bekämpfung der großen Armut.Das heißt derzeit keine Nato Kampagne aber alles zu tun um aus der verheerenden Situation wieder herauszukommen.Was könnte Europa in der derzeitigen Situation tun:Unabhängigkeit von fossiler Energie anzustreben,ohne wieder von der Atomenergie abhängig zu werden,
was sicher geht,wie hier ja wieder der Kommentator"Extremist" beschreibt.
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